Hierzu hatte ich schon neulich versucht, eine Antwort zu geben. Gerne probiere ich es nochmals: Das Ich tritt mehr in den Hintergrund, und die Dinge erscheinen eher so, wie sie tatsächlich sind, also ohne den Einfluss von Wertung und Haben- bzw. NIcht-Habenwollen. Diese direkte Qualität der Wahrnehmung kann ich beim Sehen kurz spüren, bei den anderen Sinnen (Riechen, Fühlen, Hören) nicht. Um diese besondere Wahrnehmung zu haben, helfen Achtsamkeit und Entspannung. Bei Gefühlen und Gedanken stelle ich jetzt häufig fest, dass sie ohne ein Ich funktionieren und selbstständig weiterlaufen.Wie kommt es dass die Wahrnehmung intensiver und klarer wird?
Dies habe ich in den letzten Tagen intensiv geübt. Beispielsweise kann ich die Gefühle gut wahrnehmen. Ich kann sie einerseits einfach ziehen lassen und sehen, wie sie sich langsam ändern/beruhigen, andererseits kann ich auch sagen: "Dies sind meine Gefühle/Wahrnehmungen". Wenn ich dann auf der Suche nach dem Ich dieser Gefühle bin, stelle ich fest, dass das Ich nicht lokalisierbar ist, auch wenn es im ersten Moment so scheint.Sich mit der Wahrnehmung während dem Alltag immer wieder zu identifizieren ist eine gute Übung. Die nächste Stufe wäre dann auch diese Identifikation fallen zu lassen…

