Suche Begleiter durch das torlose Tor

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Joram
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Sun Apr 26, 2015 9:38 pm

Der Sucher ist eine "Intention", ein Gedanke.
Was ist die Quelle der Antwort, ist es eine Intellektuelle Antwort, oder kommt sie aus eigenem Erleben?


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Mon Apr 27, 2015 11:36 pm

Was ist die Quelle der Antwort, ist es eine Intellektuelle Antwort, oder kommt sie aus eigenem Erleben?
Um ehrlich zu sein denke ich die Quelle ist Intellektuell. Meine Gedanken können bewußt aus der "Vogelperspektive" beobachtet werden, aber mit Intentionen klappt das noch nicht so gut. Das Handeln wird zwar gesehen, aber bei "Entscheidungen" ist da Unsicherheit, speziell wann sie aufgetreten sind. Zum Beispiel sitze ich und merke später die Absicht schon länger aufstehen zu wollen, dann wird diese Absicht bemerkt aber nicht genau im Moment, wann die Absicht aufgetaucht ist. Wenn ich sehen will ob ein autonomes "Ich" existiert könnte das vielleicht hilfreich sein um zu sehen das da eine "Illusion" ist? Wenn es gesehen werden könnte das kein "Ich" entscheidet, sondern die Intention "erwischt wird" wenn sie auftaucht?
Wenn "ich" hier so oft "ich" schreibe, dann dient das der Kommunikation, ganz Unvoreingenommen ob es existiert oder nicht.

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Tue Apr 28, 2015 4:52 am

Um ehrlich zu sein denke ich die Quelle ist Intellektuell.
Schauen wir den Satz „Der Sucher ist eine "Intention", ein Gedanke.“ Noch mal an: Was kann der Sucher sonst sein, wen keine Intension/Gedanke/Wille/Identifikation? Kann der „Sucher“ etwas sein, was „Inherent“ ist, etwas was „nicht aus was anderes zusammengesetzt ist“? Kann der Sucher „für sich alleine stehen“?
Meine Gedanken können bewußt aus der "Vogelperspektive" beobachtet werden, aber mit Intentionen klappt das noch nicht so gut. Das Handeln wird zwar gesehen, aber bei "Entscheidungen" ist da Unsicherheit, speziell wann sie aufgetreten sind. Zum Beispiel sitze ich und merke später die Absicht schon länger aufstehen zu wollen, dann wird diese Absicht bemerkt aber nicht genau im Moment, wann die Absicht aufgetaucht ist.
Da werden die bewussten und unbewussten Ebenen angesprochen. Hat es vielleicht mit der Suche nach Kontrolle zu tun? Die Entstehung einer Absicht kann zwar manchmal während des Entstehungsprozesses erkannt werden, aber niemals alle Absichten gleichzeitig. Das ist zu viel für das Gehirn.
Ist es möglich achtsam zu gehen, den Atem dabei wahrzunehmen und nebenbei zu telefonieren? (Die Liste kann leicht verlängert werden. Herz, Muskeln, Blutpochen, Geräusche, usw. … ;-)
Wenn ich sehen will ob ein autonomes "Ich" existiert könnte das vielleicht hilfreich sein um zu sehen dass da eine "Illusion" ist? Wenn es gesehen werden könnte das kein "Ich" entscheidet, sondern die Intention "erwischt wird" wenn sie auftaucht?
Die „Intension zu erwischen“ ist nicht der Weg um die Ichillusion zu erkennen.

Um die Ichillusion zu erkennen muss „die Quelle“ untersucht werden. Du sagtest oben: „Meine Gedanken“ – woher kommt dieses „Meine“? Was für Empfindung/Absicht/Identifikation entsteht dabei? Sind „meine Gedanken“ wirklich „mein“?
Wenn das „Meine“ wirklich erkannt wird, wird die Illusion „durchlässig“.
Was bleibt wenn man das „Meine“ aus der Gleichung rausnimmt?


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Wed Apr 29, 2015 12:05 am

Schauen wir den Satz „Der Sucher ist eine "Intention", ein Gedanke.“ Noch mal an: Was kann der Sucher sonst sein, wen keine Intension/Gedanke/Wille/Identifikation? Kann der „Sucher“ etwas sein, was „Inherent“ ist, etwas was „nicht aus was anderes zusammengesetzt ist“? Kann der Sucher „für sich alleine stehen“?
Einerseits kann der Sucher als ein Prozess gesehen werden, als Intention, Gedanke, Handlungsabsicht, schauen "wollen" ob es ein Ich gibt. Andererseits ist der Sucher gar nicht da, genauso wenig wie Begriffe real sind, wie "Intention", "Gedanke, "Handlungsabsicht". Da wird das Erlebte ja schon differenziert und ist nicht mehr wirklich das Erlebte. In diesem Sinne kann der "Sucher" nicht für sich alleine stehen und ist auch nicht aus etwas zusammengesetzt. Das erscheint mir paradox.
Da werden die bewussten und unbewussten Ebenen angesprochen. Hat es vielleicht mit der Suche nach Kontrolle zu tun? Die Entstehung einer Absicht kann zwar manchmal während des Entstehungsprozesses erkannt werden, aber niemals alle Absichten gleichzeitig. Das ist zu viel für das Gehirn.
Ist es möglich achtsam zu gehen, den Atem dabei wahrzunehmen und nebenbei zu telefonieren? (Die Liste kann leicht verlängert werden. Herz, Muskeln, Blutpochen, Geräusche, usw. … ;-)
Ok, das geht in der Tat nicht :)
Um die Ichillusion zu erkennen muss „die Quelle“ untersucht werden. Du sagtest oben: „Meine Gedanken“ – woher kommt dieses „Meine“? Was für Empfindung/Absicht/Identifikation entsteht dabei? Sind „meine Gedanken“ wirklich „mein“?
Wenn das „Meine“ wirklich erkannt wird, wird die Illusion „durchlässig“.
Was bleibt wenn man das „Meine“ aus der Gleichung rausnimmt?
Objektiv gibt es kein "mein" das ist klar. Die Identifikation entsteht durch Wollen, Besitzverhalten, Konservierung, Anhaftung. Wenn ich sage "das ist mein Tisch", dann impliziert das es ist diesem "meinem" Körper zugehörig. So wächst die Illusion? Es gibt kein "mein" und wenn alles weggenommen wird, was "mein" ist, dann ist da nichts übrig was ein "Ich" sein könnte.

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Wed Apr 29, 2015 5:20 am

Einerseits kann der Sucher als ein Prozess gesehen werden, als Intention, Gedanke, Handlungsabsicht, schauen "wollen" ob es ein Ich gibt. Andererseits ist der Sucher gar nicht da, genauso wenig wie Begriffe real sind, wie "Intention", "Gedanke, "Handlungsabsicht". Da wird das Erlebte ja schon differenziert und ist nicht mehr wirklich das Erlebte. In diesem Sinne kann der "Sucher" nicht für sich alleine stehen und ist auch nicht aus etwas zusammengesetzt. Das erscheint mir paradox.
Schau “deine” Hand an. Forsche sie. Ganz genau.
Was ist wirklich da? Ist „Hand“ ein Prozess? Intension? Gedanke? Handlungsabsicht? Bedarf „Hand“ um zu „sein“, ein „Ich“, ein „Sucher“?
Es gibt kein "mein" und wenn alles weggenommen wird, was "mein" ist, dann ist da nichts übrig was ein "Ich" sein könnte.
Was bleibt übrig?


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Wed Apr 29, 2015 11:02 pm

Schau “deine” Hand an. Forsche sie. Ganz genau.
Was ist wirklich da? Ist „Hand“ ein Prozess? Intension? Gedanke? Handlungsabsicht? Bedarf „Hand“ um zu „sein“, ein „Ich“, ein „Sucher“?
Hand ist eine bestimmte Form zu sehen, ein taktiles Gefühl fühlen.

Was bleibt übrig?
"Sein" oder "Fluss von Empfindungen",

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Thu Apr 30, 2015 4:13 am

In diesem Sinne kann der "Sucher" nicht für sich alleine stehen und ist auch nicht aus etwas zusammengesetzt. Das erscheint mir paradox.
Ja, der „Sucher“ kann nicht für sich alleine stehen. Es scheint mir aber als ob alles was wir wahrnehmen nur „Zusammengesetztes“ ist.
„Hand“ zum Beispiel, besteht aus Finger, Muskeln, Adern, Haut, Härchen, Nägel usw…
Das Wort „Hand“ ist schließlich nur ein Sammelbegriff der nur der Kommunikation dient. Genauso wie der Begriff „Ich“ oder „Sucher“.

Wo ist da ein Paradox? Wieso kann der "Sucher" nicht aus etwas Zusammengesetztes bestehen?


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Fri May 01, 2015 6:40 pm

Ja, der „Sucher“ kann nicht für sich alleine stehen. Es scheint mir aber als ob alles was wir wahrnehmen nur „Zusammengesetztes“ ist.
„Hand“ zum Beispiel, besteht aus Finger, Muskeln, Adern, Haut, Härchen, Nägel usw…
Das Wort „Hand“ ist schließlich nur ein Sammelbegriff der nur der Kommunikation dient. Genauso wie der Begriff „Ich“ oder „Sucher“.
Wo ist da ein Paradox? Wieso kann der "Sucher" nicht aus etwas Zusammengesetztes bestehen?
Der "Sucher" kann nicht für sich alleine stehen. Mit "paradox" meinte ich das einerseits hereingezoomt werden kann und in der Tat alles zusammengesetzt ist. Der "Sucher" ist Gedanken, Absichten usw. Gedanken bestehen aus Bildern und Sprache, Bilder aus Farben, Sprache aus Worten usw. andererseits ist alles im beständigen Fluss und das Zusammengesetztsein wie einzelne Momente aus dem Fluss. So erscheint alles einerseits untrennbar und andererseits immer weiter zerlegbar.

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Fri May 01, 2015 8:27 pm

So erscheint alles einerseits untrennbar und andererseits immer weiter zerlegbar.
Ja, dem stimme ich gerne zu.
Ist es aber nur einer oberflächlicher Gedanke, wie ein Rätzel der zu lösen ist, oder geht die Antwort durch das Rückenmark und hinterlässt Spuren?
Was für Bedeutung hat deine Antwort, einerseits untrennbar und andererseits immer weiter zerlegbar, auf deinen Alltag?

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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Sat May 02, 2015 11:53 pm

Ist es aber nur einer oberflächlicher Gedanke, wie ein Rätzel der zu lösen ist, oder geht die Antwort durch das Rückenmark und hinterlässt Spuren?
Was für Bedeutung hat deine Antwort, einerseits untrennbar und andererseits immer weiter zerlegbar, auf deinen Alltag?
Ich fühle keinen Durchbruch oder so etwas, also kann ich nicht viel dazu sagen.

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Sun May 03, 2015 7:12 am

Schön Streamseeker :-)
Ich habe keine weiteren Fragen und habe den Eindruck dass „Du“, die Ichillusion, wenn auch nur Intellektuell(?) – da bin ich mir nicht ganz sicher - durchschaut hast.

Wenn du möchtest kannst du noch unsere obligatorischen Abschlussfragen beantworten,
sie sind gut um nochmal zu sehn wo man steht.
Sollten die Antworten von drei Guides „bestätigt“ werden, so kann ich Dich zu unseren Facebook-Gruppen einladen.

Hier die Fragen:

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.

4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Streamseeker » Tue May 05, 2015 8:31 pm

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Es gibt nur das Konzept von "Ich" als Bezugspunkt, z.B. praktisch fuer Unterhaltungen. In der Erfahrung ist kein Ich zu finden. Als was als Ich angesehen würde, währe immer weiter zerlegbar. Es gibt keinen Denker, nur Gedanken, keinen Wahrnehmer nur Wahrnehmung, keinen Fühler nur fühlen.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Die Ich-Illusion entsteht im Denken über Identifikation. Gelegentlich wenn etwas gesehen wird, z.B. ein Notebook, kommt ein Gedanke ah das ist "mein" Notebook. Da ist Schmerz wird zu "ich habe" Schmerzen. Es wird in den Gedanken angeheftet.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Ich fühle keinen Unterschied.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Mir ist etwas eingefallen, was mir vor Jahren schonmal klar geworden ist. Das alle begrifflichen Konzepte niemals die Realität sein können. Z.B. wurde irgendwann einmal definiert, etwas das so und so ist, ist ein Tisch. Ist der Tisch aber etwas inherent Existierendes? Es gibt keinen Unterschied zwischen Tisch und Nicht-Tisch. Jedwede Definition enthält Abgrenzungen die nicht real sind. Genauso ist es mit dem "Ich".
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Entscheidung: Aufgrund von Gedanken und Einflüssen die vorher da wahren wird etwas gemacht oder nicht gemacht. Im Nachhinein wird daran ein Etikett geheftet, "Ich habe mich" entschieden.
Absicht: ein Gedanke vor der Entscheidung "Ich werde mich jetzt an der Nase kratzen"
freier Wille, Wahl, Kontrolle: Momente vor der Entscheidung + Ich-Illusion als "Macher" geben den Eindruck des freien Willens

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Ich möchte Dir für die Zeit danken, die Du in mich investiert hast. Ich bin auch nicht sicher ob es das schon war oder ich es nur "intellektuell" begriffen habe. Wie merke ich den Unterschied?

Viele Grüße
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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Wed May 06, 2015 6:11 am

Danke für deine Antworten Streamseeker :-)

es werden jetzt andere Guides sie lesen
und wenn noch Fragen kommen werden diese gepostet.
Dies kann ein Weilchen dauern. :-)
Ich bin auch nicht sicher ob es das schon war oder ich es nur "intellektuell" begriffen habe. Wie merke ich den Unterschied?
Suche Kontakt zu den Gefühle/Empfindungen. Mehr Erleben/spüren, weniger denken. ;-)


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Re: Suche Begleiter durch das torlose Tor

Postby Joram » Wed May 06, 2015 1:29 pm

Glückwünsche Streamseeker :-)

Die anderen Guides haben nichts mehr hinzugefügt,
so kann ich nur sagen, herzlich Willkommen.

Auf Facebook gibt es noch einige Gruppen die für Interessant sein können,
ich schreibe dir eine PN und erkläre dort wie es weiter gehen kann, wenn du möchtest.

Liebe Grüße
Joram
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