Ist das Gier oder Begehren?

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Tompi
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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Tompi » Tue Mar 31, 2015 8:33 am

Ok. Ich möchte gerne Deinen "Weg ins Bad"-Beitrag mal nehmen, um ein paar Punkte aufzuzeigen und zu erklären, was ich z.B. mit dem Buchwissen meine.
Ich war auf dem Weg ins Bad da sehe ich Formen die sich bewegen, die da sind und denke mir: Wie bewegt sich eigentlich dieser Körper? Wie macht der das? Ich gehe ins Bad ist ein Gedanke der aber erst kommt wenn er schon auf dem Weg ist. Wie macht der das? Er bringt mich da hin wohin er will und erzeugt dann Gedanken die ein Ich schaffen das glaubt das ES dahin will. Außerirdisch/Außerkörperlich Illusion von Jemanden schaffen der einen Willen hat.
"Ich war auf dem Weg ins Bad"... Das sagt man natürlich so und ich würde das selbst natürlich auch so sagen können. Doch in diesem Dialog hier geht es ja darum genau zu hinterfragen: was ist mit dem Ich in dem Satz gemeint? Wir haben ja schon festgestellt, dass "Ich" nicht der Körper ist. Aber es geht ja weiter: das Ich sieht Formen, die sich bewegen. Ist "Ich" also der Betrachter der Wahrnehmungen? Alle weiteren Sätze in diesem Absatz beschreiben einfach Gedanken, die dann aufgekommen sind. Diese Gedanken können und wollen wir aber nicht untersuchen. Gedanken tauchen einfach auf. Ob sie sich mit einem Erklärungsversuch beschäftigen wie der Körper Dich (wieder die Frage: wer oder was ist denn dieses Ich?) ins Bad bringt, ist für die Untersuchung der Ich-Illusion nicht relevant.
Da laufen Willensäußerungen die nicht vorher nachgedacht wurden und dann zu einer Entscheidung über eine Absicht, das will, muss ich jetzt so machen, ab. Das Erscheinen dieses Ich macht erst planen, nachdenken, einordnen möglich. Ich brauch nur zu üben nicht dieses Ich zu sein, besser es nur zu sein, nicht EIN ICH/so bin ICH, so mach ich das immer, sein, sonder jetzt nur dieses ich sein. Es entsteht nicht So gehe ich ins Bad, wie ich es immer tu sonder ich geh ins Bad wie ich es jetzt mache, ohne auf Geschichtliche Erfahrungen zurück zu greifen.
Die ersten Sätze beschreiben ein direktes Erleben. Prima! Denn das sind Dinge, die unmittelbar da sind und auf die wir uns beide verlassen können, dass sie keine Illusion sind. Ab dem Punkt, wo Du üben willst nicht dieses Ich zu sein, driftest Du aber wieder ab - bzw. wirst ungenau. "Ich brauch nur zu üben nicht dieses Ich zu sein" ist ja ein Widerspruch in sich. Das ist wie "lächle jetzt mal ganz spontan". Wer will denn üben nicht dieses Ich zu sein? Was genau ist denn "dieses Ich" überhaupt? "Dieses Ich" erscheint doch, weil entsprechende Gedanken erscheinen. Geht es also darum nicht die Gedanken zu sein? Bist Du denn die Gedanken, nur weil sie gerade wahrgenommen werden? Bist Du auch der Tisch, nur weil er gerade gesehen wird? Es gibt eine Perspektive, aus der man das so beschreiben könnte. Aber hier geht es ja erstmal darum glasklar festzustellen, ob da überhaupt ein Ich ist, das irgendetwas sein könnte.
Wesen/ Körper/ich geht ins Bad und weiss dann das es das jetzt tut, mehr nicht. Warum ist nicht mehr wichtig es ist was zu tun und das geht eben nur da, Punkt. Was da zu Tun ist führt zu einem weiteren Erscheinen von Gedanken die wenn ich nicht aufpasse zu EINEM ICH werden, wenn auch nur für wenige Sekunden.
Hier bist Du wieder sehr nah an der unmittelbaren Wahrnehmung dessen was ist. Doch zum Schluss schleicht sich wieder ein Ich ein, das angeblich das Erscheinen von Gedanken so kontrollieren kann, dass sich nicht zu EINEM ICH werden. Was ist dieses eingreifende Ich? Gibt es wirklich Kontrolle darüber, welche Gedanken auftauchen?
avijja Unwissenheit, das erste Glied von Paṭiccasamuppādo ist tatsächlich Dukkha erzeugend. Das Nicht-wissen, vergessen von "ES gibt SO BIN ICH" sondern nur ich. Bin ich unachtsam was diesen Punkt angeht entsteht sofort Glaube(Da ich es nicht wissen kann glaube ich an das was mir jetzt als Gedankenformation erscheint, ohne Prüfung auf Wirklichkeit zuzulassen). Entscheidend ist das nicht zulassen der Prüfung. Wie oft weiss ich das ich Glaube aber verweigere mich der Prüfung, weil: Zum Augenblicke dürft'(will) ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!
Das meine ich mit Buchwissen. Es mag ja sein, dass Du das als richtig empfindest. Es mag im Kern sogar alles richtig sein. Aber um die Ich-Illusion wirklich zu fassen zu bekommen, helfen uns diese geliehenen Gedanken nicht wieder. Wir brauchen sie gar nicht. Wir brauchen nur das, was jetzt gerade direkt wahrgenommen wird. Und das ist nicht das Konzept "Dukkha". In der direkten Erfahrung sind da bestimmte Gedanken, die man als "negativ" oder "leidend" beschreiben könnte und Gefühle im Körper wie ein saures Gefühl im Magen - oder so.
Ich gehe ins Bad, weiss das ich das tue, aber eben nicht, noch nicht, warum. Der Gedanke: Wie macht der Körper das? lässt kein warum tut er das, zu. Ich gehe weiterhin ins Bad doch die Gedanken beschäftigen sich mit dem Wie nicht mit dem Warum. Das Warum erscheint erst dann in Gedankenform wenn das Ziel (von was eigentlich, was geht da eigentlich ins Bad) erreicht ist.
Was geht in Bad, ich/dies/MU/ die Kiefer vor dem Tempel.
Hier trifft wieder alles zu, was ich zum ersten Abschnitt geschrieben habe. Wenn Du möchtest, kannst Du die aufgeworfenen Fragen beantworten - aber bitte nur aus der direkten Erfahrung. Genau genommen müsstest Du also schreiben, während Du gerade ins Bad gehst und das beobachtest... ;) Geh doch mal zum Kühlschrank und trinke etwas. Was geschieht da vom Lesen bis zum Trinken?

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Helmut9
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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Tue Mar 31, 2015 11:48 am

Während ich lese gibt es kein ich das liest. Im Nachhinein und nur daraus kann ich berichten, ist da ein lesen, mehr nicht.

Auch beim gehen frage ich mich immer öfter: Wie macht der das? Ich kann keines finden, es ist gehen.

Es greift zur Kaffeetasse, nimmt sie und trinkt, da ist Wärme, bitter, nass, eben Kaffee. Da ist nicht: Jetzt greife ich zur Tasse, da ist nur, ja was eigentlich? Da ist nicht mal der Gedanke nach trinken.

Da ich das jetzt schreibe kommt es zur Analyse, doch da ist nichts zu analysieren. Da ist nur eine Reihe von Impulsen, noch nicht mal die kann ich dann erfassen. Das ist spontan einfach so ohne Gedanken oder sonstwas.

Ja so langsam verstehe ich Dich aus eigener Erfahrung. Das genaue Hinsehen kann erst berichtet werden wenn es geschehen ist.

Mal Tacheles! Du weist selber wie bescheuert das klingt wenn sowas berichtet wird. Das ist wie wenn ich der Wahrheitsgemäß berichte das ich unter Depressionen gelitten habe, über Jahrzehnte und nicht zum Psychiater gegangen bin. Als ich es getan habe ist genau das geschehen was ich befürchtet habe. Der ist ja nur ein eingebildeter Kranker.

Wenn ich Wahrheitsgemäß berichte das ich mit einem Mann verheiratet bin. Nicht so schlimm. Doch wenn dann noch dazu kommt das ich mit einem Menschen verheiratet bin den ich so liebe wie er eben ist, aber nicht schwul bin. Wer hat schon bedingungslose Liebe erfahren ohne auch nur die leiseste Andeutung von Sex haben wollen und lebt sie?

Das durchschauen der Ich-Illusion ist nur dem wahrheitsgemäß zu berichten der das auch hat. Eine Übung hab ich von Buddha: die Betrachtung. Mit allen Sinnen betrachten. Und dann war es da. Ich betrachte meine Hände und frage mich: Wem gehören die? Sind das Hände? Wie machen die Finger das? Da ist kein Ich das bestimmt was die "meine Finger" jetzt zu machen haben. Da ist nur schreiben. Da sind Gedanken. Weiss ich woher? Sie erscheinen und vergehen, nicht ganz. Da sind diese ""Finger" "dieser Hände" diese: was weiss ich denn und die Gedanken die schon lange weg sind sind auf dem Bildschirm, aber es sind keine Gedanken mehr es ist Schrift. Ganz weit weg von den Fingerspitzen.

Es ist so das ich nur Ich spiele, als Ich erscheine wenn es in der Interaktion von Dingen und Menschen zu Problemen kommt. Da ich kein Ich bin bin, habe ich einen riesigen Pool an Verhaltensmöglichkeiten zur Verfügung. Ich war mal ein Ich eine Person und das hat mein Verhalten bestimmt. Wenn jetzt der Gedanke kommt/erscheint: Das wird aber immer so gemacht! dann folgt: Wer sagt das? dann ist Stille.

Warum mach ich das hier? Ich habe immer noch ein wenig Sehnsucht nach einem Lebenden der weiss was ich meine wenn ich sage das ich keine Person bin, kein wirkliches Ich habe. Doch das ich Ich sein kann wenn es gebraucht wird.

Alles total normal. Wie bei der Krankheit Depression ist das Ohn-Person-sein, ich kann nur damit leben wenn es offenbar wird bin ich verloren in den Zweifeln der Menschen die sicher sind das sie die und die Person SIND. Mein Glück ist dieses Forum gefunden zu haben in der Gewissheit das es keinem meiner Bekannten je bekannt wird. Das würde mir gerade noch fehlen: Der is ja ganz verrückt!

So nun ist auch endlich deine Frage nach Buchwissen zu beantworten: Ich verwende Buchwissen als Möglichkeit eine Person erscheinen zu lassen die durch das Buchwissen ihre wahre Erscheinung durchscheinen lässt: Sie ist Ohn-Person. 90% Der Personen die das lesen können es nicht verstehen, außer sie könne die gleiche Position von der aus ich dieses schreibe einnehmen. Ohne Denken lesen, einfach nur lesen. ohne Ich, is doch ganz einfach. Oder nicht??? Ich schreib doch auch ohne Nachdenken/Grübeln/Überlegen. Is ganz einfach! Das schreibt kein ICH sondern ich.
liebe Grüße
Helmut(?)
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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Thu Apr 02, 2015 11:07 am

Dies ist die Antwort
Auch beim gehen frage ich mich immer öfter: Wie macht der das? Ich kann keines finden, es ist gehen.

Immer wieder taucht /erscheint der Gedanke: Wie macht der das? Er entwickelt sich nicht aus dem Denken, sondern aus dem mit allen Sinnen wahrnehmen.
Gerede
Ohne Gedanken nur sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, aufrecht sein(der Sinn fehlt bei Buddha, der fehlt eigentlich in allen Spirituellen Richtungen), sich bewusst sein (nur Gedanken)das da keine Analyse ist nur Wahrnehmen ohne denkende Verarbeitung, jede Systematische Verarbeitung mit Denken abschneiden, nicht verdrängen, sich nicht verweigern, einfach nicht tun.


Das ist manchmal sehr witzig: da gehe ich denkend durch die Gegend und plötzlich fällt mir "Denken" auf. Kennt jeder! Doch wie damit umgehen. Verweigern macht Still doch es rumort und erscheint wieder, "Ich will nicht denken!" hat jeder schon ausprobiert. Ich höre auf Gedanken zu fassen, Gedanken zu handhaben, ich sehe /erkenne Gedanken und das wars. Bewusst sein mit allen Sinnen, so sind Gedanken NICHT Teil einer Analyse sonder Möglichkeit der Analyse/Einordnung/Verwertung und genau das tu ich nicht. Es sind Gedanken.

Auch hier findet Analyse und Auswahl statt, ich weiss ja von Etikette. die Normen des Umgangs mit Personen, der Umgang mit Menschen braucht keine Ethik-Kette. Ich hatte keine Vorstellung davon wie geduldig man sein muss bis es zu Kommunikation mit einem Menschen kommt. Der muss nämlich erst mal wissen das ich zu ihn als Mensch rede, leider glaube ich zu oft das er weiss das er keine Person sondern Mensch ist.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Tompi » Fri Apr 03, 2015 10:33 am

Während ich lese gibt es kein ich das liest. Im Nachhinein und nur daraus kann ich berichten, ist da ein lesen, mehr nicht.

Auch beim gehen frage ich mich immer öfter: Wie macht der das? Ich kann keines finden, es ist gehen.

Es greift zur Kaffeetasse, nimmt sie und trinkt, da ist Wärme, bitter, nass, eben Kaffee. Da ist nicht: Jetzt greife ich zur Tasse, da ist nur, ja was eigentlich? Da ist nicht mal der Gedanke nach trinken.

Da ich das jetzt schreibe kommt es zur Analyse, doch da ist nichts zu analysieren. Da ist nur eine Reihe von Impulsen, noch nicht mal die kann ich dann erfassen. Das ist spontan einfach so ohne Gedanken oder sonstwas.

Ja so langsam verstehe ich Dich aus eigener Erfahrung. Das genaue Hinsehen kann erst berichtet werden wenn es geschehen ist.
Ja, genau: das ist die Antwort. ;) Aber warum beschränkst Du Dich auf die Dinge, die der Körper da tut - sozusagen? Was ist mit den Gedanken? Entsteht ein Gedanke nicht genau so wie der Impuls zu Tasse zu greifen? Kannst Du erkennen, dass "Du" genau so wenig mit den Gedanken zu tun hast, wie mit den oben beschriebenen Impulsen? Beobachte das noch mal in Ruhe.

Nachdem Du das getan hast, sieh' Dir nochmal Deine anderen Aussagen an. Zum Beispiel:
Ich verwende Buchwissen als Möglichkeit eine Person erscheinen zu lassen die durch das Buchwissen ihre wahre Erscheinung durchscheinen lässt: Sie ist Ohn-Person.
Wer verwendet das Buchwissen? Wer lässt eine Person erscheinen? Das ist einerseits natürlich einfach Alltagssprache, die ganz selbstverständlich ein "Ich" verwendet. Aber ich vermute, dass dahinter auch ein subtile neue Ich-Vorstellung steckt. Da ist zwar eine Distanz zu der "Person Helmut", aber trotzdem noch eine Art steuernder Beobachter. Irgendetwas scheint zumindest das was geschieht und was Du beschreibst auszulösen. Ist das so? Also: könnte es sein, dass da diese Vorstellung ist? Und: ist das wirklich so?

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Fri Apr 03, 2015 11:44 pm

Antwort
Ich bin dieser Körper und alles was er ist. Ohne diesen Körper gibt es mich nicht.
Gibt es da irgendeinen Zweifel dran? Wenn ja muss da eine Vorstellung sein.
Gerede
Die Vorstellung das "ich" etwas bin das nicht dieser Körper ist habe ich schon sehr lange aufgegeben.

Die Vorstellung das da was sein könnte das mein Leben steuert das nicht von diesem Körper ist ich eine der besten und härtesten Illusionen. Ich bin Helmut, Person, Ich, Ego, Gedanken, Gefühle, Impulse, Beobachter und Betrachter. Nicht getrennt sondern immer: Dies! Da gibt es keine Trennung diese wird erzeugt durch Begriffe.

Gedanken entstehen nur wenn ich mit diesen Gedanken die erscheinen/aufscheinen etwas anstelle, sie Nach-denke werden sie Vorstellungen Vorurteile Urteile.
Impulse sind gleich nur wird durch das ergreifen dieser Erscheinung Absicht gebildet.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Sat Apr 04, 2015 10:15 am

In Wirklichkeit fällt mir überhaupt nichts dazu ein und das was ich schreiben will ich belanglos und hat mit meinem Leben nichts zu tun. Hirnfick! Hirnmüll.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Sat Apr 04, 2015 11:57 am

Einfach nur Gedanken ohne Nachdenken, Erscheinungen.

Liebe ist nicht ohne Gedanken doch ohne Vorstellungen.
Befreiung ist nicht ohne Gedanken aber ohne Vorstellungen.
Nirwana ist ohne Gedanken ohne Vorstellungen.

Wie befreie ich einen Menschen aus Leiden: Ich baue Schranken auf die ihn in das Jetzt zwingen. Wenn das geschehen ist frage ich: Wo ist Dein Leiden gewesen in der Zeit der Befreiung, vor wenigen Sekunden?

Vergiss nicht: NUR Gerede!!! Dein Atem ist elementar.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Wed Apr 08, 2015 1:15 am

Ohne Feedback ist es sinnlos.
Falls Du noch die Kraft hast mir abzusagen werde ich diese Seite löschen.
Es reicht ein Punkt.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Tompi » Wed Apr 08, 2015 7:53 am

Ohne Feedback ist es sinnlos.
Das geht mir genau so. Vielleicht hast Du meine Fragen und Aufgaben ja überlesen:
Was ist mit den Gedanken? Entsteht ein Gedanke nicht genau so wie der Impuls zur Tasse zu greifen? Kannst Du erkennen, dass "Du" genau so wenig mit den Gedanken zu tun hast, wie mit den oben beschriebenen Impulsen? Beobachte das noch mal in Ruhe.
Wer verwendet das Buchwissen? Wer lässt eine Person erscheinen? Das ist einerseits natürlich einfach Alltagssprache, die ganz selbstverständlich ein "Ich" verwendet. Aber ich vermute, dass dahinter auch ein subtile neue Ich-Vorstellung steckt. Da ist zwar eine Distanz zu der "Person Helmut", aber trotzdem noch eine Art steuernder Beobachter. Irgendetwas scheint zumindest das was geschieht und was Du beschreibst auszulösen. Ist das so? Also: könnte es sein, dass da diese Vorstellung ist? Und: ist das wirklich so?
Ich kann Dich nur einladen meine Anregungen als Aufgabe für Dich zu verstehen und mir Deine Erkenntnisse zu berichten. Einfach nur irgendetwas zu schreiben ist nicht sehr fruchtbar...

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Wed Apr 08, 2015 10:54 am

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Sat Apr 11, 2015 11:40 am

Ich seh das so: Karma ist Tat.
Vor der Tat ist Absicht. Vor der Absicht sind Gedanken. Vor den Gedanken sind Gefühle. Vor den Gefühlen sind Empfindungen/Sinneseindrücke.
Wille kommt erst auf wenn ich etwas nicht tun möchte oder wenn ich etwas tun muss. Wille ist immer an Gemeinschaften(Paar ist auch eine Gemeinschaft) gebunden die Absichten entwickeln die auf Morgen gerichtet sind.
Tat ist immer jetzt, Karma. Was gemeinhin als Karma verstanden wird ist das Tat Ursachen und Wirkungen hat und das diese Ursachen und Wirkungen wirkendes Tun Karma ist, Schicksal. Ursachen und Wirkungen werden auch durch Tat in Erscheinung gebracht, dieses Erkennen führt zu einer Vieldeutigkeit des Begriffes "Karma".
Alle Verwicklungen lösen sich auf wenn ich für Karma ausschließlich den deutschen Begriff, tun, handeln, handhaben, verwende. Meinen Taten geht der Geist voran alles was ich tue, bewusst mache erfordert Geist. Wenn ich was erreichen WILL brauche ich ein unbedingtes Ich. Wille kann nur dann Wirkung durch Tat erzeugen wenn ein unbedingtes Ich da ist. Dieses unbedingte Ich ist die Ursache aller Leiden. Dieses unbedingte Ich ist eine Illusion im dem Sinn das es durch die Interaktionen der Gemeinschaften gebildet werden muss. Ich ist nicht nur unbedingt sondern auch unabdingbar.
Ich könnte nicht schreiben wenn es nicht da ist. Doch was hindert mich daran dieses Ich als Gebilde meines Geistes zu sehen? Ich werde gedrängt zu schaffen und zusammen zu arbeiten für Ziele die ich garnicht habe die aber die Gemeinschaft hat. Ohne Gemeinschaft verliere ich den Status Mensch.
Ich schreibe aus dem Ich mit dem Ego/unbedingten Ich. Ego ist ja überzeugt das es Ich ist, na und?
(Kopie meines Beitrags, anderes Forum)

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Mon Apr 13, 2015 11:14 am

Was ist mit den Gedanken? Entsteht ein Gedanke nicht genau so wie der Impuls zur Tasse zu greifen? Kannst Du erkennen, dass "Du" genau so wenig mit den Gedanken zu tun hast, wie mit den oben beschriebenen Impulsen? Beobachte das noch mal in Ruhe.
Wer verwendet das Buchwissen? Wer lässt eine Person erscheinen? Das ist einerseits natürlich einfach Alltagssprache, die ganz selbstverständlich ein "Ich" verwendet. Aber ich vermute, dass dahinter auch ein subtile neue Ich-Vorstellung steckt. Da ist zwar eine Distanz zu der "Person Helmut", aber trotzdem noch eine Art steuernder Beobachter. Irgendetwas scheint zumindest das was geschieht und was Du beschreibst auszulösen. Ist das so? Also: könnte es sein, dass da diese Vorstellung ist? Und: ist das wirklich so?
Es ist so, da ist Impuls einfach so und da ist Gedanke einfach so.

Da ist ein "Wissender". Ein Aufmerkender, Beachtender. Ein so mach ich das. Wenn ich die Sinne die für eine Handlung gebraucht werden nicht stark fokussiere ist da Achtsamkeit, ein handeln ohne Kontrolle. Ich "weiss" ja wie das gemacht wird, durch Einübung und wenn es mal nicht so klappt wird nächstes Mal ohne Nachdenken eine andere Art erfunden. Es kann geschehen, doch es erscheint ein Prüfer der "einfach so handeln" zu einem "Mach das Richtig" macht.

Ja!!! Da ist Eine Vorstellung die ich bisher nicht gesehen habe.

Eine Vorstellung die mir Probleme bereitet wo keine sind. Die erst auftreten wenn ich mich auf den "Wissenden" verlasse als auf das was ich wirklich wahrnehme.
Aus dem "Bauch" handeln geht sehr oft gut, aus dem Kopf auch, nur läuft die Handlung dann nicht mehr flüssig.
Der "Bauch" macht einfach und lernt aus der direkten Erfahrung.

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Tompi » Tue Apr 14, 2015 7:21 am

Es ist so, da ist Impuls einfach so und da ist Gedanke einfach so.

Da ist ein "Wissender". Ein Aufmerkender, Beachtender. Ein so mach ich das.
Was Du da beschreibst ist ein wichtiger Schritt. Im Grunde sagst Du damit ja, dass Gedanken, Impulse, Handlungen einfach so geschehen - ohne Dein Zutun - und Du selbst eher unbeteiligt daran bist. Es sind also nicht Deine Gedanken, Handlungen und Impulse, richtig? Du selbst bist in diesem Bild der "Wissende". Ein unbeteiligter Beobachter des Ganzen. Habe ich das so richtig wiedergegeben?

Nun könnte man ja sagen, dass "Du" von den Gedanken und Impulsen weißt, weil Du sie ja beobachtest. Sie sind Teil Deiner Wahrnehmung. Dann stellt sich aber die Frage: woher weißt Du von dem Beobachter? Ist er selbst auch Teil Deiner Wahrnehmung? WIE nimmst Du ihn war: sind da Gedanken über einen Beobachter, oder Gefühle? Versuche ihn mal zu beschreiben.

Wenn Du das genauer untersucht hast, stellt sich aber auch eine weitere Frage: warum kannst "Du" etwas über den Beobachter sagen? Wenn er Teil Deiner Wahrnehmung ist, wer bist dann Du? Bist Du dann nicht etwas von dem Beobachter verschiedenes? Bist Du der Beobachter des Beobachters?

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Helmut9 » Tue Apr 14, 2015 10:30 am

Da liegt wirklich ein Problem doch dieses entsteht erst Durch Nachdenken, der Suche nach Helmut, Ich ,usw.
"Ich" habe erkannt das ich den Beobachter Betrachten kann, wie ich ein Bild betrachte.
Da habe ich gesehen das der Beobachter ergreift er sucht sich was aus das er beobachten will und dann ich der Betrachter nicht mehr.
Genau wie der Beobachter sich selber nicht beobachten kann kann sich der Betrachter nicht selber erkennen.
Wenn ich Hände beobachte mache ich einen Unterschied: Das sind meine Hände.
Wenn ich Hände betrachte sind da Hände und es kommt nicht der Gedanke: Wessen Hände? Sind das meine?


Gestern/Geradeauch habe ich Hände betrachtet und weil sich dann auch die betrachtende Wahrnehmung erweitert habe ich Hände auch im Fernsehbild erkannt und es waren Hände. Da erschien der Beobachter und behauptete Meine Hände vs. Filmhände. Der da betrachtet schnitt den Beobachter ab und sah nur Hände.
Der Wissende ist der Wissende, er ist nicht unbeteiligt und kann auch Beobachter sein.
Der "Betrachter" ist unbeteiligt, er weiss nicht, er macht nichts, er ergreift nicht, er lässt nicht erscheinen.

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Das brauchst Du nicht mehr lesen, Ich musste es nur jemanden erzählen.
DA kommt jetzt eine Erkenntniss, mal sehn ob ich sie fassen kann, was natürlich nicht richtig ist(Das zu tun).
Der Betrachter ist weder Vergänglich, noch ist er ICH, noch ist er Unbefriedigt.
Jetzt wird es systematisch
Der "Betrachter" ist frei von den Drei Daseinsmerkmalen, Jetzt wirds Eng: Der Betrachter erscheint erst wenn die drei Daseinsmerkmale vom Beobachter erkannt sind, wenn sie als wahr und immer in Aktion erkannt werden. Wie kann das erkannt werden, nur durch den Betrachter der von diesen frei ist. Nun hab ich Glück das hier nicht Buddhaland ist. Das dürfte ich da nicht schreiben ohne Kritik.
Ich beschreibe den Zustand der Erleuchtung. Die Position als Betrachter ist genau das was als Befreiter beschrieben wird, jemand der Wahrnimmt und das tut was jetzt zu tun ist ohne Widerstand. Da kommen dann Bücher/Erzähler ins Bewusstsein/Beobachter: "Ich bin"(I am That), Thaddeus Golas Der Erleuchtung ist es egal wie Du sie erlangst. Mir sehr liebe "Väter".

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Re: Ist das Gier oder Begehren?

Postby Tompi » Wed Apr 15, 2015 8:40 am

"Ich" habe erkannt das ich den Beobachter Betrachten kann, wie ich ein Bild betrachte.
Also noch mal zum Mitschreiben: die Ebene der "Person Helmut" ist durchschaut. Da ist kein Helmut, der denkt und handelt, sondern da sind einfach Gedanken und Handlungen. Dieses ganze Spiel wird beobachtet - vom Beobachter. Der Beobachter wird selbst auch betrachtet - vom Betrachter. Richtig so? Zum Betrachter kann ich jetzt aber die gleiche Frage stellen wie zum Beobachter: woher weisst Du, dass er da ist? Doch nur, weil er Teil Deiner Wahrnehmung ist. Und damit wärst Du der (ich nehme jetzt mal ein neues Wort) Wahrnehmende des Betrachters des Beobachters der Person "Helmut". Wirklich?
Da habe ich gesehen das der Beobachter ergreift er sucht sich was aus das er beobachten will und dann ich der Betrachter nicht mehr.
Ich glaube Du bist ziemlich nachlässig mit Deinen Beobachtungen... Ist das, was Du beschreibst, wirklich das, was geschieht? Ist da wirklich ein Beobachter, der etwas ergreift? Wie sieht er aus? Wo genau ist er? Existiert da ein Beobachter unabhängig von Gedanken ÜBER einen Beobachter? Sprich: ist da wirklich ein Beobachter, oder sind da (nur) Gedanken und Vorstellungen?


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