Ja, scheinbar ist das Hören ein anderes Phänomen. Heute war ich lange im Garten und habe viele Geräusche wahr genommen. Während ich gelesen habe und die Aufmerksamkeit beim Buch war, hab ich vieles wahr genommen, das ich nicht hätte benennen können. Als ich dann das Buch zur Seite legte, habe ich versucht, die aufkommenden Gedanken beiseite zu schieben. Das war schon sehr interessant. Ungefilterte Wahrnehmung. Ich habe wirklich für einen Augenblick vergessen können, was ich höre. Dann war es natürlich irgendwann wieder da. Vogelgezwitscher. Und ja und nein. Es gibt keine deutlich wahrnehmbare Grenze, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass die Ohren sehr empflindlich auf laute Geräusche reagieren und dann scheint sich eine imaginäre Grenze aufzutun. Dann scheint es ein externes Geräusch zu sein. Sind es eigentlich die Ohren, die darauf reagieren, fällt mir gerade so ein? Ich weiß es echt nicht. Ich bin hier aber noch nicht wirklich weiter, und so lange möchte ich diese Wahrnehmungsübung einfach noch offen lassen, wenn das für dich ok ist.Das Ich fühlt sich eindeutig bedroht. Versagensangst, Schuldgefühle, Konsequenzen. Dabei reiht sich dann Gedanke an Gedanke, die Angst steigert sich.
Kannst du das mal anhand eines Beispiels analysieren? Z.B:
Gedanke: ich muss X anrufen. > Was passiert dann? Gefühl? Welches?
Wo im Körper sitzt es ganz konkret? Wie fühlt sich das an?
Und was passiert dann? > Gedanken? Mehr Gefühle? Handlungsimpulse?
In welcher Form und zu welchem Zeitpunkt kommt dabei ein Ich vor?
Ich komme darauf zurück. Dafür brauche ich ein bisschen mehr Ruhe als gerade.
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Oh, ach so. Ja, also, wenn es das Ich nicht gibt, dann kenne ich die Antwort darauf nicht.Was meinst du? Nichts anderes außer des Schleiers? Dann wäre der Schleier, das, was ist?
Ja. Aber was ist es, das hinter den Schleier gucken möchte?
Zu Geräuschen: Es gibt keine Grenze.
Also kein extern/intern? Auch nicht, wenn das Telefon klingelt, und du im Stress bist?
Ich verabschiede mich für heute und melde mich morgen wieder. Dir noch einen schönen Sonntagabend, liebe Ingen.

