Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
- Mindisseeker
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- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
LU is focused guiding for seeing there is no real, inherent 'self' - what do you understand by this?
Es gibt kein separates "Selbst". Es gibt kein wirklich existierendes "Ich", welches sich von anderen "Ichs" unterscheidet. Es gibt nur das Leben, welches sich spontan und ohne Kontrolle entfaltet. Die Kontrolle über "sein" Leben zu haben ist eine Illusion. Dies kann man durch die "Self Inquiry" in seiner direkten Erfahrung der Welt verifizieren.
What are you looking for at LU?
Ich habe vor einigen Tagen bereits erkannt und für mich verifiziert, dass es kein Ich als separate Existenz in mir gibt. Diese Erkenntnis ging mit einem ruhigen Frieden einher und seit dem fühle ich mich mehr im "Flow". Doch der Prozess scheint hier bisher zu stagnieren. Ich weiß, dass ich kein Feuerwerk erwarten sollte und das tue ich auch nicht. Doch ich fühle immer noch ein gewisses Maß an Zweifel und spüre, dass ich es noch nicht im vollen Umfang realisiert habe. Zum Beispiel weiß ich nicht, was mit "torlosem Tor" gemeint ist. Diese Erfahrung oder Nicht-Erfahrung habe ich nicht gemacht. Ich weiß nicht, was damit gemeint ist.
What do you expect from a guided conversation?
Ich erwarte mir von einer geleiteten Konversation, dass man mich in die "richtige" Richtung lenkt. Denn der Prozess der Realisierung hat bei mir definitiv gestartet, aber derzeitig fühlt es sich so an, als würde es nicht weitergehen. Ich habe erkannt, dass es kein Ich in mir gibt. Doch die Erfahrung des "torlosen Tors" usw. ist mir völlig fremd. Lediglich das Konzept des Ichs ist mir weggebrochen und das hat sich befreiend angefühlt. Ich merke aber, dass ich noch nicht "ganz da bin". Dabei erhoffe ich mir Leitung einer Person, die diesen Prozess durchgemacht hat.
What is your experience in terms of spiritual practices, seeking and inquiry?
Ich meditiere seit ca. 3 Jahren. Seit ungefähr 4 Monaten bin ich dabei die Self Inquiry zu praktizieren. Ich bin auf Eckhart Tolle gestoßen und habe daraufhin dann noch andere Autoren wie Rupert Spira, John Wheeler oder Bob Adamson kennengelernt. Seitdem brenne ich dafür die Wahrheit zu erkennen und habe, wie bereits geschrieben, schon erkannt, dass es das Ich als separate Existenz nicht gibt.
On a scale from 1 to 10, how willing are you to question any currently held beliefs about 'self?
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Es gibt kein separates "Selbst". Es gibt kein wirklich existierendes "Ich", welches sich von anderen "Ichs" unterscheidet. Es gibt nur das Leben, welches sich spontan und ohne Kontrolle entfaltet. Die Kontrolle über "sein" Leben zu haben ist eine Illusion. Dies kann man durch die "Self Inquiry" in seiner direkten Erfahrung der Welt verifizieren.
What are you looking for at LU?
Ich habe vor einigen Tagen bereits erkannt und für mich verifiziert, dass es kein Ich als separate Existenz in mir gibt. Diese Erkenntnis ging mit einem ruhigen Frieden einher und seit dem fühle ich mich mehr im "Flow". Doch der Prozess scheint hier bisher zu stagnieren. Ich weiß, dass ich kein Feuerwerk erwarten sollte und das tue ich auch nicht. Doch ich fühle immer noch ein gewisses Maß an Zweifel und spüre, dass ich es noch nicht im vollen Umfang realisiert habe. Zum Beispiel weiß ich nicht, was mit "torlosem Tor" gemeint ist. Diese Erfahrung oder Nicht-Erfahrung habe ich nicht gemacht. Ich weiß nicht, was damit gemeint ist.
What do you expect from a guided conversation?
Ich erwarte mir von einer geleiteten Konversation, dass man mich in die "richtige" Richtung lenkt. Denn der Prozess der Realisierung hat bei mir definitiv gestartet, aber derzeitig fühlt es sich so an, als würde es nicht weitergehen. Ich habe erkannt, dass es kein Ich in mir gibt. Doch die Erfahrung des "torlosen Tors" usw. ist mir völlig fremd. Lediglich das Konzept des Ichs ist mir weggebrochen und das hat sich befreiend angefühlt. Ich merke aber, dass ich noch nicht "ganz da bin". Dabei erhoffe ich mir Leitung einer Person, die diesen Prozess durchgemacht hat.
What is your experience in terms of spiritual practices, seeking and inquiry?
Ich meditiere seit ca. 3 Jahren. Seit ungefähr 4 Monaten bin ich dabei die Self Inquiry zu praktizieren. Ich bin auf Eckhart Tolle gestoßen und habe daraufhin dann noch andere Autoren wie Rupert Spira, John Wheeler oder Bob Adamson kennengelernt. Seitdem brenne ich dafür die Wahrheit zu erkennen und habe, wie bereits geschrieben, schon erkannt, dass es das Ich als separate Existenz nicht gibt.
On a scale from 1 to 10, how willing are you to question any currently held beliefs about 'self?
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Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hallo Mindisseeker,
wenn du magst, würde ich dich gerne als Guide hier begleiten.
Bist du damit einverstanden?
Wie darf ich dich ansprechen?
Liebe Grüße
Mina
wenn du magst, würde ich dich gerne als Guide hier begleiten.
Bist du damit einverstanden?
Wie darf ich dich ansprechen?
Liebe Grüße
Mina
- Mindisseeker
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- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hi Mina,
Sorry für die späte Antwort! Ja ich bin damit einverstanden, du kannst mich Max nennen.
Viele Grüße!
Sorry für die späte Antwort! Ja ich bin damit einverstanden, du kannst mich Max nennen.
Viele Grüße!
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hallo Max!
Schön, dass du dich noch gemeldet hast.
Bevor wir starten, lies bitte noch folgende Punkte durch:
- Zitierfunktion
- Was LU nicht ist
- Haftungsausschluss
und bestätige kurz, dass du alles verstanden hast.
Bitte lass für die Zeit dieser Untersuchung alle anderen Philosophien, Bücher, Videos, etc. zu diesem Thema links liegen und konzentriere dich nur auf unseren Austausch.
Um im Fluss zu bleiben, wäre es gut, wenn du möglichst täglich (mindestens aber jeden zweiten Tag) antwortest. Sollte das einmal nicht möglich sein, dann gib mir kurz Bescheid. Ich werde es auch so handhaben.
Außerdem bitte ich dich, immer alle fett geschriebenen Fragen zu beantworten.
Dann kannn es auch schon losgehen:
Du hast geschrieben, dass du schon erkannt hast, dass kein separates Ich existiert.
Kannst du mir von diesem Erkennen etwas genauer berichten?
Weiters schreibst du, dass du noch Zweifel spürst, dass du es noch nicht in vollem Umfang realisiert hast.
Wie schaut dieses Zweifel spüren genau aus?
Freue mich auf deine Antworten!
Liebe Grüße
Mina
Schön, dass du dich noch gemeldet hast.
Bevor wir starten, lies bitte noch folgende Punkte durch:
- Zitierfunktion
- Was LU nicht ist
- Haftungsausschluss
und bestätige kurz, dass du alles verstanden hast.
Bitte lass für die Zeit dieser Untersuchung alle anderen Philosophien, Bücher, Videos, etc. zu diesem Thema links liegen und konzentriere dich nur auf unseren Austausch.
Um im Fluss zu bleiben, wäre es gut, wenn du möglichst täglich (mindestens aber jeden zweiten Tag) antwortest. Sollte das einmal nicht möglich sein, dann gib mir kurz Bescheid. Ich werde es auch so handhaben.
Außerdem bitte ich dich, immer alle fett geschriebenen Fragen zu beantworten.
Dann kannn es auch schon losgehen:
Du hast geschrieben, dass du schon erkannt hast, dass kein separates Ich existiert.
Kannst du mir von diesem Erkennen etwas genauer berichten?
Weiters schreibst du, dass du noch Zweifel spürst, dass du es noch nicht in vollem Umfang realisiert hast.
Wie schaut dieses Zweifel spüren genau aus?
Freue mich auf deine Antworten!
Liebe Grüße
Mina
- Mindisseeker
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- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hi Mina,
Ich bestätige, dass ich alles verstanden habe!
Grüße!
Ich bestätige, dass ich alles verstanden habe!
Ich habe auf dieser Seite schon ein bisschen gelesen (das Buch "gateless gatecrashers" z.B) und versucht den Prozess für mich selber einzuleiten. Dabei hatte ich einige Erkenntnisse. Zum einen ist mir plötzlich klar geworden, dass es keinen "Fahrer" gibt, der das Auto fährt. Das "Ich" tritt nur im Zusammenhang mit Gedankenprozessen auf. Wenn ich nicht denke, dann ist auch das "Ich" nicht da. Ich habe erkannt, dass ich nichts steuere. Das passiert alles automatisch (z.B wenn ich gehe, lese oder auch denke). Der "Ich" Gedanke ist da nicht anders. Auch er kommt spontan hervor ohne mein Zutun. Daraufhin habe ich mich erstmal einige Tage im "Flow" gefühlt und dachte "jo, das ist es!" Aber irgendwie kamen die alten Muster dann doch wieder zurück und ich war mal wieder verfangen in den üblichen Verstrickungen des Alltags (Konflikte mit Eltern, Freundin etc., nicht loslassen können von ängstlichen Gedanken, nervenden Tagträumereien oder Wut).Kannst du mir von diesem Erkennen etwas genauer berichten?
Es fehlt einfach das "Alles ist in Ordnung, so wie es ist"-Gefühl. Die latenten Gefühle von Zweifel, Langeweile, Genervtsein und "down"-sein ist ein zu großer Bestandteil meines Tages. Nicht nur Zweifel kommt durch, sondern manchmal auch ein tiefes Gefühl von Trauer sowie stellenweise leichte Wut, dass das alles zu nichts führt (oder das "Ich" etwas falsch mache, was wieder Zeichen für das Hervorkommen des kleinen "Ichs" ist). Ich merke aber auch, dass da eine Ungeduld ist. Ich brenne danach zu sehen, was wahr ist. Aber die Gedanken und Zweifel holen mich immer zu schnell ein.Wie schaut dieses Zweifel spüren genau aus?
Grüße!
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Tritt in Zusammenhang mit Gedankenprozessen wirklich ein Ich auf? Oder scheint es nur so?Das "Ich" tritt nur im Zusammenhang mit Gedankenprozessen auf. Wenn ich nicht denke, dann ist auch das "Ich" nicht da.
Was genau ist erfahrbar in solchen Momenten?
Kannst du die Entscheidung treffen, nicht zu denken?
Mach hierzu folgende Übung:
(falls du sie schon gemacht hast, lass dich bitte nochmals ganz frisch darauf ein)
Setz dich irgendwo entspannt hin, schließe die Augen, atme ein paar mal tief durch und beobachte die Gedanken.
1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint?
3. Kannst du entscheiden, dass nur angenehme Gedanken erscheinen?
4. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
5. Ist der Gedanke „ich“ eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
6. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Zu was sollte es denn führen?Es fehlt einfach das "Alles ist in Ordnung, so wie es ist"-Gefühl. Die latenten Gefühle von Zweifel, Langeweile, Genervtsein und "down"-sein ist ein zu großer Bestandteil meines Tages. Nicht nur Zweifel kommt durch, sondern manchmal auch ein tiefes Gefühl von Trauer sowie stellenweise leichte Wut, dass das alles zu nichts führt
LU dient einzig und allein dazu, zu erkennen, dass kein separates Ich existiert.
Ich muss dich enttäuschen, wenn du erwartest, dass dadurch Zweifel, Langeweile, Genervtsein, Wut oder Trauer verschwinden.
Das ist die Karotte. Siehst du sie?
Schön, dass du ein paar Tage im Flow warst.
Die Erwartung auf den "Flow" und alle anderen Erwartungen schießt du aber besser gleich mal auf den Mond.
Sie stehen dem Sehen nur im Weg.
Und was ist, wenn ich dir sage, dass DU die Wahrheit niemals sehen wirst?Ich brenne danach zu sehen, was wahr ist.
Wie sieht das genau aus?Aber die Gedanken und Zweifel holen mich immer zu schnell ein.
Was ist wirklich vorzufinden, wenn Gedanken und Zweifel dich einholen?
Schau genau hin!
Wo ist derjenige, der eingeholt wird?
Freue mich auf deine Antworten!
- Mindisseeker
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- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Nein, es scheint nur so. Der "Ich"-Gedanke ist in seiner Qualität nicht anders als andere Gedanken. Der Gedanke weist auf einen personalen Referenzpunkt hin. Bei einer kritischen Untersuchung kommt aber heraus, dass dieser Referenzpunkt (das "Ich") nicht in direkter Erfahrung zu finden ist. Da sind zwar Empfindungen, Gedanken oder Wahrnehmungen, aber kein separater Referenzpunkt; d.h kein "Ich".Tritt in Zusammenhang mit Gedankenprozessen wirklich ein Ich auf? Oder scheint es nur so?
Was genau ist erfahrbar in solchen Momenten?
Am ehesten lässt sich der Ursprung der Gedanken als eine "Weite" oder eine "Tiefe" beschreiben. Sie kommen aus einer Art "Nichts" und verpuffen relativ schnell wieder in dieses "Nichts". Aber dieses tiefe "Nichts" ist nicht leer und tot, sondern auf eine sehr subtile Art lebendig. Körperlich würde ich den Brust- und Bauchbereich am ehesten als Ort des Gedankenursprungs ausmachen.1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
Nein ich kann es weder vorhersagen noch verhindern. Alles tritt spontan auf.2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint?
Nein, nicht wirklich. Eher ist es so, dass, wenn ich absichtlich positive Gedanken erschaffen will, dabei meist negative hochkommen.3. Kannst du entscheiden, dass nur angenehme Gedanken erscheinen?
Teilweise. Ich kann mittlerweile schon ganz gut "willentlich" im Hier und Jetzt sein und dann kommen auch für eine Zeit keine Gedanken auf. Aber auf lange Sicht ein definitives Nein!4. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
Nein er ist von seiner Qualität nicht anders als alle anderen Gedanken auch. Der Ich-Gedanke kann keine anderen Gedanken denken. Ja, er kommt aus derselben Tiefe wie alle anderen Gedanken.5. Ist der Gedanke „ich“ eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Geschieht alles von selbst ohne Kontrolle. Durch den "Ich"-Gedanken mit seinem fiktiven Referenzpunkt erscheint es zwar so, aber letztendlich lassen sich in direkter Erfahrung gar keine Belege dafür finden.6. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Dass ich sie niemals "sehen" werde weiß ich. Ich werde Befreiung, Erleuchtung, Wahrheit (etc.) niemals "haben". Ich werde nicht sagen können "Hier ist es, Ich hab es". Das würde wieder das separate "Ich" voraussetzen, welches wir ja gerade hinterfragen und als Gedanke wie jeder andere entlarven. Mit "Wahrheit sehen" meine ich, dass "ich" (ich meine hier nicht das separate Ich, weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll) meine wahre Identität (oder wie man es auch nennen mag) erkenne, realisiere oder herausfinde etc. - es ist schwer über diese Dinge so zu schreiben, dass sie das wiedergeben, was man meint!Und was ist, wenn ich dir sage, dass DU die Wahrheit niemals sehen wirst?
Ohhhhh, mir ist gerade etwas bewusst geworden! Jedes mal, wenn Gedanken und Zweifel mich einholen fange ich wieder an das separate "Ich" ins Boot zu holen und die Geschichten, die mein Verstand erzählt zu glauben. Wie konnte ich das übersehen :D ?? Jedes mal, wenn ich mich in Gedanken verfange oder zweifele, ob "Ich" jemals über einen längeren Zeitraum als ein paar Stunden zufrieden sein kann, glaube ich der Geschichte, dass hier eine Person ist, die in irgendeiner Form "noch nicht angekommen ist", "nicht weiter weiß" oder "fast da ist". Es ist unheimlich, wie subtil das alles manchmal ist. Da ist gerade auf jeden Fall etwas passiert! Ich werde das weiter beobachten.Wie sieht das genau aus?
Was ist wirklich vorzufinden, wenn Gedanken und Zweifel dich einholen?
Schau genau hin!
Wo ist derjenige, der eingeholt wird?
Liebe Grüße
Max
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
:) Ja genau, sehr schön beobachtet!Ohhhhh, mir ist gerade etwas bewusst geworden! Jedes mal, wenn Gedanken und Zweifel mich einholen fange ich wieder an das separate "Ich" ins Boot zu holen und die Geschichten, die mein Verstand erzählt zu glauben. Wie konnte ich das übersehen :D ?? Jedes mal, wenn ich mich in Gedanken verfange oder zweifele, ob "Ich" jemals über einen längeren Zeitraum als ein paar Stunden zufrieden sein kann, glaube ich der Geschichte, dass hier eine Person ist, die in irgendeiner Form "noch nicht angekommen ist", "nicht weiter weiß" oder "fast da ist".
Es sind dann einfach Zweifel-Gedanken da. Nicht mehr und nicht weniger.
Gedanken werden immer da sein.
Wichtig ist, zu unterscheiden, was Gedanken sind und was real ist.
Dazu habe ich eine schöne Übung:
Nimm dir ausreichend Zeit zum Untersuchen und überlege vorher, was du gerne (an Essbarem) für den Zweck der Übung hernehmen möchtest und sei sicher, dass du es zu Hause hast.
Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung möglichst genau den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen.
Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.
Dann hol dir die Frucht, beiß genüßlich hinein und iß sie! Geh ganz in diese Erfahrung und beobachte, was du dabei wahrnimmst.
Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.
Nun frag dich:
Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Ja, es ist oft sehr subtil bzw. ist da eben jahrzehntelange Konditionierung am Werk.Es ist unheimlich, wie subtil das alles manchmal ist. Da ist gerade auf jeden Fall etwas passiert! Ich werde das weiter beobachten.
Am besten baust du die direkte Erfahrung immer wieder als kurze Übung in deinen Alltag ein.
Bleib dabei ganz spielerisch, ohne irgendwo hinzuwollen damit.
Schönen Abend!
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
:) Ja genau, sehr schön beobachtet!Ohhhhh, mir ist gerade etwas bewusst geworden! Jedes mal, wenn Gedanken und Zweifel mich einholen fange ich wieder an das separate "Ich" ins Boot zu holen und die Geschichten, die mein Verstand erzählt zu glauben. Wie konnte ich das übersehen :D ?? Jedes mal, wenn ich mich in Gedanken verfange oder zweifele, ob "Ich" jemals über einen längeren Zeitraum als ein paar Stunden zufrieden sein kann, glaube ich der Geschichte, dass hier eine Person ist, die in irgendeiner Form "noch nicht angekommen ist", "nicht weiter weiß" oder "fast da ist".
Es sind dann einfach Zweifel-Gedanken da. Nicht mehr und nicht weniger.
Gedanken werden immer da sein.
Wichtig ist, zu unterscheiden, was Gedanken sind und was real ist.
Dazu habe ich eine schöne Übung:
Nimm dir ausreichend Zeit zum Untersuchen und überlege vorher, was du gerne (an Essbarem) für den Zweck der Übung hernehmen möchtest und sei sicher, dass du es zu Hause hast.
Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung möglichst genau den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen.
Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.
Dann hol dir die Frucht, beiß genüßlich hinein und iß sie! Geh ganz in diese Erfahrung und beobachte, was du dabei wahrnimmst.
Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.
Nun frag dich:
Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Ja, es ist oft sehr subtil bzw. ist da eben jahrzehntelange Konditionierung am Werk.Es ist unheimlich, wie subtil das alles manchmal ist. Da ist gerade auf jeden Fall etwas passiert! Ich werde das weiter beobachten.
Am besten baust du die direkte Erfahrung immer wieder als kurze Übung in deinen Alltag ein.
Bleib dabei ganz spielerisch, ohne irgendwo hinzuwollen damit.
Schönen Abend!
- Mindisseeker
- Posts: 16
- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hi Mina!
Die Erkenntnis von gestern schwingt immer noch nach und ich sehe heute zum ersten Mal ziemlich klar, dass "Ich" rein gar nichts tun kann, um das separate Selbst zu entlarven und den Prozess der Erkennens z.B zu beschleunigen (oder auch nur in irgendeiner Weise einen Einfluss darauf habe). Das passiert alles von selbst; d.h es scheint einfach Bewusstsein am Werk zu sein, was sich "entknotet". Das separate Selbst kann sich nicht selbst abschaffen!
Nun zur Übung:
Ein Wort kann nichts von einer Erfahrung wissen. Das Wort ist nachträglich hinzugefügt, um auf die Erfahrung hinzuweisen, aber kein Bestandteil der Erfahrung.
Gedanke weiß nichts über Erfahrung! Gedanke ist lediglich ein Fingerzeig in Richtung der Erfahrung. Hierbei ist der Gedanke jedoch nicht gefüllt mit "Erfahrungsanteilen" oder Ähnlichem, sondern von sich aus komplett "leer". Was mir auffällt ist, dass die wörtlichen Beschreibungen zwar rein gar nichts mit der Erfahrung zu tun haben, aber wenn ich mir die Erfahrung vorstelle (Wie sieht die Frucht aus? Wie fühlt sich der Geschmack an? Wie klingt die Frucht beim Essen?) wird das "Abbild" der Erfahrung schon um Einiges genauer und fühlt sich "echter" an. Auch hier ist die Erinnerung nur ein Abbild der Erfahrung, aber wesentlich potenter als das reine Wort. Ich sehe, wie schnell man hier unbewusst Realität mit Abbild verwechseln kann (und wie oft ich das am Tag wahrscheinlich mache).
Einen schönen Tag wünsche ich!
Viele Grüße
Die Erkenntnis von gestern schwingt immer noch nach und ich sehe heute zum ersten Mal ziemlich klar, dass "Ich" rein gar nichts tun kann, um das separate Selbst zu entlarven und den Prozess der Erkennens z.B zu beschleunigen (oder auch nur in irgendeiner Weise einen Einfluss darauf habe). Das passiert alles von selbst; d.h es scheint einfach Bewusstsein am Werk zu sein, was sich "entknotet". Das separate Selbst kann sich nicht selbst abschaffen!
Nun zur Übung:
Nein, die Beschreibungen sind auf einer völlig anderen Ebene angesiedelt als die eigentliche Erfahrung. Die Beschreibungen sind nachträglich hinzugefügte "Marker" oder "Etiketten", die auf die Erfahrung hinweisen, aber mit dem direkten Erleben nichts zu tun haben. Die Beschreibungen sind an sich vollkommen bedeutungsleer und lediglich eine Art "Richtungsweiser" zur wirklich erlebten Erfahrung.Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Ein Wort kann nichts von einer Erfahrung wissen. Das Wort ist nachträglich hinzugefügt, um auf die Erfahrung hinzuweisen, aber kein Bestandteil der Erfahrung.
Gedanke weiß nichts über Erfahrung! Gedanke ist lediglich ein Fingerzeig in Richtung der Erfahrung. Hierbei ist der Gedanke jedoch nicht gefüllt mit "Erfahrungsanteilen" oder Ähnlichem, sondern von sich aus komplett "leer". Was mir auffällt ist, dass die wörtlichen Beschreibungen zwar rein gar nichts mit der Erfahrung zu tun haben, aber wenn ich mir die Erfahrung vorstelle (Wie sieht die Frucht aus? Wie fühlt sich der Geschmack an? Wie klingt die Frucht beim Essen?) wird das "Abbild" der Erfahrung schon um Einiges genauer und fühlt sich "echter" an. Auch hier ist die Erinnerung nur ein Abbild der Erfahrung, aber wesentlich potenter als das reine Wort. Ich sehe, wie schnell man hier unbewusst Realität mit Abbild verwechseln kann (und wie oft ich das am Tag wahrscheinlich mache).
Einen schönen Tag wünsche ich!
Viele Grüße
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Es muss auch nicht abgeschafft werden.Das separate Selbst kann sich nicht selbst abschaffen!
Wenn eine Fata Morgana als solche erkannt wird, verschwindet sie dadurch nicht.
Aber man wird nicht mehr hingehen, um dort Wasser zu holen.
Ja, du kannst nichts machen, weil es dich als Kontrolleur nicht gibt.
Trotzdem wurde sich hier auf LU angemeldet und ein Dialog findet statt.
"Der weglose Weg" beschreibt es wohl am besten.
Hier habe ich noch eine interessante Übung für dich:
Es könnte auch geschehen, dass auffällt, dass sich ein Großteil der Gedanken um ein „Ich“ dreht, dass es nur in Gedanken gibt.
Kleines Experiment dazu: Nimm dir Zettel und Stift, teile ihn mit einem Strich in der Mitte und dann mache es dir zu Hause wieder richtig gemütlich, entspannt, weicher langer Atem. Schließe kurz die Augen und beobachte die Gedanken.
Und dann mache für jeden Gedanken, der sich um „Ich“ dreht einen Strich, und für jeden nicht-Ich Gedanken einen Kreis. Achte auch auf verkleidete IchGedanken wie z. B. Dieses Auto ist nicht schön (gefällt ….nicht) usw....
Schreib mir bitte wie es damit geht... :)
- Mindisseeker
- Posts: 16
- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Moin Mina!
Sorry, dass ich mich heute erst melde. Gestern hatte ich keine Ruhe für die Übung.
Viele Grüße!
Max
Sorry, dass ich mich heute erst melde. Gestern hatte ich keine Ruhe für die Übung.
Das Ergebnis ist auf jeden Fall eindeutig. Nach ca. 20 Minuten hatte ich fast nur Gedanken auf der "Ich-Seite" (Obwohl ich mir bei manchen dann doch unschlüssig war, ob es tatsächlich ein versteckter Ich-Gedanke war). Der größte Teil der Gedanken hatte dabei mit der nahen Zukunft zu tun. So etwas wie "Was muss ich noch machen heute?" oder "Irgendwie kein Bock gleich die Küche aufzuräumen". Generell ist mir aber aufgefallen, dass dann doch insgesamt weniger Gedanken kamen als gedacht, da ich eben gespannt gewartet habe, was wohl der nächste Gedanke sein wird.Schreib mir bitte wie es damit geht... :)
Viele Grüße!
Max
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
....wenn du das nochmal liest: Wie fühlt es sich an, dass da fast nur Ich-Gedanken sind?Das Ergebnis ist auf jeden Fall eindeutig. Nach ca. 20 Minuten hatte ich fast nur Gedanken auf der "Ich-Seite"
Bleiben wir noch etwas bei den Gedanken.
Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
Schönen Tag noch!
- Mindisseeker
- Posts: 16
- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Hi,
Ich melde mich direkt morgen früh mit der Antwort. Heute klappt es zeitlich leider nicht!
Liebe Grüße!
Ich melde mich direkt morgen früh mit der Antwort. Heute klappt es zeitlich leider nicht!
Liebe Grüße!
- Mindisseeker
- Posts: 16
- Joined: Wed Jan 26, 2022 7:26 pm
Re: Ich weiß, dass es kein Ich gibt, aber nun scheint der Prozess zu stagnieren!
Moin!
So, jetzt aber.
Liebe Grüße!
Max
So, jetzt aber.
Es fühlt sich komisch an. Denn ich merke ja gerade wie substanzlos das "Ich" ist. Ich staune darüber, dass mein Verstand in nahezu jeder Stunde des Tages Geschichten oder Bilder über eine Person erzählt, die es in der Form überhaupt nicht gibt. Diese Geschichten und Bilder haben zum großen Teil etwas mit der nahen Zukunft zu tun und meistens erschaffen sie eine emotionale Resistenz vor allem gegenüber den bevorstehenden Situationen, die nicht mit positiven Gefühlen assoziiert sind. Dies verstärkt (oder erschafft) dann die als negativ empfundene Situation. Diesen Prozess habe ich schon länger erkundet, da ich z.B im Studium oftmals unter Prokrastination und dem Aufschieben von "unangenehmen" oder "anstrengenden" Situationen gelitten habe. Aber jetzt wird mir langsam bewusst, wie absurd die ganze Dynamik ist. Es fühlt sich definitiv befreiend an diese Dynamik der Ich-Gedanken klar vor mir zu sehen. Aber ich muss auch eingestehen, dass jetzt gerade beim Schreiben darüber eine diffuse Angst in mir hervorkommt.Wie fühlt es sich an, dass da fast nur Ich-Gedanken sind?
Ja, du hast vollkommen Recht! Die Gedanken funktionieren wie eine Art Etikettiermaschine, sie haften sich im Nachhinein an alles was gehört, gesehen, gefühlt oder auch gedacht wird. Vor allem das mit dem Lesen habe ich bisher nicht so wahr genommen. Aber es ist genau so: Selbst wenn ich mir vornehme etwas bewusst zu lesen vollzieht sich der Leseprozess komplett automatisch. Beim Spazierengehen gestern Abend habe ich testweise versucht, Schilder und Werbungen anzuschauen ohne die Slogans und Sprüche darauf zu lesen. Das hat nicht funktioniert! Selbst wenn "Ich" mich dagegen gewehrt habe, wurden die Wörter und Sätze trotzdem gelesen. Doch auch hier muss ich sagen, dass gerade eine Angst hochkommt, die mir die klare Sicht etwas verzerrt. Für den weiteren Tag werde ich ausprobieren, diese Angst als impersonales Phänomen zu betrachten und sie zu erkunden (Denn ich weiß ja, dass es nicht "meine" Angst ist).Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
Liebe Grüße!
Max
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