Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich stelle mir manchmal vor, wie eine Katze zu sein, oder ein Eichhörnchen, einfach so zu existieren. Einfach ein Wesen zu sein in der Welt. Mit mehr Unmittelbarkeit, weniger Grübeleien oder Meinung oder Plan. Die Erkenntnis, dass es kein innewohnendes Ich gibt, stelle ich mir so vor. Dass ich einfach so existiere.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich stolpere im Alltag öfters über eine innere Verunsicherung, ob ich in dieser Welt wirklich willkommen bin. Das beantworte ich mir dann so gut ich kann und versuche, mich zu beruhigen. Ich merke, dass meine zweifelnden Gedanken mich bedrücken und eine große Wirkmacht über mein alltägliches Leben besitzen. Ich verstehe auch nicht gut, was sie mir sagen wollen. Nun frage ich mich, ob ich hier einen neuen Umgang mit meinen Gedanken finden kann, oder mich besser verstehen kann, oder mich besser in der Welt verankern kann.
Ich habe vielleicht die Hoffnung, mehr Lebensfreude oder besser mehr Realitätsnähe und Wahrhaftigkeit, auch Verbindung im Leben zu gewinnen.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich habe schon einiges ausprobiert. Ich habe eine Psychotherapie gemacht, ich habe mich mit Eckart Tolle beschäftigt, insbesondere mit der Kraft der Gegenwart, ich mag Alan Watts zu hören, es gibt Chill Steps mit Ausschnitten seiner Vorlesungen, die ich mir gern anhöre. Gerade merke ich, dass Joggen und Musizieren sehr angenehm sind, um mich vom Grübeln abzuhalten.
Ich möchte auch sagen, dass ich mich in der letzten Zeit intensiver mit der Klimakrise beschäftige und ich deshalb sehr besorgt bin.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich weiß nicht recht, was ich erwarte. Ich hatte mal Krebs, da haben wir uns in einem Forum gegenseitig durch die Chemotherapie begleitet.
Ich erwarte einen Austausch über das Wahrnehmen und das Sein.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Meine Reise
- Barbarossa
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Re: Meine Reise
Hallo Kemanci,
bitte entschuldige, dass es so lange gedauert hat.
Wenn bei dir noch Interesse besteht können wir gerne loslegen.
lG
bitte entschuldige, dass es so lange gedauert hat.
Wenn bei dir noch Interesse besteht können wir gerne loslegen.
lG
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
ich freue mich sehr, dass Du Dich meldest! Ihr hattet ja angekündigt, dass es eine Weile dauern wird, also alles gut.
Wir können gern beginnen.
Liebe Grüße
ich freue mich sehr, dass Du Dich meldest! Ihr hattet ja angekündigt, dass es eine Weile dauern wird, also alles gut.
Wir können gern beginnen.
Liebe Grüße
- Barbarossa
- Posts: 2077
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Re: Meine Reise
Sehr gut, dann bin ich beruhigt. :-)
Falls du das noch nicht gemacht hast, bitte ich dich darum, die einführenden Worte durchzulesen.
Besonderen Wert hat der Punkt "was Liberation Unleashed nicht ist".
https://liberationunleashed.com/nation/ ... =18&t=6280
Dabei wird sicherlich der ein oder andere Mechanismus erkannt.
Wenn es kein Ich gibt, also auch jetzt nicht, sind dann Grübeleien, Meinungen und Pläne nicht auch Teile des "einfach sein"?
Falls du das noch nicht gemacht hast, bitte ich dich darum, die einführenden Worte durchzulesen.
Besonderen Wert hat der Punkt "was Liberation Unleashed nicht ist".
https://liberationunleashed.com/nation/ ... =18&t=6280
Was wir hier machen ist zu beobachten und zu erforschen.Nun frage ich mich, ob ich hier einen neuen Umgang mit meinen Gedanken finden kann, oder mich besser verstehen kann, oder mich besser in der Welt verankern kann.
Dabei wird sicherlich der ein oder andere Mechanismus erkannt.
Warum sprechen Grübeleien, Meinungen und Pläne gegen das einfach in der Welt sein, gegen das einfach existieren?Einfach ein Wesen zu sein in der Welt. Mit mehr Unmittelbarkeit, weniger Grübeleien oder Meinung oder Plan. Die Erkenntnis, dass es kein innewohnendes Ich gibt, stelle ich mir so vor. Dass ich einfach so existiere.
Wenn es kein Ich gibt, also auch jetzt nicht, sind dann Grübeleien, Meinungen und Pläne nicht auch Teile des "einfach sein"?
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
ich habe mir die einführenden Worte nun noch einmal durchgelesen. Ich habe die letzten Wochen auch im Buch von Ilona gelesen. Ich muss gestehen, dass ich etwas aufgeregt bin, nun selber meinen eigenen Prozess beginnen zu dürfen.
Da hast Du Recht. Das Sein fühlt sich vielleicht nicht einfach an, aber diese Dinge sind halt da.
ich habe mir die einführenden Worte nun noch einmal durchgelesen. Ich habe die letzten Wochen auch im Buch von Ilona gelesen. Ich muss gestehen, dass ich etwas aufgeregt bin, nun selber meinen eigenen Prozess beginnen zu dürfen.
Die Grübeleien, Meinungen und Pläne erschweren das "einfach in der Welt sein", weil die Welt dabei oft bedrohlich wirkt, und schwere Verantwortung auf mir ruht, oder zu ruhen scheint. Das fühlt sich dann nicht leicht oder einfach an. Ein Existieren und in der Welt sein ist es jedoch schon.Warum sprechen Grübeleien, Meinungen und Pläne gegen das einfach in der Welt sein, gegen das einfach existieren?
Wenn es kein Ich gibt, also auch jetzt nicht, sind dann Grübeleien, Meinungen und Pläne nicht auch Teile des "einfach sein"?
Da hast Du Recht. Das Sein fühlt sich vielleicht nicht einfach an, aber diese Dinge sind halt da.
- Barbarossa
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Re: Meine Reise
Was meinst du, wie wird es nach dem Prozess sein?Ich muss gestehen, dass ich etwas aufgeregt bin, nun selber meinen eigenen Prozess beginnen zu dürfen.
Was würde sich durch den Prozess verändern?
Genau.Das Sein fühlt sich vielleicht nicht einfach an, aber diese Dinge sind halt da.
Was ich damit ausdrücken will ist, dass Grübeleien, Meinungen, das Planen, und einfach Unwohlsein im allgemeinen existieren können, auch wenn es gar kein Ich gibt.
Wenn es eine Möglichkeit gäbe Unwohlsein für immer zu beenden würde ich sie dir verraten.
Leider kenne ich keinen Weg das zu erreichen, und ich glaube auch nicht, dass es überhaupt erreichbar ist.
Zu erforschen und zu erkennen, ob es ein Ich gibt, und was das ich in Wirklichkeit ist, ist aber möglich.
Und das ist das einzige, dem wir uns hier widmen.
Re: Meine Reise
Ich stelle es mir so vor, dass ich die Tatsache, dass es kein Ich gibt, richtig mit Haut und Haaren verstanden habe und nicht nur erahne, und sich dann alle möglichen Vorstellungen von ganz allein auflösen. Und vllt. die Angst davor, die Kontrolle aufgeben zu müssen, geklärt ist.Was meinst du, wie wird es nach dem Prozess sein?
Was würde sich durch den Prozess verändern?
Ich stelle mir vor, es gibt dann mehr Raum für all die Regungen, die ich erlebe, die jetzt alle ins Ich passen müssen...
Das sind die Vorstellungen, die ich mitbringe, mit denen ich losgelaufen bin, als ich mich angefangen habe, mich für LU zu interessieren. Ich weiß natürlich nicht, was passiert, bevor ich es erlebt habe. Ich habe sehr viel Lust, mit Dir zu erfoschen, ob es ein Ich gibt. Vielen vielen Dank für Dein Angebot!
- Barbarossa
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Re: Meine Reise
Das ist schonmal eine sehr gute Haltung.Ich weiß natürlich nicht, was passiert, bevor ich es erlebt habe.
Kannst du mir das genauer erklären, ich kann dir nicht ganz folgen was du damit meinst.Ich stelle mir vor, es gibt dann mehr Raum für all die Regungen, die ich erlebe, die jetzt alle ins Ich passen müssen...
Worüber gibt es denn Kontrolle?Und vllt. die Angst davor, die Kontrolle aufgeben zu müssen, geklärt ist.
Was kannst und musst du alles kontrollieren?
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
Ich versuche, meine innere Trauer zu kontrollieren, obwohl ich das ganz offensichtlich nicht kann. Aber ich versuche es trotzdem, um zu vermeiden, dass ich mich in ihr verliere. Da gibt es eine starke Kraft, die will mit der Traurigkeit nichts zu tun haben. Im Grunde klappt es auch auf eine Weise, denn ich verliere mich nicht in Traurigkeit, nur in Unruhe. Das meinte ich, diese Gewohnheiten werden angesprochen, wenn ich merke, dass es kein Ich gibt.
Ich habe viel Trauer in mir, und auch immer wieder das Gefühl, dass ein Gefühl für mich zuviel wird und ich es nicht aushalte. Ich kenne auch viel Scham und Schuldgefühle. Ich habe mir angewöhnt, mit diesen herausfordernden Gefühlen "zu arbeiten". Ich meinte mit dem Ausdruck "Raum für alle Regungen", dass ich aufhören darf, alles bis ins Kleinste zu erklären/zu verstehen/ Kohärenz herzustellen, und dass das mir Raum für mein Erleben verschaffen wird, so stelle ich es mir vor. Es darf dann kommen und gehen, ohne zusammenpassen zu müssen oder erklärt werden zu müssen. Dann darf es einfach passieren, und es gibt kein Zentrum, in dem es irgendwie Sinn ergeben muss.Ich stelle mir vor, es gibt dann mehr Raum für all die Regungen, die ich erlebe, die jetzt alle ins Ich passen müssen...
Ich habe wenig Kontrolle. Ich habe keine Kontrolle über den Verlauf meines Tages, ob die Beziehung zu meinem Mann gelingt oder nicht, wie es mir oder meinen Kindern geht. Worüber gibt es Kontrolle? Ich dachte als erstes daran, dass ich Kontrolle darüber habe, ob ich angezogen bin oder nicht, ob meine Zähne geputzt sind.Worüber gibt es denn Kontrolle?
Was kannst und musst du alles kontrollieren?
Ich versuche, meine innere Trauer zu kontrollieren, obwohl ich das ganz offensichtlich nicht kann. Aber ich versuche es trotzdem, um zu vermeiden, dass ich mich in ihr verliere. Da gibt es eine starke Kraft, die will mit der Traurigkeit nichts zu tun haben. Im Grunde klappt es auch auf eine Weise, denn ich verliere mich nicht in Traurigkeit, nur in Unruhe. Das meinte ich, diese Gewohnheiten werden angesprochen, wenn ich merke, dass es kein Ich gibt.
- Barbarossa
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Re: Meine Reise
Wie sieht diese Arbeit mit herausfordernden Gefühlen genau aus?Ich habe mir angewöhnt, mit diesen herausfordernden Gefühlen "zu arbeiten".
Versuchst du diese Gefühle anzunehmen, oder wegzuschieben?
Du hast geschrieben, dass du mal eine Therapie gemacht hast.
Habt ihr da das Thema Gefühle allgemein besprochen?
Weißt du, was die Aufgabe der Gefühle ist?
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
es geht immer ums Annehmen der Gefühle, bzw. einfach ums Fühlen der Gefühle, ohne sie irgendwie zu manipulieren. Es gibt Gefühle, bei denen mir das nicht immer gut gelingt, die mir nicht immer unmittelbar zugänglich zu sein scheinen. Aber wenn sie aufblitzen, dann versuche ich sie willkommen zu heißen und durch meine Körper durchzulassen.
Ich sehe in Gefühlen einen körperlichen Wiederhall von meinen Bedürfnislagen. Sie kommen und gehen, wenn sich nicht etwas Kontrollierendes dazwischenschiebt. Hast Du eine gute Beschreibung, was Gefühle sind?
Liebe Grüße, und vielen Dank Dir für das Gespräch!
es geht immer ums Annehmen der Gefühle, bzw. einfach ums Fühlen der Gefühle, ohne sie irgendwie zu manipulieren. Es gibt Gefühle, bei denen mir das nicht immer gut gelingt, die mir nicht immer unmittelbar zugänglich zu sein scheinen. Aber wenn sie aufblitzen, dann versuche ich sie willkommen zu heißen und durch meine Körper durchzulassen.
Ich sehe in Gefühlen einen körperlichen Wiederhall von meinen Bedürfnislagen. Sie kommen und gehen, wenn sich nicht etwas Kontrollierendes dazwischenschiebt. Hast Du eine gute Beschreibung, was Gefühle sind?
Liebe Grüße, und vielen Dank Dir für das Gespräch!
- Barbarossa
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- Joined: Sun Apr 30, 2017 7:22 pm
Re: Meine Reise
Das klingt sehr gut.es geht immer ums Annehmen der Gefühle, bzw. einfach ums Fühlen der Gefühle, ohne sie irgendwie zu manipulieren.
Ich denke schon, ja.Hast Du eine gute Beschreibung, was Gefühle sind?
Gefühle sind eine Funktion des Körpers.
Sie haben die Aufgabe, auf z.b. Gefahren hinzuweisen, um die Unversehrtheit zu gewährleisten.
Z.B. vermitteln Bauchschmerzen bei einem leeren Magen das Bedürfnis des Körpers nach Nahrung.
Die Bauchschmerzen an sich sind hier nicht das Problem, sondern deuten auf das eigentliche Problem hin, die drohende Unterernährung.
Wie Bauchschmerzen deuten Angst, Scham, etc. auf drohende Gefahren hin.
(Man stelle sich einen Steinzeitmenschen vor, der keine Angst vorm Dunkeln hat, und blind jede einzelne Bärenhöhle erkundet. Wie lange der wohl gelebt hätte?)
Die Gefühle selbst sind also eine wichtige, ja sogar lebensnotwendige Funktion des Körpers die auf Gefahren aufmerksam machen sollen.
Es ist deshalb wichtig, Gefühle anzunehmen und willkommen zu heißen, so wie du das schon sehr gut machst.
Darfst du denn jetzt schon nicht damit aufhören?Ich meinte mit dem Ausdruck "Raum für alle Regungen", dass ich aufhören darf, alles bis ins Kleinste zu erklären/zu verstehen/ Kohärenz herzustellen, und dass das mir Raum für mein Erleben verschaffen wird, so stelle ich es mir vor.
Wenn Gefühle angenommen werden, genau so wie sie sind, ist es dann noch nötig zu erklären/zu verstehen/ Kohärenz herzustellen? Versuche es mal.
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
ich versuche, meine Gefühle anzunehmen, und ich möchte darin noch besser werden. Ich spüre, dass, wenn ein Gefühl wie Angst oder Trauer sich zeigt, es auch einen Aufpasser in mir gibt, der stop sagt, sehr vorsichtig ist, bzw. eben Bedingungen stellt, wie das Gefühl nur sein darf (in Form von Deutungen und Interpretationen). Ich danke Dir für die Ermutigung, das Fühlen zuzulassen, ich konnte heute den Unterschied zwischen nur fühlen und fühlen + deuten klar bemerken.
Und ja, ich kann damit heute anfangen, sehr aufregend!
ich versuche, meine Gefühle anzunehmen, und ich möchte darin noch besser werden. Ich spüre, dass, wenn ein Gefühl wie Angst oder Trauer sich zeigt, es auch einen Aufpasser in mir gibt, der stop sagt, sehr vorsichtig ist, bzw. eben Bedingungen stellt, wie das Gefühl nur sein darf (in Form von Deutungen und Interpretationen). Ich danke Dir für die Ermutigung, das Fühlen zuzulassen, ich konnte heute den Unterschied zwischen nur fühlen und fühlen + deuten klar bemerken.
Und ja, ich kann damit heute anfangen, sehr aufregend!
- Barbarossa
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Re: Meine Reise
Das klingt sehr schön!ich konnte heute den Unterschied zwischen nur fühlen und fühlen + deuten klar bemerken.
Und ja, ich kann damit heute anfangen, sehr aufregend!
Es ist so, der richtige Umgang mit Gefühlen und das Erkennen der Ich-Illusion sind zwei Paar Schuhe.
Wenn erkannt wurde, dass es kein Ich gibt, bedeutet das nicht, das automatisch ein gesunder Umgang mit Gefühlen herrscht.
Ich spreche da aus Erfahrung.
Umgekehrt kann auch ein gesunder Umgang mit Gefühlen gepflegt werden, wenn der Glaube an das Ich noch besteht.
Der Umgang mit Gefühlen, sei es ein guter oder ein schlechter, ist eine Gewohnheitssache.
Ich kann üben und es mir so zur Gewohnheit machen, meine Gefühle z.B. zu unterdrücken, wann immer sich welche zeigen. Das ist auf dauer sicherlich nicht gesund.
Ich kann im Gegenteil aber auch üben einen gesunden Umgang mit den Gefühlen zu pflegen, indem ich sie annehme, akzeptiere und willkommen heiße, so wie sie sind, auch wenn es unangenehme Gefühle sind. (Gefühle sind deine Freunde)
Und so kann sich dieser Umgang auf Dauer einschleifen und festigen.
Das klingt wie eine Art Schutzmechanismus vor zu starken Gefühlen, versteh' ich dich richtig?Ich spüre, dass, wenn ein Gefühl wie Angst oder Trauer sich zeigt, es auch einen Aufpasser in mir gibt, der stop sagt, sehr vorsichtig ist, bzw. eben Bedingungen stellt, wie das Gefühl nur sein darf (in Form von Deutungen und Interpretationen).
Re: Meine Reise
Lieber Barbarossa,
Und ich hatte auch die Vorstellung, dass etwas an meinem Ich heilen muss, damit ich mit meinen Ängsten besser umgehen kann, die Vorstellung, dass es da ein verwundetes Kind gibt, das getröstet werden muss. Aber tatsächlich braucht nichts heilen. Meine Vorstellungen darüber, was mit mir ist/war sind nichts weiter als das. Vorstellungen. Das erleichtert mich.
Ich merke, wie mir beim Schreiben etwas schwindelig wird, wie ich denke, ich muss festhalten, es darf sich am Ich nichts ändern, ich hab sonst mein Leben nicht mehr im Griff. Ich weiß, dass das nicht stimmt, und doch hänge ich da noch drin.
Was wäre ein möglicher nächster Schritt?
Ja, da ist ein sehr eifriger Beschützer aktiv, schon bevor die Gefühle zu stark werden. Interessant, dass Du den Umgang mit den Gefühlen und das Verstehen, dass das Ich eine Illusion ist, so klar in zwei Lebensbereiche unterscheidest. Ich befinde mich in einem Zwischenstudium, wo ich noch nicht fest im Sattel sitze, was die Erkenntnis betrifft, dass das Ich eine Illusion ist. Ich erlebe es als erleichternd zu merken, dass bspw. nichts am Ich kaputt gehen kann, da es eh nur ein Gedankenkonstrukt ist, und ich definitiv auch starke Gefühle unbeschadet durchleben kann. So brauch ich da weniger aufpassen. Brauche da nur noch mehr Praxis.Das klingt wie eine Art Schutzmechanismus vor zu starken Gefühlen, versteh' ich dich richtig?
Und ich hatte auch die Vorstellung, dass etwas an meinem Ich heilen muss, damit ich mit meinen Ängsten besser umgehen kann, die Vorstellung, dass es da ein verwundetes Kind gibt, das getröstet werden muss. Aber tatsächlich braucht nichts heilen. Meine Vorstellungen darüber, was mit mir ist/war sind nichts weiter als das. Vorstellungen. Das erleichtert mich.
Ich merke, wie mir beim Schreiben etwas schwindelig wird, wie ich denke, ich muss festhalten, es darf sich am Ich nichts ändern, ich hab sonst mein Leben nicht mehr im Griff. Ich weiß, dass das nicht stimmt, und doch hänge ich da noch drin.
Was wäre ein möglicher nächster Schritt?
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