Was bin ich dann?

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Heinzelmann
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Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Tue Dec 07, 2021 7:12 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich weiß nicht, was das fur mich bedeutet! Ich find die Frage aber aufregend...

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Eine Empfehlung eines Freundes, der mich mit seiner Art und Weise das Leben und andere menschen zu betrachten, immer wieder herausfordert. Mein eigenes Leben mit all den seltsamen Momenten, die mich zweifeln lassen wer oder was ich bin. Meine offensichtliche Empfänglichkeit und Bereitschaft mir diese Frage zu stellen und sie irgendwie als berechtigt zu empfinden. Neugier an der Erweiterung meines Bewußtseins. Sehnsucht nach Gelassenheit.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Zweifel, Unsicherheiten in Bezug auf das von mir gelebte Leben in Beziehung zu dem Leben um mich herum. Kennenlernen anderer Lebensphilosophien. Wiederholte Zweifel an meiner eigenen(?) lebensphilosophie.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Enttäuschungen, Frustration, uberraschungen, Ungeduld, unbekannte Erfahrungen, Gefühle, Widerstände, Spaß

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Mina7777
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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Tue Jan 11, 2022 7:31 pm

Hallo!

Es hat jetzt etwas gedauert, aber wenn du magst, dann kann es nun losgehen.
Mein Name ist Mina und ich würde dich gerne hier ein Stückchen des Weges begleiten, wenn das für dich ok ist.
Wie darf ich dich ansprechen?


Wichtig wäre, falls du es noch nicht gemacht hast, dass du dich mit der Zitierfunktion vertraut machst und dir den Haftungsausschluss und "Was LU nicht ist" durchliest und mir das dann kurz bestätigst.

Lass bitte für die Dauer unseres Dialoges alle anderen Threads im Forum, die App, Philosophien, Videos, Bücher, etc zu diesem Thema links liegen und konzentriere dich nur auf unseren Austausch.

Um im Fluss zu bleiben, wäre es gut, wenn du täglich antwortest. Sollte das mal nicht möglich sein, gib bitte kurz Bescheid.

Ich nehme an, dass du in der Zwischenzeit vielleicht schon etwas im Forum gestöbert hast.
Vielleicht hast du auch schon ein paar Übungen gemacht.

Hat sich vielleicht seit deinem ersten Eintrag hier schon irgendwas geändert und wenn ja, was?


Freue mich von dir zu hören!
Liebe Grüße
Mina

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Heinzelmann
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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Sun Jan 16, 2022 8:01 pm

Hallo!

Es hat jetzt etwas gedauert, aber wenn du magst, dann kann es nun losgehen.
Mein Name ist Mina und ich würde dich gerne hier ein Stückchen des Weges begleiten, wenn das für dich ok ist.
Wie darf ich dich ansprechen?
Du darfst mich gerne Urmel nennen, so tun es viele. Ich freue mich von dir zu hören!


Wichtig wäre, falls du es noch nicht gemacht hast, dass du dich mit der Zitierfunktion vertraut machst und dir den Haftungsausschluss und "Was LU nicht ist" durchliest und mir das dann kurz bestätigst.
Bestätigt

Lass bitte für die Dauer unseres Dialoges alle anderen Threads im Forum, die App, Philosophien, Videos, Bücher, etc zu diesem Thema links liegen und konzentriere dich nur auf unseren Austausch.

Um im Fluss zu bleiben, wäre es gut, wenn du täglich antwortest. Sollte das mal nicht möglich sein, gib bitte kurz Bescheid.

Ich nehme an, dass du in der Zwischenzeit vielleicht schon etwas im Forum gestöbert hast.
nein, habe ich nicht.

Vielleicht hast du auch schon ein paar Übungen gemacht.
nein

Hat sich vielleicht seit deinem ersten Eintrag hier schon irgendwas geändert und wenn ja, was?
nein, ich habe zumindest nichts bewußt bemerkt, außer, dass ich hin und wieder an eure homepage gedacht habe

Freue mich von dir zu hören!
Liebe Grüße
Mina

liebe grüße zurück

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Mina7777
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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Sun Jan 16, 2022 8:42 pm

Hallo Urmel,

schön von dir zu hören!

Alles klar, du hast also noch nicht gestöbert. Dann erklär ich dir mal, wie es ungefähr ablaufen wird:
Bei LU geht es darum, zu erkennen, dass kein separates Ich existiert und auch nie existiert hat.
Dazu werde ich dir Fragen stellen und Übungen geben.
Wichtig dabei ist, dass du immer aus der direkten Erfahrung heraus berichtest und deine Antworten nicht aus dem Gedächtnis kommen.
Schau also immer ganz frisch!

DE = direkte Erfahrung: alles was jetzt und hier erfahrbar ist:

Sehen
Spüren
Hören
Riechen
Schmecken
Denken (nur das Wahrnehmen der Gedanken, nicht deren Inhalt!)




Kannst du jetzt gerade noch etwas anderes wahrnehmen als in der DE beschrieben?




Achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgende Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben.
Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte, niemanden, der das Auflösen der Ich-Illusion wahrnehmen oder die letzte Mauer durchschlagen kann.
Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.

Schreibe mal alles an Reaktionen auf, was so hochkommt.


Bin schon gespannt auf deine Nachricht! :)

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Heinzelmann
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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Mon Jan 17, 2022 5:38 pm

Hallo Urmel,

schön von dir zu hören!

Alles klar, du hast also noch nicht gestöbert. Dann erklär ich dir mal, wie es ungefähr ablaufen wird:
Bei LU geht es darum, zu erkennen, dass kein separates Ich existiert und auch nie existiert hat.
Dazu werde ich dir Fragen stellen und Übungen geben.
Wichtig dabei ist, dass du immer aus der direkten Erfahrung heraus berichtest und deine Antworten nicht aus dem Gedächtnis kommen.
Schau also immer ganz frisch!

DE = direkte Erfahrung: alles was jetzt und hier erfahrbar ist:

Sehen
Spüren
Hören
Riechen
Schmecken
Denken (nur das Wahrnehmen der Gedanken, nicht deren Inhalt!)




Kannst du jetzt gerade noch etwas anderes wahrnehmen als in der DE beschrieben?

das atmen



Achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgende Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben.
Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte, niemanden, der das Auflösen der Ich-Illusion wahrnehmen oder die letzte Mauer durchschlagen kann.
Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.

Schreibe mal alles an Reaktionen auf, was so hochkommt.

erleichterung,ruhe, im körperlichen ein bißchen widerstand im Geiste und auch gleichzeitiges "ja,ja, hab ich schon mal gehört und was kann ich da jetzt mitanfangen" -Gedöns;
Fragen wie: "Kann es wirklich so sein? So leicht ?" "Wer oder was TUT dann was?" "Wie ist solch eine Tatsache mit meinem Alltag verbunden?" "Und warum ist es so und nicht anders?"


Bin schon gespannt auf deine Nachricht! :)
Jetzt bin ich wiederum gespannt auf das, was zurückkommt....:)

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Mina7777
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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Mon Jan 17, 2022 9:30 pm

Danke für deine Antwort :)

Kurz noch zum Zitieren: Es wäre super, wenn du so zitieren könntest, dass das, was ich schreibe und das, was du schreibst sich unterscheiden... dann ist es flüssiger zu lesen.
Wenn du auf "Vorschau" klickst, kannst du dir deine Antwort ansehen, bevor du sie sendest.


Kannst du jetzt gerade noch etwas anderes wahrnehmen als in der DE beschrieben?
das atmen
Bevor du weiter liest, mach bitte Folgendes:
Setze oder leg dich entspannt hin, schließe deine Augen und konzentriere dich 1-2min nur auf deinen Atem.
Lausche den Atemgeräuschen, spüre wie sich der Brustkorb hebt und senkt.
Dann frage dich: Woher weiß ich, dass jetzt "geatmet" wird?




............

Erst weiter lesen, wenn du die Frage beantwortet hast :)

...........

Achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgende Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben.
Es gibt niemanden, der einen Schleier durchdringen könnte, niemanden, der das Auflösen der Ich-Illusion wahrnehmen oder die letzte Mauer durchschlagen kann.
Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.

Schreibe mal alles an Reaktionen auf, was so hochkommt.
erleichterung,ruhe, im körperlichen ein bißchen widerstand im Geiste und auch gleichzeitiges "ja,ja, hab ich schon mal gehört und was kann ich da jetzt mitanfangen" -Gedöns;
Fragen wie: "Kann es wirklich so sein? So leicht ?" "Wer oder was TUT dann was?" "Wie ist solch eine Tatsache mit meinem Alltag verbunden?" "Und warum ist es so und nicht anders?"
Das hast du schon sehr schön beobachtet. Viel Gedanken-Gedöns, genau! :)
Lies die Sätze nochmal und versuche dabei nicht auf das Gedanken-Gedöns zu hören.
Dann beschreibe was du dabei wahrgenommen hast.
Ist irgendetwas anders jetzt und wenn ja, was?


Da dieses einfache Hinschauen, das wir hier auf LU nutzen, zwar sehr simpel, aber eben auch ungewohnt ist, ist es ganz wichtig, dass es ein bisschen geübt wird.
Versuche immer wieder mal, wenn es dir in den Sinn kommt, einfache Aktivitäten in deinem Alltag auf die direkte Erfahrung herunterzubrechen und gib mir dann ein paar Beispiele. Ungefähr so:

Tee trinken: riechen, schmecken
Zeitung lesen: sehen, spüren
Zähne putzen: hören, schmecken, spüren

Wenn es möglich ist, sprich das Hören, Sehen, Spüren, Schmecken, Riechen auch laut dazu aus!


Viel Spaß bei der Übung!

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Heinzelmann
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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Tue Jan 18, 2022 3:11 pm

Liebe Mina,

ich versuche deinem Wunsch des leserlicheren Antwortens nachzukommen! 🙂
Woher weiß ich, dass jetzt "geatmet" wird?
Ich weiß es nicht... (das war und ist wirklich meine Antwort, ich habe nicht gespickt😉)
Lies die Sätze nochmal und versuche dabei nicht auf das Gedanken-Gedöns zu hören.
Dann beschreibe was du dabei wahrgenommen hast.
Ist irgendetwas anders jetzt und wenn ja, was?
Ja, ich habe "nur" wörter gesehen... Nein, eigentlich nur aneinamdergereihte buchstaben... und sonst nix... völlig belanglose visuelle wahrnehmumg... irgendwie sehr lustig!...
Versuche immer wieder mal, wenn es dir in den Sinn kommt, einfache Aktivitäten in deinem Alltag auf die direkte Erfahrung herunterzubrechen und gib mir dann ein paar Beispiele.
kratzen: hören, spüren (vor allem das hören mavht hier spaß)
Klo gehen: hören, spüren, riechen
Im Bett liegen: spüren
Augen zu haben und kopf von hell nach dunkel bewegen: schattierungen sehen, hören, spüren

Das ist wirklich eine spannende Übung! DANKE! Mein Geist hhat natürlich die ein oder andere Frage parat, aber ich genieße es gerade von dir einfach geleitet zu werden... und die Fragen einfach Fragen sein zu lassen... 🙂
LG

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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Tue Jan 18, 2022 7:21 pm

ich versuche deinem Wunsch des leserlicheren Antwortens nachzukommen! 🙂
sehr fein, danke :)
Woher weiß ich, dass jetzt "geatmet" wird?
Ich weiß es nicht... (das war und ist wirklich meine Antwort, ich habe nicht gespickt😉)
Ok. Aber irgendwie muss ja deine unten stehende Antwort zustande gekommen sein:
Kannst du jetzt gerade noch etwas anderes wahrnehmen als in der DE beschrieben?
das atmen
Was war also erfahrbar bevor du "das atmen" hingeschrieben hast? Wie bist du darauf gekommen?
Lies die Sätze nochmal und versuche dabei nicht auf das Gedanken-Gedöns zu hören.
Dann beschreibe was du dabei wahrgenommen hast.
Ist irgendetwas anders jetzt und wenn ja, was?
Ja, ich habe "nur" wörter gesehen... Nein, eigentlich nur aneinamdergereihte buchstaben... und sonst nix... völlig belanglose visuelle wahrnehmumg... irgendwie sehr lustig!...
Ich hab das ein bisschen schlecht formuliert. Wollte eigentlich darauf hinaus, was du so an Körperempfindungen wahrgenommen hast.
Das darfst du also gleich nochmal versuchen :)
Aber deine Antwort ist auch gut!
Du hast das Visuelle schon sehr weit heruntergebrochen, nämlich auf aneinander gereihte Buchstaben.
Wenn man es nun noch mehr vereinfacht, dann ist da nur noch schwarz und weiß und irgendwelche Formen.
Kannst du das sehen?

Ich will auf dasselbe hinaus wie bei deiner Antwort "Atmung".
Wenn du alle Gedankeninhalte ignorierst, gibt es dann "Buchstaben" oder "Atmung"?
Was bleibt übrig? Was ist wirklich erfahrbar?
Das ist wirklich eine spannende Übung! DANKE! Mein Geist hhat natürlich die ein oder andere Frage parat, aber ich genieße es gerade von dir einfach geleitet zu werden... und die Fragen einfach Fragen sein zu lassen... 🙂
Sehr schön. Übung perfekt gemacht!
Diese Übung ist sozusagen die Grundlage hier. Versuch sie immer wieder in den Alltag zu integrieren, ganz spielerisch nebenbei.
Es ist toll, dass du dich so gut einlässt auf mein Guiding, du darfst aber auch gerne Fragen stellen.
Wenn also irgendwas unklar sein sollte: nur raus damit! :)

Und hier hab ich die nächste Übung für dich:

Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.

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Heinzelmann
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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Wed Jan 19, 2022 9:29 pm

Mina,

meine Beobachtung bzgl. deiner letzten Übung:
Ich saß heute an einem See und hatte die augen gesclossen. Das plätschern des Wassers am Ufer war deutlich zu hören. Und danei konnte ich ganz klar bemerken, dass mein Verstand zwar kein Wort benutzte um zu etikettieren, jedoch ein Bild. Ich hatte keine "chance" es nicht zu wollen. Das Bild von plätscherndem Wasser am Ufer war von außen nach innen gewandert...
Nach dieser Erfahrung dachte icj an Kinder und deren Etikettiermaschine bzw. Dessen andersartigkeit...
Ich finde die Metspher Etikettiermaschine für die Funktionsweise unseres Verstandes als sehr frisch und unterhaltsam... 🙂
Wenn man es nun noch mehr vereinfacht, dann ist da nur noch schwarz und weiß und irgendwelche Formen.
Kannst du das sehen?
Ja... und wenn wir es konsequent betreiben, dann ist ja schwarz und weiß und irgendwelche Formen immer noch etikettieren... ab wann beginnt das "nicht etikettieren"? Und wer ist eigentlich dann dieser beobachter der die etikettiermaschine etikitiert?

Ich grüße Dich und danke dir.... Urmel

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Mina7777
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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Wed Jan 19, 2022 11:02 pm

Ich saß heute an einem See und hatte die augen gesclossen. Das plätschern des Wassers am Ufer war deutlich zu hören. Und danei konnte ich ganz klar bemerken, dass mein Verstand zwar kein Wort benutzte um zu etikettieren, jedoch ein Bild. Ich hatte keine "chance" es nicht zu wollen. Das Bild von plätscherndem Wasser am Ufer war von außen nach innen gewandert...
Du musst das Bild des plätschernden Wassers nicht weghaben wollen. Es reicht zu erkennen, was Gedanken sind (in Bild oder Wort) und was tatsächlich da ist
Ich finde die Metspher Etikettiermaschine für die Funktionsweise unseres Verstandes als sehr frisch und unterhaltsam... 🙂
das finde ich auch :)
Ja... und wenn wir es konsequent betreiben, dann ist ja schwarz und weiß und irgendwelche Formen immer noch etikettieren...
ganz genau. Wir versuchen in der Beschreibung so nahe wie möglich an die wirkliche Erfahrung heranzukommen ... also schlussendlich bleibt einfach Hören, Sehen, Spüren, Denken,...
ab wann beginnt das "nicht etikettieren"?
Das kann ich dir nicht sagen. Diese geniale Frage kannst du aber selber beantworten, indem du ganz genau hinschaust!
Und wer ist eigentlich dann dieser beobachter der die etikettiermaschine etikitiert?
Wer sagt, dass es einen Beobachter braucht?
Ein Gedanke vielleicht? :)


Hier eine tolle Übung, um das „Denken“ noch genauer unter die Lupe zu nehmen:

Setz dich irgendwo entspannt hin, schließe die Augen, atme ein paar mal tief durch und beobachte die Gedanken.

1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint?
3. Kannst du entscheiden, dass nur angenehme Gedanken erscheinen?
4. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
5. Ist der Gedanke „ich“ eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
6. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?


Viel Spaß beim Erforschen!

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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Thu Jan 20, 2022 4:18 pm

Hier eine tolle Übung, um das „Denken“ noch genauer unter die Lupe zu nehmen:

Setz dich irgendwo entspannt hin, schließe die Augen, atme ein paar mal tief durch und beobachte die Gedanken.

1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint?
3. Kannst du entscheiden, dass nur angenehme Gedanken erscheinen?
4. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
5. Ist der Gedanke „ich“ eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
6. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
1. Es fühlt sich an, als würden sie plötzlich einfach da sein...ich sehe sie dann einfach.
2.Nein, vorhersagen kann ich gar nix. Verhindern...irgendwie schon (siehe 4.)
3. Nein, eher nicht. Bisher scheint es mir, als hätte der Verstand eher Freude an etikettierten "Problemen" :)
4. Heute morgen konnte ich es. Kein Gedanke. Je nach Tagesform scheint es mir möglich "nur" ein leichtes Grundrauschen in mir wahrzunehmen. Es fühlt sich einfach nicht nach "gedanken" an. Verstehst Du was ich meine?
5.Sehr interessante Frage...ich musste ein Weilchen nachdenken um sie ansatzweise zu verstehen!:)...Ich habe mich aber nochmal eben gerade vertieft und glaube es nun wahrgenommen zu haben: Ja, es fühlt sich so an, als käme ein "Ich"-Gedanke aus einer anderen Ecke, als ein "Nicht-Ich" Gedanke. Unmittelbarer, scheinbar privater und vertrauter und wichtiger. Und gleichzeitig gibt es so Mischformen undkrasse Schattierungen...ui,ui...
6.Sehr witzig...mann, ich muss immer wieder schmunzeln....also, wenn ich völlig unbewußt am start bin, dann fühle ICH MICH als Denker, der selbstverständlich und ohne nachzudenken der Kreateur und Kontrolleur aller Gedanken und Handlungen ist (eine Festsstellung aus meinem Gedächtnis). Und jetzt, ganz frisch ins Bord getippt und so bewußt wie möglich: ...fuck, ich kanns irgendwie nicht wirklich sagen....:)...es fühlt sich nach absolutem Fremddenker und gleichzeitig nach nix an.....


grüße vom gedachten Urmel

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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Thu Jan 20, 2022 8:00 pm

1. Es fühlt sich an, als würden sie plötzlich einfach da sein...ich sehe sie dann einfach.
ja, seltsam, oder? Sie sind einfach da
2.Nein, vorhersagen kann ich gar nix. Verhindern...irgendwie schon (siehe 4.)
Es scheint so, als ob man eine gewisse Zeit verhindern könnte, dass sie auftauchen.
Aber ist das wirklich so?
Würden wir dann nicht ständig verhindern, dass ungute, negative Gedanken auftauchen?
4. Heute morgen konnte ich es. Kein Gedanke. Je nach Tagesform scheint es mir möglich "nur" ein leichtes Grundrauschen in mir wahrzunehmen. Es fühlt sich einfach nicht nach "gedanken" an. Verstehst Du was ich meine?
ja, ich verstehe was du meinst
5.Sehr interessante Frage...ich musste ein Weilchen nachdenken um sie ansatzweise zu verstehen!:)...Ich habe mich aber nochmal eben gerade vertieft und glaube es nun wahrgenommen zu haben: Ja, es fühlt sich so an, als käme ein "Ich"-Gedanke aus einer anderen Ecke, als ein "Nicht-Ich" Gedanke.
Bitte nicht darüber nachdenken, sondern nachschauen!
Gibt es da zwei verschiedene Ecken?
Wo ist die eine Ecke, wo die andere?
Kann ein Ich-Gedanke einen anderen Gedanken denken?

es fühlt sich nach absolutem Fremddenker und gleichzeitig nach nix an.....
nix.... das klingt gut :)



Nun schauen wir uns mal die Körperempfindungen etwas genauer an:

Körperübung

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, schließe die Augen und entspanne dich. Entspannung. Und Freude an der Übung! Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa". Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten? Gedanken mögen vielleicht sagen, dass da ein angenehmer Druck ist am Rücken. Aber nur auf Empfindung achtend, woher wüsstest du etwas von "Druck" oder "Rücken"?

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau? Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Hat Wahrnehmung einen bestimmten Ort?



Ach ja, was ich glaub nicht erwähnt hab: geh bitte immer auf alle fett geschriebenen Fragen oder Anregungen ein, nicht nur auf die neuen Übungen!

Schönen Abend noch!

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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Fri Jan 21, 2022 10:07 pm

Moin Mina,
und los...

Generelle Frage vorab:

Wenn ich Dir hier von meinen Übungen berichte, dann passiert das bei mir aus dem Erlebten, Gespürten, Wahrgenommenen... und somit aus meinem Gedächtnis, da ich nicht simultan berichten kann... zumindest nicht im Schriftlichen...oder reicht dann eben nur zu schreiben, dass ich eben gespürt, gesehen,... habe? Ich bin da gerade ein wenig verwirrt und unsicher... wie siehst Du das?
5.Sehr interessante Frage...ich musste ein Weilchen nachdenken um sie ansatzweise zu verstehen!
Bitte nicht darüber nachdenken, sondern nachschauen!
Ich verstehe was du meinst. Dennoch muss ich zunächst den Inhalt deiner Frage/Übung intellektuell kapieren um überhaubt zu agieren, oder? Das hat bei Frage 5 eben gedauert... 🙂... falls Du dazu aber andere Empfehlungen hast immer her damit....
Gibt es da zwei verschiedene Ecken?
Wo ist die eine Ecke, wo die andere?
Kann ein Ich-Gedanke einen anderen Gedanken denken?
Nein, ich spüre keine Ecken...nur einen einzigen "Sums" ;
Das mit dem IchGedanken, der einen Gedanken denkt löst sich beim spüren ebenfalls in einen Sums auf (weil knoten im verstand... 🙂) ...
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Nein, die Größe meines Körpers, Gewicht, Umfang etc. konnte ich je genauer ich hinspürte nicht ausmachen...
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Das gleicje Phänomen wie mit meinen Maßen...
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Sehr lustige/pradoxe Erfahrung tatsächlich nicht zu spüren was und wieviel Zehen eigentlih existieren... ja, ich habe nur hingespürt und das wiederrum erfahren...
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau? Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Je mehr ich hinspüre umso weniger kann ich beschreiben... ja, DAS is es...
Fehlt irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Eigentlich nicht... is aber ungewohnt... im besten Sinne...
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Hat Wahrnehmung einen bestimmten Ort?
Da is einfach nur Wahrnehmung... überall....
Die Antworten darauf fühlen sich so banal und gleichzeitig krass abstrakt an... verwirrend, anstrengend und wiederum auch nicht... puh... und DANKE!

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Re: Was bin ich dann?

Postby Mina7777 » Sat Jan 22, 2022 10:31 am

Guten Morgen :)
Wenn ich Dir hier von meinen Übungen berichte, dann passiert das bei mir aus dem Erlebten, Gespürten, Wahrgenommenen... und somit aus meinem Gedächtnis, da ich nicht simultan berichten kann... zumindest nicht im Schriftlichen...oder reicht dann eben nur zu schreiben, dass ich eben gespürt, gesehen,... habe? Ich bin da gerade ein wenig verwirrt und unsicher... wie siehst Du das?
Du machst das super. Manchmal werd ich einfach nochmal nachhaken, um sicher zu gehen, dass die Antwort tatsächlich aus der direkten Erfahrung kommt. Man geht sich da gern selber auf den Leim, darum.

Nein, ich spüre keine Ecken...nur einen einzigen "Sums" ;
Das mit dem IchGedanken, der einen Gedanken denkt löst sich beim spüren ebenfalls in einen Sums auf (weil knoten im verstand... 🙂) ...
Der Knoten im Verstand entsteht, weil es eben nicht verstehbar ist....
Die gute Nachricht ist, dass es auch nicht verstanden werden muss.
Kannst du sehen, dass da einfach nur ein Gedanke nach dem anderen ist?
Da is einfach nur Wahrnehmung... überall....
Die Antworten darauf fühlen sich so banal und gleichzeitig krass abstrakt an... verwirrend, anstrengend und wiederum auch nicht... puh... und DANKE!
Sehr schön! Ja, es kann sich banal anfühlen. Darum wohl auch "das torlose Tor" :)



Schaun wir doch noch weiter was die Gedanken so alles in die rohe, direkte Erfahrung hinein interpretieren:

Stelle einen Apfel (oder eine andere Frucht) vor dir auf eine weiße Fläche und untersuche:
Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Wo ist die Grenze zwischen Außen und Innen?
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nichts denkst?
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe? Bemerke, wie die Gedanken benennen, was gesehen wird.
Woher kennst du den Namen der Farbe?
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur etwas?
Bemerke die Lücke, die zwischen dem Sehen und dem Benennen liegt.
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung?
Was ist die Aufgabe der Gedanken in diesem gesamten Wahrnehmungsprozess? Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?


Wünsche dir einen schönen Tag!

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Re: Was bin ich dann?

Postby Heinzelmann » Sat Jan 22, 2022 9:45 pm

Kannst du sehen, dass da einfach nur ein Gedanke nach dem anderen ist?
Ja, ich sehe es... ist das dann vglbar mit dem vorbeiziehen der gedanken wie beim meditieren?
Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Wo ist die Grenze zwischen Außen und Innen?
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nichts denkst
Das sehen findet bei mir sowohl als auch statt... erst außen, dann innen, dann weder noch....
und dann irgendwann 2D...bei mir eine Orange... 🙂
Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Farbe und Form... und manchmal auch wieder ne Orange...
Woher kennst du den Namen der Farbe?
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur etwas?
Die Etikettiermaschine is schon ziemlich gut geölt... mann, mann... aber manchmal gibt es zwischendrin kleine Lücken, Aussetzer....
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung?
Wie bei den vorherigen Übungen, nehme ich umso weniger wahr, je mehr ich wahrnehme... paradox... aber es strengt mich bzw. meine gewohnheit tierisch an, das zuzulassen... ja, ich spüre da schon widerstand und trickserein....
Was ist die Aufgabe der Gedanken in diesem gesamten Wahrnehmungsprozess? Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?
Etikettieren um nicht "einfach" nur wahrzunehmen... aber warum??? Manchmal ist da die täuschend echte Illusion von Erfahrung... ich weiß auch nicht und vorallem warum fällt es mir oft genug so schwer einfach nur wahrzunehmen, warum bin ich da so faul das einfache zu machen??? ...
Uff... und weiter... 🙂


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