Nach Hause kommen

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Lars
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Nach Hause kommen

Postby Lars » Thu May 03, 2012 4:02 am

Ich grüsse Euch.

Viel gibt es nicht zu schreiben.

Den Geschmack habe ich quasi im Mund. Erfahrungen auf dem Weg gab es genug. Und alle machten immer wieder deutlich - das ist es nicht. "Das" ist nicht in der Glückseeligkeit zu finden, auch nicht in Einheitserfahrungen, Wissen oder Weisheit. Dennoch ist da immer wieder ein sehen Wollen der Wahrheit, durch den Verstand...

Frieden und Stille finden mich. Immer wieder. Manchmal ist das Wissen - diese Ahnung - einfach nur zu sein, sehr klar. Und doch ist da immer noch ein Rest Zweifel, eine Vorstellung darüber wie es sein sollte.

Es wird Zeit. In den letzten Monaten konnte ich immer deutlicher spüren, dass es noch etwas zu sehen, verstehen, erkennen gilt - ich noch "nicht durch bin". Deswegen bin ich hier.

Ich würde mich deswegen über ein Direct Pointing freuen. Wie dieses funktioniert und auf welcher Basis, habe ich verstanden.

Liebe.
Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Thu May 03, 2012 10:57 am

Hallo Lars,

schön dass du da bist.

Ich möchte dich begleiten, so, dass du die Illusion durchschaust.

OK, du hast dich umgeschaut, du weißt, dass es hier nur um das "Eine" geht.
Wenn noch Fragen aufkommen, immer raus damit.

Dann legen wir los.

Wenn ich sage "Dich" gibt es nicht.
Was für Gefühle und Gedanken kommen bei dir hoch?

In Liebe
Renate

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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Fri May 04, 2012 6:29 am

Hallo Renate,

ich freue mich sehr über Deine Begleitung!

Lass uns also gleich einsteigen.
Wenn ich sage "Dich" gibt es nicht.
Was für Gefühle und Gedanken kommen bei dir hoch?
Prickeln. Leichtigkeit. Entspannung.
Stille. Lächeln.

Keine Gedanken.

Liebe,
Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Fri May 04, 2012 10:07 am

Hallo Lars,

das kling sehr entspannt, so als würden dich die Worte " Dich gibt es nicht"
glücklich machen.

Die Gefühle die du beschrieben hast
z.B. das Lächeln, Leichtigkeit.

Was passiert vor dem Lächeln?
Wer erlebt die Leichtigkeit?

Du hast 03.05.geschrieben
eine Vorstellung darüber wie es sein sollte
Wie sieht diese Vorstllung aus?

In Liebe
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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Sat May 05, 2012 12:03 pm

Hey Renate,
Die Gefühle die du beschrieben hast z.B. das Lächeln, Leichtigkeit. Was passiert vor dem Lächeln?
Sofern Du meinst, was direkt davor passiert - kaum beschreibbar. So etwas wie ein Erkennen. Aber nicht intellektuell. Da ist eine kurze "Pause" - Weite. Und dann - eine Reaktion auf körperlicher, emotionaler Ebene.
Wer erlebt die Leichtigkeit?
Ich weiss es nicht. Eigentlich wollte ich "niemand" schreiben. Aber das fühlt sich nicht 100%ig an. In dieser "Leichtigkeit" ist einfach nur dieses Empfinden, eine Lebendigkeit. Weite. Aber kein "Jemand". Auch kein "Niemand".
...ein Vorstellung darüber wie es sein sollte... Wie sieht diese Vorstllung aus?
Da ist immer noch dieser hartnäckige Glaube, dass der Frieden - das was ich immer wieder zu suchen finde - mich von der Anhaftung an Gedanken, Gefühlen und Empfindungen befreien sollte - von dem, was scheinbar diesen Frieden stört. Aber irgendetwas daran stimmt nicht. Wenn da Frieden ist, dann ist der gerade erfahrene Zustand völlig unwichtig, ungestört. Und erscheint - unzerstörbar...

Liebe,
Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Sat May 05, 2012 7:41 pm

Hallo Lars,
Sofern Du meinst, was direkt davor passiert - kaum beschreibbar. So etwas wie ein Erkennen. Aber nicht intellektuell. Da ist eine kurze "Pause" - Weite. Und dann - eine Reaktion auf körperlicher, emotionaler Ebene.
Es gibt eine körperliche Ebene z.B. du bekommst unerwartet einen Schlag dann reagiert dein Gehirn mit Gedanken und Gefühlen.
Die emotionale Ebene (Emotionen)ist ein Ergebnis von Gedanken, ich denke "ah ein Schmetterling", Ergebnis lächeln.
Ich weiss es nicht. Eigentlich wollte ich "niemand" schreiben. Aber das fühlt sich nicht 100%ig an.
Es gibt dein Körper, kann es sein dass es ausschließlich dein Körper erlebt?
Oder gibt es da noch was?
Die Weite die du beschreibst, ist ja ein weiteres Gefühl.


Du schreibst vom Frieden.

Ich möchte dass für mich nochmal klären,
siehst du dass es kein eigenständiges Ich gibt ?

In Liebe
Renate

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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Sun May 06, 2012 7:14 am

Hallo Renate,
Es gibt dein Körper, kann es sein dass es ausschließlich dein Körper erlebt?
Eine sehr interessante Frage, Renate. Erlebt all dies nur der Körper?

Es gibt den Körper. Ohne diesen wären da weder Gedanken noch Gefühle, noch körperliche Empfindungen. Es gibt scheinbar auch so etwas wie Gewahrsein oder eine Lebendigkeit, die diesen Körper wahrnimmt oder sich dessen bewusst ist.

Was mich zurück zu Deiner Frage bringt - gibt es nur den Körper?
Oder gibt es da noch was?
Gibt es da noch was? Verdammt. Jetzt hast Du mich erwischt. Mein konditionierter Verstand will sagen - na klar, Bewusstsein, Gewahrsein, Präsenz... Aber all das habe ich aus Büchern oder Gesprächen mit "Lehrern" aufgeschnappt.

Hier ist gerade Stille. Da ist der Körper. Wahrnehmung geschieht - Tasten, Finger, Monitor, Pflanzen. Schmerz im Fuss. Ein einzelner Gedanke - "Kaffee". Aber ist da noch etwas? Da ist sonst nichts.

Sehen geschieht. Die Sitzposition wird geändert. Die Finger bewegen sich - Buchstaben erscheinen.

Ist das also alles? Nur der Körper, sinnliche Erfahrungen und Wahrnehmungen? Das Gehirn, dass registriert, verwaltet, kategorisiert? Ein Geschehen, dass quasi automatisch abläuft - ohne ein "m-ich"? Da ist - eine ganze feine "Ahnung". So, als wäre der Körper, die Gefühle usw. im Vordergrund während "dahinter" eine Lebendigkeit ist. Eine Präsenz.

Dies erlebe ich immer mal wieder - der Körper ist da und gleichzeitig ist es so, als wäre "ich" plötzlich nicht länger dieser Körper. Als wäre ich gar nicht mehr (dieses oder jenes).
Die Weite die du beschreibst, ist ja ein weiteres Gefühl.
Das hat beim ersten Lesen zu feinen kleinen Energiestössen im Körper geführt... ;) Die Weite nur ein weiteres Gefühl? Ich würde meinen - eine weitere Empfindung (Enge - Weite...). Ist diese wirklich "nur" das, eine weitere Empfindung?

Ja! Einfach eine weitere Erfahrung.
Du schreibst vom Frieden. Ich möchte dass für mich nochmal klären, siehst du dass es kein eigenständiges Ich gibt ?
Nein. Das ist momentan die ehrlichste Antwort, die ich geben kann. Ich sehe immer wieder - da ist niemand. Und doch ist es eher ein - da kann niemand sein.

Heute morgen erwachte ich und da waren ganz viele Gedanken - "dieses oder jenes soll/muss getan werden", "ich sollte jetzt sitzen(meditieren)", "Kaffee trinken", "der Fuss tut immer noch weh, das wird nicht besser"...

Da war ganz eindeutig so etwas wie ein "Ich erfahre dies". Eine Identifikation mit diesem Körper. Und dann kam die Frage auf - Wer oder was ist dieses "Ich". Und dann - stille. Keine "Antwort". Einfach nur Stille.

Manchmal ist diese Identifikation nicht so intensiv oder gar nicht da - dann ist da einfach "Sein", ein So-Sein. Ohne Grund, ohne Eigentümer, Urheber, Täter (oder Opfer). Aber das ist nicht von Dauer.


Dieser Dialog beginnt zu "wirken". Das in Frage stellen hinterlässt gerade ganz viele Fragezeichen, auch eine gedankliche Beruhigung. Und eine gewisse Aufregung.

Einen "schönen" Sonntag wünscht,
in Liebe

Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Sun May 06, 2012 7:08 pm

Hallo Lars,

Nun, dass was ich von dir lese sagt mir „Du bist mindestens mit einem Fuß drin“
es braucht nur noch ein kleinen Stoß oder Schubs. Den du dir selber geben wirst.
Gibt es da noch was? Verdammt. Jetzt hast Du mich erwischt. Mein konditionierter Verstand will sagen - na klar, Bewusstsein, Gewahrsein, Präsenz... Aber all das habe ich aus Büchern oder Gesprächen mit "Lehrern" aufgeschnappt.
Konditionierter Verstand..... aufgeschnappt. Genau, dass sind die Antworten.

Auch vor dem Bewusstsein , Gewahrsein ist dieser kleine Gedanke, manchmal nur ein Blitz, der den Impuls gibt.
Forsche noch etwas. Schaue dir die Gedankenketten an und beschreibe was du erlebst.
die Gefühle usw. im Vordergrund während "dahinter" eine Lebendigkeit ist. Eine Präsenz.
Die ist bestimmt da, aber wer erlebt sie, findest du da jemand?

Ich erlebe immer mal „Raum“, es ist erleben, ein wunderschönes Gefühl.
Ein Körper erlebt „Raum“ ein Gefühl der Weite, Endlosigkeit.
Da war ganz eindeutig so etwas wie ein "Ich erfahre dies". Eine Identifikation mit diesem Körper. Und dann kam die Frage auf - Wer oder was ist dieses "Ich". Und dann - stille. Keine "Antwort". Einfach nur Stille.

Wer sollte auch antworten.
Dein Körper ist ja schon etwas älter ,nehme ich an, also 7 bist du bestimmt nicht mehr ;-)

Die Konditionierung des Gehirns funktioniert „noch“ ganz gut.

Sie ist so viele Jahre antrainiert worden, dass geht bei den meisten nicht Knall auf Fall weg.
Begrüße die Konditionierung freundlich. Du machst es genau richtig.
Du schaust sie dir an und findest niemand.
Kann es sein dass es "Dich" garnicht gibt, es "Dich" noch nie gegeben hat?

Am Anfang, nachdem ich es erkannte und mir klar wahr „ja so ist es“ habe ich immer mal wieder in mir ein ICH gesucht. Um die Bestätigung zu bekommen, OK da ist nichts. :-)
Das legt sich.

In Liebe
Renate

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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Mon May 07, 2012 7:31 am

Hallo Renate,
Konditionierter Verstand..... aufgeschnappt. Genau, dass sind die Antworten.

Auch vor dem Bewusstsein , Gewahrsein ist dieser kleine Gedanke, manchmal nur ein Blitz, der den Impuls gibt.
Forsche noch etwas. Schaue dir die Gedankenketten an und beschreibe was du erlebst.
Verstehe ich Dich richtig - Du meinst, dass selbst vor dem Bewusstsein, dass unpersönlich ist, ein Gedanke aufkommt, der so etwas wie Bewusstsein oder besser - Gewahrsein vereinnahmt?

Ich sehe etwas und der Verstand erkennt und registiert dies zB. als "Hände". Und unmittelbar als "ich sehe" - "ich sehe", "meine Hände". Genauer wäre dann - Sehen geschieht, das was gesehen wird, wird vom Verstand/Gedanken erkannt, zB. Hände, dieses Registrieren führt im Grunde sofort zum nächsten Impuls - "ich sehe", "meine Hände".

Ohne dieses Benennen und die Vereinnahmung in Form von "Ich" und "mein" ist da einfach Sehen. Hände. Schreiben. Gewahrsein.

Was bleibt ist das, was geschieht. Selbst die Gedanken und die scheinbare Identifizierung ist dann bloss ein weiteres Geschehen. Der Verstand selbst ist ein blosser Automatismus, der durch einmal gemachte Erfahrungen und das erlernte "ich bin dieses oder jenes" die Illusion bedingt, dass ich es wäre dem die Hände gehören, ich es bin der schreibt oder liest - ich es bin der dies wahrnimmt, sich dessen bewusst ist.

Und selbst das, was ich als Gewahrsein bezeichne - der Verstand denkt sich quasi vor dieses, in dem er es als "ich bin mir dieses oder jenem bewusst/gewahr", "ich nehme wahr/bin dieses Gewahrsein". Beispiel - Gesicht im Spiegel. Der gedankliche Impuls ist so schnell, kaum wahrnehmbar und doch klar erkennbar - nicht ich bin dieses Gesicht, der Gedanke "denkt sich" vor die blosse Wahrnehmung.

Das hat Kraft, in diesem "Sehen" ist etwas, dass sehr wichtig erscheint. Werde das im Laufe des Tages beobachten und dann noch einmal beschreiben, wie sich das anfühlt... Wow!
Lebendigkeit - Die ist bestimmt da, aber wer erlebt sie, findest du da jemand?
Nein. Im Gegenteil. Sobald diese Lebendigkeit quasi in den "Vordergrund" tritt, ist da nur noch das. Das was gerade ist. Aber kein "Ich"... Auch hier - das muss sich erst einmal "setzen". Da geschieht gerade ein tiefes Einatmen. Entspannung.
Sie ist so viele Jahre antrainiert worden, dass geht bei den meisten nicht Knall auf Fall weg. Begrüße die Konditionierung freundlich. Du machst es genau richtig. Du schaust sie dir an und findest niemand. Kann es sein dass es "Dich" garnicht gibt, es "Dich" noch nie gegeben hat?
So wie Du es darstellst, Renate, ist das wahrlich Balsam. Danke! Verrückt, dass ich seit der intensiven Erfahrung vor einigen Jahren, immer zu niemanden gefunden habe aber dennoch mit dieser Idee von "mir als Gewahrsein" sehr identifiziert zu sein schien.

Hat es "mich" gar nie gegeben? Hah! Da ist ja niemand. Absolut nada, nichts, niente. Da ist ein Gedanke, ein gedanklicher Impuls, der diese Erfahrung vereinnahmt, beansprucht. Auf dem ein weiterer Gedanke folgt - "ich" - "mache", "ich" - "bin" "dieses oder jenes".

Das will ich jetzt beobachten. Da ist ein ganz subtiles "Ich-en" sobald der Körper wahrgenommen wird. Aber auch hier - verfolge ich diesen Impuls quasi zur "Quelle" zurück - nichts. Niemand.

Staunen!
In Liebe

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Mon May 07, 2012 8:32 pm

Guten Abend Lars,
Das hat Kraft, in diesem "Sehen" ist etwas, dass sehr wichtig erscheint. Werde das im Laufe des Tages beobachten und dann noch einmal beschreiben, wie sich das anfühlt... Wow!
Schön, ich bin gespannt auf deine Beobachtungen.

Bis dann.

In Liebe
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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Tue May 08, 2012 5:35 pm

Hallo Renate,

da ist nun - Distanz.

Gefühle, Gedanken, Empfindungen. Kommen und Gehen. Wann immer so etwas wie "ich, mich und mein" aufkommt - schauen. Wahrnehmen.

Und "unter" all dem eine Entspanntheit. Auf dem Rad. In der Bahn. Während der Arbeit. Als säße ich in einem Zug und würde interessiert aber nicht involviert einfach - schauen.

Geschieht all dies mir? Absolut - nein! Denn - da ist ja niemand. Ist dies 100%ig klar? Ohne jeden Zweifel?

Da ist Zögern. Das seinen Ursprung in der hartnäckigen Vorstellung hat, dass diese Erfahrung, dieses Erfahren anders sein sollte. Doch wer will dies, wer glaubt dies - wer erfährt gerade diesen Augenblick?

Niemand. Und nicht einmal das.

Einfach nur - So-Sein.

In Liebe
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ps

Postby Lars » Tue May 08, 2012 6:00 pm

Was noch kommt ist:

Da ist immer wieder ein Bewerten und Vergleichen, sobald die Vorstellungen in Richtung "wie dieser Moment sein sollte" aufkommen.

Faszinierend daran ist, dass dieser Moment, welche Erfahrung auch immer gerade gemacht wird, vollkommen wertfrei ist. Selbst der Gedanke, der scheinbar wertet, ist selbst absolut wertfrei. Allein der Bezug zu einmal gemachten Erfahrungen und dem riesigen Haufen an Vergleichen/Bewertungen, die erlernt wurden, führen zu einer scheinbar gültigen Bewertung. Die real erscheint.

Doch ohne dieses "Ich" - puff.

Ich erkenne nun, dass der Stolperstein für mich tatsächlich diese Identifizierung mit Wahrnehmung war. Als gehörte diese mir - wie eine letzte Bastion auf dem Rückzug. Doch "dahinter" - nichts.

In Liebe,
Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Renate » Tue May 08, 2012 9:38 pm

Hallo Lars,
Allein der Bezug zu einmal gemachten Erfahrungen und dem riesigen Haufen an Vergleichen/Bewertungen, die erlernt wurden, führen zu einer scheinbar gültigen Bewertung. Die real erscheint.

Doch ohne dieses "Ich" - puff.
Genau, wenn man ehrlich schaut machen alle Ich-bezogenen Gedanken und Gefühle "puff"- (gefällt mir)
Auch Erwartungen "ich habe gelesen erwachen hat so und so zu sein", sie lösen sich auf.
Denken passiert, fühlen passiert, der Körper Lars lehnt sich zurück und genießt das Schauspiel.
Ich erkenne nun, dass der Stolperstein für mich tatsächlich diese Identifizierung mit Wahrnehmung war. Als gehörte diese mir - wie eine letzte Bastion auf dem Rückzug. Doch "dahinter" - nichts.
Nun herzlich Willkommen im freien Fall.

Wenn dieser letzte Anker nun nicht mehr da ist, erscheint dann Angst?

In Liebe
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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Wed May 09, 2012 2:15 am

Hallo Renate,
Wenn dieser letzte Anker nun nicht mehr da ist, erscheint dann Angst?I
Nein. Weder ist da Angst noch Euphorie. Einfach nur - dies.

In Liebe
Lars

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Re: Nach Hause kommen

Postby Lars » Wed May 09, 2012 2:43 am

...und es fühlt sich so verdammt normal an... ;)

Das ist wirklich und wahrhaftig die göttliche Komödie. Selbst nach dem die eigentliche Suche aufgehört hatte und dies sogar ganz klar war, war da dieses "Jucken" an einer Stelle, die ich scheinbar nicht erreichen konnte.

Dieses Jucken war einfach nur diese extrem klebrige Vorstellung, da müsste jetzt noch irgendetwas kommen. Etwas müsste noch passieren.

Herrlich!
In Liebe

Lars


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