Hin und her

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Iris
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Hin und her

Postby Iris » Fri Jan 27, 2012 12:25 am

Hallo...

Ich habe mich viele Jahre mit Advaita / Nonduality befasst, weil es mich sehr angezogen hat. Irgendwie blieb die Erleuchtung oder self realisation, von der dort die Rede ist, immer wie eine Karotte, die ständig vor der Nase baumelt, aber nie gefressen werden kann. In letzter Zeit hat sich aber etwas verändert. Es gibt Zeiten, da scheint mein “Ich” wie weg zu sein, Gehen passiert, Bewegungen passieren, auch Denken geschieht, aber es wird nicht an ein “Ich” angehängt. Da ist Weite oder Nichts, wo sonst das Gefühl eines persönlichen Ichs ist. Nichts kann sich festsetzen. Da ist auch niemand, der etwas zurückweisen könnte. Das gefällt mir. Diese Erfahrung ist aber nicht beständig. Sie kommt und geht. In der Zeit, wo sie da ist, ist ganz klar, dass es kein “Ich” gibt und somit auch niemand da ist, der solche Erfahrungen herbeiführen kann. Ist diese Erfahrung aber vorüber, ist wieder der Eindruck eines “Ichs” da, das sich um alles bemüht und das gerne wieder in die ichlose Erfahrung zurückkehren möchte. Ich bin verblüfft über dieses Hin und Her. Während das “Ich” da ist, wirkt die Erfahrung der Ichlosigkeit wie eine Theorie. Umgekehrt aber auch. In beiden Erfahrungen wirkt die andere Erfahrung unreal. Könnt Ihr mir da helfen? “Ich” möchte gerne in der “ichlosen” Erfahrung bleiben. Dass das ein Widerspruch in sich ist, sehe ich natürlich. Fühle mich aber hiflos in dieser Situation.

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Ingen
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Re: Hin und her

Postby Ingen » Fri Jan 27, 2012 8:05 am

Hallo Iris,

willkommen bei LU! Danke für deine Erläuterung. Hört sich an, als ob du nur noch einen kleinen Schubs brauchst :)
“Ich” möchte gerne in der “ichlosen” Erfahrung bleiben. Dass das ein Widerspruch in sich ist, sehe ich natürlich. Fühle mich aber hiflos in dieser Situation.
Erkläre doch mal, wie es ist, nicht in der "ichlosen Erfahrung" zu sein.

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Iris
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Re: Hin und her

Postby Iris » Fri Jan 27, 2012 3:05 pm

Gerne – danke für Deine Antwort und Fragen, Ingen. Ich bin froh, wenn Du mir hilfst, genauer hinzusehen.

In der nicht „ichlosen Erfahrung“ ist es so, dass viele Gedanken darum kreisen, was ich machen oder nicht machen sollte. Es ist wie ein beständiges Suchen des eigenen Weges, dreht sich also auch viel um die Zukunft. Ich weiss, dass diese nur in den Gedanken vorhanden ist, beschäftige mich dann aber trotzdem immer wieder sorgenvoll oder hoffnungsvoll damit. Das Lebensgefühl ist ungleich enger als in den „ichlosen“ Momenten. Im Vergleich dazu fühle ich mich unfrei und beschwert. Irgendwie werden die Gedanken und Erfahrungen in der ichbehafteten Erfahrung viel mehr festgehalten bzw. scheinen sie sich quasi anzudocken. Alles läuft viel zäher. „Ich“ muss mein Leben meistern und das gelingt mir nicht immer nach meinen Vorstellungen und Wünschen. In der „ichlosen“ Erfahrung kommt so eine Idee der persönliche „Meisterschaft“ über das Leben gar nicht auf; alles geschieht einfach. In der ichbezogenen Erfahrung besteht der Eindruck, dass es von mir abhängt, dass gewisse Sachen geschehen. Und dann komme ich mit mir in den Clinch, weil ich manches doch nicht geschehen mache. Hhmm.

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Fri Jan 27, 2012 3:30 pm

„Ich“ muss mein Leben meistern und das gelingt mir nicht immer nach meinen Vorstellungen und Wünschen.
Wie machst du das denn? Dein Leben meistern? Erzähl mal genauer! Beispiele?

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Re: Hin und her

Postby Iris » Fri Jan 27, 2012 10:39 pm

Eben meistere ich es nicht :-)

Ich bin froh um Deine Frage, die mich tiefer schürfen lässt. Das Leben meistern oder nicht meistern ist eine Geschichte, die ich mir erzähle, von der ich aber normalerweise sehr überzeugt bin. Ich nenne es „mein Leben meistern“, wenn ich zum Beispiel einen Arbeitsauftrag erledige. Wenn ich die Arbeit aufschiebe und nicht erledige, nenne ich es „mein Leben nicht meistern“ und habe dann meistens eine ziemlich schlechte Meinung von mir und fühle mich nicht wohl. Aber wenn ich das jetzt so betrachte, merke ich, dass ich nicht sagen kann, dass ich es in Kontrolle hätte, ob ich meistere oder nicht meistere.
Trotzdem taucht immer wieder dieses unbehagliche Gefühl oder dieser Glaube auf, dass ich mein Leben meistern können sollte. Und vor allem sollte ich mein Leben doch so führen können, dass ich glücklich bin. Und das ist in letzter Zeit oft nicht der Fall. Ich meistere mein Leben also nicht...
Ich merke beim Schreiben, wie ich mich immer mehr wieder in Gedanken verwickle. Wenn ich feststelle, dass ich nicht sagen kann, dass ich es in Kontrolle habe, ob ich meistere oder nicht meistere, kommt da eine Weite und und etwas, das sich wohl anfühlt. Sobald ich dann im nächsten Paragraph weiterdenke, bin ich wieder im Engen drin und am Suchen und alles ist wieder schwieirg. Also, ich kann nicht mal meistern, dass ich beim Weiten bleibe. Da bin ich wieder beim Hin und Her, das sich aber meiner Kontrolle entzieht.

Was sagst Du da so einer Meisterschülerin ;-)) ?

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Fri Jan 27, 2012 11:25 pm

Wenn ich die Arbeit aufschiebe und nicht erledige, nenne ich es „mein Leben nicht meistern“ und habe dann meistens eine ziemlich schlechte Meinung von mir und fühle mich nicht wohl. Aber wenn ich das jetzt so betrachte, merke ich, dass ich nicht sagen kann, dass ich es in Kontrolle hätte, ob ich meistere oder nicht meistere.
Ob du die Arbeit aufschiebst oder nicht, ist abhängig von tausend Faktoren. Genetische Veranlagung, Konditionierung, Wetter, körperliches Befinden, Hormonspiegel, Ablenkung usw.

Wie du selbst sagst, hast du das nicht unter Kontrolle. Wenn du genauer hinschaust, gibt es nicht mal ein Ich, das irgendetwas unter Kontrolle haben könnte. Es gibt nur die obengenannten tausend Faktoren. Untersuche das mal.

Was hättest du besser machen können und hast es nicht gemacht, und warum?

Die Arbeit wird gemacht, so gut es geht im Rahmen des Gegebenen. Besser kann sie nicht gemacht werden.
Trotzdem taucht immer wieder dieses unbehagliche Gefühl oder dieser Glaube auf, dass ich mein Leben meistern können sollte. Und vor allem sollte ich mein Leben doch so führen können, dass ich glücklich bin. Und das ist in letzter Zeit oft nicht der Fall. Ich meistere mein Leben also nicht...
Willst du nicht mal selbst analysieren, wie dieses unbehagliche Gefühl zustande kommt, unter Berücksichtigung der Tausend Faktoren?

Und versuche nicht, einen bestimmten Zustand der Weite oder so zu erreichen. Guck an, was da ist.

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Re: Hin und her

Postby Iris » Sat Jan 28, 2012 12:27 pm

Wie kommt dieses ungehagliche Gefühl zustande unter Berücksichtigung der tausend Faktoren?

So betrachtet kann ich sagen, dass das unbehagliche Gefühl aufgrund von Konditionierungen, Hormonspiegel etc. zustande kommt. Auf gewisse äussere Faktoren reagiere ich anders, als es eine andere Person tun würde, bei der andere Voraussetzungen herrschen. Und ich selber reagiere auf dasselbe auch nicht immer gleich – manchmal nehme ich etwas schwer und manchmal ist es überhaupt kein Problem oder belustigt mich sogar. Da ist keine Kontrolle über meine Reaktion.
Der Wunsch nach Kontrolle ist als Reaktion oder Erscheinung aber auch da. Der Wunsch, dass es besser und anders laufen möge in meinem Leben. Das ist schmerzhaft. Um dem zu entfliehen, suche ich die / das Weite.
Du sagst, dass ich nicht einen bestimmten Zustand der Weite oder so zu erreichen versuchen soll, sondern sagst „Guck mal, was da ist.“
Wenn ich damit also das Suchen und Streben sein lasse und jetzt einfach nur gucke, ist in diesem Moment einfach eine solide Ruhe da. Es ist ganz offensichtlich das Streben selbst, das schmerzhaft ist.

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Sat Jan 28, 2012 2:38 pm

Du sagst, dass ich nicht einen bestimmten Zustand der Weite oder so zu erreichen versuchen soll, sondern sagst „Guck mal, was da ist.“
Wenn ich damit also das Suchen und Streben sein lasse und jetzt einfach nur gucke, ist in diesem Moment einfach eine solide Ruhe da. Es ist ganz offensichtlich das Streben selbst, das schmerzhaft ist.
Interessant, nicht wahr?

Hier gab es noch eine Frage, die du nicht beantwortet hast:

Die Arbeit wird gemacht, so gut es geht im Rahmen des Gegebenen. Besser kann sie nicht gemacht werden. Oder hättest du jemals etwas besser machen/entscheiden können als du es tatsächlich getan hast?

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Re: Hin und her

Postby Iris » Sat Jan 28, 2012 5:05 pm

Hier gab es noch eine Frage, die du nicht beantwortet hast:

Die Arbeit wird gemacht, so gut es geht im Rahmen des Gegebenen. Besser kann sie nicht gemacht werden. Oder hättest du jemals etwas besser machen/entscheiden können als du es tatsächlich getan hast?
Hier gab es noch eine Frage, die du nicht beantwortet hast:

Ich weiss nicht. Diese Überlegung bewegt sich im Rahmen des Nicht-Realen. Es ist also so betrachtet eine Frage zwischen real und unreal. Real ist, was geschieht oder geschehen ist. Das Gefühl oder der Wunsch, dass ich etwas hätte besser machen können oder sollen, ist ein Gedanke, der jeweils im Jetzt auftaucht.
Hätte ich also tatsächlich etwas besser machen können? Ich glaube, um diese Frage noch weiter beantworten zu können, muss ich sie mir auch in Bezug auf die Gegenwart stellen. Kann ich genau jetzt im Moment etwas besser machen, als ich es tue? Ich muss schmunzeln. Grade habe ich nämlich zu meiner Teetasse gegriffen und einen Schluck getrunken. Das lief ganz unwillkürlich und perfekt ab. Auch das Tippen läuft tipp-top ab ;-) Wenn ich einen Tippfehler bemerke, korrigiere ich ihn. Wenn ich ihn nicht bemerke, wird er eben nicht korrigiert. Und jetzt habe ich schon wieder einen Schluck Tee genommen. Eigentlich habe ich gar nicht gemerkt, wie das passiert ist. Absolut im Moment gibt es kein Hadern damit, wie ich etwas mache. Eben habe ich einen Schluck Tee zu rasch hinuntergeschluckt und er war zu heiss. In dem Moment war das einfach eine Wahrnehmung. Daran könnten sich jetzt negative Urteile über mich oder das Leben allgemein anhängen (je nach meiner Verfassung!), aber das ist diesmal nicht geschehen. Wie passiert es, dass manche Sachen für mich okay sind und ich mich bei anderen Sachen fertigmache bzw. denke, ich hätte es besser machen sollen? Wie rutsche ich aus dem Moment raus? Rutsche ich überhaupt raus? Ist alles wieder ein Gedanke.... (Muss jetzt leider weg, darum lasse ich das jetzt so in der Luft hängen - kann dem im Moment aber auch sonst nichts hinzufügen und hoffe auf Deine weitere Hilfe.)

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Sat Jan 28, 2012 6:10 pm

(Muss jetzt leider weg, darum lasse ich das jetzt so in der Luft hängen - kann dem im Moment aber auch sonst nichts hinzufügen und hoffe auf Deine weitere Hilfe.)
Liebe Iris, Hilfe ist unterwegs.

du sollst einfach meine Fragen beantworten. Vergiß mal alle anderen Ratschläge.

Die letzte Frage war (bezogen auf das Problem mit der aufgeschobenen Arbeit):
Die Arbeit wird gemacht, so gut es geht im Rahmen des Gegebenen. Besser kann sie nicht gemacht werden.

Hättest du jemals etwas besser machen/entscheiden können als du es tatsächlich getan hast?
Das beantwortest du nicht, sondern du denkst darüber nach, wie du es fertigbringen könntest, "im Moment zu bleiben", damit du dich nicht selbst "fertigmachst".

Du sollst alles so lassen, wie es jetzt ist, nur beobachten. Wie ging das vor sich, als du letztesmal eine Arbeit aufgeschoben hast, oder unzufrieden mit deinem Arbeitseinsatz warst?

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Re: Hin und her

Postby Iris » Sun Jan 29, 2012 1:42 am

Liebe Ingen, danke für Deine Zusicherung, dass Hilfe unterwegs ist. Schön!

Bitte entschuldige, dass ich Deine Frage nicht genau genug beantwortet habe. Am besten nehme ich ein ganz einfaches Beispiel für eine aufgeschobene Arbeit, das sich Woche für Woche wiederholt. Ich gebe privat Englischunterricht und könnte diese Stunden eigentlich ganz bequem schon lange im voraus vorbereiten und gut planen. Ich fände das toll so. Tatsache ist aber, dass das noch nie so passiert ist. Erst ein oder zwei Stunden vor der Lektion mache ich mich an die Vorbereitung und komme dann zeitlich manchmal recht in Druck. Manchmal bin ich dann auch ärgerlich über mich, weil ich denke, dass ich die Stunden besser hätte vorbereiten können, wenn ich mich früher daran gemacht hätte. Einerseits wird die Vorbereitungszeit für mich so zum Stress und andererseits möchte ich meinen SchülerInnen durchdachteren Unterricht bieten, als dies auf diese Weise möglich ist.
Was hättest du besser machen können und hast es nicht gemacht, und warum?
Im Idealfall würde ich jeweils gleich nach der Stunde die nächste Stunde vorbereiten. Warum ich es noch nie so gemacht habe? Nach der Stunde geniesse ich das gute Gefühl nach dem Unterricht, geniesse die Freizeit oder habe anderes zu tun. Und nachher denke ich eine Weile gar nicht mehr an den nächsten bevorstehenden Unterricht. Wenn ich am Vorabend der nächsten Unterrichtsstunde daran denke, gibt es immer irgendeinen Grund, warum ich die Stunde nicht jetzt gleich vorbereite – ich bin zu müde, habe keine Lust dazu, mache lieber etwas anderes oder denke, dass es reicht, wenn ich sie am nächsten Tag vorbereite.
Die Arbeit wird gemacht, so gut es geht im Rahmen des Gegebenen. Besser kann sie nicht gemacht werden. Oder hättest du jemals etwas besser machen/entscheiden können als du es tatsächlich getan hast?
Jede Entscheidung wirkte im gegebenen Moment überzeugend. Oder ist einfach die Entscheidung, die getroffen wurde, selbst wenn sie sich noch nicht mal gut anfühlte.
Hätte ich wirklich etwas anders machen können, als ich es tatsächlich tat? Ich kann nur wiederholen, was ich in meinem vorherigen Beitrag gesagt habe: Für mich bewegen sich Überlegungen darüber im Unrealen, rein in Gedanken. Die Vergangenheit ist vorbei - also ist das die Entscheidung, die damals getroffen wurde und damit fertig. Wolltest Du darauf hinweisen?

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Sun Jan 29, 2012 10:01 am

Ich könnte diese Stunden eigentlich ganz bequem schon lange im voraus vorbereiten und gut planen.

Ich fände das toll so.
"Ich" ist tatsächlich nichts als eine Romanfigur. "Ich" hat Entscheidungsfreiheit, Verantwortung, kann sich schuldig machen, sollte das Richtige machen. Und vor allem, ist nie gut genug.

Und so sieht die Wirklichkeit aus:
Tatsache ist aber, dass das noch nie so passiert ist. Jede Entscheidung wirkte im gegebenen Moment überzeugend. Oder ist einfach die Entscheidung, die getroffen wurde, selbst wenn sie sich noch nicht mal gut anfühlte.
Das Leben sind die tausend Faktoren, die zusammenspielen. In jedem einzelnen Moment passiert das, was im Rahmen des Vorhandenen passieren kann. Wie ein Wasser-Rinnsal, dass sich seinen Weg durchs Gelände bahnt. Je nach Bodenneigung fließt es schneller oder langsamer. Vorbei an Steinen, durch Sand und was alles so da ist.
Und es gibt kein Selbst, das "ein Leben hat" (oder gar "meistern kann"). Aber es gibt eine Menge Geschichten darüber.

Jetzt müssen wir nur noch rausfinden, ob die Romanfigur Iris tatsächlich existiert, oder ob du diese Geschichte fraglos von deinen Eltern und der Umwelt übernommen hast.

Gibt es in deinem direkten Erleben ein Selbst? Kannst du eine Grenze finden zwischen dir und der Welt?

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Re: Hin und her

Postby Iris » Sun Jan 29, 2012 3:12 pm

Liebe Ingen, das Beispiel mit dem Wasser-Rinnsal ist für mir unmittelbar zugänglich, danke!
Gibt es in deinem direkten Erleben ein Selbst?
In meinem direkten Erleben gibt es ein Selbst nur als Gedanken. Das wird sichtbar, sobald ich nicht darüber nachdenke, sondern direkt schaue, was für mich im Moment die Wahrheit ist.
Kannst du eine Grenze finden zwischen dir und der Welt?
Jetzt, wo ich so nachschaue, muss ich sagen, dass ich keine solche Grenze finde. Das verblüfft mich ziemlich.

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Re: Hin und her

Postby Ingen » Sun Jan 29, 2012 4:44 pm

In meinem direkten Erleben gibt es ein Selbst nur als Gedanken. Das wird sichtbar, sobald ich nicht darüber nachdenke, sondern direkt schaue, was für mich im Moment die Wahrheit ist.
Würdest du das mal beschreiben?

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Re: Hin und her

Postby Iris » Sun Jan 29, 2012 6:01 pm

Ich habe gesehen, dass es eine Gewohnheit ist, an ein Selbst zu glauben. Wenn ich diesen gewohnten Gedanken ausser Acht lasse und selber für mich hinschaue, ist da kein Selbst. Spannend!
Danke für Deine "strengen" Fragen, die hier Wirkung zeigen!!!


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