Bereit zu schauen

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Mon Apr 26, 2021 7:44 pm

Danke, Mauritius, für all das hier.
Sehr gerne, ist mir eine Freude :-).

Ichs wird tatsächlich auf subtile Weise weniger, wenn auch die Wahrnehmung ein Ich zu sein, immer noch passiert
Wenn das wieder auftaucht, und du denkst dran, dann schau genau nach:
Ist es wirklich eine Wahrnehmung? Wird da wirklich ein Ich wahrgenommen?
Oder wird es nur gedacht?


Und dass sich die beteiligten Menschen als einzelne getrennte Ichs dabei erleben, tut nichts zur Sache?
Lass mich den Satz etwas ändern:
Und dass sich die beteiligten Menschen als einzelne getrennte Ichs dabei erDENKEN...

Gestern habe ich mannigfaltig erlebt, wie fortlaufend Geschichten aufkommen, Gefühle erzeugen, auf die Stimmung einwirken und wieder vergehen. Auf und ab. Freude, Bedrücktsein, Traurigkeit, Liebe, Begeisterung, Sorge, Angst, Ratslosigkeit, Dankbarkeit, Faszination, Glück und wieder von vorne.
Ich war sehr fasziniert, immer wieder davon Abstand nehmen zu dürfen. Erleichtert. "Ich" muss das nicht alles auflösen, lösen, tun, in Ordnung bringen, und, und, und.
Sehr schön :-)

Schau wenn möglich, die obigen Fragen nochmal genau an....wie geht es Dir mit der Erfahrung des Körpers?
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MartaFeb
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Tue Apr 27, 2021 10:00 pm

Wenn das wieder auftaucht, und du denkst dran, dann schau genau nach:
Ist es wirklich eine Wahrnehmung? Wird da wirklich ein Ich wahrgenommen?
Oder wird es nur gedacht?

Hier musste ich etwas länger hinschauen. Also, es scheint einfach zu passieren, dass ich denke, ich hätte all diese Dinge zu tun, dieses oder jenes Problem, diese oder jene Lösung. Es ist einfach so gewohnt, dies zu denken, dass es alles meins ist.
Marta denkt sich als Marta und das anstrengende Programm läuft.

Lass mich den Satz etwas ändern:
Und dass sich die beteiligten Menschen als einzelne getrennte Ichs dabei erDENKEN...

Okay.

Schau wenn möglich, die obigen Fragen nochmal genau an....wie geht es Dir mit der Erfahrung des Körpers?

Der Körper ist oft einfach "weg" im Erleben. Ich schließe die Augen und weg ist er. Wenn ich nicht darüber nachdenke, ist er auch oft weg.
Ansonsten macht der Körper einfach, was er macht. Impulse kommen auf und er agiert oder reagiert. Gähnt, reibt sich die Augen, tippt, korrigiert Buchstaben, gähnt, kratzt sich, pausiert das Tippen, fährt fort. Nimmt die Hände von der Tastatur manchmal und manchmal ruhen die Finger auf den Tasten.

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Thu Apr 29, 2021 7:49 pm

HI,

Hat etwas gedauert, mein Zeitplan ist grad etwas voll...:-)
Es ist einfach so gewohnt, dies zu denken, dass es alles meins ist
Lebenslange Gewohnheit...

Der Körper ist oft einfach "weg" im Erleben.
Ja, kann so erscheinen, doch auch, wenn er nicht weg ist, kannst du gut untersuchen, ob er wahrnimmt, oder wahrgenommen wird, wessen Körper, etc...

Es gibt da eine Übung dazu, sie ist etwas umfangreicher....lohnt sich, sie genau zu machen ;-):

Stell dich dazu vor einen größeren Spiegel.

1. Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.

2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?

3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?

4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?

5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?

6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?

7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?

8. Beginne langsam zu gehen.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Gibt es überhaupt eine Erfahrung des "Gehens" ? Oder nur GEDANKEN über "Gehen"?
Kann sowas wie "Körper" gefunden werden oder nur Gedanken über einen "Körper"?
Kann so etwas wie "Gehen" gefunden werden?

9. Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert , (wie durch den Raum gehen), ODER gibt es nur ein Bild, das mit "Raum" gelabelt ist und aufsteigende Empfindungen ohne eine "Örtlichkeit"?


Lass Dir die Zeit, die du dafür brauchst und erzähle über deine Beobachtungen ...:-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Thu Apr 29, 2021 8:26 pm

Hat etwas gedauert, mein Zeitplan ist grad etwas voll...:-)

Überhaupt kein Problem. Meiner auch.
Das hier entfaltet sich trotzdem, auch wenn einen Tag nicht geschrieben wird.


Die getroffene Entscheidung wird umgesetzt und es löst heftige Reaktionen aus, aber es ist total okay. Es ist sehr, sehr spannend, wie sich alles dadurch verschiebt, auch im Umfeld.


An meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt verfängt Marta sich in heftige Identifikationen und gedankliche Geschichten. Aber ich trete immer wieder zurück und beobachte mit Neugier, was geschieht.


Ist es eigentlich möglich, dass das Ego sich entspannt? Vertrauen entwickelt? Manchmal liege ich nachts im Bett und es wird offen und bereit. Es kommt wenig Angst auf.


Für die nächste Übung nehme ich mir Zeit und werde berichten.

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Sat May 01, 2021 8:25 pm

Das hier entfaltet sich trotzdem, auch wenn einen Tag nicht geschrieben wird.
Schön :-)

Für die nächste Übung nehme ich mir Zeit und werde berichten.
Ich freue mich darauf, von Dir zu hören...:-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Sat May 01, 2021 10:48 pm


1. Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.

Das hatten wir schon, das geht mittlerweile ganz einfach. Da sind einfach nur Empfindungen.
Das Körperbild ist weg, wird nur gedanklich vorgestellt darüber gelegt bei Bedarf. Ich hatte keinen Bedarf.

2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?

Also, das war zuerst überraschend und dann komisch. Das Spiegelbild ist einfach nur ein Bild und hat nichts mit den Empfindungen zu tun.
Naja, eigentlich logisch, ist ja auch nur eine Reflektion und kein Körper. Aber das ist jetzt wahrscheinlich auch nur ein draufgesattelte Erklärung.
Also, das Bild war einfach nichts und es gab keinerlei Verbindung. Genau genommen platt wie eine Pappfigur. Noch nicht mal das. Das Bild war definitiv nicht “Ich“.

3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?

Null.

4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?

Sehr interessant. Keine Verbindung. Da wackelt etwas auf und ab, “Ich“ bin das nicht. Die Empfindungen sind die gleichen, die wackelnde Hand ist nicht damit in Verbindung.

5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?

Es sagt nichts aus. Es ist einfach ein Bild. Nicht ich. Farben und Formen, die als Körper bezeichnet werden.


7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?

Nein, nichts. Nur Empfindungen.

8. Beginne langsam zu gehen.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Gibt es überhaupt eine Erfahrung des "Gehens" ? Oder nur GEDANKEN über "Gehen"?
Kann sowas wie "Körper" gefunden werden oder nur Gedanken über einen "Körper"?
Kann so etwas wie "Gehen" gefunden werden?

Da ist Druck unter den Füßen und das Verlagern von Gewicht, das üblicherweise mit “Gehen“ assoziert wird. Da ist kein Körper, nur Vorstellungen von Körper.


9. Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert , (wie durch den Raum gehen), ODER gibt es nur ein Bild, das mit "Raum" gelabelt ist und aufsteigende Empfindungen ohne eine "Örtlichkeit"?

Ich weiß nicht. Hier ist die Vorstellung von Raum noch sehr stark.

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Sun May 02, 2021 4:52 pm

Ist es eigentlich möglich, dass das Ego sich entspannt? Vertrauen entwickelt? Manchmal liege ich nachts im Bett und es wird offen und bereit. Es kommt wenig Angst auf.
Was ist das Ego? Ist es nicht nur eine Vorstellung....ein im Spirituellen vielbenützter Begriff? Kann ein EGO wahrgenommen werden?

Doch ja, Entspannung kann eine Begleiterscheinung der fortschreitenden Erkenntnis sein :-)...schön!

Ich weiß nicht. Hier ist die Vorstellung von Raum noch sehr stark.
Lass, wenn möglich mal die Vorstellung von RAUM los....kannst du wirklich, ohne geschwind darüber NACHzudenken, die Empfindung in einem Raum lokalisieren?
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Mon May 03, 2021 9:14 pm

Ego ist auch ein Konstrukt. Ich meine damit, diese Konstruktion, sich für ein begrenztes Wesen mit einer Ich-Empfindung zu halten. Es Ego zu nennen, ist vermutlich spirituelle Terminologie. Es kann schon wahrgenommen werden, dass es da “Ich“ denkt und in der Folge in Geschichten von Schlamassel, Problemen und Bedrohung und damit verbundenen Gefühlen gerät.

Und heute war schon auch wieder Angst da.

Ich bin heute über einen Parkplatz gegangen und habe dem Gehen nachgespürt und dem Raum. Empfindungen an den Füßen und das Sehen von Grau mit Bewegung. Parkplatz, Raum, Gehen, Bewegung sind Bezeichnungen. Da war sehen und spüren.

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Tue May 04, 2021 8:04 pm

Es kann schon wahrgenommen werden, dass es da “Ich“ denkt und in der Folge in Geschichten von Schlamassel, Problemen und Bedrohung und damit verbundenen Gefühlen gerät.
Es wird wahrgenommen, dass da "Ich" gedacht wird....gut! :-)

Ich bin heute über einen Parkplatz gegangen und habe dem Gehen nachgespürt und dem Raum. Empfindungen an den Füßen und das Sehen von Grau mit Bewegung. Parkplatz, Raum, Gehen, Bewegung sind Bezeichnungen. Da war sehen und spüren.
ja, super....das in den Alltag einbauen ist sehr gut....mach das immer wieder, wenn du dran denkt...geh spielerisch damit um :-)

Und heute war schon auch wieder Angst da.
Wenn du merkst, dass die Angst kommt.....schau genau hin: Gibt es körperliche Empfindungen? Wie z.B Enge im Hals, oder Druck in der Brust, etc...
Tauchen Gedanken dazu auf? Was sagen diese? Wie setz sich das zusammen, was Du Angst nennst?
Ist da z.B. ein gedanklicher Hintergrund, dass "Du" dich auflösen könntest? Dich verlieren, oder die Kontrolle verlieren?
Bleib bei dem der körperlichen Empfindung, achte auf deine Atmung.....tief und ruhig atmen...lass Dich soweit darauf ein, wie es für dich leicht erträglich ist....
Wie setzt sich das zusammen, was Du Angst nennst?
Haben die Gedanken eine tatsächliche Verbindung mit der körperlichen Empfindung?

Ist da jemand die Angst hat?
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Thu May 06, 2021 9:42 pm

Konnte in den letzten beiden Tagen nicht schreiben. Ich habe die Pflege eines nahen Angehörigen übernommen und das ist jetzt alles neu und muss sich noch einspielen.

Ich bin aber weiterhin hier in diesem Thema und spüre und schaue nach, lasse die Fragen und Aufgaben immer wieder mal aufkommen.

Wenn du merkst, dass die Angst kommt.....schau genau hin: Gibt es körperliche Empfindungen? Wie z.B Enge im Hals, oder Druck in der Brust, etc...
Tauchen Gedanken dazu auf? Was sagen diese? Wie setz sich das zusammen, was Du Angst nennst?
Ist da z.B. ein gedanklicher Hintergrund, dass "Du" dich auflösen könntest? Dich verlieren, oder die Kontrolle verlieren?
Bleib bei dem der körperlichen Empfindung, achte auf deine Atmung.....tief und ruhig atmen...lass Dich soweit darauf ein, wie es für dich leicht erträglich ist....
Wie setzt sich das zusammen, was Du Angst nennst?
Haben die Gedanken eine tatsächliche Verbindung mit der körperlichen Empfindung?

Ist da jemand die Angst hat?

Die Angst kommt öfters mal nachts jetzt auf. Ich schrecke auf mit einem Gedanken die Kontrolle zu verlieren, den Halt oder die gewohnte Sicht der Dinge zu verlieren und zwar unumkehrbar. Da ist einerseits Vertrauen und Neugier, aber dann auch die Befürchtung, es könnte auch die Büchse der Pandora sein. Jetzt gerade muss ich lachen, kommt mir vor wie ein Kind.
Das Herz klopft dann heftig und augenblicklichen setzt ein Mechanismus ein, sich dagegen anzustemmen, sich herauszustrampeln. Es bleibt von alleine zunächst nicht in der Angst.

Aber allzu große Sorge geschieht auch nicht. Es beeinträchtigt nicht stark.

Ich habe schon den Eindruck, dass die Gedanken und die Körperempfindungen Hand in Hand gehen. Oder aber es ist Aufregung im Körper und angstvolle Gedanken satteln oben auf. Vielleicht gelingt es, beim nächsten Auftreten noch einmal hinzuschauen.

Ich habe Angst, dass die Wahrnehmung der Welt nicht mehr die selbe ist, wenn gesehen wird, dass es kein getrenntes Selbst gibt. Dass alles anders, ungewohnt aussieht und dass ich damit nicht fertig werde, es aber kein zurück gibt.
Gerade kommt der Gedanke, dass dies nur eine vorgestellte Geschichte sein könnte, mit der Marta sich selbst Angst einjagt.

Und ich habe Angst, meine Kinder zu verlieren, wenn da keine Marta mehr ist, die getrennte Kinder haben kann, die sie geboren hat.

Ist da jemand, die Angst hat? Hmmm...gute Frage. Ich lasse das mal wirken.


Ein weiterer Strang aktuell. Martas Entscheidungen haben beruflich für viel Ärger gesorgt und es gab deutliche “persönliche“ Kritik und in Folge überwältigende Gedanken voller Scham. Das verarbeitet sich gerade und war vom Erleben schon heftig. Zwischendurch kam dann plötzlich immer wieder die Frage auf “Wem geschieht das gerade?“ So als wäre es nur eine Geschichte und da wäre niemand. Jedenfalls wurde es mit dieser Frage kurzzeitig friedlich.
Ich habe aber die Befürchtung, hier handelt es sich vielleicht um “spiritual bypassing“, also der Versuch, belastende Themen wegzustecken.

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Fri May 07, 2021 1:25 pm

Die Angst kommt öfters mal nachts jetzt auf. Ich schrecke auf mit einem Gedanken die Kontrolle zu verlieren, den Halt oder die gewohnte Sicht der Dinge zu verlieren und zwar unumkehrbar. Da ist einerseits Vertrauen und Neugier, aber dann auch die Befürchtung, es könnte auch die Büchse der Pandora sein.
Diese Ängste sind nichts ungewöhnliches. Sie treten bei den meisten Menschen auf dem spirituellen Weg (oder eben einer Untersuchung wie hier) mal auf.
Vertrauen und Neugier sind das wichtigste, darum schauen wir uns diese Ängste näher an :-)

Ich habe Angst, dass die Wahrnehmung der Welt nicht mehr die selbe ist, wenn gesehen wird, dass es kein getrenntes Selbst gibt. Dass alles anders, ungewohnt aussieht und dass ich damit nicht fertig werde, es aber kein zurück gibt.
Du hast es in verschiedenen Schritten bei den Übungen doch schon sehen können....wie sollte Sehen nach dem Tor anders sein als vor dem Tor? Oder Hören? Oder, oder, oder....?

Kein Zurück? Wohin zurück, glaubst Du, dass du gehen könntest? War da jemals etwas, das du verlassen könntest? Oder "in das" Du zurückkehren könntest?

Gerade kommt der Gedanke, dass dies nur eine vorgestellte Geschichte sein könnte, mit der Marta sich selbst Angst einjagt.
Ja, ein Gedanke jagt den nächsten...schau mal genau hin: Gibt es irgendein Anzeichen dafür, dass irgendeine von deinen Befürchtungen eintreten könnte? ist da irgendetwas wahrzunehmen, das darauf schließen lässt? UND: Sind diese Schlüsse denn real? Oder auch nur weiterer Mindfuck?

Und ich habe Angst, meine Kinder zu verlieren, wenn da keine Marta mehr ist, die getrennte Kinder haben kann, die sie geboren hat.
Weißt du, aus einer bestimmten Sicht, hat es die Marta so gar nie gegeben....hihi. Also nix zu verlieren ;-)
Doch deine Kinder bleiben deine Kinder, was sollte sich da plötzlich ändern?

Zwischendurch kam dann plötzlich immer wieder die Frage auf “Wem geschieht das gerade?“ So als wäre es nur eine Geschichte und da wäre niemand. Jedenfalls wurde es mit dieser Frage kurzzeitig friedlich.
Ich habe aber die Befürchtung, hier handelt es sich vielleicht um “spiritual bypassing“, also der Versuch, belastende Themen wegzustecken.
Wie hast du friedlich wahrgenommen? War das mehr als nur Gedanken?
Und wie hast du Befürchtung wahrgenommen? Waren das nicht einfach NUR irgendwelche Gedanken? Was davon FÜHLTE sich REALER an? Das Friedliche? Oder die Befürchtung?
Was war natürlicher: Das Friedliche? Oder die Befürchtung?

Ist da jemand, die Angst hat? Hmmm...gute Frage. Ich lasse das mal wirken.
Schau da ganz genau hin....falls Du das aus der Erinnerung kannst, schau ganz genau: Ist da mehr als nur körperliche Empfindungen und Gedanken die (vielleicht ne gruselige) Geschichte dazu erzählen?
Kann da wirklich noch eine Marta wahrgenommen werden?

Und last but not least: Welche Erwartungen hast Du denn in Bezug auf das Tor durchschreiten? (Erwartungen können, wie Du gerade gemerkt hast, auch negativ sein, man nennt sie dann halt Befürchtungen ;-)).
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Sun May 09, 2021 5:45 pm

HI MArta, eine wichtinge Punkt gitb es da noch:
Ich habe Angst, dass die Wahrnehmung der Welt nicht mehr die selbe ist, wenn gesehen wird, dass es kein getrenntes Selbst gibt.
Du hast das in den Übungen schon gesehen.
Was ERWARTEST Du dir?
Was GLAUBST Du, müsset noch anders sein?
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Sun May 09, 2021 8:59 pm

Hi Mauritius,

ich hatte am Smartphone geschrieben und offensichtlich den Haken aus Versehen entfernt, dass ich benachrichtigt werde, wenn eine Antwort gekommen ist.

Ich habe Deine Antwort erst gestern Abend spät gelesen, kurz vorm Einschlafen. Selbst wenn "ich" das nicht alles sofort verstanden habe, wurde es offensichtlich dennoch verstanden, jedenfalls schlief ich die ganze Nacht tief und fest ohne einen einzigen Anflug von Angst.

An einer Stelle musste ich an meinen Pflegling denken, der eine bestimmte Angst jeden Tag aufs Neue äußert. Diese Angst ist konkret total absurd und abwegig, lässt sich aber partout nicht beruhigen.
Dachte dann, dass meine eigenen Ängste sicherlich genauso absurd und abwegig sind....

Heute Nachmittag saß ich auf der Terrasse und genoss das Hören, Sehen, Spüren, Riechen und Denken des sonnigen Maitages und mir wurde klar, dass dieses Tor durchschritten wird, wenn die Zeit reif dafür ist. Keinen Moment früher und keinen Moment später und dass es total in Ordnung ist, wann und wie auch immer das sein wird.

Du hast es in verschiedenen Schritten bei den Übungen doch schon sehen können....wie sollte Sehen nach dem Tor anders sein als vor dem Tor? Oder Hören? Oder, oder, oder....?

Keine Ahnung, Mauritius, wie kann ich das von der jetzigen Warte der bestehenden Identifikation wissen? Dir mag das klar sein, mir noch nicht. Zu erkennen, kein getrenntes Selbst zu sein, finde ich schon eine Hausnummer. Aber Du hast recht, einen kleinen Blick erhasche ich bereits hier und dort. Wenn ich die Augen schließe und auf das Hören fokussiere, dann ist da Hören (mit Etikettierungen zuweilen) und das ist ganz wunderbar. Nicht zu unterscheiden, dass da ein Ich ist, das dies und das dort draußen in nah und fern hört, sondern einfach nur Hören,

Kein Zurück? Wohin zurück, glaubst Du, dass du gehen könntest? War da jemals etwas, das du verlassen könntest? Oder "in das" Du zurückkehren könntest?

Naja, Marta zu sein, eine Lebensgeschichte zu haben, mir dies zumindest fest einzubilden und mich daran zu klammern. Der vertraute Käfig. Wenn das einmal anders gesehen wurde, kann es vermutlich doch nicht mehr nicht gesehen werden, oder?

Ja, ein Gedanke jagt den nächsten...schau mal genau hin: Gibt es irgendein Anzeichen dafür, dass irgendeine von deinen Befürchtungen eintreten könnte? ist da irgendetwas wahrzunehmen, das darauf schließen lässt? UND: Sind diese Schlüsse denn real? Oder auch nur weiterer Mindfuck?

Ich könnte jetzt Argumente finden, aber die aufblitzende Antwort ist "Nein". Alles Gedanken bloß.

Weißt du, aus einer bestimmten Sicht, hat es die Marta so gar nie gegeben....hihi. Also nix zu verlieren ;-)
Doch deine Kinder bleiben deine Kinder, was sollte sich da plötzlich ändern?

Diese Kinder sind das Beste was Marta sich je gewünscht hat. Ich muss bei Deinen Worten lachen, dass es Marta so nie gegeben hat. Jetzt bin ich neugierig.

Wie hast du friedlich wahrgenommen? War das mehr als nur Gedanken?
Und wie hast du Befürchtung wahrgenommen? Waren das nicht einfach NUR irgendwelche Gedanken? Was davon FÜHLTE sich REALER an? Das Friedliche? Oder die Befürchtung?
Was war natürlicher: Das Friedliche? Oder die Befürchtung?

Das Friedliche war unmittelbar auf die Frage "Wem geschieht das alles?" Frage gestellt - Stille und Frieden gespürt.
Die Befürchtung war eine üble düstere, klebrige Geschichte.
Diese ist inzwischen auch abgeklungen.

Schau da ganz genau hin....falls Du das aus der Erinnerung kannst, schau ganz genau: Ist da mehr als nur körperliche Empfindungen und Gedanken die (vielleicht ne gruselige) Geschichte dazu erzählen?
Kann da wirklich noch eine Marta wahrgenommen werden?

Herzklopfen und eine gruselige Geschichte, bzw. mehrere davon. Marta? Keine Ahnung. Die vorgestellten Geschichten sind irreal und das Herzklopfen ist nur ein Spüren, Herz und Klopfen wird so benannt. Ich kann die Frage nach Marta einfach nicht beantworten. Wenn ich dem Gedanken folge, finde ich sie nicht.

Und last but not least: Welche Erwartungen hast Du denn in Bezug auf das Tor durchschreiten? (Erwartungen können, wie Du gerade gemerkt hast, auch negativ sein, man nennt sie dann halt Befürchtungen ;-)).

Hier habe ich wirklich laut gelacht. Ich glaube, ich habe in meinem letzten Beitrag alle Befürchtungen erschöpfend aufgelistet. Mehr finde ich derzeit nicht.

Du hast das in den Übungen schon gesehen.
Was ERWARTEST Du dir?
Was GLAUBST Du, müsset noch anders sein?

Die Übungen sind cool und die Einblicke großartig, aber ich denke weiterhin ganz oft, dass es diese Übungen auf der einen Seite gibt und auf der anderen Seite eben diese getrennte Person. Ich erwarte, glaube ich, dass diese Sicht sich generalisiert und nicht nur auf die Übungen beschränkt bleibt.


Soweit. LG

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Tue May 11, 2021 7:12 pm

Hi Marta,
ich hatte am Smartphone geschrieben und offensichtlich den Haken aus Versehen entfernt, dass ich benachrichtigt werde, wenn eine Antwort gekommen ist.
Kein Problem, ich kam die letzten Tage auch nicht zum Antworten :-)

Selbst wenn "ich" das nicht alles sofort verstanden habe, wurde es offensichtlich dennoch verstanden, jedenfalls schlief ich die ganze Nacht tief und fest ohne einen einzigen Anflug von Angst.
Schön....und ein schönes Zeichen dafür, dass "DU" nicht alles VERSTEHEN musst ;-) und trotzdem läufts.

Aber Du hast recht, einen kleinen Blick erhasche ich bereits hier und dort. Wenn ich die Augen schließe und auf das Hören fokussiere, dann ist da Hören (mit Etikettierungen zuweilen) und das ist ganz wunderbar. Nicht zu unterscheiden, dass da ein Ich ist, das dies und das dort draußen in nah und fern hört, sondern einfach nur Hören,
Gut, so frage ich Dich nun: Fehlt da noch irgendwas? (Antworte bitte nicht vorschnell, schau Dir die Frage wirklich an)
Was glaubts Du sollte da noch anders sein?

Ich könnte jetzt Argumente finden, aber die aufblitzende Antwort ist "Nein". Alles Gedanken bloß.
Siehst DU? ;-)
Mit derselben "Einstellung" erzähl mir jetzt, was Marta ist...

Diese Kinder sind das Beste was Marta sich je gewünscht hat. Ich muss bei Deinen Worten lachen, dass es Marta so nie gegeben hat. Jetzt bin ich neugierig.
Du weisst es bereits.

Das Friedliche war unmittelbar auf die Frage "Wem geschieht das alles?" Frage gestellt - Stille und Frieden gespürt.
Die Befürchtung war eine üble düstere, klebrige Geschichte.
Das eine wurde gespürt, das andere ein Geschichte, also gedacht...na, machts da Klick? (Wobei natürlich die Frage offen ist, was hast Du an "Frieden" wirklich gespürt und was war die gedankliche Interpretation, dies sein nun "Friede").

Herzklopfen und eine gruselige Geschichte, bzw. mehrere davon. Marta? Keine Ahnung. Die vorgestellten Geschichten sind irreal und das Herzklopfen ist nur ein Spüren, Herz und Klopfen wird so benannt. Ich kann die Frage nach Marta einfach nicht beantworten. Wenn ich dem Gedanken folge, finde ich sie nicht.
Auch hier die Frage; Was fehlt da noch? Sie wird nicht gefunden. Mehr kannst Du in dieser Untersuchung nicht herausfinden.

Die Antwort ist das Fehlen der Antwort.

Die Übungen sind cool und die Einblicke großartig, aber ich denke weiterhin ganz oft, dass es diese Übungen auf der einen Seite gibt und auf der anderen Seite eben diese getrennte Person. Ich erwarte, glaube ich, dass diese Sicht sich generalisiert und nicht nur auf die Übungen beschränkt bleibt
Diese Sicht ist immerdar. Wie sollte sie weggehen? Kommt sie denn? Oder ist nur plötzlich durch die Übungen deine Wahrnehmung darauf gerichtet....dies ist der einzige Zweck der Übungen (und wenn sie Freude bereiten...umso besser :-)). Es geht um die Ausrichtung "deiner" Wahrnehmung.
Das einzige, was der Erkenntnis im Wege steht ist genau diese Erwartung...sie ist nichts weiteres als ein oder mehrere Gedanken. Solange DU deinen Gedanken mehr Glauben schenkst, als deiner Wahrnehmung, kann sich diese Sicht nicht generalisieren.
Und wenn DU diesen Gedanken keinen Glauben mehr schenkst...nun, dann spielt es keine Rolle mehr, ob da jetzt was generalisiert ist. Du weist es, weil du es gesehen hast, weil du dem geglaubt hast, was du gesehen hast.
Mehr ist dazu nicht nötig :-)


Erzähl mal, wie es Dir mit diesen Worten geht....
LG M.
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Fri May 14, 2021 5:09 pm

Ich habe 3 Tage nicht geschrieben, wollte ein bisschen sacken lassen und dann hat es von der Zeit nicht gepasst. Hier bin ich jetzt wieder.

Ich schlafe wie ein Stein, die Ängste sind verschwunden.

Beim Lesen Deiner Antworten ist mir noch eine Erwartung aufgefallen. Ich erwarte, dass mich die Erkenntnis wie ein Blitz trifft und alles auf einen Schwung klar wird. Das ist absurd und eine weitere Geschichte. Manchmal ist es ja tatsächlich so, dass einem schlagartig etwas klar wird, was immer schon da war und man hat es bloß nicht so gesehen. Manchmal ist das sogar richtig komisch. Manchmal passiert das aber auch nach und nach, das sickert so langsam ein.

Aber Du hast recht, einen kleinen Blick erhasche ich bereits hier und dort. Wenn ich die Augen schließe und auf das Hören fokussiere, dann ist da Hören (mit Etikettierungen zuweilen) und das ist ganz wunderbar. Nicht zu unterscheiden, dass da ein Ich ist, das dies und das dort draußen in nah und fern hört, sondern einfach nur Hören,

Gut, so frage ich Dich nun: Fehlt da noch irgendwas? (Antworte bitte nicht vorschnell, schau Dir die Frage wirklich an)
Was glaubts Du sollte da noch anders sein?

Gute Frage, wie oben schon geschrieben, ich warte auf die große Erkenntnis. Ich musste aber lachen, als ich Deine Frage las.
Fehlt noch was? Es atmet, die Antwort von innen "nein". Die Antwort vom Verstand "Wie jetzt?" Kann es so einfach sein?

Heute früh rief eine Freundin an und erzählte von ihren Nöten und wie sie dagegen vorgehen will. Ich hörte zu, dachte an meine Nöte, die in meiner momentanen Situation auch in großer Zahl immer wieder aufwallen. Ich stellte aber fest, dass ich gar nicht dagegen vorgehen will, weil sie von ganz alleine aufwallen, durch den Geist und den Körper wabern und dann wieder abklingen. Und wenn es etwas Konkretes zu tun gibt, wird Marta das zur gegebenen Zeit schon tun. "Ich" muss gar nicht ran. Es erscheint mir sogar schon absurd, irgendwie dagegen vorgehen zu wollen. Das dagegen Vorgehen ist einfach nur eine weitere Geschichte und ob das zum Ziel führt oder nicht? Wer weiß.

Das Ganze wird beobachtet.

Ich könnte jetzt Argumente finden, aber die aufblitzende Antwort ist "Nein". Alles Gedanken bloß.

Siehst DU? ;-)
Mit derselben "Einstellung" erzähl mir jetzt, was Marta ist...

Witzig: Die Erfahrungen hier bringen eine neue Sicht, die sich gut und leicht anfühlt. Auch richtig anfühlt. Dann kommt der Verstand und argumentiert und ich schenke dem Glauben. Aus Gewohnheit, aus der Masse der Überzeugungen, in Übereinstimmung mit der Masse an Menschen, die diese Überzeugungen teilen. Alles andere kann ja nicht sein. Ich glaube, in dem Zwiespalt bleibt es noch ein bisschen, wie ein Kippbild.

Was Marta ist? Marta ist irgendwer, die herumläuft, Gedanken und Gefühle kommen auf, die wahrgenommen werden können. Sie macht den lieben langen Tag immer irgendetwas. Wenn sie die Augen schließt und sich auf die Wahrnehmung konzentriert, kann sie nicht sagen, was Bein, Hose, Stuhl, Haut etc ist. Da sind Wahrnehmungen und dann macht sie sich gewohnte Vorstellungen dazu.

Das Friedliche war unmittelbar auf die Frage "Wem geschieht das alles?" Frage gestellt - Stille und Frieden gespürt.
Die Befürchtung war eine üble düstere, klebrige Geschichte.

Das eine wurde gespürt, das andere ein Geschichte, also gedacht...na, machts da Klick? (Wobei natürlich die Frage offen ist, was hast Du an "Frieden" wirklich gespürt und was war die gedankliche Interpretation, dies sein nun "Friede").

Da war einfach angenehmes Nichts. Die Geschichte = "autsch", das Wahrnehmen der Geschichte = nichts = angenehm, ruhig, friedlich.

Diese Sicht ist immerdar. Wie sollte sie weggehen? Kommt sie denn? Oder ist nur plötzlich durch die Übungen deine Wahrnehmung darauf gerichtet....dies ist der einzige Zweck der Übungen (und wenn sie Freude bereiten...umso besser :-)). Es geht um die Ausrichtung "deiner" Wahrnehmung.
Das einzige, was der Erkenntnis im Wege steht ist genau diese Erwartung...sie ist nichts weiteres als ein oder mehrere Gedanken. Solange DU deinen Gedanken mehr Glauben schenkst, als deiner Wahrnehmung, kann sich diese Sicht nicht generalisieren.
Und wenn DU diesen Gedanken keinen Glauben mehr schenkst...nun, dann spielt es keine Rolle mehr, ob da jetzt was generalisiert ist. Du weist es, weil du es gesehen hast, weil du dem geglaubt hast, was du gesehen hast.
Mehr ist dazu nicht nötig :-)

Ich glaube, ich verstehe das.


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