Ich registriere immer wieder Gedanken wie:
"Ich weiß, dass es diesen Frieden/dieses Getragensein gibt. Was fehlt, ist, dass ich es spüre."
Sollen Englein kommen und dich aufheben ? ;-)
Wie soll sich denn das "wahre Leben" anfühlen?
Probier mal folgendes:
Von da aus wo du jetzt gerade sitzt, steh mal auf und geh in Richtung „Sein“...
Wie weit musst du gehen? Wie viele Schritte braucht es um im Sein anzukommen?
Es gibt kein endgültiges Ankommen, da ist nur das sich ständig verändernde Fließen des Lebens...:)
Mal ist "Frieden" da, manchmal wird der Ozean aufgewühlt..........
Schau noch mal nach, ob da jemand ist,
dem das alles widerfährt -
oder ob da nur Gedanken sind :-)
Eine Geschichte: Mein ganzes Leben hatte ich Probleme mit Entscheidungen und Meinungen. Für mich gab es irgendwie nie "die richtige Meinung" zu fast keinem Thema. Komischerweise hat mir das Entscheidungsprozesse meistens erschwert, obwohl es eigentlich auch eine Erleichterung sein hätte können.
bei mir genauso.
jetzt sehe ich, dass alles eben die Vorgänge der Identifikation sind - dass die Leere gefüllt werden muss, dass man "jemand sein muss" :-)
Wie ist die Entscheidung gefallen, welches Getränk du in die Hand nimmst?
zuvor war alles möglich. Ständig wechselnde Gedanken "Getränk A wird es sein", Getränk B wird es sein", etc
Wie die Entscheidung gefallen ist? Ich habe keine Ahnung
Ich weiß nur, da war ein Griff zum Glas und kurz danach ein Erstaunen über die Wahl
P.S. was hier gesehen wird.....was bedeutet das für Begriffe wie "Freier Wille", "Wahl"?
Alles passiert einfach und es ist niemand da, der einen freien Willen oder eine Wahl haben könnte.
Freier Wille und Wahl existieren nur als Gedankeninhalte
:-)
Trotzdem wird hier versucht, im Alltag so oft wie möglich Sinneswahrnehmungen zu benennen und intensiver zu spüren, Gedankenströme freundlich zu erkennen, Gelassenheit zu üben, Getragensein zuzulassen, etc
Und immer wieder beißt sich die Katze in den Schwanz...
Genau :-) du siehst das alles.
Findest du jemanden, der etwas (wie Getragensein) zulassen könnte??
Hast du bisher irgendetwas gefunden, was "du selber" machst?
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Hier eine schöne Uebung zum Realitätsgehalt von Gedanken:
Nimm dir ausreichend Zeit zum Untersuchen und überlege vorher, was du gerne (an Essbarem) für den Zweck der Übung hernehmen möchtest und sei sicher, dass du es zu Hause hast.
Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung möglichst genau den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen. Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.
Dann hol dir die Frucht, beiß genüßlich hinein und iß sie! Geh ganz in diese Erfahrung und beobachte, was du dabei wahrnimmst.
Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.
Nun frag dich:
Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Viel Spaß beim Erforschen!
:-)
kalle