Es geht hier nicht darum alles analytisch zu zerlegen und „richtige“ Antworten zu finden. Jede Frage die ich stelle soll dich einfach nur dazu veranlassen zu schauen und eventuell mal zu sehen wie EIN-FACH alles ist ganz ohne den konzeptuellen Überbau... Es ist einfach immer nur wahrnehmen/erfahren da, danach geht die Einteilung los. An der sind wir aber nicht interessiert, sondern einzig nur an der Frage: Jenseits von Konzepten, gibt es da ein getrenntes „Ich“?OK, neuer Versuch. Manche Dinge nehmen mehr Bandbreite in der Wahrnehmung ein als andere. Wenn du fragst, was nimmt Sehen wahr, dann ist ein Teil der Wahrnehmungsbandbreite auf dem Gesehenen und ein anderer Teil auf dem Vorgang des Sehens selbst; Wahrnehmung nimmt Wahrnehmen war. Wenn aber z.B. physischer Schmerz von einer Hand auf der Herdplatte wahrgenommen wird, läuft der Vorgang die Hand schnellstmöglich wegzuziehen ab ohne dass Bandbreite für diese zweite Form des bewussten Wahrnehmens übrig bleibt.
Wie gesagt, das ist kein Quiz auf der Suche nach richtigen Antworten? Gibt es in DE (direkter Erfahrung) sowas wie „Verstand“?Eher: Wasser löst nicht ganz so viele Gedankenkonstrukte aus, die dann die Wahrnehmung dominieren.Was ist Verstand?
Das ist das Allerwichtigste :) Immer wieder Nachzuschauen, ob Gedanken etwas mit dem was jetzt hier ist zu tun haben, also wie real das ist was sie erzählen, und ob das getrennte „Ich“ bzw. generell Trennung mehr ist als ein Gedanken...Es sind ein paar interessante Dinge geschehen. Gedanken von direkten Sinneserfahrungen unterscheiden zu lernen ist mächtig.Was würdest du sagen, wo wir seit dem Beginn unserer Untersuchung stehen? Könnte/sollte etwas anders sein als es ist? Was willst du und wo willst du hin?
Großartig... :)In emotional schmerzvollen Situationen nur auf körperliche Sinneseindrücke zu achten hat mir gezeigt wie viel Leiden aus Gedanken kommt. Die Gewohnheit fokussiert noch gerne Gedanken, aber häufig kommt dann die Intention in den Körper zu gehen und das nimmt den Gedanken den Wind aus den Segeln.
Das ist ganz normal... Jahrelange oder gar jahrzehntelange Gewohnheiten verschwinden nicht plötzlich. Der Widerstand gegen Neues ist eine Energiesparmaßnahme des Gehirns, das Gehirn mag keine Veränderungen... Warum auch, wenn das was bisher gewesen ist zum Überleben beigetragen hat, weshalb dann ein Risiko eingehen... :))Irgendwie ist da aber immer ein Widerstand die Gedanken bei Seite zu legen...
Hört sich alles gut an, gute Gelegenheit um zu beobachten wie ALLES einfach so geschieht, ohne Kontrolle... Entspann dich einfach so gut du kannst. Es klingt fast so, als ob das Sehen, dass es nirgendwo hinzukommen gilt immer mehr Raum einnimmt, also wozu dann noch quälende Übungen... ;) Es ist einfach so wie es ist. Für mich das Schönste nach dem Gatecrash war, dass es plötzlich absolut uninteressant wurde was jemand gemeint hat welche Praxis man machen sollte um da oder dort hin zu kommen... Es ist doch alles immer schon da... Folge doch dem Weg der Freude...:)Da ist auch ein genereller Widerstand gegen die Übungen den ich nur schwer beschreiben kann. Ich habe vorher ein bis zwei Stunden am Tag Atem-Meditation gemacht, label aber jetzt oft statt dessen. Häufig stehe ich dann einfach auf bevor der Gong schlägt und weiß nichteinmal warum. Irgendwie wird es unangenehm. Manchmal ist da der leere Gedanke "Was tu ich hier überhaupt", "Warum", "Was ist der Zweck"; manchmal werde ich ungemein schläfrig; manchmal stehe ich auf ohne offensichtlichen Grund.
Haha, Fangfrage... ;)Generell mag ich die Übungen, sehe grob wo die Reise hin geht. Irgendwie windet sich etwas in mir ohne offensichtlichen Grund, ist mal müde, mal regt es sich auf und ist wütend. Ich habe das Gefühl ich habe so viele Geschichten von Ausreden durchschaut dass da einfach nur purer Widerstand ohne Geschichten ist, den ich nicht begreifen kann.
Was ich will? Ich dachte keine Erwartungen... ;-)
Hach, dieses herrliche Paradox, der Wunsch nach Wunschlosigkeit...:) Ist nicht Wunsch und Widerstand auch einfach das was da ist, das was gesehen wird? (Zugegeben, je besser die Natur der Gedanken durchschaut wird, desto leichter wird gesehen, was jetzt hilfreicher Wunsch bzw. Widerstand ist, und was nur Gedankenzirkus...)Wenn ich mir was wünschen könnte, dann das der Widerstand aufhört und ich in Ruhe und Klarheit Wahrnehmen kann. Im Grunde ist es sehr lehrreich und ungemein interessant. Wo will ich hin? Nirgends. Hier und jetzt Sein ohne den Wunsch das es anders wäre wäre wünschenswert
Das nächste Mal, wenn der kleinste Wunsch oder Widerstand auftaucht, lass ihn voll und ganz da sein, inklusive aller Empfindungen sowie Sekundärgedanken und -gefühle, Ich-Gedanken etc. Möglicherweise ist da auch ein Gedanke/Gefühl, dass dieser Wunsch persönlich ist, wehr dich nicht dagegen ...
Danach konzentriere dich voll und ganz auf das was da ist, lass jegliche gedanklichen Etiketten los, dazu gehört auch z.B. sowas wie "Spannung in der Brust" oder ein subtiles Anhängsel wie "unangenehm" oder "will ich nicht". Nimm den Moment mit allen Sinnen wahr.
Nun stell dir die folgenden Fragen (ohne auf das zu hören, was Gedanken möglicherweise dazu zu sagen haben):
Könnte diese Erfahrung in irgendeiner Art und Weise anders sein, als sie ist?
Könnte irgendein Moment jemals anders sein, als er ist?
Könnte es jemals einen Moment geben, der NICHT vollkommen ist, wie er ist? Fehlt hier und jetzt in direkter Erfahrung irgendwas? Wenn ja was?
Mach das ruhig mehrmals täglich. Suche wie ein Detektiv nach der Unperfektion innerhalb der Empfindungen! Kannst du sie finden?

