Suche den Weg durch das Tor

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Seeker543
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Thu Aug 22, 2019 11:16 am

Ist denn jemals irgendwas wirklich etwas vorherzusagen?
Der versuch etwas vorherzusagen, ist ja erstens auch nur ein gedanke, und zweitens, bezieht er sich ja wiederum auf auf einen vorherigen gedanken. Das kann nicht funktionieren... Das ist wie bei der achtsamkeitsübung, die du mir gezeigt hast.
Oft ist halt der gedanke da, dass es anders ist, und wenn dann nicht der gedanke der sich auf achtsamkeit oder den prozess hier bezieht auftaucht, steckt man im film drinne...
Kam die Aufregung und Angst vielleicht weil du gesehen hast, dass niemals was vorhersagbar ist und dass nur Gedanken Geschichten über Prognosen erzählen?
Teilweise das und weil ich gesehen habe, dass da keine kontrolle ist und da ich zu ängstlichen gedanken neige und der gedanke da war, dass ohne kontrolle alles passieren könnte, hab ich so reagiert. Mir hat mal ein mönch gesagt, dass das ES ist, anatta..
Nettes konstrukt, was ich jetzt wiedergegeben habe, oder? 😁

Dass gedanken geschichten über Prognosen erzählen fällt mir auch immer mehr auf, und dass der verstand sich sachen zurecht biegt, damit die prognosen scheinbar erfüllt werden...woow..jetzt gerade habe ich es erst richtig gesehen, auch weshalb leute in negativen gedankenmustern festhängen... Also damit das ich bestätigt wird.
Das werde ich heute mal mehr betrachten 😉
Kann überhaupt irgendetwas sicher gewusst werden?
Das ist schwer zu beantworten,denke ich. Aus direkter Erfahrung ist ja nur immer ein Gedanke da und wenn ich mich jetzt frage, was gestern so passiert ist, kommen ja nur gedanken zu einzelnen sachen und das allermeiste ist auf immer weg.
Ich frag mich jetzt woher ich es wissen kann, dass das real war, und mein verstand sagt mir, desto kürzer es zurück liegt, umso wahrscheinlicher ist es, dass es wirklich so war. Oder desto mehr erinnerungen an eine sache vorhanden sind, desto näher ist es an der Gegenwart.
Aber andererseits konstruiert man auch viel direkt in der situation.
Aber eigentlich sind es geschichten, wie was geschehen ist und viele echos aus der vergangenheit. Aber vieles muss nunmal erfahren werden, um zu einen gedanken werden zu können, weil es ja nen echo charakter hat, was wieder ne vorstellung ist.
Und ist nicht vielleicht dieses „als Vorstellung entlarven“ eine Gedankengeschichte?
Naa klar, die Erfahrung ist vorbei und es sind einfach nur gedanken.
Ist da jemand der entscheiden kann loszulassen oder nicht loszulassen?
Nein, es passiert von alleine, genauso wie das anhaften.
Das einzige was immer da ist und sicher gewusst werden kann ist, dass wahrnehmen ist. Kannst du das erkennen?
Ja, nur das was gerade ist. Der rest sind vorstellungen.

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barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Thu Aug 22, 2019 12:08 pm

Oft ist halt der gedanke da, dass es anders ist, und wenn dann nicht der gedanke der sich auf achtsamkeit oder den prozess hier bezieht auftaucht, steckt man im film drinne...
 
Ist da jemand der im Film drinsteckt? Oder ist da einfach nur eine Erscheinung (Gedankengeschichte) die wir als „Film“ bezeichnen? Und ist nicht auch das einfach das was geschieht? Sollte das anders sein?
Teilweise das und weil ich gesehen habe, dass da keine kontrolle ist und da ich zu ängstlichen gedanken neige und der gedanke da war, dass ohne kontrolle alles passieren könnte, hab ich so reagiert. Mir hat mal ein mönch gesagt, dass das ES ist, anatta.. 
Nettes konstrukt, was ich jetzt wiedergegeben habe, oder? ?
:))
Dass gedanken geschichten über Prognosen erzählen fällt mir auch immer mehr auf, und dass der verstand sich sachen zurecht biegt, damit die prognosen scheinbar erfüllt werden...woow..jetzt gerade habe ich es erst richtig gesehen, auch weshalb leute in negativen gedankenmustern festhängen... Also damit das ich bestätigt wird. 
Gibt es wirklich ein „weshalb“ und ein „damit“? Ist nicht JEDE Ursache die Wirkung einer vorherigen Ursache? Muss es einen Grund geben für irgendwas? Sind das nicht wieder nur Gedanken, die sagen dass sie Antworten finden wollen?
Kann überhaupt irgendetwas sicher gewusst werden?
Das ist schwer zu beantworten,denke ich. Aus direkter Erfahrung ist ja nur immer ein Gedanke da und wenn ich mich jetzt frage, was gestern so passiert ist, kommen ja nur gedanken zu einzelnen sachen und das allermeiste ist auf immer weg. 
Ich frag mich jetzt woher ich es wissen kann, dass das real war, und mein verstand sagt mir, desto kürzer es zurück liegt, umso wahrscheinlicher ist es, dass es wirklich so war. Oder desto mehr erinnerungen an eine sache vorhanden sind, desto näher ist es an der Gegenwart. 
Aber andererseits konstruiert man auch viel direkt in der situation. 
Aber eigentlich sind es geschichten, wie was geschehen ist und viele echos aus der vergangenheit. Aber vieles muss nunmal erfahren werden, um zu einen gedanken werden zu können, weil es ja nen echo charakter hat, was wieder ne vorstellung ist.
Unterscheidet sich der „Tag“ großartig von einem super realistischen Traum? Woher wollen wir wissen, ob nicht alles nur ein Traum ist? ;)
Ist da jemand der entscheiden kann loszulassen oder nicht loszulassen?
Nein, es passiert von alleine, genauso wie das anhaften.
Ja genau, schau mal nach: Gibt es irgendwas was nicht von alleine geschieht? Beobachte deine Handlungen (von ganz banalen bis zu komplexeren) während deines Tages. Gibt es Kontrolle? Ist da irgendwo ein Kapitän der alles steuert? Entscheidungen trifft? Entscheidungen werden gefällt, aber braucht es dazu „jemanden? Entscheidet sich die Erde sich zu drehen? Versuche „deine“ Entscheidungen bis zu ihrem Ursprung zurück zu verfolgen. Kannst du ihn (den Ursprung) finden?
Ja, nur das was gerade ist. Der rest sind vorstellungen
Einfach nur wahrnehmen... Wir können niemals sicher wissen, wie viel Realitätsgehalt der Inhalt der Wahrnehmung hat, da ja alles gefiltert wird. Aber dieses neutrale wertfreie wahrnehmen ist immer da... Hast du jemals die Abwesenheit von „wahrnehmen“ erfahren?

:)
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Thu Aug 22, 2019 9:59 pm

Ist da jemand der im Film drinsteckt? Oder ist da einfach nur eine Erscheinung (Gedankengeschichte) die wir als „Film“ bezeichnen? Und ist nicht auch das einfach das was geschieht? Sollte das anders sein?
Nein, da steckt niemand drinne. Es ist nur eine umschreibung für die Gedankengeschichte. Der wunsch, dass es anders sein sollte gehört doch auch zu dem was gerade passiert. Aber es kann nicht anders sein. Die gedanken kommen einfach spontan.
Gibt es wirklich ein „weshalb“ und ein „damit“? Ist nicht JEDE Ursache die Wirkung einer vorherigen Ursache?
Das schon. Es ist alles vernetzt. Aber es kam in den vorherig genannten bezug zum vorschein.
Muss es einen Grund geben für irgendwas? Sind das nicht wieder nur Gedanken, die sagen dass sie Antworten finden wollen?
Unterscheidet sich der „Tag“ großartig von einem super realistischen Traum? Woher wollen wir wissen, ob nicht alles nur ein Traum ist? ;)
Das ist mir schon öfters durch den kopf gegangen. Aus der direkten erfahrung kann man das nicht sagen. Ich bin gerade voll im moment und merke, dass man nur das was ist wahrnimmt.
Ja genau, schau mal nach: Gibt es irgendwas was nicht von alleine geschieht? Beobachte deine Handlungen (von ganz banalen bis zu komplexeren) während deines Tages. Gibt es Kontrolle?
Es scheint alles von alleine zu geschehen. Meist kommt irgendein gefühl, Geräusch oder es wird was gesehen und dann kommt ein label und eine handlung und erst danach die begründung.
Beispiele:
Mein Rücken tut weh, es wird bemerkt und dann kommt der impuls zu durchzuknaxen und die handlung und erst danach kommt das ich mache das weil mir der rücken weh tut.

Ich sehe meine freunde, es kommt ein gefühl und der impuls sitzen zu bleiben und das geschieht dann auch. Dann kommt der gedanke dass ich keine lust habe auf der ihr gequatsche.

Ein geräusch wird gehört, dann kommt der gedanke, dass es etwas wichtiges sein könnte und die augen werden geöffnet

Selbst komplexere entscheidungen sind ein auf und abwägen und doch kommt die entscheidung spontan. Ich hab mir jetzt keine lebenswichtigen Entscheidungen en gestellt.
Ist da irgendwo ein Kapitän der alles steuert? Entscheidungen trifft? Entscheidungen werden gefällt, aber braucht es dazu „jemanden?
Anscheinend ja nicht. Entscheidungen passieren einfach..
Entscheidet sich die Erde sich zu drehen? Versuche „deine“ Entscheidungen bis zu ihrem Ursprung zurück zu verfolgen. Kannst du ihn (den Ursprung) finden?
Der Ursprung ist etwas spontanes. Da ist der impuls etwas zu tun.
Hast du jemals die Abwesenheit von „wahrnehmen“ erfahren?
Nein, das ist das einzige das ist.

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barb
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Fri Aug 23, 2019 12:39 pm

Nein, da steckt niemand drinne. Es ist nur eine umschreibung für die Gedankengeschichte. Der wunsch, dass es anders sein sollte gehört doch auch zu dem was gerade passiert. Aber es kann nicht anders sein. Die gedanken kommen einfach spontan.
Genau, mach dir das immer wieder bewusst!
So wie der Name der Farben und der Dinge irgendwann gelernt wurde, wurde so nicht auch „Wunsch“ - dass etwas anders sein sollte – eingepflanzt?
Das ist mir schon öfters durch den kopf gegangen. Aus der direkten erfahrung kann man das nicht sagen. Ich bin gerade voll im moment und merke, dass man nur das was ist wahrnimmt.
:)

Selbst komplexere entscheidungen sind ein auf und abwägen und doch kommt die entscheidung spontan. Ich hab mir jetzt keine lebenswichtigen Entscheidungen en gestellt.
Was sind schon lebenswichtige Entscheidungen... Wenn der Bus auf dich zufährt, springst du ganz von alleine weg um nicht überfahren zu werden, oder? ;)
Ist da irgendwo ein Kapitän der alles steuert? Entscheidungen trifft? Entscheidungen werden gefällt, aber braucht es dazu „jemanden?
Anscheinend ja nicht. Entscheidungen passieren einfach..
Glaubst oder hoffst du, irgendwann mal einen Steuermann zu finden? Bereitet es dir Unbehagen, dass da anscheinend keine getrennte Kontrollinstanz ist?
Wie ist es mit dem Atmen? Gibt es da einen Atmer der das steuert?
Beim Gehen? Ist da irgendwo ein Koordinator zu finden?
Beim Verdauen? Ist da jemand der das steuert?

Schau wirklich nach, ganz neugierig wie ein Forscher und frag dich: Ist da jemand? Ist irgendwo eine Grenze zu finden zwischen Erleber – erleben – Erlebtem?

Hast du jemals die Abwesenheit von „wahrnehmen“ erfahren?
Nein, das ist das einzige das ist
Ja genau...

Wenn du mal so zurückschaust an den Beginn unserer Untersuchung, wo würdest du sagen stehen wir derzeit? Wie ist es mit Erwartungen? Was sollte/könnte anders sein als es ist?
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Fri Aug 23, 2019 2:49 pm

Ich war jetzt mal ne runde achtsam spazieren und habe gesehen wie ich von einem ort zum anderen gekommen bin, ohne dass da ein ich war. Aber iwie checke ichs noch nicht,aber mir wurde gerade wieder bewusst, dass es nix zu checken geben kann, weil das wieder ne vorstellung von etwas ist das da zu erreichen ist um happy zu werden.
So wie der Name der Farben und der Dinge irgendwann gelernt wurde, wurde so nicht auch „Wunsch“ - dass etwas anders sein sollte – eingepflanzt?
So wie der Name der Farben und der Dinge irgendwann gelernt wurde, wurde so nicht auch „Wunsch“ - dass etwas anders sein sollte – eingepflanzt?

Mein verstand erzählt mir so viele geschichten, dass es schwer sei, diesen wunsch loszulassen und die wahrheit zu akzeptieren. andererseits wie das kinder so erlernen.
Glaubst oder hoffst du, irgendwann mal einen Steuermann zu finden?
nein, das nicht. Ein steuermann ist ja garnicht vereinbar mut der direkten erfahrung.
Bereitet es dir Unbehagen, dass da anscheinend keine getrennte Kontrollinstanz ist?
Etwas. Mir fällt aber auch auf, dass diese Vorstellung von aussen kommt. So viele ich gedanken...
Wie ist es mit dem Atmen? Gibt es da einen Atmer der das steuert?
Eben nicht. Die entscheidung den atem zu unterbrechen kommt spontan und wenn ich nicht mehr dran denke, fängt das atmen wieder an.
Beim Gehen? Ist da irgendwo ein Koordinator zu finden?
Beim Verdauen? Ist da jemand der das steuert?
Ich suche, aber da ist niemand.
Wenn du mal so zurückschaust an den Beginn unserer Untersuchung, wo würdest du sagen stehen wir derzeit? Wie ist es mit Erwartungen? Was sollte/könnte anders sein als es ist?
Ich habe keine ahnung wo wir stehen. Es könnte jederzeit passieren, oder noch ne weile dauern. Erwartungstechnisch bin ich relativ weit unten. Ab und zu kommen erwartungen auf, diese gehenaber dannauch wieder. Ich weiss auch nicht, was besser sein könnte. Eben ist mir aufgefallen, dass nix mit der realität zu tun haben. Aber mal sehen wie es weiter geht.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Fri Aug 23, 2019 9:06 pm

Ich denke ich habe es. Ich dachte es könnte anders sein.. Doch ich musste mir beim lachen einen verkneifen 😉

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Sat Aug 24, 2019 10:51 am

Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber jetzt ist es wieder weg

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Sat Aug 24, 2019 11:45 am

Ich sah, dass man nicht kontrollieren kann, was man möchte, aber jetzt scheint wieder alles beim alten zu sein.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Sat Aug 24, 2019 12:01 pm

Ich war jetzt mal ne runde achtsam spazieren und habe gesehen wie ich von einem ort zum anderen gekommen bin, ohne dass da ein ich war. Aber iwie checke ichs noch nicht,aber mir wurde gerade wieder bewusst, dass es nix zu checken geben kann, weil das wieder ne vorstellung von etwas ist das da zu erreichen ist um happy zu werden.
Ja genau, es gibt nix zu checken... Es gibt immer nur wahrnehmen was gerade ist.
Hat der Wunsch irgendwas zu checken eine reale Substanz?
Mein verstand erzählt mir so viele geschichten, dass es schwer sei, diesen wunsch loszulassen und die wahrheit zu akzeptieren. andererseits wie das kinder so erlernen.
Schau das wirklich genau an: Wo ist „dein“ Verstand? Was macht das Konzept Verstand zu „deinem“ Verstand? Schau dir den „Wunsch“ genau an, aus was besteht er? Was bedeutet „mein“ in aktueller Erfahrung? Ist „dein“ Leben ein abgebrochenes Stück vom Ganzen? Ist das überhaupt möglich?
Etwas. Mir fällt aber auch auf, dass diese Vorstellung von aussen kommt. So viele ich gedanken...
Ja genau, alles nur Kopfkino, teilweise verbunden mit körperlichen Empfindungen, hauptsächlich Verspannungen.

Beobachte da mal: Wenn Unbehagen, Angst, Widerstand, Wunsch oder was auch immer für eine Emotion erscheint, was davon Gedanke ist und was Empfindung, Anspannung. Und dann schau mal nach ob nicht öfter die gleichen Verspannungen mit anderen Emotionen in Verbindung gebracht werden. Bitte erzähle mir was du da findest...

Eben nicht. Die entscheidung den atem zu unterbrechen kommt spontan und wenn ich nicht mehr dran denke, fängt das atmen wieder an.
:)
Ich habe keine ahnung wo wir stehen. Es könnte jederzeit passieren, oder noch ne weile dauern.
Was ist „ES“ das jederzeit passieren könnte? Engelsglocken? Wolkenboden? Regenbogenland? Was würdest du dem Leben empfehlen, wie es erscheinen sollte, damit du bestätigen kannst, dass „ES“ geschehen ist?
Erwartungstechnisch bin ich relativ weit unten. Ab und zu kommen erwartungen auf, diese gehenaber dannauch wieder.
Wunderbar, es ist einfach nur gut zu sehen wenn Erwartungen auftauchen...
Ich weiss auch nicht, was besser sein könnte. Eben ist mir aufgefallen, dass nix mit der realität zu tun haben. Aber mal sehen wie es weiter geht
Wie sollte es denn sein? Kannst du jemanden finden, der irgendwas konkret bestimmen möchte wie es sein sollte?
Ich denke ich habe es. Ich dachte es könnte anders sein.. Doch ich musste mir beim lachen einen verkneifen

Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber jetzt ist es wieder weg

Ich sah, dass man nicht kontrollieren kann, was man möchte, aber jetzt scheint wieder alles beim alten zu sein
Was sieht das alles? Von wo aus wird das gesehen? SCHAU GENAU :)

Hier ist eine lustige Übung, die dir helfen kann herauszufinden ob das etikettieren wirklich so harmlos ist – sie dauert 10 Minuten und du brauchst Papier und Schreibzeug.

Schreibe die ersten fünf Minuten alles auf was du erlebst und zwar mit ‚Ich‘:
Ich sitze hier.
Ich sehe aus dem Fenster.
Ich höre ein Auto.
Mir juckt der Fuß
Ich kratze mir meinen Fuß
Ich habe Verspannungen im Nacken
Ich schreibe hier komisches Zeugs
usw....

Reines Beschreiben, bleib dabei und achte gleichzeitig auf körperliche Wahrnehmungen.

Die nächsten fünf Minuten mach das Gleiche nur ohne das Wort ‘Ich’ zu benutzen:
Sitzen
aus dem Fenster schauen
Auto hören
Vogelgezwitscher hören
Finger spüren
Nase kitzelt
kratzen an der Nase
einatmen – ausatmen
usw....

Und wieder achte auf den Körper.

Danach vergleiche beide Male:

Fühlt sich das eine wahrer an als das andere und wenn ja, welches?
Ohne Etiketten, was ist hier?
Ist dir ein Unterschied im körperlichen Empfinden aufgefallen?
Gibt es etwas was dir noch aufgefallen ist, falls ja, was?
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Sun Aug 25, 2019 12:07 pm

Hi, ich bin noch nicht durch mit der übung. Aber hier sind die antworten zu den fragen.
Hat der Wunsch irgendwas zu checken eine reale Substanz?
Nein, es ist einfach eine vorstellung. Ein gedachtes wort und ein gefühl
Schau das wirklich genau an: Wo ist „dein“ Verstand? Was macht das Konzept Verstand zu „deinem“ Verstand?
In letzter zeit, weiss ichs nicht mehr, wo ich ihn vermuten würde. Es kommt mir wie ein leeres wort vor. Ein gedanke und ein gefühl von spannung. Ich weiss auch nicht, wie das konzept zu meinem wurde. Es ist einfach da.
Was bedeutet „mein“ in aktueller Erfahrung? Ist „dein“ Leben ein abgebrochenes Stück vom Ganzen? Ist das überhaupt möglich?
Nein, das sind nur herausgepickte erfahrungen. Ich habe heute öfters beobachtet, wie der verstand an erfahrungen kleben bleibt, die er mag oder nicht und dazu geschichten erzählt. Ist ein bisschen wie ein ohrwurm.
Beobachte da mal: Wenn Unbehagen, Angst, Widerstand, Wunsch oder was auch immer für eine Emotion erscheint, was davon Gedanke ist und was Empfindung. Und dann schau mal nach ob nicht öfter die gleichen Verspannungen mit anderen Emotionen in Verbindung gebracht werden. Bitte erzähle mir was du da findest...
Es scheint, als ob gedanken nur wörter und bilder sind und das gefühl nur spannung. Bin noch net 100 prozentig sicher. Es scheint alles mehr oder weniger das selbe zu sein,egal ob aufregung oder angst und wenn das gefühl wahrgenommen wird, kommt dann immer wieder die erinnerung.
Was ist „ES“ das jederzeit passieren könnte? Engelsglocken? Wolkenboden? Regenbogenland? Was würdest du dem Leben empfehlen, wie es erscheinen sollte, damit du bestätigen kannst, dass „ES“ geschehen ist?
Einfach nur noch, dass ich den wunsch loslassen kann es zu finden, die vorstellung dass es etwas gibt,wobei das wieder ne vorstellung ist.
Wie sollte es denn sein? Kannst du jemanden finden, der irgendwas konkret bestimmen möchte wie es sein sollte?
Nur gedanken
Was sieht das alles? Von wo aus wird das gesehen? SCHAU GENAU :)
Ich finde nichts und jede wahrnehmung ist so schnell wieder weg.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Sun Aug 25, 2019 12:49 pm

Schön... :)

Ja beobachte einfach noch ein bisschen weiter, lass dir gerne ein wenig Zeit... Ich werde dann darauf eingehen, wenn du alles beantwortet hast...

Schau dir bei der Gelegenheit "den Wunsch loszulassen" nochmal an. Hat der irgendeine reale Substanz? Ist das mehr als Kopfkino?

Du siehst, dass da eine VOR-Stellung ist, dass es noch etwas gäbe, außerhalb von dem was gerade ist. Die stellt sich einfach davor - vor dem was immer da ist. Das was gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt werden kann - erfahren/erleben/sein...

Glaubst du, dass es irgendeine verborgene Wahrheit gibt, die du noch nicht erkennen kannst? Wenn die Wahrheit jetzt gerade - genau in diesem Moment - nicht da ist, wo sollte sie denn sonst sein? Es ist ganz einfach, viel zu einfach als dass "der Verstand" es akzeptieren könnte... SCHAU HIN! Einfach nur wahrnehmen....

:)
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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Mon Aug 26, 2019 10:51 pm

Sry, ich bin heute den ganzen tag unterwegs gewesen. Werde morgen mittag antworten.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Tue Aug 27, 2019 10:07 am

Zur Übung:
Fühlt sich das eine wahrer an als das andere und wenn ja, welches?
Es fühlt sich beides gleich an.
Ohne Etiketten, was ist hier?
Passiert alles einfach.
Ist dir ein Unterschied im körperlichen Empfinden aufgefallen?
Ja, bei den ich gedanken ist mehr spannung dabei. Ohne ich gedanken, ist es einfach nur ein gedanke

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby Seeker543 » Tue Aug 27, 2019 12:10 pm

Leider ist bei mir die letzten tage viel los und ich habe das gefühl, der sache hier net so viel zeit widmen zu können wie ich möchte :/
Schau dir bei der Gelegenheit "den Wunsch loszulassen" nochmal an. Hat der irgendeine reale Substanz? Ist das mehr als Kopfkino?
Nein, das ist nur der gedanke, dass es etwas gebe. Oder dass man sich selbst entspannen kann.
Du siehst, dass da eine VOR-Stellung ist, dass es noch etwas gäbe, außerhalb von dem was gerade ist. Die stellt sich einfach davor - vor dem was immer da ist. Das was gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt werden kann - erfahren/erleben/sein...

Langsam kommt der gedanke auf, dass ich es net erreichen kann und der geist sich das schnappt, was gerade ist, sich ein bisschen darum dreht, bis er das nächste objekt hat und eines davon bin ich.
Glaubst du, dass es irgendeine verborgene Wahrheit gibt, die du noch nicht erkennen kannst? Wenn die Wahrheit jetzt gerade - genau in diesem Moment - nicht da ist, wo sollte sie denn sonst sein? Es ist ganz einfach, viel zu einfach als dass "der Verstand" es akzeptieren könnte... SCHAU HIN! Einfach nur wahrnehmen....
Nein, sie ist da irgendwo. Es ist so, als ob mein verstand immerwieder in die luft greifen würde. Aber das isz auch wieder ein gedanke.

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Re: Suche den Weg durch das Tor

Postby barb » Tue Aug 27, 2019 1:18 pm

Es scheint, als ob gedanken nur wörter und bilder sind und das gefühl nur spannung. Bin noch net 100 prozentig sicher. Es scheint alles mehr oder weniger das selbe zu sein,egal ob aufregung oder angst und wenn das gefühl wahrgenommen wird, kommt dann immer wieder die erinnerung.
Gut beobachtet..., ja genau schau immer wieder nach, beobachte weiter... :)
Passiert alles einfach.
Genau :)
Ja, bei den ich gedanken ist mehr spannung dabei. Ohne ich gedanken, ist es einfach nur ein gedanke
Ja genau, wenn man auf den Körper achtet, kann man das gut spüren...
Leider ist bei mir die letzten tage viel los und ich habe das gefühl, der sache hier net so viel zeit widmen zu können wie ich möchte :/
Kein Problem wenn du mal länger brauchst... Und wenn viel los ist, ist das oft eine gute Gelegenheit die direkte Erfahrung zu üben... :)
Schau dir bei der Gelegenheit "den Wunsch loszulassen" nochmal an. Hat der irgendeine reale Substanz? Ist das mehr als Kopfkino?
Nein, das ist nur der gedanke, dass es etwas gebe. Oder dass man sich selbst entspannen kann.
 
Ja, entspannen... Eigentlich geht es ja darum, nicht wahr? Es heißt dass das „Ich“ ein illusionärer Gedanke verbunden mit sinnloser körperlicher Verspannung ist... :) Wenn das durchschaut wird, kann es geschehen, dass eine Art Entspannung eintritt. Aber jahre- oder gar jahrzehntelange Konditionierungen (die sich auch im Körper als Spannungen festsetzen) verschwinden nicht plötzlich über Nacht... Aber um zu entspannen kann einiges getan werden, das gehört einfach geübt, sofern die Intention dafür da ist... :)
Langsam kommt der gedanke auf, dass ich es net erreichen kann und der geist sich das schnappt, was gerade ist, sich ein bisschen darum dreht, bis er das nächste objekt hat und eines davon bin ich. 
:)
Der Verstand hetzt immer was hinterher - fein, wenn du das sehen kannst. Und ja - „du“ kannst nichts erreichen... Wo willst du denn hin? Ins Regenbogenland mit ewigem Bliss?
Glaubst du, dass es irgendeine verborgene Wahrheit gibt, die du noch nicht erkennen kannst? Wenn die Wahrheit jetzt gerade - genau in diesem Moment - nicht da ist, wo sollte sie denn sonst sein? Es ist ganz einfach, viel zu einfach als dass "der Verstand" es akzeptieren könnte... SCHAU HIN! Einfach nur wahrnehmen....
Nein, sie ist da irgendwo.


IRGENDWO?

Bitte mach folgendes (jetzt gleich):

Von da aus wo du jetzt sitzt, steh auf und geh in Richtung Sein...



-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



Wie weit musstest du gehen? Wie viele Schritte? Wo ist das Sein/Wahrheit?

Jetzt – schau dich um – kannst du sehen und weißt es? Das ist ES!
Jetzt – höre die Geräusche die da sind – kannst du hören und weißt es? Das ist ES!
Jetzt – spüre was gerade zu spüren ist – kannst du das und weißt es? Das ist ES!

Der Inhalt des Wahrnehmens ändert sich, jedoch wahrnehmen ist immer, oder?
Es ist so, als ob mein verstand immerwieder in die luft greifen würde. Aber das isz auch wieder ein gedanke
Von klein auf wurden wir schon in die Märchenwelt reingedrimmt... Immer war irgendwo irgendein Wunderland, ein Paradies, ein Jenseits... Dann wurden wir erwachsen und haben von den östlichen – teilweise zugedröhnten – Märchenonkeln was gehört von dem seligen Erleuchtungsland... Immer nach irgendwas auf der Jagd... :)

Was ist jetzt hier? Das ist ES – und es hat genug zu sein! Wieso sollte sich die Wahrheit verstecken?
Kein Glaube ist wahr...
Sein ist. Punkt.

Es könnte auch geschehen, dass auffällt, dass sich ein Großteil der Gedanken um ein „Ich“ dreht, dass es nur in Gedanken gibt.

Kleines Experiment dazu:

Nimm dir Zettel und Stift, teile ihn mit einem Strich in der Mitte und dann mache es dir zu Hause wieder richtig gemütlich, entspanne, weicher langer Atem. Schließe kurz die Augen und beobachte die Gedanken.

Und dann mache für jeden Gedanken, der sich um „Ich“ dreht einen Strich, und für jeden nicht-Ich Gedanken einen Kreis. Achte auch auf verkleidete Ich-Gedanken wie z. B. Dieses Haus ist nicht schön, diese Werbung ist doof (gefällt mir nicht) usw....


Bin neugierig wie es damit geht... :)
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