Es fühlt sich an als wären Wahrgenommenes und wahrnehmen eins. Das zu sehen fühlt sich angenehm an. Eine Entspannung im KörperGibt es jemanden der wahrnimmt, oder einfach nur wahrnehmen? Anders ausgedrückt: Existiert irgendwo eine Trennung zwischen Wahrnehmer – wahrnehmen – Wahrgenommenes? Schau ganz genau nach ob eine Grenze wahrnehmbar ist!
Ich kann auch keinen Wahrnehmer finden. Da wird ein Gedanke von Zweifel wahrgenommen. Irgendwo muss er doch sein, was wenn ich nur nicht genug suche? Und auf der gefühlten Seite ein Klos im Hals. Es wird also gesehen, aber da ist kein Vertrauen.
Da ist sehen und da ist das Wort "Kiwi" in meinem Kopf. Aber ist der Rest nicht logische Schlussfolgerung und daher hier nicht angebracht?Aber was ist der Ursprung? Wurden diese Gedanken und Erwartungen nicht genauso gelernt und konditioniert wie das Wort „Kiwi“?
Da sind Gedanken an Soll-Zustände, vielleicht historisch, vielleicht nur aus der Phantasie. Dinge die ich erfahren oder gehört habe. Bei Wahrnehmung dieser Gedanken kommen andere Gedanken über die logische Schlussfolgerung, dass da Gedanken waren die zu diesem Erwartungs-Gedanken geführt haben. Ja, Erwartungen sind also Abgleiche von Eindrücken aus dem Moment mit Gedanken die durch Lernen und Konditionierung gesät wurden.
Ja, Fragen stellen führt zu Gedanken _und_ Empfindungen. Und dann kann ich auf die Gefühle achten. Ich werde das bei nächster Gelegenheit versuchen.Fragen stellen, und dann den Empfindungen nachspüren, schauen... Die Gedankengeschichten links liegen lassen, nicht ernst nehmen. Auch wenn Gedanken aufkommen werden die dennoch wahrgenommen, nicht wahr?
Einige Minuten, puh, einige Sekunden vielleicht ;-)Welches Gefühl verstärkt der Gedanke blahblahblah? Oder ist es dir nicht möglich mal die Gedankenstories für einige Minuten auf die Seite zu schieben und, blahblah zu denken und dabei auf die körperlichen Empfindungen zu achten?
Aber ja, wie oben beschrieben führen Gedanken zu Empfindungen und umgekehrt. Der Gedanke "Blahblahblah" ist neutral. Dann ist da nur die Empfindung und wenn kein Gedanke die Empfindungen erneut anheizt, ebben sie nach kurzer Zeit ab.
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Bezüglich der Label-Instruktionen:
Ich habe gemerkt dass, wenn ich sehen/hören/fühlen/denken label, der Fokus mehr auf dem Sinneseindruck ist. Ich nehme z.B. feinere Details im Sinneseindruck wahr. Im Vergleich, die Fragen die du vor ein paar Tagen gestellt hast, untersuchen mehr den Vorgang des Sehens/Hörens/Fühlens/Denkens und nicht die Qualitäten des Eindrucks. Ich habe gestern eine Sitzmeditation gemacht und statt sehen/hören/fühlen/denken die label "wer sieht"/"wer hört"/"wer fühlt"/"wer denkt" verwendet (zugegeben, nicht meine eigene Idee). Das hat den Fokus mehr auf den Prozess des Wahrnehmens gelenkt. Etwa dass Sinneseindrücke einfach passieren ohne ein Ich das sie Wahrnimmt, dass da keine Distanz zum Sinneseindruck ist, etc. Kann / sollte ich in diesem Modus praktizieren?
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Nächstes Wochenende ist in Australien ein verlängertes, Samstag bis Dienstag. Ich treffe mich da mit ein paar Freunden für ein viertägiges Retreat. Wir praktizieren alle unterschiedliche Traditionen, wir haben nur einen gemeinsamen Rückzugsort und die Gelegenheit gleichgesinnte zu treffen. Ich habe also mehr Zeit zu praktizieren.
Es gibt mehrere Optionen. Ich könnte einen ganzen Tag mit den Pointern aus dem jeweiligen Post von dir verbringen. Ich könnte nochmal durch das bisher geschriebene gehen und bisherige Pointer wiederholen. Alternativ könnte ich das LU Buch oder die App hinzuziehen. Oder gibt es eine andere Quelle die du empfiehlst? Ich bin halb durch ein Hörbuch von Rupert Spira, das habe ich zur Seite gelegt als wir diesen Thread angefangen haben, und es scheint mir soweit recht kompatibel. Was denkst du?

