Und es besteht ein Druck etwas wollen zu müssen. Eine Berufung zu haben. Etwas aus dem Leben zu machen.
Ansprüche sind antrainiert. Niemand bringt sie mit in dieses Leben. Dieser Druck kann also nur der Erziehung entspringen oder weil Dich jemand gelehrt hat, dass Du nur dann einen Wert hast, wenn Du etwas aus dem Leben machst. Was wärst Du ohne den Gedanken, etwas aus Deinem Leben machen zu müssen?
Manchmal habe ich auch das Gefühl dass ich ständig vor dem was mir das Leben gibt flüchte, bin aber nicht in der Lage das Gute in diesen Dingen zu sehen, sondern sehe nur Materialismus, Kapitalismus oder gesellschaftliche Konzepte dahinter die eh alle unsere schöne Erde schädigen.
Du hältst also Menschen und Schöpfung für Unfug? Oder zumindest deren Handeln? Vielleicht verstehst Du aber gar nicht den Sinn des Ganzen? Vielleicht braucht es all die Konzepte, den Kapitalismus, usw. für eine bestimmte Erfahrung?! Ich sage nicht, dass es so ist. Ich sage aber auch nicht, dass es nicht so ist.
Es geht mir darum, nicht mehr besessen zu sein von diesem Verstand der alles zu wissen glaubt aber sehr oft nichts von den Zusammenhängen versteht.
Da beschäftige Dich nicht damit.
Frei von allen Konzepten. Übrig bliebe dann nur die reine Präsenz. Das ist zumindest das woran ich intellektuell glaube und auch schon einmal erfahren habe. Da war ich verbunden mit allem was um mich passierte. Alles war so präsentt. Aber dann kommen wieder die Gedanken und alles ist wieder wie es war. Oberflächlich.
Das gedankliche Erkennen, dass man frei von allen Konzepten ist, schafft das Konzept, gefangen in Konzepten zu sein.

