Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Die Suche nach der Antwort auf die Frage: "Wer bin Ich".
Letzten Endes hat mich ein Interview mit Tom Piresah, dass ich auf jetzt-tv.net gesehen habe, zu diesem Forum geführt.
In dem Text unter dem Video war ein Hinweis, dass er hier als Guide Suchende begleitet.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich beschäftige mich seit meinem 18. Lebensjahr mit Zen.
Zuerst habe ich diverse Bücher darüber gelesen (Die drei Pfeiler des Zen, Shobogenzo und einige andere).
Dann nam ich an einem Wochenendseminar im Buddhistischen Zentrum Hamburg teil. Danach übte ich eine Weile zuhause allein.
Es folgte dann eine längere Pause aufgrund beruflicher Veränderungen und Familiengründung. Aber Zen blieb immer in meiner Nähe.
Vor etwa 6 Jahren begann ich nahezu täglich zu meditieren. Einige male nam ich an Zazen-Runden im Ryu-Mon Dojo Hamburg teil. Ich wollte der Sache endlich auf den Grund gehen. In einem Buch (ich glaube es war eines von Kodo Sawaki) las ich, dass Zazen nicht mit dem Aufstehen vom Sitzkissen beendet sein sollte. Man muss Zazen in das tägliche Leben integrieren, bei allen Gelegenheiten praktizieren, immer achtsam sein. Also war ich achtsam, - bei jeder Gelegenheit. Ich atmete, ich fühlte, ich hörte, - aber es passierte nichts. Ich wartete immer auf irgend etwas. Dann las ich ein Buch von Eckhard Tolle, zog mir sämtliche Videos von ihm rein. Ich hatte das Gefühl, dass mich das etwas näher gebracht hat. Aber der eigentliche Augenöffner war dieses Forum. Ich habe einige Threads gelesen und irgendwann wurde mir klar, dass ich mich immer im Kreis gedreht habe. Es gibt nichts zu erreichen. Nichts was man erreichen könnte oder müsste.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Tja, gute Frage. Habe ich es wirklich "verstanden"? Ist es wirklich so einfach? Oder spielt mir mein Verstand wieder mal einen Streich?
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Ohne Ziel
Re: Ohne Ziel
Hi :-)
Sorry dass es so lange gedauert hat.
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Sorry dass es so lange gedauert hat.
Was ist das „Ich“?Ich habe einige Threads gelesen und irgendwann wurde mir klar, dass ich mich immer im Kreis gedreht habe. Es gibt nichts zu erreichen. Nichts was man erreichen könnte oder müsste.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Tja, gute Frage. Habe ich es wirklich "verstanden"? Ist es wirklich so einfach? Oder spielt mir mein Verstand wieder mal einen Streich?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
Hallo Joram,
ich danke Dir, dass Du mich begleiten möchtest.
[quote][/quote]
Das "Ich" ist ein Gedankenkonstrukt.
Eine Geschichte aus Erlebnissen der Vergangenheit und daraus resultierenden Vorlieben und Abneigungen, aus Träumen und Ängsten für die Zukunft.
Es verbindet sich unmittelbar mit dem was wahrgenommen wird, benennt und bewertet es und bindet es in die gesammte Geschichte ein.
Man könnte wahrscheinlich noch mehr darüber schreiben, aber momentan fällt mir nichts mehr ein, sorry :)
ich danke Dir, dass Du mich begleiten möchtest.
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Das "Ich" ist ein Gedankenkonstrukt.
Eine Geschichte aus Erlebnissen der Vergangenheit und daraus resultierenden Vorlieben und Abneigungen, aus Träumen und Ängsten für die Zukunft.
Es verbindet sich unmittelbar mit dem was wahrgenommen wird, benennt und bewertet es und bindet es in die gesammte Geschichte ein.
Man könnte wahrscheinlich noch mehr darüber schreiben, aber momentan fällt mir nichts mehr ein, sorry :)
Re: Ohne Ziel
Ach, das ist schon ne ganze Menge :-)
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Was ist diese Verbindung, was ist der „Kleber“, das was den Gedankenkonstrukt "Ich" und das was wahrgenommen wird, zusammenhält/verknüpft?Es [das „Ich“ was nur ein Gedankenkonstrukt ist] verbindet sich unmittelbar mit dem was wahrgenommen wird, benennt und bewertet es und bindet es in die gesammte Geschichte ein.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
Wahrnehmung erfolgt über die 5 Sinne (sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen).Was ist diese Verbindung, was ist der „Kleber“, das was den Gedankenkonstrukt "Ich" und das was wahrgenommen wird, zusammenhält/verknüpft?
Sobald ein Sinnesorgan einen Impuls bekommt, wird diese Information über die Nervenbahnen an das Gehirn geleitet und dort weiter verarbeitet. Beispiel: Geräusch/Hören -> das Gehirn vergleicht das Geräusch mit Erfahrungen aus der Vergangenheit, - "Ah, kenn´ ich, der Kühlschrank brummt" -> weitere Assoziationen "das Brummen nervt", "müsste vielleicht mal abgetaut werden", usw.
Re: Ohne Ziel
was der „Kleber“ zwischen „Erfahrung“ und „Ich“ ist, ist mir immer noch nicht klar…
Erfahrung über die 5 Sinne entsteht. Okay. Was macht diese Erfahrung zu „MEINE“ Erfahrung?
"müsste vielleicht mal abgetaut werden" - Wieso eigentlich „müsste“? Gibt es eine Verbindung zwischen „Ich“ und „müsste“?
Versuche in dir zu spüren was da abläuft… :-)
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Erfahrung über die 5 Sinne entsteht. Okay. Was macht diese Erfahrung zu „MEINE“ Erfahrung?
"müsste vielleicht mal abgetaut werden" - Wieso eigentlich „müsste“? Gibt es eine Verbindung zwischen „Ich“ und „müsste“?
Versuche in dir zu spüren was da abläuft… :-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
Entschuldige wenn ich mich etwas vage ausgedrückt habe. Ich hätte vielleicht schreiben sollen, "ICH höre das Brummen" und "ICH müsste mal den Kühlschrank abtauen".Was macht diese Erfahrung zu „MEINE“ Erfahrung?
"müsste vielleicht mal abgetaut werden" - Wieso eigentlich „müsste“? Gibt es eine Verbindung zwischen „Ich“ und „müsste“?
Die Erfahrung wird zu meiner Erfahrung durch die gedankliche Identifikation mit dem Körper.
Re: Ohne Ziel
Weder sich „entschuldigen“, noch „ICH“ müssen sein ;-)Entschuldige wenn ich mich etwas vage ausgedrückt habe. Ich hätte vielleicht schreiben sollen, "ICH höre das Brummen" und "ICH müsste mal den Kühlschrank abtauen".Was macht diese Erfahrung zu „MEINE“ Erfahrung?
"müsste vielleicht mal abgetaut werden" - Wieso eigentlich „müsste“? Gibt es eine Verbindung zwischen „Ich“ und „müsste“?
Die Erfahrung wird zu meiner Erfahrung durch die gedankliche Identifikation mit dem Körper.
Ja, es geht um die Identifikation.
Kann es eine Identifikation ohne „Ich“ geben? Wieso? Achte genau, untersuche es selber, es ist keine einfache Frage :-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
"Kann es eine Identifikation ohne „Ich“ geben? Wieso?
Ich habe mir mit der Antwort extra ein wenig Zeit gelassen.
Nein, eine Identifikation ohne "Ich" ist nicht möglich.
Die Identifikation setzt zwei Dinge vorraus: Einen Körper mitsamt seinen Empfindungen und etwas (das Ich), das sich mit dem Körper identifiziert.
Da das "Ich" eine Illusion ist, ist auch die Identifikation eine Illusion.
Re: Ohne Ziel
Beschreibe was gerade da ist und wie es wahrgenommen wird. Lass dich auf das Erleben voll ein.Nein, eine Identifikation ohne "Ich" ist nicht möglich.
Die Identifikation setzt zwei Dinge vorraus: Einen Körper mitsamt seinen Empfindungen und etwas (das Ich), das sich mit dem Körper identifiziert.
Da das "Ich" eine Illusion ist, ist auch die Identifikation eine Illusion.
Jorams Erlebensbeispiel: Der Geist ist konzentriert, die Finger tippen. Gedanken fließen leise, die Wahrnehmung wandert. Da ist eine Katze, sie schläft. Das Atmen wird wahrgenommen. Es ist beruhigend.
-Ist jemand da? - Stille. Immer wieder das Gleiche. Nur Stille wird wahrgenommen. Wahrgenommen. Von Wem? - keine Antwort zu finden... Nur Wahrnehmung. Schauen. Stille.
Du bist dran :-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
Erlebniswelt von namenlos: die Atmung ist ruhig - wahrnehmen - die Kaffeemaschine macht Geräusche - die Uhr tickt - Gedanken kommen und gehen – Ruhe - der Brustkorb hebt und senkt sich - Schauen - Obst liegt auf der Fensterbank - lecker - der Duft von Kaffee liegt in der Luft – Ruhe – Wahrnehmen - die Ellenbogen drücken auf die Tischkante – wessen Ellenbogen? – keine Ahnung, auch hier ist niemand - horchen - ein Brummen - ach, mal wieder der Kühlschrank ;)Du bist dran :-)
Re: Ohne Ziel
Und, gibt es mehr als das?Erlebniswelt von namenlos: die Atmung ist ruhig - wahrnehmen - die Kaffeemaschine macht Geräusche - die Uhr tickt - Gedanken kommen und gehen – Ruhe - der Brustkorb hebt und senkt sich - Schauen - Obst liegt auf der Fensterbank - lecker - der Duft von Kaffee liegt in der Luft – Ruhe – Wahrnehmen - die Ellenbogen drücken auf die Tischkante – wessen Ellenbogen? – keine Ahnung, auch hier ist niemand - horchen - ein Brummen - ach, mal wieder der Kühlschrank ;)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Ohne Ziel
Nein, nur das was gerade jetzt erscheint.Und, gibt es mehr als das?
Re: Ohne Ziel
Was könnte fehlen? Dem was ist kann nichts hinzugefügt werden.Fehlt dir was?
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