Ich drehe mich im Kreis

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Eqvis
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Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Thu Mar 10, 2016 11:07 am

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Der Zufall? Ich habe mich immer mal wieder mit meiner Suche beschäftigt. Ich mag keine "Jahrmarktspiritualität" und keine "Jünger"... Das hoffe ich hier nicht zu finden :-)

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich habe mich als unglücklichen Menschen gesehen und wollte schon in meiner Jugend glücklicher werden. Ich habe mich viel mit Psychologie beschäftigt, aber auch immer wieder mit Spiritualität im Sinne von Zen bzw. Buddhismus. Meditieren habe ich mit meiner Mutter gelernt, nach der Scheidung, als ich 12-13 Jahre alt war. Irgendwann habe ich aufgehört Angst vor meinen Gefühlen zu haben. Ein innerer ruhiger Beobachter ist häufig sehr präsent und ich sehe mich dann selbst reagieren. Aber da ist auch noch viel Kritik, viel Denken, viel Kontrolle (bzw. der Wunsch danach).

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Gelassenheit, Klarheit, Ruhe, Freiheit, Ankommen.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden? Auf einer Skala von eins bis zehn (zehn ist die höchste Bereitschaft). - choose one = wähle eine Zahl: 9

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Eqvis
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Ich wünsche mir eine Hand, die mich begleitet...

Postby Eqvis » Thu Mar 10, 2016 1:28 pm

Ich versuche hier schon mal meine Antworten auf ein paar Fragen zu finden...
1. Schaue dir zunächst deine Erwartungen an, die du mit einem erfolgreichen Prozess verbindest. Schreibe sie alle auf, dann warte, was dir noch einfällt, und dann schreibe weiter. Was auch immer du für Erwartungen hast - wahrscheinlich wird es ganz anders sein. Am besten ist, du lässt deine Erwartungen ganz zurück und bist einfach offen für das, was kommt.
Erwartungen: Ruhe, Freiheit, Erleichterung, insbesondere ein Aufhören von Gedanken wie "ich sollte..." oder "ich müsste..." oder "Du hättest es anders machen sollen...". Ein nachlassen von Schuldgefühlen, Verantwortung, Überforderung... Weniger Schmerz!
2. Dann schreibe alle Reaktionen, Gefühle und Gedanken zu diesem Satz auf: Es gibt kein Ich, kein Selbst, niemanden, der etwas tut, kontrolliert oder die Fäden in der Hand hat.
Was hat der Satz ausgelöst?
Erst kam die Angst. Angst mich von meiner Familie getrennt zu fühlen. Ich weinte. Dann empfand ich plötzlich Ruhe und Erleichterung in der Vorstellung mich von meiner Familie zu trennen. Was mich verwirrte. Dann kam Schmerz, weil ich mich im Grunde schon immer sehr einsam gefühlt habe. Insbesondere meiner Mutter gegenüber.
Dann kam erneut Angst. Angst vor Kontrollverlust, Angst ausgeliefert zu sein. Ohnmacht.
Vor 17 Monaten kam meine Tochter zur Welt. Ich hatte einen Krampfanfall und verlor das Bewusstsein. Wir zwei, insbesondere sie, hätten sterben können. Ich wachte erst wieder im Krankenhaus auf.
Niemand ist damals auf meine Angst zu sterben eingegangen. Das kommt jetzt wieder hoch. Ganz viel Ohnmacht, ganz viel Ausgeliefert sein.
Ein mulmiges Gefühl ist normal und auch Angst. Angst ist kein Feind, sondern ein Freund. Sie will dich beschützen.
Lade sie ein näherzukommen, bedanke dich bei ihr für ihre Dienste. Fühle die Empfindungen, die die Angst im Körper auslöst. Frage sie, wovor sie dich schützt. Und dann sieh hinter die Angst. Ist da etwas, wovor sie dich schützt? Wenn du nichts siehst, ist das auch ein Ergebnis.
Die Angst schützt mich vor der Wahrheit: ich kann tatsächlich jederzeit sterben. Oder meine kleine Tochter...
Ich habe mich von meinen Eltern nicht geschützt gefühlt, eher bedroht.

Ich sehe mich im Tor sitzen, an einer Seite angelehnt. Ich schaue hinaus, aber ich habe immer noch Angst. Ich glaube "es wird ja eh nicht klappen!"

Ich habe Angst vor leeren Versprechungen: doch keine Ruhe, doch keine Erleichterung, doch keine Freiheit...
Ich höre in meinem Kopf ein kleines frustriertes Mädchen "Ich bemühe mich doch immer so sehr, aber es verändert sich nicht wirklich etwas" (das stimmt nicht, in den letzten Jahren habe ich viel an mir gearbeitet und es geht mir bedeutend besser - hauptsächlich habe ich alte Ängste zugelassen).

Ich sitze schon recht lange hier. Manchmal kann ich mich selbst beobachten, wie ich irgend etwas tue oder sage und habe dabei kein Gefühl ICH-tue oder ICH-sage. Dann kommt plötzlich die Selbstkritik wieder. Beschuldigungen. Schmerz. Ich fülle meine Gedanken mit Ohrwürmer, dass ist einfacher als Stille. Stille ist auch manchmal da.

Ich habe es "verstanden". Es gibt Momente, da ist kein ganz klar kein handelndes ICH da. Aber es reicht nicht. Wann ist das ICH am stärksten? Es ist da, wenn es um Schuld und Schmerz geht.

Ich glaube oft, dass ich noch nicht so weit bin. Noch nicht "erwachsen" genug, noch nicht "reif" genug. Ich wünsche mir eine Hand, die mich begleitet, mir Schutz gibt, Vertrauen.

Das reicht mir für heute.
Ciao,
Mayra

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Ghata » Thu Mar 10, 2016 8:01 pm

Liebe Mayra,

Herzlich willkommen bei Liberation Unleashed :-).

Danke, dass du so offen über deine Erwartungen und Ängste sprichst.
Es ist eine Menge, vor allem eine Menge Angst, die du mit dir herumschleppst, (( Mayra)) .

Ich kann dir nicht versprechen, dass es besser wird, wenn du die Illusion des Selbst durchschaust.

Stelle es dir so vor, wie wenn ein Kind entdeckt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Es hat die Hände von Onkel Frank entdeckt und vor der Tür stand sein Auto. Dann hat es sich rausgeschlichen und geguckt, in welches Auto der Weihnachtsmann einsteigt. Es war das von Onkel Frank. Damit war klar: Der Weihnachtsmann ist nur der verkleidete Onkel Frank.

Ansonsten ändert sich nichts für das Kind. So ist es auch beim Durchschauen der Ich-Illusion. Du siehst in eigener Erfahrung, dass es das Ich nicht gibt. Das verändert den Blickwinkel vollständig, aber nicht die Gefühle selbst.

Vielleicht liest du dir hier noch einmal durch, was Liberation Unleashed nicht ist:

http://liberationunleashed.com/nation/v ... =18&t=4822

Möchtest du trotzdem weitermachen?

Liebe Grüße,
Ghata
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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Fri Mar 11, 2016 4:29 pm

Hallo Ghata,

Danke für Deine Antwort.

Ja, ich weiß, ja ich will.

Ich hatte gerade eine lange Antwort verfasst, und dann war aus technischen Gründen alles weg. Aber Schreiben hilft mir. Als ich vor Jahren Wolfgang Bernard (final dialogue / Buch: "In sich hinein gehen") kontaktierte, fragte er mich auch ob ich wirklich den Schritt tun wolle. Damals zögerte ich und zog mich zurück. Heute nicht.

Ich habe einen starken inneren Beobachter, der bei Angst und Wut und Trauer (oder auch Freude) oft gelassen zuschaut. Das können Andere natürlich nicht sehen, sie sehen nur was im Außen passiert: mein Körper, meine Reaktion, mein Gesichtsausdruck. Es ist auch schwer zu erklären. Ich hatte gehofft, dass ich hier eher jemanden finde der/die das versteht oder nachvollziehen kann.

Ja, ich bin sehr ehrlich und sehr offen, ich glaube, dass die meisten Menschen versuchen Schwäche (=Gefühle) zu verbergen, dadurch entsteht aber erst Trennung und Schmerz. Kontrollsucht und Schuldgefühle entstehen weil wir versuchen die Ohnmacht und die Angst zu verdrängen. Wir reden uns ein wir hätten etwas tun können.

Erst wer die Sinnlosigkeit akzeptiert, hat die Freiheit seinem Leben einen Sinn zu geben. Oder anders: die Freiheit einfach zu sein und seinem Inneren zu folgen.

"Nicht verändert sich, alles bleibt gleich, aber trotzdem ist alles anders." (Sinngemäß nach W. Bernard)


Ok, noch mal klarer:
Nüchterne Erwartungen (ohne Inneres Kind, Ängste usw.):

Die Muster bleiben, ich hoffe nur, dass ich sie etwas schneller durchschauen kann und auch öfter (als jetzt) darüber lächeln wenn sie auftauchen.


Und nun?

Liebe Grüße,
Mayra

PS: ich kann mich nicht kurz fassen! :-)

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Ghata » Fri Mar 11, 2016 4:55 pm

Liebe Mayra,
Die Muster bleiben, ich hoffe nur, dass ich sie etwas schneller durchschauen kann und auch öfter (als jetzt) darüber lächeln wenn sie auftauchen.
Das wäre ein sehr guter Auftrag an eine Psychotherapeutin.

Hier geht es ausschließlich darum, die Illusion des Ichs zu durchschauen. So gerne wir dir helfen würden, du bist hier leider nicht an der richtigen Stelle. Wir sind keine Psychotherapeuten, sondern Menschen, die die Illusion des Ichs durchschaut haben und anderen dabei helfen, ebenfalls diesen Schritt zu tun.

Bitte lies dir einige Dialoge im Archiv durch. Ich denke, dann wird es klarer, worum es geht.
http://liberationunleashed.com/nation/v ... m.php?f=22

Liebe Grüße,
Ghata
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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Fri Mar 11, 2016 5:24 pm

Ich versuche mal ein paar Fragen aus anderen Dialogen zu beantworten. Heute habe ich viel Zeit, sonst eher weniger.
Was fehlt, was brauchst Du um überzeugt zu sein, dass es kein ICH gibt?
Tja, erst ist mir dazu nichts eingefallen... "was fehlt...? Hmmm... Was fehlt...?"

Manchmal kommen komische Gedanken... eher Bilder: ein paar Wichtelmänner reichen mir ein rotes kuscheliges Herz, dann ein Bein.
(Mein Bein tut seit 4-5 Jahren weh und nix hilft!)

Plötzlich sah ich ein kleines Kind das schreit "Nein, nein, nein, ich höre Dich nicht, es stimmt nicht, bla bla bla bla" und hält sich dabei die Ohren zu mit geschlossenen Augen:

ICH will Kontrolle. ICH will die Welt anders haben als sie ist. ICH will die Mutter anders, den Vater anders, den Bruder anders. ICH will etwas TUN. ICH fühlt sich überfordert und falsch und frustriert und ohnmächtig.

Vertrauen fehlt.

Jetzt kommt Wut. Am liebsten würde ich alles kurz und klein schlagen (Anmerkung: ich bin eher Aggressionsgehemmt).

Ich habe Mitleid mit diesem Teil von mir. Frustriert, resigniert... Wie meine Tochter in einem ihrer Anfälle. Sie spiegelt mich. Wow...

Ich weiß schon alles. Ich weigere mich aber.

Folgender Gedanke kam nun: ich muss meine Eltern nicht lieben. Ich muss sie noch nicht einmal mögen.
Meine Gefühle sind richtig, meine Intuition ist für mich da.

Ich bin verwirrt und fühle mich schwindelig...

Ich lasse das mal wirken.

Mayra

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Fri Mar 11, 2016 5:27 pm

Hallo Ghata,

ich hatte Deine letzte Antwort noch nicht gelesen.
Ok, ich lese einfach mal weiter im Forum.

Danke trotzdem.
Mayra

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ICH darf nicht mit den Großen spielen

Postby Eqvis » Fri Mar 11, 2016 5:47 pm

Hallo Ghata,

willst Du mich provozieren?

Zu erst wollte ich mich rechtfertigen. In anderen Beiträgen liest man ähnliche "Erwartungen" - warum darf ich das nicht!?

Dann bin ich richtig wütend geworden (für meine Verhältnisse).

In meiner ersten Mail dachte ich an den Satz "Ich suche jemanden der mir einen Tritt in den Arsch verpasst!"

Damals habe ich W. Bernard gesagt ich hätte Angst vor meinen Aggressionen, deshalb sei ich noch nicht so weit.

Ich mache einfach mal für mich weiter... Provozier ruhig :-) oder auch nicht :-)


Danke,
Mayra

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Ghata » Fri Mar 11, 2016 5:49 pm

Liebe Mayra,

sieh dich noch ein bisschen um.

Wenn du denkst, so ein Dialog wäre trotzdem etwas für dich, auch wenn deine Gefühle gleich bleiben, können wir gern weitermachen.

Liebe Grüße,
Ghata
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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Sat Mar 12, 2016 10:41 pm

Hallo Ghata,

Nachdem ich hier etwas mehr gelesen habe, muss ich feststellen, dass es kein Thema ist Panikattaken zu haben, aber von einschlägigen Lebenserfahrungen darf man wohl nicht reden. Ausserdem decken sich meine Erwartungen mit dem was in vielen anderen Beiträgen steht, sogar in dem zu was ist LU und was ist es nicht.

Ich sehe es so: scheinbar hast Du ein Problem mit dem was ich erzählt habe. Du vertraust meinem Urteil nicht. Deshalb wünsche ich einen anderen Guide.

Mayra

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Ghata » Sun Mar 13, 2016 8:17 am

Liebe Mayra,

du kannst sehr gern einen anderen Guide haben. Er wird dir demnächst antworten.

Ich wünsche dir alles Gute!

Ghata
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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Joram » Sun Mar 13, 2016 8:55 am

Hi,
Ein innerer ruhiger Beobachter ist häufig sehr präsent und ich sehe mich dann selbst reagieren.
Wie läuft die direkte Erfahrung ab? Gibt es in der direkten Beobachtung „ich sehe mich“?

_()_
Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Mon Mar 14, 2016 2:18 pm

Hallo Joram,
Wie läuft die direkte Erfahrung ab? Gibt es in der direkten Beobachtung „ich sehe mich“?
Im Spiegel? ;-) Nein, Moment, oh, das ist plötzlich sehr verwirrend.

Meine Augen sehen sehr oft recht wenig von mir/meinem Körper (zumindest bewusst), aber das was ich als "ich" empfinde ist ganz sicher nicht sichtbar. Und es ist auch nicht fühlbar. Riechen und Schmecken funktioniert auch nicht. Das ist klar.

Also was meine ich was da passiert? Es ist eher so, dass ich wahrnehme, dass ich etwas tue/sage/denke, wobei ich in dem Moment irgendwie eher mit dem Wahrnehmen beschäftigt bin und das andere passiert. Sind dann 2 ichs da? Die passive Wahrnehmerin und die aktive Sagende/Tuende? ;-)

Gerade geht mir auf: wenn ich mich mit dem Handeln identifiziere, dann identifiziere ich mich gerade nicht mit dem Beobachten/Wahrnehmen. Aber das gilt auch andersrum. Also ICH nehme tun/sagen/denken war.

Mir fällt noch etwas auf: es ist ein Verantwortungsdingens was den Unterschied macht. Also, Kartoffelschälen passiert mehr oder weniger. Wenn ich mich jedoch schneide, dann war ICH das.


Dabei belasse ich es mal. Übrigens, Danke fürs Begleiten.

Gruß,
Mayra

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Joram » Mon Mar 14, 2016 3:20 pm

Hi Mayra,
das was ich als "ich" empfinde ist ganz sicher nicht sichtbar.
Na, da sind wir schon ein Stück weiter. :-)
Ist „Ich“ eine Empfindung? Wie entsteht diese „Ich-Empfindung“?
Es ist eher so, dass ich wahrnehme, dass ich etwas tue/sage/denke
Woher die Sicherheit, dass Wahrnehmungsprozess oder Denkprozess ein „Ich“ bedürfen?

_()_
Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?

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Re: Ich drehe mich im Kreis

Postby Eqvis » Wed Mar 16, 2016 4:43 pm

Hallo Joram,

ich hatte die Tage nicht so recht Zeit zum Antworten, aber die Fragen haben mich begleitet... Trotzdem bin ich nicht "sehr weit" gekommen und Frustration und Zweifel machen sich breit.
Ist „Ich“ eine Empfindung? Wie entsteht diese „Ich-Empfindung“?
Ich stecke fest.
Wie entsteht diese „Ich-Empfindung“?
Wie entsteht diese „Ich-Empfindung“?
Wie entsteht diese „Ich-Empfindung“?
...
Vielleicht durch Trennung. ICH ist hinter meinen Augen, vor den Augen ist die Außenwelt.
Irgendwie geht mir durch den Kopf, dass ein Gefühl/Empfinden "Angst" ähnlich dem Gefühl/Empfinden "Ich" ist. Ohne aber den körperlichen Teil. Oder ist ICH da wenn ich Angst empfinde? Vielleicht eher so rum. Dann ist es als ob sich alles von mir in eine kleine innere Mitte verkriechen würde und alles drum herum (Körper) ist zum Schutz da und gleichzeitig "ohne" Gefühl. Also Trennung/Abgrenzung/Distanz (Schutz). Darüber muss ich jetzt doch noch etwas nachdenken...
ICH ist da, wenn ich innerlich einen Schritt zurück mache. Bzw. innerlich eine Schritt zurück gehen will!?
Woher die Sicherheit, dass Wahrnehmungsprozess oder Denkprozess ein „Ich“ bedürfen?
Ich kann meine Sinne nicht ausschalten, also passiert Wahrnehmung auch ohne mein Bewußtsein bzw. ohne Aufmerksamkeit darauf. Wobei, woher weiß ich eigentlich, dass meine Finger immer noch "hart/glatt/kalt" senden, wenn ich gerade nicht darauf achte, dass da die Tastatur ist...? Hmmm...

Also der Gedanke Wahrnehmen/Bewußtsein ohne ICH fällt mir gerade sehr schwer...

Liebe Grüße,
Mayra


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