Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könnt ih

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WerWieWasWarum
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Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könnt ih

Postby WerWieWasWarum » Thu Sep 17, 2015 12:00 pm

Über Liberation Unleashed habe ich durch ein Video-Interview mit "Tom" erfahren, das war gestern
Ich habe mich gleich heute hingesetzt und schreib euch/dir jetzt, weil es so nicht mehr weiter geht. Alleine komme ich einfach nicht weiter. Ich hatte schon mal über 4 Jahre ein Online-Satsang mit einer erwachten Le(e)hrerin, aber ich wurde immer verzweifelter, weil ich immer verwirrter wurde bis hin zu tiefen Angstzuständen, die lange angedauert haben.
Das ist jetzt schon einige Jahre her und ich wollte mit dem ganzen "Kram" nichts mehr zu tun haben und habe versucht alleine klar zu kommen. Raus aus dem "Kram" kam ich natürlich nie, denn es ging ja immer weiter und nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich meine es hilft nur noch diese Erkenntnis, dass ich nicht der bin, der ich meine zu sein. Es erscheint mir gegelegentlich auch so greifbar, doch weiter geht es dann nicht und ich hake es mal wieder als eine der Erfahrungen ab, die kommen und gehen.

Liebe Grüße, WerWieWasWarum

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0kay
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Thu Sep 17, 2015 5:54 pm

Willkommen,

ich bin einer der Guide und wenn du magst begleite ich dich ein wenig bei deiner Suche.
Wie das funktioniert und was das Ziel des Nachschauens ist steht hier: http://liberationunleashed.com/nation/v ... f=18&t=337 , bitte lies das zuerst durch.

Wenn zu zwischendurch mal Zeit hast schau gern die abgeschlossenen Dialoge an: http://liberationunleashed.com/nation/v ... f=18&t=687

Kennst du schon die Hinweise zur Erleuchtung? Du kannst sie hier herunterladen als App für Windows, Android und andere Geräte: http://liberationunleashed.com/enlightening-quotes-app/

Es gibt sie auch im google play store auf englisch. Im Link oben sind die Versionen zweisprachig in deutsch und englisch.

Nachdem du die Gebrauchsanweisung gelesen hast beantworte bitte die ersten Fragen:

1) Was erwartest du als Ergebnis wenn wir hier fertig sind, was ist dann bei dir anders?
2) Was stört an deinem Zustand jetzt?

Liebe Grüße
0kay
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Fri Sep 18, 2015 10:14 am

Guten Morgen "okay", ich danke dir für dein Angebot!

Die Sachen habe ich gelesen und auch versucht die App in Linux zu installieren. Letzeres klappt aber noch nicht, bin da nicht so der Linux-Fachmann :-)

Zu deinen Fragen:

1. Ich erhoffe mir (erwarten tue ich eigentlich nichts mehr) zum einen viel mehr Klarheit in mir, denn mein Kopf ist eine ziemlich harte Nuss, die in mir immer so eine Verschleierung produziert, Verwirrtheit und zum anderen erhoffe ich mir eine Losgelöstheit von all diesen inneren Dramen, so wie ich es als Kind noch kannte. Mehr Lebensfreude und weniger Emotionalität ... ich raste schnell aus, bin oft mürrisch und ziellos. Ja, mehr Ausgeglichenheit und eine Vision für mein Dasein wünsche ich mir auch noch und letztendlich erhoffe ich mir so was wie ein erleuchtetes Dasein, in dem alles nur noch ein Spiel ist. Ich würde auch gerne endlich meine innere Passion finden ... meine Aufgabe, die mir Spaß macht, da sie zu mir gehört und mit Freude zum Ausdruck gebracht werden möchte. Ich wünschte mir auch mehr im Leben zu stehen ... ich fühle mich meist wie ein Fremder, der keinen Zugang auf diese Erde findet. Irgendwie bin ich noch immer nicht gelandet.

2. Mich stört an meinem Zustand eben, dass dies alles nicht vorhannden ist, obwohl ich mir auch darüber bewusst bin, dass dies bereits ein Hindernis darstellen kann ... dieses "wollen" eben. Es stecken auch Ängste dahinter, denn ich bin bereits seit 35 Jahren auf dem Weg und einen wirklichen Durchbruch hatte ich noch nicht. Kleinere High-Lights aber immer wieder mal wieder. Oh, ich merke grade die Frage war eigentlich auf´s Jetzt bezogen ... Jetzt, wo ich das schreibe stört mich das oben genannte eigentlich nicht so sehr. Jetzt stört mich aber immer noch mein Kopf ... Kopfschmerzen, Druck und so was wie Nebel, der die klare Sicht verdeckt. Ach ja ... da ist jetzt auch diese Zerissenheit in mir, als ob ich 2 wäre. Das eine ist wie ein Raum, der einfach da ist ohne irgend ein Problem ... das zweite bin "ich" eben mit all den körperlichen und geistigen Zipperleins. Das stört mich auch jetzt, da es nicht Eins ist. Es kostet mich auch so viel Kraft, ich kann das garnicht richtig erklären.

Ich denke das wars erstmal, mehr ist jetzt grade nicht ...

Danke noch mal und liebe Grüße, WerWieWasWarum

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Fri Sep 18, 2015 11:40 am

Danke, das war sehr ausführlich.
Ich erhoffe ... eine Losgelöstheit von all diesen inneren Dramen... mehr Lebensfreude und weniger Emotionalität ... ich raste schnell aus...
Ja, die Erwartungen sind schon ok, aber dauerhaft ist nichts. Hier sieht es so aus, daß es nach dem Tor oft nett ist, aber es gibt auch heftige, unruhige Zeiten.

Hier bei LU arbeiten wir meist mit direkter Erfahrung, schauen was gerade im hier und jetzt passiert um das zu erfassen, was der Verstand allein nicht schafft.

Direkte Erfahrung ist das, was die Sinne empfinden bevor Gedanken wie Vergleiche, Bewertungen und Erwartungen hinzu kommen. Die Ergebnisse der Betrachtungen aus direkter Erfahrung sind oft sehr kurz, störe dich nicht daran wenn deine Antwort aus direkter Erfahrung sehr kurz ausfällt. Üben wir das, schauen wir nach:
Jetzt, wo ich das schreibe stört mich das oben genannte eigentlich nicht so sehr.
Ja, gut, das war direkte Erfahrung im hier und jetzt. :)
Jetzt stört mich aber immer noch mein Kopf ... Kopfschmerzen, Druck und so was wie Nebel, der die klare Sicht verdeckt.
Kannst du Gefühle oder Gedanken länger anhalten lassen oder ändern, jetzt, in diesem Moment?


Ein Tipp noch: Wenn man lange Antworten im Browser verfasst kann es sein, daß man bei LU unbemerkt automatisch abgemeldet wird und der Text dann weg ist sobald man auf antworten klickt.
In einem Editor oder in einer Textverarbeitung schreiben und dann in den Browser kopieren ist sicherer.

Wenn du mit einem Kurznamen angeredet werden möchtest gib ihn gern durch.
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Fri Sep 18, 2015 11:53 am

Zu den App-Einstellungen bei der Installation:
Wenn die App heruntergeladen wurde im Hauptbildschirm des Telefons die linke Taste drücken und "Systemeinstellungen" wählen. Dann rechts unten "Security" wählen. Dort "Sicherheit" wählen. Im nächsten Menü "Unbekannte Herkunft, Installation von Apps aus unbekannten Quellen zulassen" mit einem Häkchen aktivieren.
Dann sollte die App installiert werden können.
Zur Sicherheit vielleicht nach der Installation das Häkchen wieder entfernen.
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Fri Sep 18, 2015 2:02 pm

Danke für deine Antwort und du wirst es nicht glauben, aber diese kleine Frage hat mich bereits in ein Chaos gestürzt und zwar deswegen, weil bei mir über dem Denken noch so eine Instanz ist, die mich beim denken beobachtet. Dann weiß ich garnicht mehr was ich denke! Ich krieg das einfach nicht weg. Wer denkt denn da??
Ja, die Erwartungen sind schon ok, aber dauerhaft ist nichts. Hier sieht es so aus, daß es nach dem Tor oft nett ist, aber es gibt auch heftige, unruhige Zeiten.
Das ist okay für mich, wenn es nicht wieder Jahre andauert ... :-)
Kannst du Gefühle oder Gedanken länger anhalten lassen oder ändern, jetzt, in diesem Moment?
Nein, länger anhalten und ändern kann ich beides nicht, ich kann das nicht beeinflussen ... vor allem nicht die Gedanken. Ich kann beides nur wahrnehmen. Für kurze Zeit geht es aber schon, wenn ich bewusst an was anderes denken möchte. Dann verändern sich auch meine Gefühle ... aber wie gesagt geht das nur für kurze Zeit.
Wenn du mit einem Kurznamen angeredet werden möchtest gib ihn gern durch.
Gerne, nenne mich einfach "Sun"

LG, Sun

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Fri Sep 18, 2015 2:05 pm

Habe noch was vergessen ...

Ich war nach dem posten vorhin weg und bin mir nun etwas unsicher, wie das hier abläuft.
Ist es eher so, dass das in Blöcken abläuft á z.B. 1-2 Stunden, oder geht das auch so, dass ich mal weg bin und dann wieder antworte?

Die App habe ich jetzt übrigens über die .exe mit "Wine" zum laufen gebracht. Mit meinem Linux gehts irgendwie nicht :-)

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Fri Sep 18, 2015 2:29 pm

Ja Sun,

mit WINE und der .exe-Datei bist du gut bedient. Ich ging von Android-Linux und der Version für Smartphone aus.

Schreib wann du Zeit hast, einmal am Tag sollte es schon sein und wenn wir beide Zeit haben geht es auch öfters.

Du hast einiges schon herausgefunden:
- Es kann Gedanken geben daß Veränderungen gewünscht werden.
- Im Hier und Jetzt sind Veränderungen nicht nötig, es ist ok so.
- Gedanken und Gefühle kommen und gehen, das kann nicht beeinflußt werden.


Haben auftauchende Gedanken die Kraft etwas zu tun oder zu verändern? Müssen Ideen befolgt werden?
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Fri Sep 18, 2015 3:17 pm

Hallo Okay ... das klingt gut, ich schreibe wenn ich kann und gerne auch öfters am Tag, ich will ja dran bleiben.

Gute Frage ... "Haben auftauchende Gedanken die Kraft etwas zu tun oder zu verändern? Müssen Ideen befolgt werden?"

Die Gedanken selbst haben keine Power, außer der Power zu nerven, puh! Allerdings können sie trotzdem so stark werden, dass ich dann auf sie reagiere. Müssen tue ich dies allerdings nicht, die Entscheidung liegt also bei mir. Ich beobachte da auch ein Auswahlkriterium zwischen "gerne tun" und nicht "gerne tun" ... so folge ich z.B. Ideen, wenn sie mir kreativ erscheinen sehr gerne und lehne andere ab, die mir nicht gefallen.

Da sehe ich auch ein Ding bei mir, weil ich Gedanken/Erinnerungen, die mir nicht gefallen ebenfalls ablehne, sie zu verdrängen versuche. Vielleicht sollte ich sie einfach laufen lassen .. sind doch nur Gedanken! Allerdings tuen mir einige Gedanken und Erinnerungen so weh, dass ich sie nicht denken will. Z.B. Gewalt gegen Menschen und Tiere, etc.

Kleine Frage noch dazu: Wenn "ich" nicht existiere ... "wer" reagiert denn dann überhaupt?

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Fri Sep 18, 2015 4:35 pm

Wir können gern zusammen schauen. Das sieht meist so aus, daß du in dir selbst nachschaust, im Hier und Jetzt, um vielleicht falsche Annahmen zu überprüfen und herauszufinden, wie viel oder wie wenig ein ich tut.
Wenn "ich" nicht existiere ... "wer" reagiert denn dann überhaupt?
Gute Frage, wir finden in einer Übung heraus ob ein ich reagiert oder ob dort lediglich Reagieren stattfindet.
Wirf etwa fünf Papierbällchen oder Stifte hoch und fang mit einer Hand auf so viel wie möglich.

1.) Hat jemand eine Entscheidung getroffen welche Hand zugreift?
2.) Hat jemand die Hand bewegt oder geschah das eher aus einem Impuls?
3.) Aus der Erinnerung an die Übung:
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Fri Sep 18, 2015 4:38 pm

3.) Aus der Erinnerung an die Übung: Fand dort Tun statt oder ist in der Erinnerung ein "ich" enthalten?
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Sat Sep 19, 2015 1:36 pm

1.) Hat jemand eine Entscheidung getroffen welche Hand zugreift?
2.) Hat jemand die Hand bewegt oder geschah das eher aus einem Impuls?
3.) Aus der Erinnerung an die Übung:
3.) Aus der Erinnerung an die Übung: Fand dort Tun statt oder ist in der Erinnerung ein "ich" enthalten?
Hallo Okay ... ich hab die Übung gemacht :-) und natürlich war es mir nicht möglich jede Bewegung bewusst zu steuern, um die Papierbällchen zu fangen. Die Hände haben ohne eine gewollte Planung, die von mir hätte ausgehen können, zugegrffen. Ich musste aber dennoch hinschauen, sonst hätte ich mit Sicherheit ins Leere gegriffen.

Ist dies nicht aber lediglich jener Automatismus, der in vielen anderen Situationen auch
einsetzt, wenn man z.B. stolpert und versucht sich dann wieder zu fangen?

Ich hoffe es ist okay, wenn ich solche Fragen stelle ... ja?

Während der Ausführung und auch aus der Erinnerung gesehen war es so, dass das Tun selbst ein Prozess ohne einen "Täter" war, wenngleich es dennoch eine Täterschaft gab, die durch mich geschah. Ich habe die Papierkügelchen hoch geworfen und ich habe sie auch wieder aufgefangen, es war kein Anderer.

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Sat Sep 19, 2015 5:31 pm

Hallo Sun,

das war gut nachgeschaut. Und ja, Fragen Stellen ist ok. Du hast festgestellt, daß das Fangen von selbst ablief und dann hast du das erinnert, aufgeschrieben und ein paar weitere Gedanken hinzu geschrieben.
Ich musste aber dennoch hinschauen, sonst hätte ich mit Sicherheit ins Leere gegriffen.
Ist dies nicht aber lediglich jener Automatismus, der in vielen anderen Situationen auch einsetzt, wenn man z.B. stolpert und versucht sich dann wieder zu fangen?
Aus meiner Wahrnehmung geschieht das von allein. Etwas passiert, etwas wird bemerkt und Ausgleich findet statt.
eine Täterschaft gab, die durch mich geschah
Mich, Täter... ist das in der direkten Erfahrung der Übung enthalten?
Oder ist das ein Label, ein Begriff, der nachher durch Gedanken hinzu kommt?
Hat ein ich, ein mich oder ein Täter bei der Übung etwas veranlaßt oder entschieden oder kontrolliert?
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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby WerWieWasWarum » Sun Sep 20, 2015 2:26 pm

Hallo Okay ... danke für deine Antwort
Aus meiner Wahrnehmung geschieht das von allein. Etwas passiert, etwas wird bemerkt und Ausgleich findet statt
Dass etwas "passiert" und ein "Ausgleich stattfindet" (auch wenn es vielleicht nur der Ausdruck jenes göttlichen Spiels ist), kann ich nachvollziehen ... doch dass es "bemerkt" wird nicht so sehr. Gibt es denn da "Jemand", der dies "bemerken" könnte?

Bevor ich auf deine Fragen antworte muss ich was klären, bzw. dir erzählen.

Gestern nachmittag nach langem Lesen hier im Forum hats ein paar mal geschnackelt, du kennst das Gefühl sicher ... es sind diese kleinen Glücke der Erkennisse mit diesem "Ah!" :-) Ausschlaggebend war wohl jene Einsicht in "mir", dass es kein "innen" und kein "außen" gibt. Keine getrennte Person in und von jenem sogenannten Aussen. Die anderen Erkenntnisse weiß ich nicht mehr, aber schee wars. Danach war ich high! Als ich dann Auto fuhr fragte ich mich wer da eigentlich Auto fuhr, als ich zum Supermarkt gelaufen bin fragte ich mich wer da eigentlich lief und wer sprach auch mit der Thekenbedienung? Woher kamen all die Worte und was bewegte meinen Körper? Das ganze Erleben war auch geprägt von einer ungeahnten Intensität, es waren keine Puffer mehr zwischen mir und dem Erlebten, das war mir da absolut klar. Ich wollte es dir gleich schreiben, doch als ich es abschicken wollte, hab ich inne gehalten und mir gedacht "Überprüfe es erst mal!". Okay ... ich habe es dann den ganzen Abend lang beobachtet und auch heute morgen beim aufstehen und ich muss dir sagen, ich war plötzlich "enttäuscht"! Diese Enttäuschung setzte aber eigentlich schon gestern ein, begleitet von starken Zweifeln an der Authentizität des Erlebens dieses anderen Zustandes, obwohl ich mir auch ständig sagte, dass es nun mal so ist und warum sollte ich dies überprüfen und vorallem auch wie? :-) Aber besonders die Frage hat mich beschäftigt: "Was war/ist eigentlich anders"? ... und konnte/kann es eigentlich nur damit beantworten, dass ein bestimmtes Anhaften nicht mehr vorhanden ist. Außerdem ist nun dort, wo vorher der Nebel und Verwirrtheit in meinem Kopf war, eine stechend klare Wahrnehmung. Und da ich von einem Vogel schrieb, der fliegen möchte kam mir gleich der Vergleich mit einem Adler :-) High war ich heute morgen also auch nicht mehr und ich hatte ziemliche Kopfschmerzen, wegen dieser Intensität. Und dennoch war da nun mittlerweile auch das Gefühl von "Egal-heit". Manchmal musste ich sogar schmunzeln und genoss dieses Gefühl, das durchaus entspannend war.
Nun aber dazu noch eine Frage: Jene Identifikation mit dem "ich bin dies und das" scheint wohl perdu zu sein (meine Interpretation), doch erlebe ich durchaus ein inneres Gefühl von "Individualität" (das trifft es am besten). Es ist eine Art ständiger Wiedererkennung. Ich kann also nicht sagen, dass "ich" nicht mehr bin, ich kann nur sagen, dass ich nicht mehr Der bin, der ich vohrer war ... obwohl ich dennoch der Gleiche wie vorher bin. KOMPLIZIERT! :-))

Zu deinen Fragen ...
Mich, Täter... ist das in der direkten Erfahrung der Übung enthalten?
Oder ist das ein Label, ein Begriff, der nachher durch Gedanken hinzu kommt?
Hat ein ich, ein mich oder ein Täter bei der Übung etwas veranlaßt oder entschieden oder kontrolliert?
Das ist eben das Problem für mich das zu beantworten. Als das Tun stattfand, war in dem Tun keine Person vorhanden, ABER DENNOCH war da das Fühlen der Bewegungen, die ich auch jetzt noch in meinem Hirnkasterl (Leinwand, Kino, Umsetzung in Bilder) durchaus mit MIR verbinde. ICH war das, denn das Erleben fand in "MEINEN" Händen statt, da nur ich sie fühlen konnte. Ich wüßte nicht, wie es sich in den Händen eines Anderen angefühlt hätte. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass in der Erinnerung das Fühlen nicht mehr wirklich existiert, da es ja nur eine Reproduktion des Erlebens ist und es von daher auch jemand Anderes hätte sein können, so dass dann "Persona" eher wegfällt.

Während der Übung habe ich nichts bewusst entschieden, weil ich das auch garnicht hätte tun können. Das sind Vorgänge in Milli-Sekunden, die ich nicht bewusst und gedanklich steuern kann. Aber ist das ein Beweis dafür, dass es "mich nicht gibt"? Irgendwie wiederholt sich da grade was :-), weil du ja bereits dazu geantwortet hast. Doch kann es doch auch durchaus so sein, dass "ich" weitaus mehr kann, als ich so im Alltag erahne. Z.B. eine ungeahnte Schnelligkeit in der Koordination meiner Bewegungen, die von einer anderen und höheren "Ich-Instanz" gesteurt wird. Wo ist da die Grenze zwischen einem "reinen und ich-losen Geschehen" und "bewussten Handlungen, die von mir ausgehen"? Bin ich vielleicht nicht doch der Schöpfer meines eigenen Daseins, in dem es doch ein "ich" gibt bis hoch in die entferntesten Dimensionen? Wieso und warum auch diese Trennung zwischen "ich" und "nicht-ich"? Wahrscheinlich wirst du dazu antworten, dass es doch kein "ich" gibt und von daher auch alle diesbezüglichen Ansätze unnötig sind, doch .......................... :-)

Ich hör jetzt auf, ist ja irre viel geworden ... und nun warte ich erstmal auf deine Antwort/en im Rahmen deiner zeitlichen Kapazitäten

Liebe Grüße, Sun

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Re: Liebe Grüße ... ich bin ein Vogel und will fliegen! Könn

Postby 0kay » Sun Sep 20, 2015 3:59 pm

Hallo Sun,

schön zu hören daß es dir gut geht. Ja, solche Erlebnisse finden statt. :)
Mir ging es kurz vor dem Tor so, daß es vorübergehende Sensationen gab und später dann das Gefühl des Eins-Sein, es mußte aber noch aufgeräumt und einiges überprüft werden. Wir machen am besten weiter bis alles klar ist, bis wir beide keine Fragen mehr haben, ok?

Du hattest bereits festgestellt, daß du Sensationen, Gedanken und Gefühle nicht anhalten kannst.

Der Zugang zum Eins-Sein ist in der Direkten Erfahrung, im Hier-Jetzt-Sein. Das kann sich beim Schauen oder beim Fühlen zeigen. Auch das Hören bietet Zugang zum Eins-Sein. Du kannst prüfen, ob beim Hören von Geräuschen auch Stille dahinter oder dabei ist, eine Stille die immer da ist auch wenn das Hören laute Geräusche aufzeigt.
Wenn Eins-Sein wahrgenommen wird kann möglicherweise das Gefühl von Endlosigkeit anstelle von Zeit auftreten, achte gern auch darauf.

Du hast herausgefunden, daß in Direkter Erfahrung keine Person beteiligt ist, Handlung findet statt.
Später in der Erinnerung an das Ereignis hast du das Tun der Hände mit einem "mir" verbunden und es kam ein Gedanke heraus: "ICH war das, denn das Erleben fand in "MEINEN" Händen statt, da nur ich sie fühlen konnte."

Ist das wirklich so, ist da ein ich, daß Einfluß auf Hände nimmt?
Oder kam der Gedanke "Hände=ich" erst im Laufe der Handlung oder nach der Handlung in Gedanken dazu?

Bewege einen Arm vor dir hin und her um das herauszufinden:
Wie genau ist der Ablauf, wann entsteht im Laufe einer Handlung der Eindruck, daß ein ich beteiligt ist?
War vor diesem Eindruck tatsächlich ein ich vorhanden?
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