ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt reichts

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Skya
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ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt reichts

Postby Skya » Sat May 23, 2015 5:07 pm

Hallo liebe Guides,

Spontan war ich fasziniert von dem Angebot was hier gemacht wird. Die Selbsterforschung in Form des Dialoges ist mir sehr vertraut, auch wenn nur als Gespräch mit mir Selbst (oder höheren Wasauchimmer) in meinem Kopf. Das bringt immer erstaunliche Erkenntnisse zutage. Aber da ich ja immer noch hier bin, frage ich mich mittlerweile ob ich mich vielleicht doch dabei selbst sabotiere. Ein wahrer Guide , der nicht in mir drin steckt, sondern scheinbar von aussen zu mir spricht, klingt gut.

Ich möchte ganz ehrlich sein.

Nachdem ich dann ein wenig in den Archiven gelesen hatte kamen passierte folgendes:
Mir kamen plötzlich die Tränen und ich spürte diesen Schmerz im Herzbereich. Ich hatte das mutlose Gefühl das alles schon gemacht zu haben. Das ich alle diese Fragen, Experimente und Wahrnehmungen schon ehrlich gestellt und erforscht habe. Mich schon solange und so tief damit befasst habe und trotzdem nicht klar geworden bin. Ein wohlbekanntes Gefühl. Und dann geht’s so weiter: Offensichtlich funktionieren diese Sachen nur bei anderen Menschen, nur bei mir geht es immer daneben. Meine ganze jahrzehntelange extreme Wahrheitssuche ohne wirklichen Erfolg ist der Beweis....
Bamm
Und da hat sie sich schon offenbart. Die wahrscheinlich stärkste Bastion meines Iches (-: .
Ich stolpere immer wieder darüber. Meine Identifikation mit einer Idee des Opfers, des Wertlos-seins, die es gar nicht wirklich gibt .
Ich habe soviel Wissen und tolle Erfahrungen angereichert. All die Bücher gelesen, die extremsten Experimente und Übungen, die ausgefallensten Retreats, Meditationen und Zeremonien gemacht. Ein so komplexes, ausgefeiltes und kreatives mentales Verständnis über die ,,Wahrheit'' erreicht, das ich die immer mehr Gefahr laufe mich selbst damit zu betören und irrezuführen.
Aber all das sogenanntes mentales Wissen ist wertlos. Denn tief in mir drin glaube immer noch hoffnungslos verloren und kaputt, ein unlösbarer Fall zu sein.
Der Kopf scheint so übergroß und dem Herz ,das total hinterher hinkt, so meilenweit voraus zu sein, daß es mich innerlich zu zerreißen scheint , was immer unaushaltbarer wird.

Ich habe mich also damit beschäftigt mich vor dem torlosen Tor umzutreiben und die Gegend aufs genauste zu untersuchen und zu dokumentieren, weil ich glaubte das das nützlich und notwendig sei. Aber jetzt sehe ich, das ich die ganze Zeit nur versucht habe einen raffinierten Weg zu finden mich mit samt meines Iches hindurch zu schummeln.

Genug.

Da sind also Zweifel und ein Denkerkopf der im Wege steht.
Aber ich bin müde und bereit und entschlossen. Ich möchte nicht mehr den Schein für die Wirklichkeit halten, endlich das sein was wirklich ist. Nach Hause kommen. Das Passieren des torlosen Tors einfach passieren lassen können. Ich kann es nicht selber tun und bitte um Hilfe.

Wer kann /mag mich abholen und führen?

Danke

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Sun May 24, 2015 10:39 pm

Hallo Skya,

willkommen im Forum. Ich bin einer der Guide und möchte dich gern begleiten.

Lies dir kurz die Hinweise zur Benutzung durch, viewtopic.php?f=18&t=337 ,
dort ist auch der Link zu abgeschlossenen Guidings viewforum.php?f=22 .
Die könnten für dich informativ sein und beim Lesen ebenfalls das Gewünschte auslösen, nicht-ich sein.

Guide beleuchten mit Fragen den Weg, du blickst dorthin und beantwortest alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig. Sinn der Fragen ist, daß du aus eigener Erfahrung erkennst was ist und was nicht ist.

Wir erkunden wenn du magst zuerst ein wenig die Sinne und das Auftauchen von Gedanken und Gefühlen.
Mit welchem Sinn möchtest du beginnen: Hören, Sehen oder Tastsinn?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Mon May 25, 2015 11:05 am

Hallo Okay,

Danke, das du mich begleitest. Ich freue mich und mit gespannt.

Dir Hinweise habe ich gelesen und stimme zu.

Ich weürde gerne mit dem Hören beginnen.

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Mon May 25, 2015 12:24 pm

Meistens werden wir Fragen abarbeiten, es ist aber ok wenn wir ein wenig abschweifen um Dinge am Rande zu betrachten oder das was als wichtig erlebt wurde.
Wenn Fragen nicht ganz verständlich sind frag gern nach, ich werde das selbe tun.

Viele Menschen denken ständig an Erlebnisse aus der Vergangenheit, an Erwartungen für die Zukunft und an andere Menschen, was dort vielleicht für eine Meinung zur eigenen Person besteht. Ständiges Denken verhindert dann oft, daß Einssein erlebt wird, daß ein "ich" und Trennung zur Welt erlebt wird.

Wir betrachten daher zuerst die Sinne, dazu brauchen wir das ständige Denken nicht. Noch genauer: es könnte stören, daher ist es besser relativ entspannt ohne Erwartungen oder Gedanken einfach zu hören, nicht besonders desinteressiert aber auch nicht besonders interessiert. Jedes Ergebnis ist recht, einfach hören auf das was da erscheint. Direktes, passives Erleben der Sinne (ohne gedankliche Auswertung) bietet Zugang zum Einssein und nicht-ich. Nicht-ich ist ein angenehmes Gefühl in dem keine Gedanken zum ich auftauchen.

Das Zwitschern von Vögeln ist geeignet, das Vorbeifahren von Autos oder Schritte die vorübergehen.
Leg gern die Füße hoch und schließe die Augen. Was wird beim Hören erlebt?

Das war einfach, hm? Gern noch einmal, laß dir Zeit.
Welche Erfahrungen werden vom Hören gemacht, welche nicht?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Mon May 25, 2015 6:28 pm

Gerade eben hatte ich deine PM gefunden, daß du zwischen zwei Mal täglich und alle zwei Tage antworten kannst, ok.
Die Forenleitung meint wir sollten Guiding möglichst ohne PM machen damit andere Guide und andere Suchende besser nachlesen können, also wenn´s geht immer direkt im Thread schreiben.

Dein Eingangsbeitrag, dort steht du hast hier schon viel vor dem Tor erlebt und du vermeidest die ich-Form.

Bedeutet das, du hast die ich-Illusion bereits durchschaut?
Hattest du hier schon einen Benutzernamen, welchen?
Was kann beim Guiding für dich erreicht werden?
Wie stellst du dir das Leben hinterher vor, was ist dann anders?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Mon May 25, 2015 8:47 pm

Die Forenleitung meint wir sollten Guiding möglichst ohne PM machen damit andere Guide und andere Suchende besser nachlesen können, also wenn´s geht immer direkt im Thread schreiben.
Alles klar
Dein Eingangsbeitrag, dort steht du hast hier schon viel vor dem Tor erlebt und du vermeidest die ich-Form.
Manchmal scheint der Satz das was ich ausdrücken will besser ohne Ich -Form zu treffen. Aber das ändert sich sowieso gerade ständig.
Bedeutet das, du hast die ich-Illusion bereits durchschaut?
Die Frage erstaunt mich, nachdem was ich geschrieben hatte. Dann würde es für mich ja kein Tor mehr geben und ich hätte keinen Guide beantragt (-: Das Tor ist ein ziemlich mysteriöse unüberwindbares Ding für mich.
Aber ich hatte diese Glimpse wo alles klar war und wo es kein Tor gab. Aber eben nur sneak peeks.
Hattest du hier schon einen Benutzernamen, welchen?
Noch mal wunder, warum? Nein ich hatte noch keinen anderen Benutzernamen hier, kenne das Forum erst seit ein paar Tagen.

Was kann beim Guiding für dich erreicht werden?
Ich arbeite ziemlich intensiv mit meiner eigenen inneren Führung, aber das hat auch seine Nachteile. Man kann leicht durcheinander kommen. Der Guide ist für mich eigentlich dieselbe Führung nur das sie jetzt scheinbar von aussen kommt, mit einem scheinbaren Abstand und so wesentlich eindrücklicher sein kann. Wenn alles stimmt kann glaub ich eine ernsthaftere ehrlichere Untersuchung stattfinden . Und und mir vielleicht den fehlenden letzten Impuls geben...
Wie stellst du dir das Leben hinterher vor, was ist dann anders?
Da ist eine Menge Wunschdenken, dass ich nicht verhindern kann, über die Befreiung von Schmerzen, daß mein Leben sich endlich entfaltet und ich meine vollen Potentiale leben kann und Angst , Scham und Fustration verschwinden.
Aber wenn ich es von der Erfahrung meiner Glimpse aus sehe, dann erwarte ich eigentlich nur das die Wahrnehmung des Ganzen Einen die im Vordergrund tritt als Hauptmelodie und die Wahrnehmung als getrenntes Individium im Hintergrund als Backround musik. Nur eine Verschiebung in der Perspektive die ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann. Das ich das Leben als einfach bedeutungsloses fröhliches Spiel sehen kann anstatt als etwas Ernstes, Wichtiges was man schaffen muss .


Die Frage zum Hören beantworte ich morgen. Will da noch ein bischen mehr reinhorchen (-:

Gute Nacht

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Tue May 26, 2015 6:30 pm

[quoteDas war einfach, hm? Gern noch einmal, laß dir Zeit.
Welche Erfahrungen werden vom Hören gemacht, welche nicht?][/quote]

Sitze im Garten und höre den Vögeln zu. Die Gedanken kommen immer wieder dazwischen, sind übermächtig, tricksen mich aus. Ich höre etwas und in dem selben Moment ist auch das Etikett dafür da, und wenn ich nicht aufpasse entstehen Vergleiche, Bewertungen unversehens ne ganze Geschichte dazu, die behauptet viel wichtiger zu sein.
Ich versuche vergeblich den Moment bevor das Etikett kommt ab zu passen. Dann erinnere mich, daß es so nicht gehen kann. Also entspanne ich mich um es zu mir kommen zu lassen, das was dieses Geräusch wirklich ist, es nicht tun zu wollen. Empfangen, nicht suchen. Und für Momente ist es als wenn alle Geräusche und das Hören in mir drin sind, irgendwie von überall kommen. Komischerweise ist das irgendwie unangenehm.

Ein ungewöhnliches Pfeifen kommt mir ins Bewusstsein. Es hatte schon einige Sekunden vorher angefangen aber ich hab es erst bewusst jetzt gehört. Ich erinnere mich an den Anfang, obwohl ich es da nicht gehört hatte. Wie kann das sein? Wer hatte es dann gehört? Ich wars nicht, hatte es ja überhört. Wenn dieses vergangene Geräusch kein Ich gehört hatte ist muss ja das jetzige Ich genauso unreal sein. Hm.

Ich merke schon, ich beantworte deine Frage nicht sehr klar, weil ich unsicher bin.

Was erfahre ich? Hören, Geräusche, Gedanken als Geschichten.
Was erfahre ich nicht? Nichts reales.

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Tue May 26, 2015 9:28 pm

Passives Hören. Wie kam ein ich hinzu, in welcher Form, in welcher Reihenfolge?
Ist die Reihenfolge immer so?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Wed May 27, 2015 9:43 am

Etwas ist geschehen. Was für eine Nacht! Ich bin übermüdet aber es macht nichts.
Gestern abend habe ich im Gateless Gatecrashers e-buch gelesen. Mit manchen Fällen konnte ich wenig anfangen, aber dann kam etwas, wo ich mich wiedererkannt habe . Es war ein anderes Lesen, nicht um Wissen zu horten, eher ein Lesen- Sehen- Staunen.

Dann bin ich damit und mit deiner letzten Frage ins Bett gegangen und habe weiter hinein gehorcht-gefragt. Es ist als wenn ich es zum ersten mal wirklich ernsthaft tue und vorher alles eine farce war. Jetzt ist es ein ständiges In Frage stellen des Ichs sobald es in irgendeiner Form auftaucht. Es kamen einige umwerfende Erkenntnisse zutage, aber ich habe sie nicht festgehalten und jetzt sind sie weg. Egal.
Es ging die ganze Nacht so, im Wechsel zwischen Wach- und Schlaf Phasen. In den in den Träumen ging es einfach weiter, auf andere Weise aber der selbe Prozess. Kein Gedanke, keine Wahrnehmung blieb un-befragt, keine normalen Träume.
Und es gab diese undefinierbare Phasen, gleich nach dem Aufwachen bevor der erste Gedanke auftaucht. Nichts Besonderes oder Euphorisches, eher ein verwundertes Wahrnehmen von etwas Unbeschreibaren. Dann mit dem ersten Gedanken geht das Fragen weiter.
Es war wie eine gnadenlose Jagt auf das Ich in jeder Form, nur ich die Jagt nicht machte. Das passierte einfach alleine und hörte nicht auf.

Aber am Morgen war es dann irgendwie vorbei. Die Gedanken können sich wieder unbemerkt breitmachen. Das Innehalten und Nachfragen ist ein aktives Tun. Ich bin etwas enttäuscht, merke aber auch ich das hier etwas Echtes begonnen hat wo es kein Zurück gibt. Ein Feuer. Alles Andere in meinem Leben ist plötzlich unwichtig. Eine gedämpfte freudige Erregung. Aber wer hat die?
Alles hat mit allem zu tun, aber nichts davon hat mit mir zu tun. Und wenn ich mit nichts zu tun habe kann ich auch nicht da sein.
Passives Hören. Wie kam ein ich hinzu, in welcher Form, in welcher Reihenfolge?
Ist die Reihenfolge immer so?
Wenn ich direkt höre ist kein Ich da. Nur das Vogelzwitschern. Sobald der erste Gedanke auftaucht ist auch das Ich da, scheint untrennbar damit verbunden. An jedem Gedanken, hängt ein Ich dran. Aber wenn ich schaue, dann ist da nichts. Und die Gedanken und das Zwitschern sind das Selbe. Ich glaube ich denke den Gedanken an das Zwitschern... Da könnte ich genauso glauben das ich es bin der zwitschert (-: Auch nur ein Glauben.
Vielleicht ist völlig okay ist das an jedem Gedanken das Ich hängt. Egal und un relevant?
Die Frage ist, wer, stellt diese Fragen überhaupt, wer was ist dahinter.

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Wed May 27, 2015 10:46 am

Ja, Skya.
Da könnte ich genauso glauben das ich es bin der zwitschert (-:
:)

Am Morgen anders sein: Festhalten (wollen) an was auch immer lenkt vom Einssein ab.
Direkte Erfahrung, Dinge laufen lassen führt wieder zu Einssein, ständigem Fluß.

Geräusche enthalten Töne. Laute und leise Anteile wechseln sich ab. Stille im Hintergrund. Sein ist immer, nicht nur wenn es laut ist. Die Pausen zwischen einzelnen Schritten, stille Zeiten zwischen vorbeifahrenden Autos, die Stille zwischen einem Zwitschern und dem nächsten und sogar die Stille im Brummen (laut/leise) des Motors.

Passives Hören. Wo fängt Stille an und wann hört sie auf?

Das ich und wie es dazu kommt schauen wir noch. Du kannst aber auch gern jetzt schon schauen wo Gedanken herkommen, wo ein ich dazustößt und ob bei allen Gedanken (Wetter?) ein ich dabei ist.
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Wed May 27, 2015 4:45 pm

Danke Okay. (Dein Username ist sehr beruhigend)

Ich wundere mich, das ich keine Angst spüre. Früher,wenn ich glaubte ganz nahe zu sein, vor dem abgrundlosen Abgrund zu stehen, war da die blanke Angst. Stark und schmerzhaft spürbar im Herzbereich, lähmend. Ich habe damit gerechnet mich dieser Angst wieder stellen zu müssen, das es schwer werden wird. Jetzt auch Schmerz da, aber ich kann die Angst nicht finden. Schmerz okay, da ist er eben. Angst soll kommen wenn sie will.
Es kommen die zweifelnden Gedanken, daß das unmöglich authentisch sein kann, so unspektakulär. Was ist es, dieses dieses..., das direkte Wahrnehmen immer auf ein bisschen später verschieben will?! Die Entschuldigungen werden nie ausgehen. Was für ein raffiniertes Spiel!
Passives Hören. Wo fängt Stille an und wann hört sie auf?
Schwierig. Ich kann die Stille nicht hören. Am ehesten könnte ich sagen das da ein vages Gefühl ist, etwas im Hintergund, nicht zu hören aber alles verbindend. Wirklich sehr vage, aber hat keineng Anfang, kein Ende.
Du kannst aber auch gern jetzt schon schauen wo Gedanken herkommen, wo ein ich dazustößt und ob bei allen Gedanken (Wetter?) ein ich dabei ist.
Das Geräusch wird gehört und ist was es ist. Dann wird es eingeordnet. Das passiert einfach, ich kann nicht sagen das ich das tun würde. Es muss nicht mal unbedingt ein Gedanke oder Image dabei sein. Es ist mehr wie ein spontanter Impuls, manchmal kommt es gleich nach dem das Geräusch ertönt, manchmal etwas später. Gedanken dazu können auch Ich-frei sein wenn sie mich nicht berühren. Das Ich kommt eigentlich erst ins Spiel wenn die Gedanken Erwartungen und Bewertungen enthalten. Aber das sind die meisten. Sie lösen ein Gefühl im Körper aus, ein Gefühl der Besitzerschaft, Verantwortung, Wichtigkeit. Das Ich scheint im Körper zu sitzen weil dieses Gefühl im Körper ist. Aber beweist doch nichts. Ausser wenns geglaubt wird.
Die Gedanken tauchen aus dem Nichts auf und dann denke ich sie gehören mir. Eine komische Angewohnheit.
Bloss weil ich was gehört habe gehörts mir doch nicht. Hört, hört. Wem gehört dieser Gedanke? Wenn Hören ohne Ich sein soll dann muss ich wohl das ge- davor weglassen. Dann kanns nur noch jetzt sein.

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Wed May 27, 2015 5:31 pm

Hi Skya,
dein Name ist auch sehr schön.

Wir geben nur Aufmerksamkeit hierhin und dorthin und machen alles ganz ruhig mit viel Zeit.
Sehr ruhige Aufmerksamkeit passiert, Achtsamkeit. Kaum Gedanken.

Achtsamkeit ist ein Zugang zum Einssein, dem ständigen Fluß. Dort ist Ankommen ohne Widerstand und Loslassen ohne Widerstand.

Du kannst Klänge ankommen, hören und vergehen lassen hier üben:

http://mynoise.net/NoiseMachines/osmosi ... erator.php
http://mynoise.net/NoiseMachines/rainNoiseGenerator.php
http://mynoise.net/NoiseMachines/whiteN ... erator.php

Die lauten Anteile folgen unterschiedlich schnell aufeinander, die Stille ist im Hintergrund.
Bei Osmosis läuft zusätzlich ein Hum im Hintergrund, mit den Einstellungen rechts kann man das variieren.

Passives Hören ohne Gedanken. Ist da ein Gefühl von innen oder außen oder ein Gefühl von Zeit?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Thu May 28, 2015 9:46 pm

Sehr cool diese Soundmaschienes, besonders animated!

Es bewegt und ändert sich innerlich so viel bei mir, auf vielen Ebenen und ich weiß nicht ob ich darüber schreiben soll. Was ist relevant? Was hat morgen noch Bedeutung?

Alles wird intensiver, rückt näher ran, Details erstaunen. Die Klänge streicheln mich, formen Muster, lösen Gedanken auf. Sind manchmal in mir drin, manchmal draussen, manchmal unterschiedslos. Ich bin entspannt damit, möchte nicht mehr innerlich irgendwie weg , wie es sonst immer war.
Die Gedanken sind immer noch sehr dominant und kommen immer wieder. Aber ich sehe immer klarer was da vorgeht.

Passives Hören. Ich möchte den Unterschied zwischen aktivem und passiven Hören sehen, erkennen. Er entgeht mir immer wieder im ständigen Wechsel. Der Übergang von lautem, wollenden Suchen zu einer stillen Empfangsbreitschaft.
Passives Hören ohne Gedanken. Ist da ein Gefühl von innen oder außen oder ein Gefühl von Zeit?
Wenn ich höre ist da wohl kein Innen und Außen, aber es ist irgendwie unklar. Sobald ich mir aber die Frage danach stelle und checke wird mir mein Körper bewusst schups sind die Klänge draussen und mein Zentrum drinnen. Die Frage selbst bewirkt irgendwie eine Rationalisierung und setzt Gedanken in Gang, die ein passable Antwort liefern wollen und was da noch alles dranhängt. Mit der Zeit geht’s mir ähnlich, sobald ich mich darauf konzentriere wird alles hübsch ausgemessen und einsortiert. Automatisch. Vielleicht das Problem, daß Ich überhaupt eine Antwort geben will, denn Wer sollte das sollen wollen?

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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby 0kay » Thu May 28, 2015 9:59 pm

Ja, coole Sounds und der Wechsel von aktiv zu passiv liest sich auch schön.

Du kannst gern passives Hören weitermachen, auch ohne Fragen von meiner Seite.

Passive Wahrnehmung ohne gedankliche Verarbeitung geht auch mit anderen Sinnen.

Der Tastsinn: Eine Hand liegt auf dem Tisch, die Augen sind geschlossen. Was fühlt Hand, bevor Gedanken dazukommen?

Fühlt Hand ein innen oder ein außen oder ist da alles zusammen?
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Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei

Postby Skya » Fri May 29, 2015 3:37 pm

Gibt es auch Gedanken ohne Ich? Also jetzt siehts so aus: An jedem Gedanken hängt das Ich, egal wovon er handelt, solange ich glaube das ich der Denker bin. Glaube ich das nicht ist auch jeder Gedanke Ich-los, sogar wenn das Wort ich darin vorkommt. Ich gibs nur wenn jemand dran glaubt.
Der Tastsinn: Eine Hand liegt auf dem Tisch, die Augen sind geschlossen. Was fühlt Hand, bevor Gedanken dazukommen?
Fühlt Hand ein innen oder ein außen oder ist da alles zusammen?
Das Fühlen ruft sofort Bilder im Kopf hervor. Bilder über Begrenzungen des Körpers, des Tisches. Diese Interpretation der Bilder , daß das Grenzen (innen, aussen ) wären, sind Gedanken an die Ich glaube. Wer war das noch mal?
Was war davor? Nochmal passiv erfahren: Zuerst, ganz kurz, ist alles durcheinander. Fragmente, man weiß nicht was/wo ist es. Sinne werden verwechselt. Verwirrend. Dann wird alles sortiert und benannt.


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