Hallo,
wie ettliche andere habe auch ich einen langen Leidensweg hinter mir.
Ich bin 31 Jahre alt. Mit 14 bereits hatte ich erste Depressionen aufgrund des hohen Leistungsdruckes meiner Eltern, die stark auf mich einwirkten. Von Ende 16 bis 23 kiffte ich fast täglich. Im Nachhinhein war es eine selbstverordnete Medikation, das Ich schrie und wurde beruhigt.. der Zyklus führte mich in die Anfänge einer Paranoidiät.
Um es abzukürzen: mit 24 bekam dann eine erste Stabilisierung, 2. Phase: Freundin, Wohung, Beruf usw. Von 24 - 29 arbeitete ich dann intensiv an meinem Burn-Out (Nebenberufliches Lernen bis zur Grenze der Belastung = Freikauf von Eltern vom Leistungsdruck. Das wurde auch entsprechend von den Eltern in Form von Respekt honoriert. (Das Ich erhoffte sich Druckabfall und bekam ihn auch). Mit 28 bekam ich Burn-Out, war ein halbes Jahr ambulant in einer Tagesklinik für psychische Krankheiten.
Ab 29 Jahren bis heute beschäftige ich mich intensiv mit ZEN. Ich meditiere fast täglich eine halbe Stunde und habe auch schon einige Sesshins mitgemacht. Auch während den nächsten 2 Jahren bis diesen Winter hatte ich mit zum Teil starken Depressionen zu kämpfen. Ich meditierte in Schmerz (sowohl körperlich, als auch seelisch). Meine Situation erschien mir aussichtslos.
Seit diesem Winter jedoch, durch eine sehr wertvolle therapeutische Begleitung nehme ich ALLE meine Gefühle wahr. Bis dorthin, so stellen wir fest, schob ich die negativen Emotionen beiseite. Die Gefühle nehme ich nun von der Entstehung bis zum Vergehen war.
Mir geht es wesentlich besser, ich freue mich des Lebens. Geld und Karriere sind auf einmal nicht mehr so wichtig. Der Umgang mit Menschen hat sich deutlich verbessert. Ich kan wieder aktiv am Leben Teil nehmen.
Zu guter letzt bin ich trotz all der Fortschritte an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr weiss, warum das Alles ist?
Gibt es überhaupt noch ein Ziel?
Ich glaube fast nicht mehr.
Es existiert wenn überhaupt das Jetzt und hier. Alle Gedanken gehen und vergehen.
Im inneresten spüre ich (vor allem im Bauch) einen wohltuenden Frieden. Dorthin kann ich jederzeit hineinfühlen, es geht mir gut dabei. Trotzdem kommt immer wieder die Frage nach dem Sinn auf.
Was mache ich mit dem Leben, wohin führt es mich?
Was das Ich eigentlich sein soll, weiss ich mittlerweile gar nicht mehr so richtig. Ein Gedanke ist ein Gedanke,
eine Blume eine Blume, mehr nicht. Nur der Sinn des Ganzen fehlt mir. Ein Grund und eine Ursache, ein Ziel. Ein Mangel, irgendwas fehlt (dem ich?)
Das Ich hat noch Soziale Probleme denkt es, es hat Angst vor Authoritäten, das ist noch eine tiefe Wunde.
Bitte nehmt mich an die Hand. Führt, Begleitet, wenn Ihr wollt.
In großem Respekt vor Eurer Leistung und der selbstlosen Arbeit, wertvolle Geschenke, für jeden ein tolles Angebot der sich "seiner" Aufgabe stellen möchte.
.(). Gassho Matthias
Wer schreibt?
Re: Wer schreibt?
Hallo Mattias,
ich möchte dich gerne ein Stück begleiten.
Die Regeln des Forum`s hast du gelesen?
http://liberationunleashed.com/nation/v ... f=18&t=337
Ich gehe davon aus und lege einfach los.
Als Zennie kennst Du wohl dieses Zeichen des Händefaltens ;) :
_()_
ich möchte dich gerne ein Stück begleiten.
Die Regeln des Forum`s hast du gelesen?
http://liberationunleashed.com/nation/v ... f=18&t=337
Ich gehe davon aus und lege einfach los.
Kannst Du den wohltuenden Frieden genauer beschreiben? Wie es entsteht, wie es vergeht?Im inneresten spüre ich (vor allem im Bauch) einen wohltuenden Frieden. Dorthin kann ich jederzeit hineinfühlen, es geht mir gut dabei.
Deine Frage nach dem Sinn ist sehr nachvollziehbar. Und vielleicht findest Du auch die Antwort - nur solltest Du nicht davon ausgehen, dass das unser Ziel hier ist. Es geht schlicht und einfach nur darum heraus zu finden, ob das „Ich“ real oder eine Illusion ist.Trotzdem kommt immer wieder die Frage nach dem Sinn auf.
Als Zennie kennst Du wohl dieses Zeichen des Händefaltens ;) :
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Hallo, die Regeln kenne ich. Heute und.Morgen bin ich nicht zu Hause. Ich werde es mit dem Smartphone probieren.
Das Gefühl im Bauch ist ein bisschen warm. Ein bisschen kribbeln. Wenn ich alles loslasse strahlt von dort aus das. Gefühl in den restlichen Körper. Die Muskeln entspannen sich.
Den Sinn des ganzen werden wir nicht herausfinden. Bloss ist da.ab und zuein Gedanke der nach etwas greifen will.
Ja das ist fas Zeichen für gassho - Hände falten.
Das Gefühl im Bauch ist ein bisschen warm. Ein bisschen kribbeln. Wenn ich alles loslasse strahlt von dort aus das. Gefühl in den restlichen Körper. Die Muskeln entspannen sich.
Den Sinn des ganzen werden wir nicht herausfinden. Bloss ist da.ab und zuein Gedanke der nach etwas greifen will.
Ja das ist fas Zeichen für gassho - Hände falten.
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Im ersten Beitrag hast Du geschrieben:
Lass Dir Zeit, wenn Du unterwegs bist, musst Du nicht antworten. Lieber langsamer, dafür aber genau betrachtet.
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Die Gefühle nehme ich nun von der Entstehung bis zum Vergehen war.
Wie entsteht der wohltuenden Frieden, wie vergeht er?Im inneresten spüre ich (vor allem im Bauch) einen wohltuenden Frieden. Dorthin kann ich jederzeit hineinfühlen, es geht mir gut dabei.
Lass Dir Zeit, wenn Du unterwegs bist, musst Du nicht antworten. Lieber langsamer, dafür aber genau betrachtet.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Er ist nicht immer da, aber wenn die Aufmerksamkeit z. B. zum Atem wandert, dann ist sie spürbar.Wie entsteht der wohltuenden Frieden, wie vergeht er?
Vergehen tut er, wenn z.b. ein Gedanke aufkommt und die "Ruhe" stört. Das kann auch ein Geräusch sein, oder eine Empfindung ganz egal. Hektische Situtationen während der Arbeit können es auch unterbrechen.
Ich bin jetzt wieder zu Hause. Ich war die letzten 2 Tage wandern. Und dort habe ich mal beobachtet, wer die Befehle erteilt... Es war zwischenzeitlich schwirig auseinanderzuhalten. Zwischenzeitlich erschien es mir, als dass ich einfach Laufe. Allerdigs hatte ich schon das Gefühl, das dort "jemand" is der lenkt, z. B. wenn Pause eingelegt werden sollte.Lass Dir Zeit, wenn Du unterwegs bist, musst Du nicht antworten. Lieber langsamer, dafür aber genau betrachtet.
Der Stop-Befehl kommt doch vom "freien Willen"?
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Wie der Frieden entsteht hast Du immer noch nicht beschrieben. Es ist ein wichtiger Ablauf. ;)Er [Frieden] ist nicht immer da, aber wenn die Aufmerksamkeit z. B. zum Atem wandert, dann ist sie spürbar.
Vergehen tut er, wenn z.b. ein Gedanke aufkommt und die "Ruhe" stört. Das kann auch ein Geräusch sein, oder eine Empfindung ganz egal. Hektische Situationen während der Arbeit können es auch unterbrechen.
Das Vergehen der Frieden beschreibst Du als Prozess. – entsteht der Prozess aus "freien Willen"?
Und? Hast Du den Befehlshaber lokalisieren können?Und dort habe ich mal beobachtet, wer die Befehle erteilt...
Da muss irgendwo eine Instanz geben die "freien Willen" hat, „frei entscheiden“ kann, oder? Es ist wichtig diese Instanz zu finden. Kannst Du in Dir, in der Erfahrung, so eine Instanz finden?Allerdings hatte ich schon das Gefühl, das dort "jemand" ist der lenkt, z. B. wenn Pause eingelegt werden sollte.
Der Stop-Befehl kommt doch vom "freien Willen"?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Hallo,
da ich die Fragen gerne intensiv bearbeiten möchte, und ich momentan nicht zu Hause bin, möchte ich gerne morgen darauf antworten.
Die Frage nach dem "freien Willen" möchte ich bis morgen versuchen zu beantworten und mich damit auseinanderzusetzen, was das eigentlich heißt. Dazu brauche ich allerdings Ruhe... und ich sitze hier gerade bei Starbucks ;)
Vorab möchte ich schon behaupten, dass es so etwas wie einen Entscheid gibt, jemand der das Sagen hat...
Grüße Matthias
da ich die Fragen gerne intensiv bearbeiten möchte, und ich momentan nicht zu Hause bin, möchte ich gerne morgen darauf antworten.
Die Frage nach dem "freien Willen" möchte ich bis morgen versuchen zu beantworten und mich damit auseinanderzusetzen, was das eigentlich heißt. Dazu brauche ich allerdings Ruhe... und ich sitze hier gerade bei Starbucks ;)
Vorab möchte ich schon behaupten, dass es so etwas wie einen Entscheid gibt, jemand der das Sagen hat...
Grüße Matthias
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Das ist eine wirklich schwierige Frage. Nachdem ich mir bereits mehrere Threads durchgelesen habe erschien es mir dadurch als logisch, dass es diesen freien Willen nicht zu finden gibt, er ist nirgends. Auch wenn ich das nach innen untersuche ist da niemand der sagt: "Hallo, ich bin der freie Wille". Es geschieht einfach. Ich habe eben noch das , das da jemand ist, der Entscheidungen tifft. Lokalisieren lässt er sich nicht, es geschieht einfach.Wie der Frieden entsteht hast Du immer noch nicht beschrieben. Es ist ein wichtiger Ablauf. ;)
Das Vergehen der Frieden beschreibst Du als Prozess. – entsteht der Prozess aus "freien Willen"?
Nein - ich kann keinen Befehlshaber lokalisiern, insofern ist es mir nicht mehr erklärlich, wer da was bestimmt.Und? Hast Du den Befehlshaber lokalisieren können?
Nein ich konnte diese Instanz nicht finden. Aber angenommen ich habe 2 Pillen... Eine blaue und eine rote. Dann entscheidet sich doch irgendetwas für oder gegen die blaue / rote Pille?!?! Ich meine was hätte das ganze dann noch für einen Sinn? Damit hätte ich ein Problem, keine Entscheidungsgewalt mehr zu haben. Ist das das Ich, dass sich wehrt "vernichtet" zu werden... Auf der anderen Seite, wenn keiner da ist der vernichtet werden kann, findet auch keine Vernichtung statt. Es geschieht nur... Oh es ist so verwirrend. Einfach Leben, geschehen lassen?? Das soll es gewesen sein? Irgendwie ist das für mein "Ich" schon enttäuschend... Haben wir nicht die Fähigkeit zu entscheiden? Für eine "gute" Sachen einzutrefen, Nicht zu töten, kein Fleisch zu Essen, etwas für die Allgemeinheit zu tun?Da muss irgendwo eine Instanz geben die "freien Willen" hat, „frei entscheiden“ kann, oder? Es ist wichtig diese Instanz zu finden. Kannst Du in Dir, in der Erfahrung, so eine Instanz finden?
Klar ist da kein ICH, niemand findet jemals ein ICH.
Heute Nacht hatte ich festgestellt, das die Gedanke aus dem Nichts kommen, das Nichts scheint aber ein gewisses mitspracherecht zu haben, wie der nächste Gedanke aussieht, so konnte ich feststellen, dass der Gedanke der den Gedanken zuvor untersucht vom Nichts auskommt. Alles entsteht und vergeht dort. Denkt man über das Nichts nach, ensteht sofort der Gedanke, der über das Nichts nachdenkt... "ich" weiss nicht ob ich es nicht vielleicht schon verstanden habe, dass da niemand ist, der die Hebel bewegt. Es geschieht einfach auf unerklärliche Weise. Trotzdem meine ich, dass wir unser Leben auf irgendeine Art und Weise beeinflussen können.
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Es wird nichts nutzen, wenn Du „Gelesenes“ als Antwort gibst. Es geht nicht um „richtige“ oder „falsche“ Antwort. Es geht darum, dass Du IN DIR, in deiner eigenen Erfahrung schaust und deine eigene Erfahrung. Ist weder „richtig“ noch „falsch“.Das ist eine wirklich schwierige Frage. Nachdem ich mir bereits mehrere Threads durchgelesen habe erschien es mir dadurch als logisch, dass es diesen freien Willen nicht zu finden gibt, er ist nirgends.Das Vergehen der Frieden beschreibst Du als Prozess. – entsteht der Prozess aus "freien Willen"?
Bücher haben wir alle schon viel zu viel gelesen. Es ist Zeit das Innenleben zu „lesen“, zu „erleben“. ;)
Verstehe ich richtig? Du meinst dass da jemand ist, der Entscheidungen trifft?Auch wenn ich das nach innen untersuche ist da niemand der sagt: "Hallo, ich bin der freie Wille". Es geschieht einfach. Ich habe eben noch das , das da jemand ist, der Entscheidungen trifft. Lokalisieren lässt er sich nicht, es geschieht einfach.
Wenn da keiner ist, der bestimmt – was ist dann mit dem „Befehl“? Gibt es ein „Befehl“, oder wie läuft das Prozess der Entscheidung „wenn Pause [beim Wandern] eingelegt werden sollte.“ - wie Du oben geschrieben hast?Nein - ich kann keinen Befehlshaber lokalisiern, insofern ist es mir nicht mehr erklärlich, wer da was bestimmt.
Sehr gute Antwort mit viel eigener Wahrheit. :-) Wir sind doch gerade dabei zu schauen, ob „irgendetwas“ „für oder gegen“ etwas entscheidet.Nein ich konnte diese Instanz nicht finden. Aber angenommen ich habe 2 Pillen... Eine blaue und eine rote. Dann entscheidet sich doch irgendetwas für oder gegen die blaue / rote Pille?!?! Ich meine was hätte das ganze dann noch für einen Sinn? Damit hätte ich ein Problem, keine Entscheidungsgewalt mehr zu haben. Ist das das Ich, dass sich wehrt "vernichtet" zu werden... Auf der anderen Seite, wenn keiner da ist der vernichtet werden kann, findet auch keine Vernichtung statt. Es geschieht nur... Oh es ist so verwirrend. Einfach Leben, geschehen lassen?? Das soll es gewesen sein? Irgendwie ist das für mein "Ich" schon enttäuschend... Haben wir nicht die Fähigkeit zu entscheiden? Für eine "gute" Sachen einzutrefen, Nicht zu töten, kein Fleisch zu Essen, etwas für die Allgemeinheit zu tun?
Bedarf es ein „Entscheider“ damit eine Entscheidung gefällt wird? Wie läuft innerlich, auf der Erfahrungsebene ein Entscheidungsprozess bei Dir ab? – Das ist ja DIE Frage.
Ich gehe davon aus, dass wenn die Abläufe auf der Erfahrungsebene klar erkannt werden, auch die Sinnfrage beantwortet wird. :-)
Ja, das ist am Anfang verwirrend, da eine andere Sicht entsteht. Man muss sich ein wenig daran gewöhnen ;-) Nichts wird „Vernichtet“ - Das verspreche ich Dir :-)
Wieso nicht? Was fehlt Dir dann? Versuche ehrlich DEINE eigene Wahrheit zu erkennen – Kein „Buchwissen“ :-) Was fehlt Dir dann wenn das Leben „nur“ aus „Einfach Leben, geschehen lassen“ bestehen würde?Einfach Leben, geschehen lassen?? Das soll es gewesen sein?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Das meine ich auch, nicht dass ich mische zwischen Gelesenem und der eigentlichen Erfahrung.Es wird nichts nutzen, wenn Du „Gelesenes“ als Antwort gibst. Es geht nicht um „richtige“ oder „falsche“ Antwort. Es geht darum, dass Du IN DIR, in deiner eigenen Erfahrung schaust und deine eigene Erfahrung. Ist weder „richtig“ noch „falsch“.
Bücher haben wir alle schon viel zu viel gelesen. Es ist Zeit das Innenleben zu „lesen“, zu „erleben“. ;)
Ja das glaube ich, beweisen kann ich es aber nicht.Verstehe ich richtig? Du meinst dass da jemand ist, der Entscheidungen trifft?
Es gibt keinen Befehl. Man trifft die offensichtlich eine Entscheidung eine Pause einzulegen - aus Erschöpfung oder aus Durst, was auch immer. Man hat Durst - man trinkt. Wenn ich nicht trinken würde, würde ich verdursten.Wenn da keiner ist, der bestimmt – was ist dann mit dem „Befehl“? Gibt es ein „Befehl“, oder wie läuft das Prozess der Entscheidung „wenn Pause [beim Wandern] eingelegt werden sollte.“ - wie Du oben geschrieben hast?
Letztendlich ist nur die Handlung an sich feststellbar. Die Entscheidung ist nicht "von dieser Welt". Sie ist da, sie ist bereits getroffen wenn die Handlung vollzogen wird. Alsoes gab es wohl nie eine Entscheidung. Es ist immer nur eine Handlung feststellbar.
Mir fehlte dann die Entscheidungsfreiheit. Ich wäre dann nur noch Zuschauer meines Films, meines Lebens. Ich sehe da noch keine Freiheit darin. Irgendetwas muss doch das Geschehen bestimmen. Evtl. ist es das Bewusstsein? Oder ist das auch wieder nur ein anderer Begriff für das Ich?Wieso nicht? Was fehlt Dir dann? Versuche ehrlich DEINE eigene Wahrheit zu erkennen – Kein „Buchwissen“ :-) Was fehlt Dir dann wenn das Leben „nur“ aus „Einfach Leben, geschehen lassen“ bestehen würde?
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Dann können wir festhalten, dass dieser „Jemand“, mindestens gerade jetzt, eine Glaube/Vorstellung ist. Nichts was bis jetzt gefunden worden ist.Ja das glaube ich, beweisen kann ich es aber nicht.Verstehe ich richtig? Du meinst dass da jemand ist, der Entscheidungen trifft?
Kann es also sein, dass dieser „Jemand“, nur eine Vorstellung ist/war, aber nie „wirklich“ da war? Kannst Du irgendeine Erfahrung/Erlebnis finden, was dagegen spricht?
Es liest sich wie ein Ablauf an – Ursache und Wirkung – Erschöpfung führt zu einem Verlangen nach einer Pause und Durst führt zu einem Verlangen nach Wasser.Es gibt keinen Befehl. Man trifft die offensichtlich eine Entscheidung eine Pause einzulegen - aus Erschöpfung oder aus Durst, was auch immer. Man hat Durst - man trinkt.
- Oder fehlt da noch was?
Du meinst dass es nur eine Kette von Handlungen gibt?Letztendlich ist nur die Handlung an sich feststellbar. Die Entscheidung ist nicht "von dieser Welt". Sie ist da, sie ist bereits getroffen wenn die Handlung vollzogen wird. Also gab es wohl nie eine Entscheidung. Es ist immer nur eine Handlung feststellbar.
Hmmm…. „Entscheidung“ und „Freiheit“ – gehen die beide wirklich zusammen? Wie erlebst Du das? Was fühlt sich „freier“ an? „entscheiden“, oder „nicht entscheiden“?Mir fehlte dann die Entscheidungsfreiheit.Was fehlt Dir dann wenn das Leben „nur“ aus „Einfach Leben, geschehen lassen“ bestehen würde?
Ich frage mich, ob es wirklich um die „Entscheidungsfreiheit“ geht und habe den Eindruck, dass es was anderes ist, an dem Du festhältst. Kann es sein?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Es gibt einen Gedanken, mit dem man sich identifiziert. Wenn dies der Fall ist, glaubt man dort sei ein Denker oder Ich, der dahinter steckt. Bei genauer Betrachtung habe ich festgestellt, dass dort nur Gedanken sind, die Objekte enthalten. Meistens bezieht sich das Objekt = Ich (+ Verb "finde") auf das Subjekt = die Anderen ("sind doof"... ;) ). Betrachtet man diesen Gedanken ist das ein Gedanke, womöglich vom Gehirn produziert oder verarbeitet.Dann können wir festhalten, dass dieser „Jemand“, mindestens gerade jetzt, eine Glaube/Vorstellung ist. Nichts was bis jetzt gefunden worden ist.
Kann es also sein, dass dieser „Jemand“, nur eine Vorstellung ist/war, aber nie „wirklich“ da war? Kannst Du irgendeine Erfahrung/Erlebnis finden, was dagegen spricht?
Richtig - wenn man genau hinsieht hat alles eiune scheinbare Ursache. Der Körper mit seinen Zellen weiss, wenn er verdurstet, er sterben wird, also ist das nur logisch dass man trinkt. Das geschieht von alleine, genau wie der Herzschlag oder die Verdauung. Im Kopf geschieht folgendes: "Ich habe Durst, ich trinke etwas". Das scheint die Rückmeldung und die Illusion zu sein, der man aufsitzt, zu meinen "Ich" habe entschieden, "Ich" trinke jetzt!Es liest sich wie ein Ablauf an – Ursache und Wirkung – Erschöpfung führt zu einem Verlangen nach einer Pause und Durst führt zu einem Verlangen nach Wasser.
- Oder fehlt da noch was?
Was sollte fehlen? Verstehe hier nicht, auf was du hinaus willst.
Es ist keine Kette, das wäre der Natur zu grobgliedrig, es ist vielmehr ein feiner Fluss an Bewegung.Du meinst dass es nur eine Kette von Handlungen gibt?
Nicht entscheiden fühlt sich besser an. Durch das Loslassen (des Ichs) und Entkrampfen (vom Ego) entsteht der von mir zu Anfangs beschriebene Zustand des Friedens. Eine Entschiedung dagegen ist anstrenged, es muss gedacht werden: Was spricht dafür, was spricht dagegen?.Hmmm…. „Entscheidung“ und „Freiheit“ – gehen die beide wirklich zusammen? Wie erlebst Du das? Was fühlt sich „freier“ an? „entscheiden“, oder „nicht entscheiden“?
Ich frage mich, ob es wirklich um die „Entscheidungsfreiheit“ geht und habe den Eindruck, dass es was anderes ist, an dem Du festhältst. Kann es sein?
An was halte ich fest? Ich glaube an der Kontrolle.
Gestern ist mir jedoch das klarer geworden. Es gibt keine Kontrolle. Wir werden geboren, ohne dass das ich gefragt worden wäre, wir sterben, weil es der Lauf der Dinge ist. Das können wir nicht kontrollieren, ebenfalls wie den Herzschlag, die Verdauung, das Denken, die Mitmenschen.
Trotzdem bin ich der Meinung das wir an der inneren Haltung etwas ändern können. Wir können uns dem Fluss hingeben, es geschehen lassen.
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Alles passiert also ohne ein „Denker“, oder?Es gibt einen Gedanken, mit dem man sich identifiziert. Wenn dies der Fall ist, glaubt man dort sei ein Denker oder Ich, der dahinter steckt. Bei genauer Betrachtung habe ich festgestellt, dass dort nur Gedanken sind, die Objekte enthalten.
Stimmt. Da fehlt nichts :-)Richtig - wenn man genau hinsieht hat alles eine scheinbare Ursache. Der Körper mit seinen Zellen weiss, wenn er verdurstet, er sterben wird, also ist das nur logisch dass man trinkt. Das geschieht von alleine, genau wie der Herzschlag oder die Verdauung. Im Kopf geschieht folgendes: "Ich habe Durst, ich trinke etwas". Das scheint die Rückmeldung und die Illusion zu sein, der man aufsitzt, zu meinen "Ich" habe entschieden, "Ich" trinke jetzt!
Super. Ich dachte wir kommen da nicht mehr an :-)Nicht entscheiden fühlt sich besser an. Durch das Loslassen (des Ichs) und Entkrampfen (vom Ego) entsteht der von mir zu Anfangs beschriebene Zustand des Friedens.
Jetzt weißt Du wie Du immer wieder zu/in diesem Zustand kommen kannst. Es gibt vertrauen, oder? ;-)
Es scheint als ob der „Kampf“ zwischen „Kontrolle“ und „innerer Frieden“, bei Dir der Schlüssel ist. Ich freue mich sehr, dass das erkannt worden ist. :-)An was halte ich fest? Ich glaube an der Kontrolle.
Gestern ist mir jedoch das klarer geworden. Es gibt keine Kontrolle. Wir werden geboren, ohne dass das ich gefragt worden wäre, wir sterben, weil es der Lauf der Dinge ist. Das können wir nicht kontrollieren, ebenfalls wie den Herzschlag, die Verdauung, das Denken, die Mitmenschen.
…und da haben wir schon den Kampf: "Trotzdem" ;-)Trotzdem bin ich der Meinung dass wir an der inneren Haltung etwas ändern können. Wir können uns dem Fluss hingeben, es geschehen lassen.
Wer kann an der inneren Haltung etwas ändern? Und wenn „keiner da ist“ – wie geschieht die Veränderung? – keine einfache Frage... ;-)
Ich freue mich.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Wer schreibt?
Es gibt keinen Denker, es gibt nur Denken.Alles passiert also ohne ein „Denker“, oder?
Richtig, das Trotzdem und die Kontrolle sind noch da.…und da haben wir schon den Kampf: "Trotzdem" ;-)
Wer kann an der inneren Haltung etwas ändern? Und wenn „keiner da ist“ – wie geschieht die Veränderung? – keine einfache Frage... ;-)
An der inneren Haltung kann eigentlich nur das Loslassen etwas ändern. Wer da was loslässt kann ich nicht erklären.
Heute sass ich zum Beispiel mit einer geänderten Haltung Zazen. Ohne Erwartung, ohne Ziel, einfach sitzen.
Ich habe gemerkt, wie immer wieder kurz der Gedanke hereinflutschte, der sa sagte "entspann dich", "lass mal alles los", "lass das loslassen los". Woher das kommt weiss ich nicht. Ich sass, der Gedanke kommt.
Die Veränderung ist immer da, ein Gesetz. Sie muss zwangsläufig außerhalb des Nichts geschehen. Ansonsten wäre da Nichts.
LG Matthias
Re: Wer schreibt?
Was ist die Ursache des „Loslassens“? Versuch es im innen zu erkennen – was ist die Ursache In Dir, die Dich zum loslassen bewegt?An der inneren Haltung kann eigentlich nur das Loslassen etwas ändern. Wer da was loslässt kann ich nicht erklären.…und da haben wir schon den Kampf: "Trotzdem" ;-)
Wer kann an der inneren Haltung etwas ändern? Und wenn „keiner da ist“ – wie geschieht die Veränderung? – keine einfache Frage... ;-)
Die Veränderung kann man klar sehen - aus eigener Erfahrung. Ganz leicht. Wie ist es mit dem „Nichts“? Was ist das „Nichts“? Ist das „Nichts“ „erkennbar“? ist es ein „Konzept“? Ist es eine „Erfahrung“? Oder vielleicht ein Stellvertreter für was anderes?Die Veränderung ist immer da, ein Gesetz. Sie muss zwangsläufig außerhalb des Nichts geschehen. Ansonsten wäre da Nichts.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
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