Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit hast?)

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Andrea_
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Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit hast?)

Postby Andrea_ » Fri Apr 04, 2014 8:50 am

Hallo

Ich bin so dankbar, auf diese Seite gestossen zu sein.
Hast Du Tom oder sonst jemand von Euch Zeit, die zu begleiten, die ich nicht bin?

Eure Infos habe ich gelesen.

Gestern habe ich beim Schauen eines Youtube-Videos von Dittmar Kruse daneben Tom gesehen und angeklickt und bin so auf LU gestossen. Und dabei in Tränen ausgebrochen. Tränen der Erleichterung, des Staunens und des ‚endlich‘. Und lustig, dass ich vor einigen Wochen unabhängig davon Lisa Cairns entdeckte und damit auch ihren daneben in manchen Videos erscheinenden Partner – und er nun hier auftaucht. Ich liebe diese Zufälle des Lebens. Ob es nun welche sind oder nicht. :-)

Meine Erfahrungen und Vorstellungen in Bezug auf das Durchschauen der Ich-Illusion:
Ich kippe hin und her zwischen klar sehen/Präsenz und abdriften in den Gedankenstrom, Identifikation, die Geschichten, in alte Muster.

Ich blicke zurück auf einen Prozess, der etwa mit 12 startete, heute bin ich knapp 40. Tiefste Unbewusstheit, Verstrickung, tiefstes Leid. Ab 20 erste leichte Besserungen, viel unternommen, ausprobiert. Start eines grösseren Wandels nach 30, v.a. durch häufiges Lesen/Hörbücher/Youtube von Tolle, Byron Katie und anderen.
Seit letztem Herbst ist das hin und her kippen, bzw. erneute teilzeitliche Absacken in Unbewusstheit/Identifikation so extrem geworden, dass es mich erstaunt und überrascht, weil es vorher etwa zwei Jahre ganz anders war. So viel Ruhe, Frieden, Freude, von innen heraus. Wie wenn ein See eine recht lange Zeit meistens sehr still da liegt und jetzt mit voller Wucht ein Orkan darüber hinweggefegt ist, und immer noch ein bisschen fegt, aber es ist wieder besser.

Das, was Tolle den „Schmerzkörper“ nennt, wurde mit voller Wucht bis auf den Grund aktiviert und was er „Kernego“ nennt (die innersten Kern-Glaubenssätze) habe ich dadurch herausgefunden, was das Gute an der Sache ist. Aber es war dennoch extrem hart, ist es teilweise immer noch, deshalb bin ich dankbar, jetzt auf Eure Website gestossen zu sein und hoffe, jemand hat Zeit, mich zu begleiten. Englisch ginge auch, aber auf Deutsch kann ich mich genauer ausdrücken.

Andrea

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Fri Apr 04, 2014 9:13 am

Hallo Andrea,

gerne begleite ich Dich ein Stück. Wir werden mal sehen, ob wir dieses merkwürdige Tor nicht finden können.

Du hast unsere Infos gelesen. Mir wäre trotzdem wichtig nochmal zu betonen, dass Du Dich für unseren Dialog nur auf Deine eigene unmittelbare Wahrnehmung konzentrieren solltest. Mir ist egal was Dittmar, Lisa, Byron oder sonst wer (mich eingeschlossen) mal gesagt oder geschrieben hat. Für das hier bist Du der einzige Experte. Ok?

Ergänzend zu dem, was Du bereits geschrieben hast, würde mich noch interessieren was Du unter dem Wort "Ich" aktuell verstehst. Was ist das? Wir wollen uns ja auf die Suche nach diesem Ding machen - kannst Du mir einen "Steckbrief" schreiben? Woran ist es zu erkennen? Wo könnten wir es finden? Woher würden wir wissen, dass wir wirklich ein "Ich" gefunden haben und nicht nur einen alten Fahrradreifen?

Mich würde auch interessieren welches Ergebnis Du von diesem Dialog erwartest. Was soll anschließend anders sein als jetzt? Wie würde sich das anfühlen? Was ist an dem wie es jetzt ist nicht richtig - und warum?

Ich bin gespannt. ;)

Tom

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Fri Apr 04, 2014 11:07 am

Hallo Tom

Danke. Das ging ja schnell! :-)

Dass ich nicht mein Name sein kann, ist mir schon sehr lange klar. Meine Eltern hätten mich ja anders nennen können oder gar keine Namen geben können und ich wäre nicht tot umgekippt.

Dasselbe mit Berufen. Als ich arbeitslos war, bin ich ebenfalls nicht tot umgekippt, also kann ich kein Beruf sein. All dieses Äussere kann ich nicht sein.

Irgendwann wurde mir auch klar, dass ich kein Gedanke sein kann. Denn was ist mit all den Momenten, wo ich einen Gedanken X nicht denke? Da bin ich ja immer noch da, also kann ich nicht ein Gedanke sein. Und jeder Gedanke kommt und geht wieder, keiner ist permanent da, also kann ich unmöglich ein Gedanke sein.
Dasselbe trifft auf Gefühle zu. Ich kann also auch kein Gefühl sein.

Bleibt der Körper. Aber wenn ich z.B. keine Arme und Beine mehr hätte, wäre ich immer noch da, also kann ich auch nicht meine Arme und Beine sein. Dann bin ich also der Torso? Das ergibt keinen Sinn. Wenn ich nicht Arme und nicht Beine bin, macht es keinen Sinn, dass ich der Torso sein soll.

Das einzige, was immer da ist, ist die Wahrnehmung selbst, also das, worin dann die Gedanken und die Gefühle erscheinen, das was den Körper wahrnimmt, dass er da ist.

Die Erfahrung ist, dass ich hin und her switche zwischen da sein, Präsenz und weg sein in Gedanken, wo ich der Geschichte folge und in dieser Geschichte „bin ich“ dann auch dieses ich, bzw. halte mich dafür. Das passiert stündlich oder minütlich jeden Tag. Ich bin im Gedankenstrom mehr oder weniger intensiv abwesend und schwupps wieder da und merke „hey, ich war gerade in meiner Geschichte“.

Zwischendurch nehme ich also immer wieder das wahr, was gerade ist, den Raum, meine Katze, meinen Atem, ein Gefühl im Körper, die Körperenergie, ein Geräusch… dann bin ich wieder in den Gedanken… dann wieder da… hin und her.

Die Erfahrung ist, dass je mehr ich da bin, desto weniger leide ich, das Leben fliesst leichter, ich bin mehr mich selbst. Das ist die grösste Sehnsucht. Wieder ganz mich selber sein. Es fühlt sich dann an wie Frieden, geborgen sein im Leben und ein okaysein mit dem, was passiert, auch wenn es z.b. weinen ist.

Das Leben ist leichter und es macht mehr Spass. Das ist dann anders und es fühlt sich leichter und besser an. Die Hoffnung ist, mich mehr in dieser inneren Mitte zu verankern. Und ehrlich gesagt, auch Bestätigung zu finden, dass ich nicht verrückt bin, die ich in der „normalen Gesellschaft“ nicht erhalte. Oder nicht verrückt werde z.B. durch dieses Erwachen, Befreiung, wie immer man es nennt.

Was ist jetzt nicht richtig? Das „überflüssige“ Leiden. Es ist schon richtig, aber um ehrlich und nicht spirituell zu sein, es fühlt sich einfach besser an und das Leben ist schöner, erfüllter, leichter, wenn ich bewusster, präsenter bin.

LG
Andrea

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Fri Apr 04, 2014 4:20 pm

Die Erfahrung ist, dass ich hin und her switche zwischen da sein, Präsenz und weg sein in Gedanken
Hmm... das musst Du genauer erklären. "Da sein" scheint also etwas Gutes zu sein und "weg sein Gedanken" ist nicht so gut? Welcher Unterschied macht das Eine gut und das Andere schlecht? Warum bist Du bei dem Einen "Du selbst" und bei dem Anderen nicht?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Fri Apr 04, 2014 5:46 pm

Es kommt auf die Geschichte an, in die ich gerate, also welche Gedanken es sind, die ich mir da erzähle. Wenn es solche sind, mit denen ich mir Angst auslösen oder Wut oder Schmerz, ist das dann "schlecht" im Sinne von unangenehm. Es fühlt sich elend an, hoffnungslos, zieht mich runter, wenn ich völlig darin "verlorengehe". Dann bin ich verwirrt, sehe nicht klar, habe das Gefühl "nicht bei mir zu sein".

Mit dem steigen des Grades an Präsenz, da sein im Hier und Jetzt in meinem Leben ist viel mehr innere Ruhe, Freiheit, Freude eingekehrt, die äusseren Umstände haben sich total gewandelt. Es ist einfach schöner.

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Fri Apr 04, 2014 5:49 pm

Ich fühle mich mehr als "mich selbst" an wenn ich liebe. Dann fühle ich mich verbunden, geborgern. Es fühlt sich eher als meine wahre Natur an als das Abgespalten sein.

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Sat Apr 05, 2014 9:02 pm

Es kommt auf die Geschichte an, in die ich gerate, also welche Gedanken es sind, die ich mir da erzähle. [...] Mit dem steigen des Grades an Präsenz, da sein im Hier und Jetzt in meinem Leben ist viel mehr innere Ruhe, Freiheit, Freude eingekehrt, die äusseren Umstände haben sich total gewandelt. Es ist einfach schöner.
Was genau verstehst Du unter "Präsenz"? Und warum ist sie "im Hier und Jetzt" größer als "in Gedanken"?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Sat Apr 05, 2014 9:29 pm

Mit Präsenz meine ich, wenn ich wahrnehme, was gerade ist: wo ich bin, den Raum oder die Strasse oder im Laden, höre, welche Geräusche gerade stattfinden, sehe, was in meinem Gesichtsfeld ist, ein Körpergefühl wahrnehme, z.B. die Füsse spüre oder wahrnehme wie ich gerade atme.

In Gedanken abwesend nehme ich das alles nicht wahr, z.B. folge ich einem Ablauf von z.B. zehn Gedanken (oder wie vielen auch immer) und nehme nichts von allem oben erwähnten wahr.

hmm, bin ich dann präsent mit den gedanken? sie kommt mir grösser vor, weil das, was ist, das hier und jetzt ist - und in den gedanken bin ich irgendwo in der fantasie.

meistens bin ich froh, wenn ich wieder im hier und jetzt bin und die denkerei fühlt sich eher stressig an, besonders wenn die gedanken selber stressige sind, die "negative"/unangenehme gefühle auslösen.

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Sun Apr 06, 2014 11:28 am

In Gedanken abwesend nehme ich das alles nicht wahr, z.B. folge ich einem Ablauf von z.B. zehn Gedanken (oder wie vielen auch immer) und nehme nichts von allem oben erwähnten wahr.
Gehört zu Deiner Beschreibung des "im Hier und Jetzt sein" nicht genau der umgekehrte Fall: da nimmst Du nicht die Gedanken wahr, sondern eher die anderen Wahrnehmungen?
meistens bin ich froh, wenn ich wieder im hier und jetzt bin und die denkerei fühlt sich eher stressig an
Denken fühlt sich also (oft) stressig an und "im Hier und Jetzt sein" ist angenehmer. Ok. Dein "Leiden" verstehe ich so, dass Du das Eine bevorzugst und das Andere lieber nicht da sein sollte (es scheint sogar irgendwie "falsch" zu sein, weil nicht "spirituell"). Wäre es dann nicht die beste Lösung wenn Du einfach nicht denkst? Sei doch einfach nur noch im Hier und Jetzt und alles ist gut - oder?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Sun Apr 06, 2014 12:32 pm

Gehört zu Deiner Beschreibung des "im Hier und Jetzt sein" nicht genau der umgekehrte Fall: da nimmst Du nicht die Gedanken wahr, sondern eher die anderen Wahrnehmungen?
Ja genau. Die erste Beschreibung bezog sich auf Präsentsein und diese hier auf das Nicht-Präsentsein.
es (das "Leiden") scheint sogar irgendwie "falsch" zu sein, weil nicht "spirituell"
Es ist nicht "falsch", aber unangenehm. Angenehmes ziehe ich vor, ja. So wie ich lieber keine Bauchschmerzen habe als Bauchschmerzen. Nicht weil es nicht spirituell ist, sondern weil es sich nicht gut anfühlt.
Wäre es dann nicht die beste Lösung wenn Du einfach nicht denkst?
Ich kann nicht nicht denken. Die Gedanken kommen einfach. Ich habe gemerkt, dass sie nicht oder weniger stressen, wenn ich sie gleich beim Auftauchen wahrnehme, also mir bewusst werde, dass der Gedanke überhaupt gerade da ist. Dann kann ich mich fragen: Ist das wahr? (von der Methode von Byron Katie). Oft hilft das. Bevor ich nicht irgendwie 'aufwache'/ins Hiersein zurückkomme, passiert das nicht, dann wird irgendwie einfach dem Gedankenstrom gefolgt, die Aufmerksamkeit ist dann dort.

Ich habe einiges hier gelesen und was mich beschäftigt ist, dass es den Steuermann nicht gibt. Darum gehts ja hier auch. Mir ist nicht klar, wie es dann funktioniert, dass "jemand" (sagen wir das, was hier als "Andrea" benannt wird, dieser Körper/Geist hier) z.B. eine Sprache lernt, ein Studium macht oder ein Sportler z.B. auf die Olympiade trainiert vier Jahre lang. Also Prozesse über längere Zeit, wo dieses "etwas" immer wieder etwas tut, bei einer Sache bleibt, sich ja scheinbar für etwas entscheidet (z.B. "Ich lerne jetzt Französisch) und dies dann auch geschieht.
Also wenn es hier niemanden gibt ist es ja trotzdem nicht so, dass z.B. drei Jahre später auf einmal z.B. meine Nachbarin Französisch spricht sondern 'ich'/das hier. Oder ich "entscheide", einkaufen zu gehen und bin 10 Minuten später im Laden, es hat also funktioniert und nicht "du" (dein körper, das was als Tom benannt wird) steht dort im Laden, sondern das hier/"Andrea".

Wenn es niemanden gibt, wieso funktoniert das dann? Muss es nicht "irgendetwas" geben, das an 'das-hier' gebunden ist? Oder wenn ich morgens aufwache, nehme ich wieder diesen Körper wahr, ich bin noch nie aufgewacht und auf einmal nahm ich wahr, im Körper der Nachbarin zu sein. (Bis jetzt jedenfalls nicht :-) ). Was ist dann 'das', was irgendwie an diesen Körper hier gebunden scheint?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Sun Apr 06, 2014 5:46 pm

Darum gehts ja hier auch. Mir ist nicht klar, wie es dann funktioniert, dass "jemand" (sagen wir das, was hier als "Andrea" benannt wird, dieser Körper/Geist hier) z.B. eine Sprache lernt, ein Studium macht oder ein Sportler z.B. auf die Olympiade trainiert vier Jahre lang. Also Prozesse über längere Zeit, wo dieses "etwas" immer wieder etwas tut, bei einer Sache bleibt, sich ja scheinbar für etwas entscheidet (z.B. "Ich lerne jetzt Französisch) und dies dann auch geschieht.
Genau. Darum geht es hier. Und Du meinst also, dass das, was Du da beschreibst, ohne diesen Steuermann nicht funktionieren kann - oder Du zumindest nicht weisst, wie das gehen soll? Wie geht es denn jetzt - mit Steuermann? Du schreibst:
Ich kann nicht nicht denken. Die Gedanken kommen einfach.
Da scheint also kein Steuermann einzugreifen, oder? Hast Du irgendeine Kontrolle darüber welche Gedanken wann auftauchen?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Sun Apr 06, 2014 7:41 pm

Du meinst also, dass das, was Du da beschreibst, ohne diesen Steuermann nicht funktionieren kann - oder Du zumindest nicht weisst, wie das gehen soll?
Eher dass mir nicht klar ist wie.
Denn ‚meinen‘ im Sinne von GLAUBEN dass es ohne funktioniert tue ich schon. Aber anderen GLAUBEN ist ja nicht dasselbe wie es selber aus eigener Erfahrung zu WISSEN.

Ich würde also nicht behaupten, dass es nicht funktionieren kann, weil ich glaube, dass es das tut, aber ich WEISS es nicht – die eigene Erfahrung, das Durchschauen, Erkennen fehlt.
Da ist eine Resonanz, dass die, welche in meiner Wahrnehmung „alle vom Gleichen sprechen“ (die sog. Erwachten) die Wahrheit sagen, dass das stimmt, eine Art Glauben/Erahnen/ein inneres Anklingen… ich glaube es, weil ein Teil (vieles) von dem sie sprechen, sich mit meiner Erfahrung deckt, aus eigener Erfahrung ‚weiss‘/als wahr erfahre oder erfahren habe, Einblicke hatte - und den Rest GLAUBE ich dann, weiss es aber nicht.

Ich würde also nicht behaupten, es kann nicht funktionieren. Aber es ist mir ein Rätsel, wie es funktioniert!
Wie geht es denn jetzt - mit Steuermann?
Also ob mit oder ohne, ich versuche mal herauszufinden wie, also was abläuft…

Um das zu schreiben, muss der Körper da sein, die Finger geben die Buchstaben auf den Tasten ein. Die Sätze die eingegeben werden, müssen als Gedanken vorhanden sein und werden umgewandelt/dargestellt als das Geschriebene.

Es muss gedacht werden und das hier bei dem, was Andrea genannt wird. (Ich meine damit, dass es nicht in der Nachbarin drüben geschieht und nicht der Körper dort Dir das hier schreibt).

Das hier weiss, dass ‚ich‘ mich vorgestern auf LU angemeldet habe, das hier hat den Kommentar von Tom gelesen und antwortet. Daraus entsteht dann der Schluss, dass es hier IRGENDWAS geben muss (ein Ich? Bewusstsein? IRGENDWAS!?), das an ‚das hier‘ (Körper/Geist/was den Namen Andrea trägt) gebunden sein muss. Wenn da nichts ist, wieso erinnert sich dann ‚das hier‘? Wieso schreibt nicht mein Cousin oder Angela Merkel? Wieso schreibe ich überhaupt, wenn es mich gar nicht gibt?
Hast Du irgendeine Kontrolle darüber welche Gedanken wann auftauchen?
Es scheint mir so, als hätte ich IRGENDEINE. Keine absolute, aber quasi „ein bisschen“. Wie in einem gewissen Rahmen, also es scheint so, als hätte ich nicht wirklich die Kontrolle/keine absolute, aber auch nicht so, als hätte ich überhaupt keine.

Was ich damit meine an einem Beispiel: Ich nehme mir vor an den See zu gehen und dort ein Buch zu lesen. Nun habe ich niemals wirklich die Kontrolle, ob das geschehen wird:
- Ich könnte es mir anders überlegen.
- Ich könnte auf dem Weg einen Herzinfarkt haben und sterben.
- Ich könnte mir den Fuss verstauchen, dann Leute ansprechen, die mich ins Spital fahren und alles nähme ganz anders als geplant seinen Lauf…
- Ich könnte jemandem begegnen, den ich kenne und dann geht man zusammen irgendwohin.
- Ich könnte am See sein aber dann doch nur da liegen statt das Buch zu lesen.
etc.

Ganz vieles könnte anders kommen und es gibt keine Kontrolle, keine Gewissheit, dass das, was ich mir vorgenommen habe tatsächlich geschieht.

Gleichzeitig funktioniert/passiert es aber ja extrem häufig. Sei es, dass man tatsächlich dann am See sitzt und das Buch liest oder dass man zwei Jahre lang jeden Tag wie verabredet zur Arbeit geht. Obwohl es keine Gewissheit, keine absolute Kontrolle gibt, scheint es etwas zu geben, was bewirkt, dass ich zu 99% zur Arbeit gehe (nur nicht wenn ich krank bin  ). Wenn gar kein Steuermann da ist, wieso gelingt es dann doch, so erstaunlich vieles zu steuern (= man nimmt sich etwas vor und es ist dann so, wird so umgesetzt)?

Wenn kein Steuermann da ist, wieso gelingt es dann so extrem häufig, dass ‚ich‘ mir jetzt z.B. vornehmen kann, den Arm 10mal hoch und hinunter zu bewegen und genau das Geplante dann auch tue? Wenn niemand da ist und wenigstens in kleinem Rahmen steuert, wieso fährt dieses ‚etwas‘ hier dann immer nach Zürich zur Arbeit und nicht z.B. einmal nach Bern, einmal nach Olten, einmal nach Basel, einmal bleibt es einfach zu Hause…?

Ich kann z.B. nicht sagen, in 10 Minuten werde ich genau xy denken, aber wenn ich z.B. ein Poster aufhänge zu einem Thema, das ich jeden Tag automatisch anschaue, weil ich viel dran vorbeilaufe, dann scheine ich damit bewirken zu können, dass dieses Thema/Gedanken dazu dann häufiger in mir auftauchen. Das empfinde ich dann als "ein bisschen steuern" können.

Oder nur schon ein Auto fahren, das steuert man ja auch. Auch dort gibt es keine 100%-Kontrolle, aber es funktioniert so extrem gut, die ganze Zeit nach links, nach rechts, ein Auto wo niemand drin ist, würde ja nicht so 'gezielt' fahren, sondern vollkommen zufällig (bzw. es würde gar nicht lange fahren). Wenn gar niemand, oder gar nichts da ist/gebunden ist an diesen Körper, wieso kann er dann ein Auto steuern?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Mon Apr 07, 2014 8:43 am

Um das zu schreiben, muss der Körper da sein, die Finger geben die Buchstaben auf den Tasten ein. Die Sätze die eingegeben werden, müssen als Gedanken vorhanden sein und werden umgewandelt/dargestellt als das Geschriebene.
Das ist eine logische Gedankenkette, oder? Und in Gedanken macht das auch Sinn. Aber was davon kannst Du wirklich direkt beobachten? Ist irgendwann der Körper nicht da, so dass beobachtet werden kann, dass in dem Fall keine Finger Buchstaben eingeben können? Kannst Du wirklich eine Kausalität zwischen Gedanken und Geschriebenen feststellen?
Ich meine damit, dass es nicht in der Nachbarin drüben geschieht und nicht der Körper dort Dir das hier schreibt).
Geschieht denn überhaupt etwas "in der Nachbarin drüben"? Laß mal alle Annahmen weg und verlasse Dich nur auf die direkte Wahrnehmung. Gibt es andere Gedanken und Wahrnehmungen als "Deine eigenen"?
Wieso schreibe ich überhaupt, wenn es mich gar nicht gibt?
Wieso regnet es überhaupt, wenn es niemanden gibt, der es regnen lassen könnte? Bist Du Dir sicher, dass es Dich braucht, damit Schreiben geschieht? Kennst Du das Wunder des Aufstehens? Beobachte morgens einfach mal das Aufstehen. Warte auf den Moment, in dem sich der Körper aus dem Bett wuchtet. Welches Körperteil bewegt sich als Erstes? Welcher Muskel wird zuerst angespannt? Steuerst Du das alles, oder geschieht das einfach?
Wenn kein Steuermann da ist, wieso gelingt es dann so extrem häufig, dass ‚ich‘ mir jetzt z.B. vornehmen kann, den Arm 10mal hoch und hinunter zu bewegen und genau das Geplante dann auch tue?
Findest Du denn neben der Bewegung des Arms auch das "Ich", dass diese Bewegung "tut"? Findest Du den Denker des Gedankens "Ich bewege jetzt 10 Mal den Arm hoch und runter"?

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Andrea_ » Mon Apr 07, 2014 11:00 am

Aber was davon kannst Du wirklich direkt beobachten?
Die Arme, die Hände, was in meinem Gesichtsfeld ist. Den Körper/Körperteile kann ich spüren, wenn ich mich darauf fokussiere. Die Buchstaben auf dem Bildschirm.
Ist irgendwann der Körper nicht da, so dass beobachtet werden kann, dass in dem Fall keine Finger Buchstaben eingeben können?
Der Körper ist immer da. Jedenfalls scheint es so, da ich „mich“ bisher immer wieder darin gefunden habe, bzw. die Wahrnehmung „da ist er wieder“, sei es morgens beim Aufwachen oder wenn ich in Gedanken versunken war und dann wieder „da“, den Körper wieder bewusst wahrnehme. Solange er lebt, scheint er da zu sein.
Kannst Du wirklich eine Kausalität zwischen Gedanken und Geschriebenen feststellen?
Ja, ohne Gedanken sitze ich z.B. zwischendurch einfach da und schreibt nichts. Oder ohne Gedanken, was ich genau schreiben soll, formuliert im Kopf, könnte ich einfach asödjfisdjiösodfjsdf schreiben.

Kannst Du keine Kausalität feststellen? Wenn nein, kannst Du mir erklären, wie Du es erlebst? Ich verstehe es nicht.
Gibt es andere Gedanken und Wahrnehmungen als "Deine eigenen"?
Die Wahrnehmung ist immer „meine“. Aber andere können mir berichten, was sie wo in welchen Situationen wahrgenommen haben. Meine Wahrnehmung ist dann das Hören ihrer Sätze.

Es scheint so, als ob in verschiedenen Körpern/Gehirnen/Menschen auch verschiedene Gedanken ablaufen, verschiedene Geschichten. Jemand sagt etwas, ich höre es und denke „oh, diesen Gedanken hatte ich noch gar nie!“ In dem Moment wo ich es höre, ist es wohl „meiner“, aber ich nehme ihn von aussen auf, von einem anderen Menschen.
Bist Du Dir sicher, dass es Dich braucht, damit Schreiben geschieht?
Kommt drauf an, was mit Ich gemeint ist. Was es meiner Wahrnehmung nach braucht, damit Schreiben geschieht (ich meine so wie es genau hier jetzt geschieht - jemand der gelähmt ist hätte vielleicht ein Gerät oder würde diktieren etc.): Körper, Finger, die Grundsätzliche Fähigkeit zu schreiben (erlernt haben), Gedanken, Computer. Da ich das alles ja nicht BIN, könnte man sagen, es braucht nicht MICH.

Was es braucht ist ein Körper, Gedanken und die Fähigkeit zu schreiben (also wenn ich z.B. gelähmt wäre ginge es z.B. nicht so, sondern ich bräuchte vielleicht ein Gerät oder jemand der mir hilft). Und den Computer (wenn ich es so wie hier machen will und nicht per Post einen Brief schreiben).
Kennst Du das Wunder des Aufstehens? Beobachte morgens einfach mal das Aufstehen. Warte auf den Moment, in dem sich der Körper aus dem Bett wuchtet. Welches Körperteil bewegt sich als Erstes? Welcher Muskel wird zuerst angespannt? Steuerst Du das alles, oder geschieht das einfach?
Es geschieht von selbst. Ich muss nicht die Bewegungen des Körpers steuern. Oder das Schlagen des Herzens oder den Atem. Was mich verwirrt, ist aber, dass es da ‚etwas‘ gibt, welches das (scheinbar wenigstens) kann, in einem gewissen Rahmen. Also z.B. wenn „ich“ (oder was immer es ist) mir vornehme, z.B. 10 Sekunden den Atem anzuhalten, dann kann ich/der Körper das tun.
Findest Du denn neben der Bewegung des Arms auch das "Ich", dass diese Bewegung "tut"?
Nein. Da war ein Gedanke „ich hebe jetzt den Arm“. Dann ist das Geschehen da.
Findest Du den Denker des Gedankens "Ich bewege jetzt 10 Mal den Arm hoch und runter"?
Nein. Ich finde nur den Gedanken selbst.


Heute morgen dachte ich „Tiere funktionieren ja auch ohne ein Ich“. Und Babies auch. Wieso sollte ich dann nicht ohne funktionieren? Und dann fiel mir auf, dass der Unterschied von den Tieren und Babies zu mir ja nur ist, dass da die ganze Zeit Gedanken ablaufen, dass ICH also nur in Gedanken vorkommt und sonst nirgends. Und Gedanken sind nicht, was ich bin, also kann ich nicht dieses Ich sein, bzw. dieses Ich in den Gedanken, gibt es tatsächlich nicht als etwas Fixes, Stetiges, im Prinzip gar nicht, ausser dort in den Gedanken, als Gedanken.

Ich schnalle es trotzdem nicht und bin etwas verwirrt. :-)

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Re: Direct Pointing mit Tom (oder so :-) - falls Du Zeit has

Postby Tompi » Wed Apr 09, 2014 9:23 am

Der Körper ist immer da. Jedenfalls scheint es so
Es scheint so, als ob in verschiedenen Körpern/Gehirnen/Menschen auch verschiedene Gedanken ablaufen
Was mich verwirrt, ist aber, dass es da ‚etwas‘ gibt, welches das (scheinbar wenigstens) kann, in einem gewissen Rahmen.
Was ist denn, wenn Du Dich nicht darauf verlässt wie es scheinbar ist? Wir wollen ja herausfinden wie es wirklich ist. Den Schleier wegziehen. Und "scheinbar" ist genau dieser Schleier. Daher bitte ich Dich mal extrem kritisch zu überprüfen, was Du oben geschrieben hast.

Kannst Du Dich absolut darauf verlassen, dass andere Menschen auch Gedanken haben? Bestimmt hast Du "Matrix" gesehen - was wäre, wenn das hier alles nur eine Simulation ist?

Kannst Du mit absoluter Sicherheit den Moment finden an dem DU entscheiden hast z.B. für 10 Sekunden den Atem anzuhalten? Wie genau hast Du den entscheidenden Gedanken ausgesucht? Gab es verschiedene Gedanken zwischen denen Du bewusst gewählt hast und somit wirklich DU verantwortlich für den Gedanken bist die Luft anzuhalten?

Bist Du Dir jetzt gerade absolut sicher, dass Du ein Gesicht hast (Thema Körper...)? Welchen Beweis gäbe es dafür?
Es geschieht von selbst. Ich muss nicht die Bewegungen des Körpers steuern.
Nein. Da war ein Gedanke „ich hebe jetzt den Arm“. Dann ist das Geschehen da.
Nein. Ich finde nur den Gedanken selbst.
Wenn ich das richtig verstehe findest Du bei genauem Hinsehen keinen Verursacher von Bewegungen, Handlungen oder Gedanken. Richtig? Ist es nur eine Annahme, dass es da "etwas" gibt, das über diese Dinge Kontrolle hat? Und ich gebe mich nicht mit einem "es sieht so aus..." zufrieden... ;) Nenne mir ein ganz konkretes Beispiel aus den letzten Minuten, bei dem Du eindeutig beobachten konntest wie DU Kontrolle ausgeübt hast.


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