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Om-Heart
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Ankommen

Postby Om-Heart » Thu Feb 21, 2013 11:10 am

Hallo, Ihr lieben Guides!

Ich bin sehr froh, Euer Forum gefunden zu haben und würde mich sehr freuen, wenn sich jemand von Euch die Zeit nehmen kann und mag, um mir beim Ankommen zu helfen.

Auf der Suche bin ich schon seit meiner frühen Jugend. Damals wusste ich noch nichts von Erleuchtung oder Erwachen. Aber ich hatte viele tiefgreifende Fragen, und das Gefühl der Suche durchzieht mein Leben.

Viele spirituelle Bücher wurden gelesen, Kurse besucht, bis ich vor etwa einem Jahr durch Samarpan total in die Suche eintauchte. Seitdem gibt es nur noch ein oberstes Ziel, einen tiefen Wunsch: Anzukommen. Die Wahrheit wahrzunehmen. Das EINE zu spüren und zu erleben. Das Ende der scheinbaren Trennung. Die Öffnung meiner Augen. Das tiefe Verstehen von dem, was ist. ...

Ich könnte es in noch viel mehr Worte fassen. Aber es sind Worte, die von der "anderen Seite" geschrieben werden. Noch ist diese Wahrnehmung nicht eingetreten. Somit sind alle Worte gleichzeitig nur Vermutungen, wie es wohl sein mag, wenn es geschehen ist. Was auch immer.

Die Sehnsucht ist so groß, dass sie über allem steht.

Nun habe ich mich im letzten Jahr sehr viel mit erwachten Lehrern beschäftigt. Teils habe ich Satsangs besucht, teils Satsangs im Internet angesehen, teils habe ich Bücher und Texte gelesen. Das heißt, mein Verstand ist kein unbeschriebenes Blatt, und ich habe Bedenken, dass mir die ganzen Konzepte vielleicht im Weg stehen könnten und das wahre schauen verhindern könnten. Dass der Verstand äußerst trickreich sein kann, habe ich schon herausgefunden.

Nun bitte ich also ganz hoffnungsvoll um einen Guide und freue mich schon jetzt sehr auf eine Antwort.

Vielen Dank schon im Voraus.

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Thu Feb 28, 2013 12:35 am

Ich weiß, ich bin ungeduldig. Und ich bin es wirklich. Ich würde mich riesig freuen, ganz bald eine Antwort zu bekommen und geguided zu werden. Gerade fällt noch länger zu warten richtig schwer... Es scheint einfach so "dran" zu sein. So als wäre JETZT die Zeit.

(Schmunzel) Tja, so ist es ja auch. Etwas doppeldeutig der Satz. :-)

Naja, also ich warte sehnlichst auf guidance.

Danke.

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GRACE
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Re: Ankommen

Postby GRACE » Thu Mar 14, 2013 6:59 pm

Hallo Om-Heart,

nun wartest du ja schon eine ganze Weile mehr oder weniger geduldig auf einen Guide. :-)
Ich hoffe, du konntest die Wartezeit gut nutzen und hast in den anderen Dialogen schon fleißig mitgelesen und vielleicht sogar ein paar Übungen mitgemacht?! :-)
Ich würde gerne wissen, ob du nach wie vor an einem Guiding interessiert bist und wenn ja, was du dir davon versprichst. Was sind deine Erwartungen?
Du schreibst, du willst "ankommen".
Wo?

Lieben Gruß

*GRACE*

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Thu Mar 21, 2013 10:51 pm

Woooooohhhh!!!

Hallo Grace! Juchuuu!!! Ja, ich habe wirklich lange ziemlich ungeduldig gewartet. Umso mehr freue ich mich jetzt über deine Antwort!

Dummerweise habe ich zwar jeden Tag hier rein geschaut, aber oben stand immer, dass ich keine Nachrichten habe. Also habe ich weiter jeden Tag geschaut und deine Antwort gar nicht bemerkt. Ich habe sie jetzt nur durch "Zufall" gesehen, weil ich mal wieder meinen Text aufgerufen habe.

Wahrscheinlich bist du jetzt bereits dabei, jemand anderes zu guiden und hast gar keine Kapazität für mich frei. Das würde dann wohl bedeuten, dass ich noch mal ein Weilchen warten muss.

Nun ist es auch so, dass ich ab Samstag für zwei Wochen verreise und nicht so recht weiß, wie der Internetzugang unterwegs sein wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Fakt ist, dass ich ganz brennend noch immer an einem Guiding interessiert bin. Das heißt, ich will!!!

Tja, was erwarte ich mir? Ich wünsche mir sehnlichst, die Wahrheit zu erkennen. Hinter die Fassade dieses so echt erscheinenden Ich-Konstruktes blicken zu können und die Welt anders wahrzunehmen. So wie sie wirklich ist. Verbunden, nicht getrennt. Ich möchte, dass diese Ich-Vorstellung, die sich als so real ausnimmt sich auflöst und sich mein Bewusstsein der Dinge dadurch öffnen kann. Ich möchte ankommen in dem, was wirklich ist.

Letztendlich ist mein tiefster Wunsch das Erwachen oder die Erleuchtung. Egal wie man es nennen mag.

Ich beschäftige mich seit einem guten Jahr ganz intensiv mit diesem Thema und nehme seitdem so oft es mir möglich ist an Satsangs teil und lese Bücher von erwachten Lehrern oder schaue Online-Satsangs und DVDs. Das bedeutet, dass ich schon einiges an theoretischem Input habe. Und ich befürchte auch ein bisschen, dass der mir hier und da im Weg sein könnte.

Seit 3 Jahren meditiere ich fast täglich. Begonnen habe ich mit der transzendentalen Meditation. Die nutze ich zur Zeit nur noch als Einstieg in eine Meditation in Stille oder mit der Frage "Wer oder was bin ich wirklich?" Seit einiger Zeit meditiere ich täglich ein einviertel Stunden und spüre, dass es mir sehr gut tut und dass "die Wand irgendwie durchlässiger wird".

Ich habe schon ein wenig in den Dialogen gelesen und auch das Buch angefangen zu lesen. Gerade fühlt sich alles recht gut an. Da ist immer mehr Frieden und innere Gelassenheit, die Ängste haben stark abgenommen, sind nicht mehr so bedrohlich und ein inneres Grundvertrauen schleicht sich ein. Auch schwierige Situationen wirken nicht mehr so bedrohlich.

Ja, mehr kann ich gerade gar nicht schreiben. Aber ich glaube, es reicht auch für's erste.

Ich hoffe, dass ich nun tatsächlich "dran" bin und meinen Guide nicht verspielt habe, dadurch dass ich erst jetzt bemerkt habe, dass eine Antwort da ist. Warum wird denn oben 0 neue Nachrichten angezeigt?

Ein ganz lieber Gruß,

Om-Heart

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Fri Mar 22, 2013 7:01 pm

Ja, Om-Heart ich habe tatsächlich schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass du dich noch meldest. Aber siehe da...
Du bist ja wirklich sehr geduldig! :-)

Die Benachrichtigung über einen neuen Beitrag in deinem Thread, erhältst du übrigens nicht hier auf LU sondern an deine private Mailadresse, die du bei LU hinterlegt hast. Man kann innerhalb von LU auch private Nachrichten versenden und empfangen, aber die Benachrichtigung über eine neue Antwort innerhalb des Direct-Pointings kriegst du wie gesagt an deine private Mailadresse. Das sollte natürlich möglichst ein Account sein, in den du regelmäßig (am besten täglich) reinschaust. :-)
Hast du denn dort keine Mail bekommen?

Jetzt hast du ja schon eine ganze Menge Informationen gepostet.
Du schriebst unter anderem, dass es dein tiefster Wunsch das Erwachen oder die Erleuchtung ist.
Da muss ich natürlich gleich mal klar stellen, dass es hier nicht um Erleuchtung oder sowas geht.
Wir können niemanden "erleuchten"! ;-)
Es geht auch nicht darum, einen bestimmten Zustand zu erreichen, es geht einzig und allein darum, mit Hilfe einer Begleitung durch Selbsterforschung herauszufinden, ob es ein "ICH" gibt.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wenn du wirklich daran interessiert bist, wäre es natürlich schon wichtig, dass gewährleistet ist, dass du für eine gewisse Zeit jeden Tag posten kannst. Wenn das nun während deines Urlaubs nicht, oder nur eingeschränkt möglich ist, würde ich vorschlagen, dass du jetzt erstmal deinen Urlaub genießt und dich danach dann wieder meldest. In der Zwischenzeit kannst du ja mal nachschauen, was dich davon abhält, die Wahrheit zu erkennen.
Schau dich um und nimm einfach WAHR was DA ist! Das ist schon mal ein guter Anfang! :-)

Solltest du doch eine Möglichkeit sehen, während des Urlaubs zu posten, dann lass es mich einfach wissen, ja?

Ganz lieben Gruß zurück.

GRACE

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Tue Mar 26, 2013 3:20 pm

Hallo Grace,

danke für deine Antwort.

Wie es aussieht, ist es mir jetzt im Urlaub wirklich nicht möglich, täglich ins Netz zu gehen. Daher würde ich gerne ab Montag, den 08. April voll einsteigen. Wenn das möglich wäre, würde ich mich sehr freuen.

Deinen Vorschlag >In der Zwischenzeit kannst du ja mal nachschauen, was dich davon abhält, die Wahrheit zu erkennen.
Schau dich um und nimm einfach WAHR was DA ist! Das ist schon mal ein guter Anfang! :-)< verstehe ich noch nicht so ganz. Normalerweise würde ich sagen: Das mache ich doch die ganze Zeit. Kannst du das noch etwas genauer erläutern?

Ich werde auch jetzt unterwegs immer wieder hier reinschauen, wenn es mir möglich ist. Von daher würde ich mich über weitere Nachrichten sehr freuen.

Ein liebes Danke und weiterhin ganz viel Vorfreude darauf, wenn es so richtig los geht. Aber eigentlich hat es ja schon angefangen. :-)

Om-Heart

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Wed Mar 27, 2013 10:50 am

Okay.
Melde dich einfach, wenn du wieder zurück bist. :-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Fri Apr 05, 2013 5:23 pm

Hallo, liebe Grace!

Im Urlaub habe ich mit dem Buch Gateless Gatecrashers "gearbeitet". Habe einige Coachings gelesen und die Übungen größtenteils mitgemacht. Ich möchte dir gerne schon mal meine geschriebene Antwort auf die Frage Was ist Bruno? senden. Diese Frag stellte Ilona Bruno und ich habe sie auf mich bezogen beantwortet:

Eine Sammlung von Erinnerungen und Vorstellungen zusammengefügt zur Vorstellung oder zum Bild von einer Person, der mein Name als Bezeichnung gegeben wurde.
Da laufen Gedanken ab. Unkontrollierbar, unsteuerbar. Und sie werden gesehen und wahrgenommen. Sie passieren einfach und ständig. Sie gehören "mir" nicht. "Ich" kann sie nur wahrnehmen. Nicht steuern oder gar stoppen.
Da sind Gefühle. Auch die kann ich nicht steuern oder stoppen. "Ich" kann sie nur wahrnehmen. Und es fühlt sich so an, als gehörten sie zu mir. Als wären es "meine".
Aber in Wirklichkeit sind sie einfach da. Ich mache sie nicht. Da ist nur dir Wahrnehmung, das Fühlen der Gefühle. Und das passiert hier.
Und dann ist da noch dieser Körper. Den nehme "ich" als "meinen" wahr. Alles, was darin passiert und wahrnehmbar ist, nehme ich ganz direkt wahr. Deswegen fühlt es sich so an, als wäre es "mein" Körper.
Ich kann es umdrehen und sagen: Da ist dieser Körper mit all den damit verbundenen Wahrnehmungen und Gefühlen. Da sind all diese Gedanken, dieser Gedankenfluss und da sind diese Emotionen. Und da ist die Wahrnehmung all dessen. Mehr nicht.
Und dann kommen da Gedanken und sagen: Das ist meine Wahrnehmung. Das, was da wahrgenommen wird, ist "Ich". Diese Wahrnehmungen, dieser Körper, diese Gedanken, diese Gefühle, das bin "ich". Oder das gehört "mir". Das ist "meins".
Ein immer wiederkehrender Gedanke, der das "Ich-Gefühl" macht, immer wieder hervorruft und verstärkt, festigt.
Wiederum: Nur ein Gefühl. Nur ein Gedanke/Gedanken.
Die finden statt in der Wahrnehmung.
Wiederum nur ein Gedanke. Nur ein Gefühl. Kein wirkliches "Ich", das diesen Gedanken hat. Kein wirkliches "Ich", das dieses Gefühl hat. Einfach nur ein Gedanke und Gefühl ohne Eigentümer.
Da ist die Wahrnehmung davon und die Frage taucht auf: Wer hat diese Wahrnehmung? Wer nimmt wahr?
Aber da ist niemand, der wahrnimmt. Nur Wahrnehmung.
Wer hat diese Wahrnehmung? Es fällt gerade etwas schwer, das zu akzeptieren, dass da niemand sein soll, der diese Wahrnehmung hat.
Wahrnehmung ohne Personifikation? Ohne Wahrnehmer? Wie geht das?
Bisher war immer die Überzeugung da, dass es auch jemanden geben muss, der all das tut, denkt, fühlt oder wahrnimmt. Und jetzt soll das auf einmal wegfallen?
Geht das? Wahrnehmung ohne Wahrnehmer? Wer oder was nimmt denn dann wahr? Wer verarbeitet, verwertet denn dann das Wahrgenommene?
Auch dieses "Ich" ist nur ein Gedanke. Der Gedanke, dass hier ein "Ich" ist.
Auch wenn der Gedanke da ist, ist kein "Ich" da. Nur der Gedanke an ein "Ich". Nicht mehr.
Der Gedanke stört nicht. Er schafft kein "Ich". Denn da ist keines. "Du musst nicht alles glauben, was du denkst." - trifft es hier sehr gut.
Glaube nicht an das "Ich", das die Gedanken vorgaukeln. Hier ist pure bloße Wahrnehmung. Sie gehört niemandem.

...

Als ich das geschrieben habe, war das alles ansatzweise spürbar. Es war so zu sehen. Aber immer noch ist das starke Gefühl von "Ich" da. Auch wenn ich schaue und kein Ich finden kann.

Wenn ich schaue, sehe ich, dass da kein Ich ist. Und es erscheint mir ganz logisch. Aber es fühlt sich immer noch so an, als gäbe es da ein getrenntes Ich.

Es ist schon leichter geworden. Das heißt, alles fühlt sich oft viel leichter an. Aber es gibt auch immer wieder Momente, in denen ich wieder voll in der Identifikation lande. Besonders wenn es um unangenehme Emotionen geht, die ganz direkt mit meiner Prägung zu tun haben.

Soweit der Zwischenstand. Gestern war ich völlig frustriert und traurig und erschöpft, weil ich die Übungen in den Coachings mitgemacht habe und alles sehen konnte, aber das Gefühl von "Ich" immer noch so stark und greifbar da war. Es fühlte sich so an, als müsse es sich doch jetzt einfach mal auflösen.

Ab Montag bin ich wieder jeden Tag hier. Kann gut sein, dass ich vorher schon mal reinschaue. Und ich freue mich schon sehr auf deine Hilfe. Gerne auch schon vor Montag.

Danke! :-)

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Fri Apr 05, 2013 8:24 pm

Schön, dass du wieder da bist Om-Heart. Früher als erwartet!
:-)
Und wie ich sehe, hast du in deinem Urlaub "Hausaufgaben" gemacht :-)
Nun hast du ja schon ziemlich ausführlich geschildert wie du auf Ilonas Frage "Was ist Bruno?" (auf dich bezogen "was ist Om-Heart?") antworten würdest. Und wenn ich das so lese, bin ich fast geneigt zu sagen:
Prüfung bestanden. DAS ist es!
Die Antworten klingen absolut "richtig". Aber es geht hier nicht um "richtig" oder "falsch". Es geht um "dein" ureigenes Erleben.
Nachdem du nun mit dem Buch "Gateless Gatecrashers" gearbeitet hast (was sehr löblich ist ;-)) könnten deine Ausführungen ja auch quasi "nur abgeschrieben" sein. Lass uns also genau nachschauen...
Ist das, was du hier geschrieben hast, wirklich das, was du erlebst und wenn ja, was FEHLT dann noch???
Was müsste jetzt noch ANDERS sein?

Du schriebst:
Wenn ich schaue, sehe ich, dass da kein Ich ist. Und es erscheint mir ganz logisch. Aber es fühlt sich immer noch so an, als gäbe es da ein getrenntes Ich.
Wie müsste es sich deiner Meinung nach denn anfühlen, wenn es kein "getrenntes Ich" gäbe?

Und wie fühlt es sich an, wenn ich dir sage, dass es dieses "Ich" noch nie gegeben hat?
Wenn ich dir sage, dass dieses "Ich" nur etwas ausGEDACHTES ist?

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Sun Apr 07, 2013 8:29 pm

Liebe Grace,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort und dafür, dass du mich weiter guidest. :-))

Das, was ich geschrieben habe, habe ich in dem Moment als ich es schrieb, so gesehen und in Ansätzen auch so empfunden. Es war so, als sei ich in diese Wahrnehmung ein Stück weit eingetaucht. Aber bei all dem ist immernoch das Empfinden, dass "ich" es bin, die da sitzt, die da schreibt, die da schaut und die diese Gedanken und diese Gefühle hat. Es fühlt sich fast unverändert an. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir nicht so ganz sicher bin, ob sich meine Wahrnehmung nicht doch Stück für Stück verschiebt und dieses Ich-Empfinden immer weniger wird. Es kommt mir schon so vor. Ich bin mir darüber aber nicht sicher.

Heute schien es bei der Frage (Gateless Gatecrashers), ob dieses Ich-Gefühl vielleicht einfach nur auf einem Gedanken beruhen könnte, einen kleinen Blitz zu geben. So ein Aufblitzen des Erkennens mit einem Gefühl von Freude und Erleichterung, das da in mir aufstieg. Und wieder schien es so, als sei das Ich-Gefühl ein bisschen weniger geworden.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob das so sein kann, oder ob ich mich da vielleicht nur "verarsche" (sorry), weil ich es so gerne möchte. Ich erlebe mich in den letzten Tagen viel mehr im Moment. Einfach im Erleben von dem was ist. Weniger in Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft. Das ist angenehm, und wieder frage ich mich, ob es vielleicht nur damit zusammen hängt, dass ich eben in Urlaub war und keine alltäglichen Anforderungen an mich gestellt wurden.

Aber zu deinen Fragen (Vielen Dank dafür):
Ist das, was du hier geschrieben hast, wirklich das, was du erlebst und wenn ja, was FEHLT dann noch???
Was müsste jetzt noch ANDERS sein?
Die erste Frage habe ich ja oben schon beantwortet. Zur zweiten Frage: Ich denke, es müsste sich auch so anfühlen, als gäbe es kein "Ich". Immer wenn ich schaue, finde ich kein "Ich". Und es ist auch völlig logisch und einleuchtend. In den täglichen Situationen, wenn ich einfach erlebe, fühlt es sich aber immer noch so an, als wäre "ich" es, die das alles erlebt. Ich vermute, dass sich diese Wahrnehmung geändert haben müsste, wenn sich die Illusion wirklich aufgelöst hätte.
Wie müsste es sich deiner Meinung nach denn anfühlen, wenn es kein "getrenntes Ich" gäbe?
Hihi! :-)) Das ist ein bisschen eine Fangfrage, oder?!? Also, wenn es die ganze Zeit schon kein "getrenntes Ich" gibt, warum sollte es sich dann jetzt anders anfühlen als vorher? Es hat sich ja daran nichts geändert.

Aber wenn "ich" es wirklich erkannt habe und es auch in meine Wahrnehmung gesickert ist, dann müsste ich es doch auch so empfinden. Sprich, dann dürfte ich doch nicht mehr das Gefühl haben, dass "ich" es bin, die da sitzt, Gedanken und Gefühle hat. Oder?
Und wie fühlt es sich an, wenn ich dir sage, dass es dieses "Ich" noch nie gegeben hat?
Wenn ich dir sage, dass dieses "Ich" nur etwas ausGEDACHTES ist?
Ja, dieses "Ich" hat es noch nie gegeben. Das ist also nicht neu. Und da verändert sich auch nichts. Es geht ja darum, dass sich die Wahrnehmung verändert. Dass "ich" es erkenne. Das "ich" erkenne, dass es "mich" nicht gibt. Und dieses Erkennen, sollte das nicht auch fühlbar sein? Sollte das nicht auch die Art der Wahrnehmung verändern?

Dahingehend, dass die Dinge "unpersönlich" wahrgenommen werden? Hm, ich glaube, das ist nicht der richtige Ausdruck. - Tja, wie sollte es denn wahrgenommen werden?... Einfach wahrgenommen werden, ohne dass der Wahrnehmung das "Mein"-Ettikett aufgedrückt wird. Ohne dass da das "Gehört-mir"-Gefühl dabei ist.

Aber das war ja nicht die Antwort auf diese Frage. Eher nochmal die Antwort auf deine erste Frage.

Wenn du mir sagst, dass es dieses "Ich" noch nie gegeben hat, dann ist das völlig einleuchtend und gerade jetzt hier fühlt es sich völlig richtig an.

... "etwas Gedachtes". - Das ist das gleiche, wie das, was ich heute schon einmal als einleuchtenden Blitz, mit der aufsteigenden Freude erlebt habe. Etwas ausGEDACHTES. Vielleicht muss das einfach noch ein bisschen sickern können...

In diesem Zusammenhang fiel mir der alte Spruch ein: "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." Und plötzlich sah ich ihn mit ganz anderen Augen. Mir wurde seine tiefe Bedeutung in diesem Moment bewusst: "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst."

Da ist ein gutes, fließendes Gefühl in mir, das ich kenne, wenn ich mit erwachten Menschen im Satsang oder Retreat bin. Gleichzeitig fühlt es sich an, als habe ich Brei im Kopf, und könne nicht klar wahrnehmen. Dieses Gefühl ist in den letzten Tagen immer wieder mehr oder weniger stark da.

Vielleicht ist das "Ich-Gefühl" tatsächlich in Auflösung begriffen... Ich kann es (noch) nicht sagen.

Ich hoffe, deine Fragen sind in deinem Sinne beantwortet und freue mich schon sehr auf deine nächste Antwort.

Sorry, dass ich so viel geschrieben habe. Ich schreibe gerne und es fällt mir oft schwer, mich kurz zu fassen.

Ein ganz lieber Gruß!

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Mon Apr 08, 2013 7:27 pm

Liebe Grace,

auch heute habe ich mich wieder mit dem Buch beschäftigt und ich glaube, es ist etwas passiert. Ich würde dir gerne die Geschichte der letzten Tage schreiben, damit du ein Bild davon bekommst, was da bei mir abgeht.

Seit dem Urlaub lese ich ja in dem Buch Gateless Gatecrashers. Die Übungen und Fragen habe ich zum Teil schon während der Reise für mich mitgemacht und beantwortet. Und schon auf der Reise hat sich ein gewisser Shift in der Wahrnehmung und im Empfinden ergeben. Für mich war nicht ganz klar, ob es jetzt tatsächlich mit dem Buch zusammenhängt, oder ob es sich einfach anders anfühlt, weil ich in solch anderen Umständen unterwegs bin, oder ob es mit dem Mantra vom Dalai Lama zusammenhängt, das ich jeden Tag mehrere Stunden lang gehört habe, und das auch immer eine Veränderung in meinem Empfinden bewirkt hat.

Irgendetwas war anders, aber es war noch nicht so, wie ich es gerne wollte. Sprich: Das Ich-Gefühl war noch richtig stark wahrnehmbar, auch wenn ich auf der anderen Seite ganz klar erkennen und sehen konnte, dass es kein Ich gibt. Alles Nachschauen und Nachforschen ergab: Da ist nichts. Dennoch wollte sich das Gefühl, die Wahrnehmung nicht verändern. Es ist nicht gesackt.

Am Dienstag konnte ich ganz deutlich sehen, dass es kein Ich gibt. Und ein Stück weit konnte ich es auch fühlen. Aber auch da ist es nicht wirklich ins Gefühl und in die Wahrnehmung gesackt. Im Alltag, wenn ich mich nicht ganz bewusst damit beschäftigt habe, fühlte ich noch ganz stark diese Ich-Wahrnehmung, dieses Ich-Gefühl, dieses alles auf mich beziehen. Das hat mich am Donnerstag total deprimiert. Das Erkennen war da, aber die Wahrnehmung schien immer noch am alten Ich-Gefühl fest zu hängen. Und das, obwohl ich so engagiert war, mich so intensiv damit beschäftigt hatte. Ich wusste nicht mehr weiter und war sehr erschöpft.

Gestern las ich wieder in dem Buch und dann gab es eine Frage, die mich ein Stück weiter brachte. Die Frage, ob dieses Ich-Gefühl vielleicht einfach nur auf einem Gedanken beruhen könnte, löste so etwas, wie einen einleuchtenden Blitz aus, der von einem Gefühl aufsteigender Freude gefolgt war. Das war einleuchtend. Das ergab Sinn.

Es war noch nicht der Durchbruch, aber es machte irgendetwas einfacher und leichter. Es nahm etwas weg, das im Weg war, das blockiert hatte. Davon hatte ich dir gestern schon geschrieben.

Als ich abends im Guiding deine Antwort las, stelltest du interessanterweise fast die selbe Frage.

Du hast geschrieben, dass das, was ich am Dienstag geschrieben hatte, schon so klingt, als hätte ich es raus. Aber es fühlte sich eben noch gar nicht so an.

Heute gab es im Buch eine Textstelle, die Elena in einem Coaching geschrieben hatte und damit hat es dann irgendwie bei mir geschnackelt, habe ich das Gefühl. Sie schrieb: "Do you understand? Stop trying to purge identity. Instead see that there is nothing behind it."

Da ist Identität. - Aber es steckt nichts dahinter. Kein Ich.

Das war es. Dieses Gefühl der Identität war noch so stark und ich dachte, dass es nicht mehr da sein dürfte, wenn ich erkannt habe, dass es kein Ich gibt. Das hat mich so verzweifelt gemacht. Und plötzlich erkannte ich, dass dieses Gefühl von Identität, von "Da-sein" da sein durfte, ohne dass das automatisch mit einem Ich verbunden sein musste. Das war wieder so ein einleuchtender Blitz, gefolgt von Erkennen und Erleichterung und einem aufsteigenden Lächeln, das seit dem mein Gesicht noch nicht wieder wirklich verlassen wollte. Manchmal muss ich richtig schmunzeln und fast lachen.

Erst fühlte es sich ziemlich unspektakulär an. Ich hatte wohl mehr erwartet. Aber mittlerweile bemerke ich, dass ich das hier alles irgendwie anders wahrnehme. Irgendwie leichter, einfacher, weniger schwierig. Auch mit zwei Mitbewohnern, mit denen es sonst eher angespannt ist, war die Begegnung eben irgendwie viel entspannter. Ich konnte mit J. in einer Situation witzeln, die mich sonst wohl eher genervt, aufgeregt und geärgert hätte und irgendwie unentspannt gemacht hätte. Jetzt hatte ich gar keine Angst oder Respekt davor, ihn damit auf freundliche Weise ein bisschen auf die Schippe zu nehmen.

However. Das ist eine Momentaufnahme. Ich habe keine Ahnung, wie es weiter geht, wie es sich weiter verändern und entwickeln wird. Aber ich wollt dich gerne Teil haben lassen.

Ein ganz lieber Gruß,

Om-Heart

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Mon Apr 08, 2013 7:37 pm

In der Tat waren das jetzt eine ganze Menge Informationen, die du mir hast zukommen lassen. :)
Das ist grundsätzlich schon okay, wenn es fließt und wenn du gerne schreibst. Ich schreibe an sich auch sehr gerne, nur dass hier im Dialog meiner Meinung nach in der Kürze die Würze liegt. :-) Man verzettelt sich sonst gerne mal, verheddert sich im Gedankendickicht und sieht dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr!
Ich bevorzuge es eher kurz und knackig, zumindest was den Dialog hier angeht. Mal sehen ob wir beide damit leben können. :-)

Wenn ich nun lese was du schreibst, sehe ich sozusagen eine eingetippte Ansammlung von Gedanken, die im Moment des Schreibens durch dich hindurch zog. Jede Menge Vorstellungen, wie es sein müsste, sollte...
Die Frage ist: WER oder WAS denkt all das Zeug?
Geh an die Wurzel!
MACHST DU die Gedanken, oder sind sie eine Art "Selbstläufer"?
Hast DU sie dir einfallen lassen, oder sind sie einfach aufgetaucht? Ohne dein Zutun?
Beobachte das einfach mal eine Zeit lang im Tagesverlauf und berichte mir dann ob DU auch nur einen einzigen Gedanken "GEMACHT" hast.
(Und wenn ja: Welchen?) ;-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Mon Apr 08, 2013 10:33 pm

Hallo Grace,

das mit dem kurz Fassen, mal sehen, ob mir das gelingt. Da muss ich mich wirklich stark einbremsen, denn es ist nun mal meine Art zu kommunizieren und mich mitzuteilen.

Das, was ich dir mitgeteilt habe, war auch in der Absicht, dir ein Bild zu geben, von dem, wo ich gerade im "Erkenntnisprozess" stehe.

Gedanken tauchen einfach auf. Aus dem Nichts und genau so verschwinden sie auch wieder. "Ich" kann keinen einzigen Gedanken kontrollieren oder machen. Das war bei allen bisherigen Versuchen absolut erfolglos. Das mit den Gedanken habe ich schon eine ganze Weile "abgehakt", weil ich bemerkt habe, dass sie absolut außerhalb "meiner" Kontrolle liegen und nichts mit "mir" zu tun haben. Außer dass "ich" sie eben wahrnehme.

Da ist kein "Ich", das irgendwelche Gedanken machen könnte. Sie werden nur wahrgenommen. Manchmal bewusst und manchmal weniger bewusst. Aber wer oder was sie wahrnimmt, das weiß ich bis jetzt noch nicht.

Also, das kann ich natürlich noch mal beobachten. Aber soweit ist es mir schon ganz klar.

Einen lieben Gruß!

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Tue Apr 09, 2013 6:57 pm

...Das, was ich dir mitgeteilt habe, war auch in der Absicht, dir ein Bild zu geben, von dem, wo ich gerade im "Erkenntnisprozess" stehe.
Das ist auch wirklich völlig okay! :)
Da ist kein "Ich", das irgendwelche Gedanken machen könnte. Sie werden nur wahrgenommen. Manchmal bewusst und manchmal weniger bewusst. Aber wer oder was sie wahrnimmt, das weiß ich bis jetzt noch nicht.
Also wenn ich ehrlich bin, weiß ich bei dir manchmal gar nicht so recht, was ich dich noch fragen soll, oder welche "Hausaufgaben" ich dir noch aufgeben könnte, da du ja schon so fleißig geforscht hast. Und du sagst ja selber schon, dass da kein ICH ist, welches die Gedanken macht etc... Man hat ein bisschen den Eindruck. als ob du schon alles "weißt", aber dennoch scheint was zu fehlen.

WAS???

Ich glaube, dass du es irgendwie schon erkannt hast, dass das ICH eine Illusion ist, aber du willst es noch nicht recht glauben. Da tauchen anscheinend immer noch etliche "ja-aber-Gedanken" auf. Ist es so?

Tja, wo soll ich dich also graben lassen?

Ich setz nochmal hier an:
Was müsste deiner Meinung nach ANDERS sein, wenn die Illusion wirklich durchschaut ist?

Und wenn du dir die Frage stellst, wer oder was die Gedanken, Sinneseindrücke etc... wahrnimmt, was kommt dann spontan für eine Antwort?

Kleiner Tipp. Versuch am besten, ALLES ZU VERGESSEN, was du jemals darüber gelesen oder gehört hast. Erforsche es so, als wärst du ein unschuldiges, neugieriges Kind!
:-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Tue Apr 09, 2013 7:39 pm

Hallo Grace!

Danke für deine Geduld!!!

Ja, es ist tatsächlich so, dass ich glaube, es erkannt zu haben. Aber es ist noch nicht gesackt. Das scheint bei mir ein gängiges Phänomen in allen möglichen Lebensbereichen zu sein, dass ich Dinge, die ich gesehen oder verstanden habe, dann nicht wirklich annehmen, glauben und umsetzen kann. So, als gäbe es da den Zweifel, dass das "Gute" wirklich wirken, helfen oder sein kann.
Ich glaube, dass du es irgendwie schon erkannt hast, dass das ICH eine Illusion ist, aber du willst es noch nicht recht glauben. Da tauchen anscheinend immer noch etliche "ja-aber-Gedanken" auf. Ist es so?
Ja, so fühlt es sich an. Da ist irgendwo in mir drin schon die Erkenntnis, weil ich ganz klar kein "Ich" finden konnte. Aber irgendwie ist es doch nicht so klar.

Es fühlt sich schon deutlich anders an. Da ist weniger Identifikation, weniger die Dinge auf mich beziehen.

Jetzt könnte ich vermuten, dass es sich einfach nur noch setzen muss und sich langsam weiter entwickeln wird. Dass die alte Gewohnheit des "Ich-Gefühls" erst langsam nachlässt. Aber das glaube ich nicht. Ich glaube, da fehlt noch mehr. Noch so eine durchschlagende Erkenntnis, etwas, das "mich" wirklich überzeugt und es ganz klar macht. Ein noch klareres Sehen.

Ich habe den Eindruck, dass das "Sehen" noch nicht wirklich klar und überzeugend war. So als hätte ich das Haus zwar nach dem Einhorn abgesucht und es nicht gefunden, bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht noch ein paar Ecken ausgelassen habe, in denen es sich dann doch versteckt hat. Und irgendwie traue ich mich auch gar nicht, noch wirklich weiter zu suchen, weil ich Angst habe, dass ich es dann doch finden könnte.
Was müsste deiner Meinung nach ANDERS sein, wenn die Illusion wirklich durchschaut ist?
Das ist eine gute Frage. Es müsste irgendwie klarer sein. Ohne Zweifel. Das ist es glaube ich: Ohne Zweifel. Da ist immer noch Zweifel. Immer noch kein klares Wissen, keine klare Erkenntnis.

Es ist so, als wäre die Erkenntnis ganz klein irgendwo hinter einer großen Wolke irgendwas-Wahrnehmung versteckt. So, als könnte ich sie in der Ferne so ein bisschen durchleuchten sehen. In der Erinnerung daran, dass ich das "Ich" ja nicht finden konnte.

Aber das alte andere, die momentane Wahrnehmung des Moments, sitzt wie eine Wolke "irgendwas" davor und dominiert. Es ist so, als wäre ich in dieser Wolke, als sei meine Wahrnehmung davon durchdrungen. Kann das ein Schutzmechanismus der "Ich-Illusion" sein?

Tja, und dann glaube ich auch, dass "ich mich" vielleicht nicht mehr so abgegrenzt als "ich" wahrnehmen würde, wenn die Ich-Illusion wirklich weg ist. Mehr im Fluss, mehr in Verbindung oder mehr im fließenden Übergang zu "allem anderen". Vielleicht das "andere" gar nicht mehr als "anderes" wahrnehme. Aber das ist nur eine Vermutung.
Und wenn du dir die Frage stellst, wer oder was die Gedanken, Sinneseindrücke etc... wahrnimmt, was kommt dann spontan für eine Antwort?
Ich weiß nicht, wer oder was sie wahrnimmt. Es geht immer mehr in die Richtung: "Es passiert einfach."

Aber da ist auch immer wieder die Frage aufgetaucht, wie sie denn wahrgenommen werden, wenn "ich" sie nicht wahrnehme. So als könnten sie ohne mich nicht wahrgenommen werden. Ein bisschen größenwahnsinnig vielleicht. ;-)

Nein, ganz ernsthaft: Ich glaube, das ist ein bisschen der Knackpunkt. Ich konnte noch nicht herausfinden, WER oder WAS denn wahrnimmt, wenn ich es nicht bin. Denn die Wahrnehmung ist ja ganz klar da. Deswegen war auch der Satz, dass die Identität ja nicht aufhört, wenn das Ich-Bewusstsein aufhört, so hilfreich. Aber was ist das für eine Identität?

Grace, wie ist das bei dir? Kannst du wahrnehmen, wer oder was wahrnimmt? Wie nimmst du "dich" wahr? Gibt es noch so etwas, wie ein Ich-Gefühl?

Sorry, dass ich jetzt DICH befrage. Aber ich glaube, es könnte mir helfen, zu erkennen, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Danke! :-)


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