Ready to be

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barb
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Re: Ready to be

Postby barb » Sun Aug 28, 2022 12:01 pm

Da gäbe es einige gute Herangehensweisen wie z.B. The Work von Byron Katie, oder die Sedona Methode... Hast du da schon was ausprobiert um eventuell diese schmerzliche Situation ein wenig zu entspannen?
Nein ich habs für eine Weile als heilsam angesehen mit dem zu sein, hab dann aber gemerkt, dass es mich wie in der Identifikation festhält.
Was bedeutet für dich „Identifikation“? Kontempliere bitte darüber und erzähle mir davon...

-Wenn du sagst dass das Gesehene etc. das Wirkliche ist, beziehst du diese Aussage nur auf dieses Beispiel mit der Phantasie oder? Das hat mich nämlich etwas irritiert, weil meine Erfahrung ist es, das in der direkten Erfahrung, wie ihr es nennt, nicht nur das begrenzte Ich sich auflöst sondern auch die Begrenzung des Gesehenen-es ist nur Bewusstsein "übrig". Das an anderer Stelle sogenannte eine reine Bewusstsein.
Man könnte es so formulieren, das Direkte Erfahrung das ist was jetzt wirklich hier ist.

Für unsere Erforschung können wir die Direkte Erfahrung in 3 Hauptaspekte unterteilen:

1) Gedanken (nur die Tatsache, dass Gedanken da sind, nicht die Geschichte)
2) Sinneswahrnehmungen
sehen
hören
spüren
riechen
schmecken


3) Ein unverwechselbares "Wissen" von Lebendigkeit
(Gegenwärtigkeit, Sein, oder Bewusstsein)

Mit der Sprache ist es halt ein wenig schwierig, deshalb ist es auch gut wenn wir immer wieder nachfragen wie was gemeint ist... Mir gefällt z.B. das Wort „Bewusstsein“ nicht so gut, ich verwende da lieber das Wort „wahrnehmen“.
Und so wie du erkannt hast, dass sich die Begrenzung des Gesehenen auflöst, könnte man es so formulieren, dass einfach nur "sehen" da ist. Also nicht Sehender - sehen - Gesehenes, sondern einfach nur "sehen"... Kannst du damit was anfangen?
Ich hab deinen Übungsvorschlag umgesetzt. Meine Beobachtung bei der Benennung von alltäglichen Dingen ist, dass es mich eher wieder "in den Kopf" bringt anstatt einfach in der Wahrzunehmung zu bleiben. Diesbezüglich hat bereits vor Jahren ein "Umschalten" stattgefunden (auch was grundsätzliche Gedankengeschichten angeht).

Wie ich anfangs erwähnt habe, geht es bei mir hauptsächlich um diese bestimmten Situationen, wo Schmerz bzw. Trauma an die Ich-Identifikation zu ketten scheinen. Es geht nicht darum es wegzumachen-aber wie erwähnt, scheint es zu sehr meinen Alltag zu bestimmen. Diesbezüglich ist die Methode dieser direkten Erfahrung mit Sicherheit ein gutes Werkzeug für mich, da es mir offenbar schwer fällt hier in der Beobachtung zu bleiben. Genauso wie das Recherchieren bzgl. Heilung für körperliche Symptome.
Irgendwie hängt auch beides zusammen, vermutlich weil beides auch körperlich so stark wahrnehmbar ist. Das braucht definitiv noch mehr Übung und da will ich dran bleiben.
Gute Idee dran zu bleiben... Versuche die Übung so weiter zu praktizieren, dass du einfach das labeln, mit der du das Gefühl hast dass die Mentalaktivität wieder anspringt. weglässt, und immer wieder die reine Erfahrung des sehens-hörens-spürens-riechens und schmeckens wahrnimmst... Das labeln ist nur dazu gedacht, wenn die Gedankengeschichten so überhand nehmen dass es schwer ist die direkte Erfahrung wahrzunehmen... Geht das so vielleicht besser?
Bist du bei deinen Recherchen eventuell auch schon auf das Thema Nervensystem/Vagus-Nerv gestoßen? Qi Gong wäre auch eine super Möglichkeit für Körper und Geist, wenn du willst kann ich dir da bisschen was dazu empfehlen auf dem privaten Kanal dieses Forums... :)
So wie ich Byron Katie in Erinnerung habe, gehts da nicht auch eher um die Änderung von Gedankenmustern? Ich erinnere mich nur vage an diese Fragen und werd nochmal nachlesen.
Es geht da weniger um Änderung, sondern auch eher um Bewusstwerdung, und auch einer Art Beobachtung wie Gedanken und Gefühle zusammenhängen könnten. Wenn du willst schicke ich dir per privater Nachricht einen Link mit einer guten Zusammenfassung davon.
Und die Sedona Methode ist im Prinzip so wie du oben schon beschrieben hast, einfach mit dem Gefühl zu sein, es da sein zu lassen und voll zu spüren, so gut es geht ohne Gedanken.
Wobei hier auch eine wichtige Feststellung ist, dass Gedanken nicht nur verbale Geschichten sind, sondern auch mentale Bilder die ablaufen. Auch diese fallen unter die Kategorie Geschichtenland. Wir wollen diese Geschichten hier aber gar nicht verhindern, sondern sie einfach nur als das erkennen was sie sind...
Mir scheint die Grundlage der Identifikation ist hier nicht eine mentale Geschichte sondern Emotion
Es ist nicht einfach es zu beschreiben
Ja, es ist nicht einfach mit Worten zu beschreiben...
Was bedeutet für dich „Emotion“?
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sun Aug 28, 2022 7:49 pm

Hallo Barb
danke für deine Zeit und Gedanken, sogar am Sonntag :-)
Ich benutz ja ein altes Handy zur Zeit und versuche heute mal ob das Quoten am Laptop leichter geht.
Was bedeutet für dich „Identifikation“? Kontempliere bitte darüber und erzähle mir davon...
wenn sich Geschichten um das Erspürte bilden, und diese Geschichten mit einem Ich in Zusammenhang gebracht werden.
Ich hab weiter geschaut: Zum einen sind da natürlich Bilder der Erinnerung, gute wie traumatische. Auch wenn keine verurteilenden, selbstmitleid-erzeugende und ähnliche "niedere" Gedanken, die gegen einen selber gerichtet sind auftauchen, wird der Schmerz/das Trauma durch Bilder genährt und der Idee, dass es doch eigentlich mal besser werden müsste.
Mit der Sprache ist es halt ein wenig schwierig, deshalb ist es auch gut wenn wir immer wieder nachfragen wie was gemeint ist... Mir gefällt z.B. das Wort „Bewusstsein“ nicht so gut, ich verwende da lieber das Wort „wahrnehmen“.
Und so wie du erkannt hast, dass sich die Begrenzung des Gesehenen auflöst, könnte man es so formulieren, dass einfach nur "sehen" da ist. Also nicht Sehender - sehen - Gesehenes, sondern einfach nur "sehen"... Kannst du damit was anfangen?
Ja Nachfragen ist gut. Ich hab einige östliche Schriften gelesen und benutzte bis jetzt den übernommenen Begriff des Beobachters, wissend dass es sich dabei nicht um das Ego handelt. Dort werden Seher-sehen-Gesehenes auch getrennt betrachtet. Ich kann sehen, wieso du den Begriff "wahrnehmen" bevorzugst, da die Wörter Bewußtsein und Beobachter eher dazu einladen, dass das limitierte Ego sich damit identifiziert. Ich werde meine Sprache anpassen wenn ich die Wahrnehmungen beschreibe.
..ja in manchen Situationen ist da einfach sehen, Subjekt und Objekt sind nicht da.
Versuche die Übung so weiter zu praktizieren, dass du einfach das labeln, mit der du das Gefühl hast dass die Mentalaktivität wieder anspringt. weglässt, und immer wieder die reine Erfahrung des sehens-hörens-spürens-riechens und schmeckens wahrnimmst... Das labeln ist nur dazu gedacht, wenn die Gedankengeschichten so überhand nehmen dass es schwer ist die direkte Erfahrung wahrzunehmen... Geht das so vielleicht besser?
Ja so hab ich das jetzt umgesetzt. Ich wende das Labeln nur in den Situationen an wo eine Identifikation ist. Das Labeln des Sehens. Denkens etc. ist ja auch ein Gedanke während das Sehen, Denken etc. an sich wahrnehmen ist.
Wie du sagst, ist es in dem Moment der Identifikation mit Gedanken hilfreich, während es in Momenten des Sehens etc. einschränkend sein kann.
Also die direkte Erfahrung ist das Spüren (von Enge und Druck im Herzbereich), die Atmung verändert sich (fällt das unter Spüren?). Wenn anfangs Gedanken oder Bilder kommen, spüre ich eine Verstärkung dieser körperlichen Sensationen, und sobald nur mehr spüren geschieht, setzt (tatsächlich in derselben Sekunde!) der Trennung von der Mentaltätigkeit (meistens Bilder) tiefes Gähnen ein, oft über 20 Minuten oder mehr und mehrmals pro Minute. Und da kämen wir zum Thema Nervensystem und Vagusnerv - sehr gerne würde ich Infos darüber von dir erhalten, sowie den Link dieser Zusammenfassung.
Mit dem Gähnen spüre ich die Öffnung des Brustbereichs und die Atmung wird tiefer. Das Spüren verändert also die Sensatioen im Körper und wird in dem Moment als heilsam empfunden. Und genau das geschieht immer wieder und wieder - seit Jahren.
Da ist der Gedanke, dass es doch mal leichter werden sollte und die Frage wieso das nicht so ist. Das Gesehene wird als Problem bzw. Belastung gelabelt, da es erschöpfend ist.
Ausserdem beobachte ich, dass das Ich noch manchmal versucht, durch das Essen von Süßem oder Lösen von Sudoku zB. das Spüren zu vermeiden.
Was bedeutet für dich „Emotion“?
Eine gute Frage - ich würde spontan sagen es ist das Spüren von körperlichen Sensationen verbunden mit Schmerz und Traurigkeit (in diesem Fall)

Danke Barb

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Re: Ready to be

Postby barb » Mon Aug 29, 2022 1:13 pm

danke für deine Zeit und Gedanken, sogar am Sonntag :-)
Sehr gerne, ist mir eine Freude :)
Ich benutz ja ein altes Handy zur Zeit und versuche heute mal ob das Quoten am Laptop leichter geht.
Ja, mit dem Handy ist es ziemlich fummelig, mit dem Laptop hats ja super geklappt... :)
Was bedeutet für dich „Identifikation“? Kontempliere bitte darüber und erzähle mir davon...
wenn sich Geschichten um das Erspürte bilden, und diese Geschichten mit einem Ich in Zusammenhang gebracht werden.
Was und wo ist dieses Ich, mit dem die Geschichten in Zusammenhang gebracht werden? Ist dieses Ich außerhalb der Geschichten zu finden?
Ich hab weiter geschaut: Zum einen sind da natürlich Bilder der Erinnerung, gute wie traumatische. Auch wenn keine verurteilenden, selbstmitleid-erzeugende und ähnliche "niedere" Gedanken, die gegen einen selber gerichtet sind auftauchen, wird der Schmerz/das Trauma durch Bilder genährt und der Idee, dass es doch eigentlich mal besser werden müsste.
Erzeugst „du“ die Wort- oder Bildgedanken? Kannst du sie kontrollieren? Oder vorhersagen?
Ich kann sehen, wieso du den Begriff "wahrnehmen" bevorzugst, da die Wörter Bewußtsein und Beobachter eher dazu einladen, dass das limitierte Ego sich damit identifiziert.
Genau, es könnte wieder Identifikation damit entstehen...
Was ist das „limitierte Ego“? Ist das eine eigenständige Entität, ist das was wirkliches so wie ein Apfel z.B.?
..ja in manchen Situationen ist da einfach sehen, Subjekt und Objekt sind nicht da.
Gibt es in anderen Situationen etwas anderes? Gibt es Subjekt und Objekt jemals wirklich oder nur in der Einbildung?
Ja so hab ich das jetzt umgesetzt. Ich wende das Labeln nur in den Situationen an wo eine Identifikation ist. Das Labeln des Sehens. Denkens etc. ist ja auch ein Gedanke während das Sehen, Denken etc. an sich wahrnehmen ist.
Wenn man z.B. das Label „sehen“ verwendet, während man sich tatsächlich der Tatsache des „Sehens“ bewusst ist, dann ist der Gedanke, also das Label, etwas das auf etwas hinweist das tatsächlich da ist, also ein Gedanke der labelt und nicht eine Geschichte. Die Wörter die wir für die direkte Erfahrung benutzen, also sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken entspringen so gesehen alle aus dem Wort "wahrnehmen", und sind an sich noch die neutralsten, wertfreiesten Wörter ohne Urteile und Konzepte. Alles was danach kommt kann schon wieder mehr oder weniger behaftet sein und den Geschichtenmodus anspringen lassen... Und ja, super wenn du da einen Umgang damit findest, der für dich passend ist... :)
die Atmung verändert sich (fällt das unter Spüren?).
Was findest du wenn du nachschaust: Was von „Atmung“ ist wahrnehmbar? Gibt es überhaupt „Atmung“?
Wenn anfangs Gedanken oder Bilder kommen, spüre ich eine Verstärkung dieser körperlichen Sensationen, und sobald nur mehr spüren geschieht, setzt (tatsächlich in derselben Sekunde!) der Trennung von der Mentaltätigkeit (meistens Bilder) tiefes Gähnen ein, oft über 20 Minuten oder mehr und mehrmals pro Minute. Und da kämen wir zum Thema Nervensystem und Vagusnerv - sehr gerne würde ich Infos darüber von dir erhalten, sowie den Link dieser Zusammenfassung.
Sehr gerne, ich schicke dir da was per PN (Ordner ist in der rechten oberen Ecke)
Da ist der Gedanke, dass es doch mal leichter werden sollte und die Frage wieso das nicht so ist. Das Gesehene wird als Problem bzw. Belastung gelabelt, da es erschöpfend ist.
Was wäre, wenn sich das auch nicht ändern würde, auch nachdem gesehen wurde dass es kein eigenständiges Ich gibt?
Ausserdem beobachte ich, dass das Ich noch manchmal versucht, durch das Essen von Süßem oder Lösen von Sudoku zB. das Spüren zu vermeiden.
Ist das wirklich wahr, dass da ein Ich was versucht? Sind da dann 2 Ichs? Eines das das andere bei etwas beobachtet?
(Und übrigens, manchmal kann es auch ganz hilfreich sein, sich auch mal von starken Emotionen abzulenken wenn diese zu überwältigend werden...)
Was wäre, wenn das alles einfach so da sein dürfte?
Was bedeutet für dich „Emotion“?
Eine gute Frage - ich würde spontan sagen es ist das Spüren von körperlichen Sensationen verbunden mit Schmerz und Traurigkeit (in diesem Fall)
Ja, das Spüren von körperlichen Empfindungen...
und was ist Schmerz und Traurigkeit in direkter Erfahrung?

Danke Barb
Sehr gerne :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sat Sep 03, 2022 3:29 pm

Hallo Barb
vielen Dank für deine Antwort und die private Nachricht - ich werde gleich darin stöbern.
Es hat etwas gedauert. Zwischendrin war diese Nachricht schon mal fast fertig, dann hat aber das Zwischenspeichern nicht geklappt.
Ja, mit dem Handy ist es ziemlich fummelig, mit dem Laptop hats ja super geklappt... :)
ja super
Was und wo ist dieses Ich, mit dem die Geschichten in Zusammenhang gebracht werden? Ist dieses Ich außerhalb der Geschichten zu finden?
Das Ich entsteht offenbar durch die Kopplung an Gedanken und Geschichten, und die Geschichten stärken die Illusion eines Ichs. Sie bedingen einander...und ist ein eigenständiger Gedanke an sich
Erzeugst „du“ die Wort- oder Bildgedanken? Kannst du sie kontrollieren? Oder vorhersagen?
Gedanken und Bilder kommen und gehen aus und ins "Nichts". In dem Moment wo ein Gedanke entsteht kann er als solches erkannt werden, ohne ihn an ein Ich koppeln. Es ist möglich auch für einige Minuten ohne Gedanken zu sein, in Meditation sogar über Stunden, aber grundsätzlich können Gedanken nicht kontrolliert oder vorhergesagt werden
Was ist das „limitierte Ego“? Ist das eine eigenständige Entität, ist das was wirkliches so wie ein Apfel z.B.?
es ist ein Gedanke - subtil, ein Apfel ist grobstofflich und kann gesehen, gerochen, geschmeckt und angefasst werden
Gibt es in anderen Situationen etwas anderes? Gibt es Subjekt und Objekt jemals wirklich oder nur in der Einbildung?
Wenn es kein Ich gibt, dann gibt es auch keine "anderen" - reines bewussst-sein, Einheit. Die Labels trennen...
du nennst es sehen, hören, spüren etc.
Das ist nicht neu. Es geschieht so gut wie keine Ankoppelung an ein Ich mit Gedanken wie Sorgen, Ängste, Fantasie, etc. mehr.
Allerdings hat dein zweiter Satz jetzt etwas Licht in meine Thematik gebracht: Auch wenn die meisten Arten von Gedanken (und Geschichten) nicht mit einem Ich in Verbindung gebracht werden, wieso dann diese traumatischen Erinnerungen? Erinnerungen wurden einmal erfahren und wahrgenommen und machen deshalb den Eindruck real zu sein, weil sie immer noch mit spürbaren Sensationen im Körper einhergehen. Erinnerungsgedanken werden also noch als wahr betrachtet und deshalb mit einem Ich in Verbindung gebracht! Die traumatischen kommen ja im selben Paket mit den schönen Erinnerungen.
...das ist mir gerade eben bewußt geworden, und da muss noch geschaut werden.
Wenn man z.B. das Label „sehen“ verwendet, während man sich tatsächlich der Tatsache des „Sehens“ bewusst ist, dann ist der Gedanke, also das Label, etwas das auf etwas hinweist das tatsächlich da ist, also ein Gedanke der labelt und nicht eine Geschichte. Die Wörter die wir für die direkte Erfahrung benutzen, also sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken entspringen so gesehen alle aus dem Wort "wahrnehmen", und sind an sich noch die neutralsten, wertfreiesten Wörter ohne Urteile und Konzepte. Alles was danach kommt kann schon wieder mehr oder weniger behaftet sein und den Geschichtenmodus anspringen lassen... Und ja, super wenn du da einen Umgang damit findest, der für dich passend ist... :)
ja wahrnehmen ist direkter als Worte, Worte besser als Identifikation :-)
Was findest du wenn du nachschaust: Was von „Atmung“ ist wahrnehmbar? Gibt es überhaupt „Atmung“?
Atmung ist das Label, dass in der Sprache benutz wird für sehen und spüren, dass die Bauchdecke sich hebt und senkt, eventuell hören, in einigen Fällen riechen und schmecken ;-) etc.
Was wäre, wenn sich das auch nicht ändern würde, auch nachdem gesehen wurde dass es kein eigenständiges Ich gibt?
Ehrlich gesagt ist da eine Intuition - kein Container, kein Inhalt ;-)
Ansonsten bleibt ja noch Akzeptanz
Ist das wirklich wahr, dass da ein Ich was versucht? Sind da dann 2 Ichs? Eines das das andere bei etwas beobachtet?
da ist reines Bewusst-sein, Sein, du nennst es sehen, hören, schmecken...und eben manchmal dieses mit bestimmten Erinnerungen identifizierte Ich, das bei genauerem Hinsehem nicht existiert
(Und übrigens, manchmal kann es auch ganz hilfreich sein, sich auch mal von starken Emotionen abzulenken wenn diese zu überwältigend werden...)
ja klar, aber es ist auch wichtig hinzusehen, wenn Naschen das Sehen oder Spüren verhindert
Was wäre, wenn das alles einfach so da sein dürfte?
ja und nein. ja zum spüren, aber wie direktes wahrnehmen wenns vermieden wird? ist das nicht auch zu sehen? Worauf beziehst du die Frage? Auf das Naschen? Meinst du nochmal 7 kg dazu und dann wundern wieso der Körper krank ist? ;-)
und was ist Schmerz und Traurigkeit in direkter Erfahrung?
das Spüren von körperlichen Sensationen im Herzen, ...und der Verstand labelt es dann Schmerz und Traurigkeit

Danke dir

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Re: Ready to be

Postby barb » Sun Sep 04, 2022 11:20 am

Es hat etwas gedauert. Zwischendrin war diese Nachricht schon mal fast fertig, dann hat aber das Zwischenspeichern nicht geklappt.
Oje... Leider kommt das hin und wieder vor, daher ist es vielleicht besser wenn man immer alles in ein Textprogramm kopiert, dort dann die Antworten schreibt und dann wieder zurück ins Antwortfenster
Das Ich entsteht offenbar durch die Kopplung an Gedanken und Geschichten, und die Geschichten stärken die Illusion eines Ichs. Sie bedingen einander...und ist ein eigenständiger Gedanke an sich
Wenn das Ich entsteht, wie sieht es dann aus? Kannst du das so angreifen wie den Tisch z.B.?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?


Gedanken und Bilder kommen und gehen aus und ins "Nichts". In dem Moment wo ein Gedanke entsteht kann er als solches erkannt werden, ohne ihn an ein Ich koppeln.
Wie schaut das aus, wenn Gedanken an ein Ich gekoppelt werden? Beobachte das, wenn diese Situation erlebt wird und beschreibe so gut es geht, was da abläuft. Untersuche mit dem Werkzeug der direkten Erfahrung.
du nennst es sehen, hören, spüren etc.
So nenne ich die Werkzeuge der direkten Erfahrung; ich verwende für das Wort „Bewusstsein“ lieber das Wort „wahrnehmen“ :)
Allerdings hat dein zweiter Satz jetzt etwas Licht in meine Thematik gebracht: Auch wenn die meisten Arten von Gedanken (und Geschichten) nicht mit einem Ich in Verbindung gebracht werden, wieso dann diese traumatischen Erinnerungen? Erinnerungen wurden einmal erfahren und wahrgenommen und machen deshalb den Eindruck real zu sein, weil sie immer noch mit spürbaren Sensationen im Körper einhergehen. Erinnerungsgedanken werden also noch als wahr betrachtet und deshalb mit einem Ich in Verbindung gebracht! Die traumatischen kommen ja im selben Paket mit den schönen Erinnerungen.
...das ist mir gerade eben bewußt geworden, und da muss noch geschaut werden.
Schöne Erkenntnis :)
Schau mal nach: Ist dieses „Ich“ von dem du berichtest eventuell sowas wie ein „Selbstbild“ das sich im Laufe der Jahrzehnte kumuliert hat?
und eben manchmal dieses mit bestimmten Erinnerungen identifizierte Ich, das bei genauerem Hinsehem nicht existiert
Genau... :) Und es muss nur oft genug hingesehen werden, bis wirklich klar ist, dass „Ich“ nur ein Gedanke ist. Und zugleich ist es auch wichtig immer wieder den Wahrheitsgehalt der Gedanken zu überprüfen, denn solange geglaubt wird, dass Gedanken die Wahrheit erzählen, hilft es auch nichts wenn erkannt wird dass „Ich“ nur ein Gedanke ist... :) Weißt du was ich damit ausdrücken will?
ja klar, aber es ist auch wichtig hinzusehen, wenn Naschen das Sehen oder Spüren verhindert
:))
Was wäre, wenn das alles einfach so da sein dürfte?
ja und nein. ja zum spüren, aber wie direktes wahrnehmen wenns vermieden wird? ist das nicht auch zu sehen? Worauf beziehst du die Frage? Auf das Naschen? Meinst du nochmal 7 kg dazu und dann wundern wieso der Körper krank ist? ;-)
Generell auf Ablenkung. Es ist ja so, dass wenn es bewusst wird das Ereignis schon vorbei ist, und wenn da dann Widerstand aufkommt gegen die Ablenkung und vielleicht Verurteilung dann ändert das nichts an dem Kreislauf. Hilfreicher wäre es, wenn du dich das nächste Mal bei sowas ertappst (zu viel Naschen z.B.), dich bewusst darüber zu freuen mit einem Lächeln oder Lachen (dass du es bemerkt hast). Und wenn das öfter praktiziert wird, dann geht es immer schneller sowas zu entdecken. Alles worüber wir uns freuen wird schneller zu Gewohnheit... (In diesem Fall das Bewusstwerden von suboptimalen Ablenkungen...)

:)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Wed Sep 07, 2022 2:52 pm

Danke dir Barb
Oje... Leider kommt das hin und wieder vor, daher ist es vielleicht besser wenn man immer alles in ein Textprogramm kopiert, dort dann die Antworten schreibt und dann wieder zurück ins Antwortfenster
ja das ist eine gute Idee
Wenn das Ich entsteht, wie sieht es dann aus? Kannst du das so angreifen wie den Tisch z.B.?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
nein das Ich ist eine Illusion - eigentlich ist der Ausdruck Kopplung falsch. Richtiger wäre zu sagen, dass gewohnheitsmäßige Gedanken ein illusorisches Ich bilden, das nicht real ist. Man kann es nicht angreifen, es ist gedacht, eingebildet. Es ist nichts und besitzt auch nicht einmal diese Gedanken um sich. Es ist ein Gedanke und kann keine anderen Gedanken denken. Der Inhalt von Gedanken kann über ein Ich erzählen. Ich würde sagen sie kommen alle von der gleichen Stelle und haben nichts mit "mir" zu tun.
Wie schaut das aus, wenn Gedanken an ein Ich gekoppelt werden? Beobachte das, wenn diese Situation erlebt wird und beschreibe so gut es geht, was da abläuft. Untersuche mit dem Werkzeug der direkten Erfahrung.
Also in genannter Situation kann gesehen werden, wie Erinnerungen an L. aufkommen. Und selbst wenn es schöne sind, wechseln sie meistens in schmerzvolle. Letztens wurde ja erkannt, dass Erinnerungsgedanken als Realität angesehen werden können, da sie sehr lebendig sind. Dies hilft die schmerzvollen Erinnerungen als "denken" zu erkennen. Es konnte kein Ich gefunden werden, woran etwas gekoppelt wird. Fühlen konnte wahrgenommen werden ohne einem Gedanken, dass es Ich gehört.
Was ist mit den schönen Erinnerungen? Natürlich sind das auch Gedanken und nicht (mehr) Realität, aber sollte man sich nicht daran erfreuen?
So nenne ich die Werkzeuge der direkten Erfahrung; ich verwende für das Wort „Bewusstsein“ lieber das Wort „wahrnehmen“ :)
;-)
Schöne Erkenntnis :)
Schau mal nach: Ist dieses „Ich“ von dem du berichtest eventuell sowas wie ein „Selbstbild“ das sich im Laufe der Jahrzehnte kumuliert hat?
Machst du einen Unterschied zwischen Selbstbild und Gedanken? Nährt sich ein Selbstbild nicht von Gedanken?
Im Moment ürde ich sagen. dass ein Selnstbild wohl eine Anhäufung von Gdanken um ein Ich ist
und eben manchmal dieses mit bestimmten Erinnerungen identifizierte Ich, das bei genauerem Hinsehem nicht existiert
Genau... :) Und es muss nur oft genug hingesehen werden, bis wirklich klar ist, dass „Ich“ nur ein Gedanke ist. Und zugleich ist es auch wichtig immer wieder den Wahrheitsgehalt der Gedanken zu überprüfen, denn solange geglaubt wird, dass Gedanken die Wahrheit erzählen, hilft es auch nichts wenn erkannt wird dass „Ich“ nur ein Gedanke ist... :) Weißt du was ich damit ausdrücken will?
Vermutlich meinst du, dass die Illusions des Ichs nicht vollkommen erkannt werden kann, wenn nicht geehen wird, dass es die Gedanken sind, die diese Illusion "aufrecht erhalten"? Werden positive Gedanken oder Erinnerungen akzeptiert und zB. schmerzhafte Erinnerungsgedanken als unwahr gesehen? Wer überprüft den Wahrheitsgehalt? Oder meinst du generell Gedanken als das zu erkennen was sie sind, nicht deren Gehalt?
Generell auf Ablenkung. Es ist ja so, dass wenn es bewusst wird das Ereignis schon vorbei ist, und wenn da dann Widerstand aufkommt gegen die Ablenkung und vielleicht Verurteilung dann ändert das nichts an dem Kreislauf. Hilfreicher wäre es, wenn du dich das nächste Mal bei sowas ertappst (zu viel Naschen z.B.), dich bewusst darüber zu freuen mit einem Lächeln oder Lachen (dass du es bemerkt hast). Und wenn das öfter praktiziert wird, dann geht es immer schneller sowas zu entdecken. Alles worüber wir uns freuen wird schneller zu Gewohnheit... (In diesem Fall das Bewusstwerden von suboptimalen Ablenkungen...)
Oft ist mir genau in dem Moment, wo ich die Süßigkeiten in der Hand halte um sie zu öffnen bewusst, was "ich" da mache. Ich merke es bevor ich sie esse, aber esse sie oft trotzdem :-(
In dem Moment scheinen mindestens 2 "Ichs" (also 2 Arten von Konzepten) aufeinander zu treffen. Das eine ist sehr gesundheitsbewusst und weiß auch, dass das Naschen als Mittel zum Nicht-Hinschaun benutzt wird, und das andere Ich ist tolerant and sieht es locker. Ein anderes scheinbares Ich kann sich eventuell durchsetzen mit dem Argument, dass es ein intensiver Tag war etc. und dies eine Belohnung ist. Das alleine zeigt wenigstens schon einmal, dass es kein "Ich" gibt, denn sonst würde das in diesem Falle bedeuten, dass es mehrere "Ichs", die je nach Gedanken wechseln.
Theoretisch ist verständlich was hier vor sich geht, viele Gedanken treffen aufeinander. Praktisch hinkt das Ganze noch. Vor allem weil die Konzentration erstmals mehr auf der 1. Thematik war.

Während ich merke, dass es bei Thema 1 Fortschritte im Erkennen gibt, merke ich gerade dass sich bei Thema 2 noch nichts aufgetan hat.
Ich bin dir dankbar für weitere Einsichten, Fragen oder pointings.

Vor einigen Tagen hatte ich einen Traum von L., was schon eine Weile nicht mehr vorkam. Er wohnte in der Natur, ganz für sich und seine Kleidung war für ihn ungewöhnlich. Da wahr natürlich Freude ihn endlich zu sehen. Wie in einigen Träumen zuvor war es so, dass ich wusste, dass er irgendwo ist, aber nicht wo. Und dass es offenbar von ihm "abhängt", ob wir uns sehen können oder nicht, es also ausserhalb meiner Macht stand.
Wir haben uns also getroffen und es was freundlich aber gewöhnlich bis distanziert. Im Traum selber war es ok, aber nach dem Aufwachen war da Traurigkeit. Dann hab ich geschaut - Sensationen im Körper gespürt, denken wahrgenommen. Dann bin ich wieder eingeschlafen.

Hab eine Schöne Woche

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Re: Ready to be

Postby barb » Thu Sep 08, 2022 11:12 am

Also in genannter Situation kann gesehen werden, wie Erinnerungen an L. aufkommen. Und selbst wenn es schöne sind, wechseln sie meistens in schmerzvolle. Letztens wurde ja erkannt, dass Erinnerungsgedanken als Realität angesehen werden können, da sie sehr lebendig sind. Dies hilft die schmerzvollen Erinnerungen als "denken" zu erkennen. Es konnte kein Ich gefunden werden, woran etwas gekoppelt wird. Fühlen konnte wahrgenommen werden ohne einem Gedanken, dass es Ich gehört.
Das hört sich doch gut an :)
Was ist mit den schönen Erinnerungen? Natürlich sind das auch Gedanken und nicht (mehr) Realität, aber sollte man sich nicht daran erfreuen?
Es geht hier gar nicht um sollte, müsste, wollte... :) Sondern einfach darum, zu sehen, dass das was ist einfach ist... Und natürlich haben auch Erinnerungen ihren Platz darin, wenn ein sich daran erfreuen da ist ist es das was da ist... Alles ein Happening... Schöne Erinnerungen, weniger schöne, Ich-Gedanken, Ich-Gefühle, Sonnenschein, Regenwetter, alles ein kosmisches Ereignis...
Machst du einen Unterschied zwischen Selbstbild und Gedanken? Nährt sich ein Selbstbild nicht von Gedanken?
Im Moment würde ich sagen. dass ein Selnstbild wohl eine Anhäufung von Gdanken um ein Ich ist
Ja genau, so auf die Art würde ich es auch bezeichnen...Wobei nicht um ein „Ich“, sondern diese Anhäufung von Gedanken (Wort- und Bildgedanken) werden illusionärerweise für ein Ich gehalten...
Vermutlich meinst du, dass die Illusions des Ichs nicht vollkommen erkannt werden kann, wenn nicht geehen wird, dass es die Gedanken sind, die diese Illusion "aufrecht erhalten"?
Ja genau, Geschichten + muskuläre Verspannungen... :)
Werden positive Gedanken oder Erinnerungen akzeptiert und zB. schmerzhafte Erinnerungsgedanken als unwahr gesehen? Wer überprüft den Wahrheitsgehalt? Oder meinst du generell Gedanken als das zu erkennen was sie sind, nicht deren Gehalt?
Kein Gedankeninhalt ist wahr...

Probiere mal folgendes Experiment mit einer Frucht:

Überlege vorher, was du gerne für den Zweck der Übung hernehmen möchtest und sei sicher, dass du es zu Hause hast. Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen. Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.

Danach hole die Frucht untersuche sie, schau sie an, berühre sie, iss sie und beobachte währenddessen, was du dabei wahrnimmst.

Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.

Nun frag dich:

Haben die beschreibenden Worte/Gedanken in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?

Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?

Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?


Oft ist mir genau in dem Moment, wo ich die Süßigkeiten in der Hand halte um sie zu öffnen bewusst, was "ich" da mache. Ich merke es bevor ich sie esse, aber esse sie oft trotzdem :-(
Das geht sicher vielen so... :)
In dem Moment scheinen mindestens 2 "Ichs" (also 2 Arten von Konzepten) aufeinander zu treffen. Das eine ist sehr gesundheitsbewusst und weiß auch, dass das Naschen als Mittel zum Nicht-Hinschaun benutzt wird, und das andere Ich ist tolerant and sieht es locker. Ein anderes scheinbares Ich kann sich eventuell durchsetzen mit dem Argument, dass es ein intensiver Tag war etc. und dies eine Belohnung ist.
Zucker hat halt ein großes Suchtpotential, und wenn das Lechzen danach da ist, fallen schon alle möglichen Gedanken dazu ein wie man es rechtfertigen könnte... :)
Das alleine zeigt wenigstens schon einmal, dass es kein "Ich" gibt, denn sonst würde das in diesem Falle bedeuten, dass es mehrere "Ichs", die je nach Gedanken wechseln.
Gute Beobachtung... :) Man könnte vielleicht sagen, es erscheinen je nach Situation verschiedene Persönlichkeiten (Persona = Maske), kannst du vielleicht auch im Umgang mit verschiedenen Menschen beobachten...
Theoretisch ist verständlich was hier vor sich geht, viele Gedanken treffen aufeinander. Praktisch hinkt das Ganze noch. Vor allem weil die Konzentration erstmals mehr auf der 1. Thematik war.

Während ich merke, dass es bei Thema 1 Fortschritte im Erkennen gibt, merke ich gerade dass sich bei Thema 2 noch nichts aufgetan hat.
Ich bin dir dankbar für weitere Einsichten, Fragen oder pointings.
Jede Form von Leiden oder Unzufriedenheit, ist nicht nur, da weil es einen Glauben an ein eigenständiges Ich gibt. Leiden entsteht, wenn bestimmte Reize unsere „Wunden im Inneren“ berühren oder ansticheln. Diese Wunden sind keine Person/kein Ich. Das Ich ist nur eine hinzugefügte Erzählung.

Die Persönlichkeit bleibt bei der Durchschauung der Ich-Illusion fast vollständig erhalten (zumindest am Anfang). Alle Konditionierungen aus der Kindheit, Traumata, gesammelte emotionale Schmerzen, Suchtverhalten werden sich nicht sofort auflösen, nur weil das Selbst durchschaut wird. Diese werden höchstwahrscheinlich bleiben, jedoch sind sie viel zugänglicher und einfacher zu bearbeiten, nachdem die Illusion durchschaut wurde. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist nur der erste Schritt, nur der Anfang und nicht das Ende. Aber es ist der Anfang des Abfalls von Konditionierungen, der bis zum Ende des Organismus andauern kann.
Vor einigen Tagen hatte ich einen Traum von L.,
Das was da im Traum war, diese Geschichte, wurde wahrgenommen, nicht wahr? „L.“, Natur, Kleidung, Ali... Alles erschien im „wahrnehmen“...
Hab eine Schöne Woche
Vielen Dank, du auch... :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sun Sep 11, 2022 3:42 pm

Hallo Barb, danke für deine Zeit und Worte
Ja genau, so auf die Art würde ich es auch bezeichnen...Wobei nicht um ein „Ich“, sondern diese Anhäufung von Gedanken (Wort- und Bildgedanken) werden illusionärerweise für ein Ich gehalten...
ja so wars gemeint :-)
Ja genau, Geschichten + muskuläre Verspannungen... :)
oh ja, bei Symptomen kann es passieren, dass der Geist "Ich" wieder auftaucht, bzw. Gedanken über das illusorische Ich
...Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen. Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.
Objekt: Aprikose (wurde schon lange nicht mehr gegessen)
Erinnerung: runde Form, orange Farbe, etwas rauhere Haut, ein etwas dumpferes Geräusch beim Öffnen, harter brauner Stein in der Mitte, Geruch minimal, Geschmack leicht süßlich und beim Reinbeissen ein bißchen saftig

Vergleich mit darauffolgender tatsächlicher Erfahrung des Essens der Aprikose:
die einzelnen Erfahrungen aufzuschreiben scheint nicht im Ansatz zufriedenstellend zu sein, da Worte die Erfahrung nicht wiedergeben können, und bereits limitierend sind - und auch schon wieder Erinnerung.
Auch wenn die Aprikose in der Erinnerung wesentlich süßer und besser vom Geschmack her war, war die Erfahrung des Schmeckens der echten Aprikose in dem Moment real. Die erinnerte Aprikose war trotz blühender gedanklicher Vorstellung und Süße leblos und nicht real
Haben die beschreibenden Worte/Gedanken in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
nein
Sehen, riechen, schmecken, spüren, hören können nur im Moment stattfinden. Gedanken können zwar durch Erinnerung versuchen etwas zu wiederholen, aber es kann dadurch nicht noch einmal wahrgenommen werden, mit allen Sinnen
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
nein ein Wort kann nichts von der eigentlichen Erfahrung wissen. Ansonsten würden auch nicht soviele Menschen verhungern, wenn es ausreichen würde an Essen zu denken ohne tatsächlich zu essen. In diesem Beispiel basieren süß und saftig auf einer früheren Erfahrung und hatten mit der heutigen tatsächlichen Erfahrung auch nichts zu tun
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Gedanke weiß nichts über die Erfahrung...bei manchen können Gedanken eine Erfahrung sogar vereiteln
Das geht sicher vielen so... :)
Zucker hat halt ein großes Suchtpotential, und wenn das Lechzen danach da ist, fallen schon alle möglichen Gedanken dazu ein wie man es rechtfertigen könnte... :)
ja definitiv, das sieht man beim Einkaufen - vielen ist vermutlich nicht bewusst wieso sie soviel naschen. In meinem Fall kann beobachtet werden, dass es nicht um den Zuckergeschmack alleine geht, sondern eher um seine Funktion als rascher Energiekick, Belohnung, Trost, Ablenkung usw. - oder kurzum nicht hinsehen
Jede Form von Leiden oder Unzufriedenheit, ist nicht nur, da weil es einen Glauben an ein eigenständiges Ich gibt. Leiden entsteht, wenn bestimmte Reize unsere „Wunden im Inneren“ berühren oder ansticheln. Diese Wunden sind keine Person/kein Ich. Das Ich ist nur eine hinzugefügte Erzählung.
ja das ist bei mir genau das, wo die Illusion eines Ichs wieder auftauscht, Thema 1 und 2 sind wirklich ein Thema
Die Persönlichkeit bleibt bei der Durchschauung der Ich-Illusion fast vollständig erhalten (zumindest am Anfang). Alle Konditionierungen aus der Kindheit, Traumata, gesammelte emotionale Schmerzen, Suchtverhalten werden sich nicht sofort auflösen, nur weil das Selbst durchschaut wird. Diese werden höchstwahrscheinlich bleiben, jedoch sind sie viel zugänglicher und einfacher zu bearbeiten, nachdem die Illusion durchschaut wurde. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist nur der erste Schritt, nur der Anfang und nicht das Ende. Aber es ist der Anfang des Abfalls von Konditionierungen, der bis zum Ende des Organismus andauern kann.
Der Anfang des Abfalls von Konditionierungen, Denkmustern, starken Emotionen etc. liegt bei mir schon mehrere Jahre zurück. Evtl. Beleidigungen, Projektionen etc. von aussen treffen auf kein Ich, alte Traumatas konnten geheilt werden, ein Großteil von Gedankenmustern inklusive Ängsten haben sich gelöst. Aber dieses Thema scheint frisch, aber reizte auch ein altes Thema und braucht offensichtlich noch mehr genaueres Hinschaun
Das was da im Traum war, diese Geschichte, wurde wahrgenommen, nicht wahr? „L.“, Natur, Kleidung, Ali... Alles erschien im „wahrnehmen“...
ja das ist ausgefuchst - denn eigentlich würde man sagen, dass ein Traum den gleichen Wahrheitsgehalt wie ein Gedanke hat, oder was sagst du?
Tatsächlich ist da seit Jahren auch im Traum bewusst-sein, dass es ein Traum ist. Bis vor 10 Jahren waren da noch Verfolgungsjagden und furchterregende Situationen im Traum zu bewältigen, so wie bei jedem kam Unbewusstes zum Vorschein - aber das ist nicht mehr so.
Falls Träume geschehen zeigen sich Situationen, die erfahren werden, sogar mutig, ohne Geschichte oder emotionalen Ausbrüchen.
Um deine Frage zu beantworten: im Traum wurde die Geschichte wahrgenommen und war einfach ok, Freude war da, Distanz wurde wahrgenommen usw. Nach dem Aufwachen war´s kurz nicht okay und sogar traurig, bis geschaut wurde.
Also funktioniert sogar bei diesem Thema das Wahr-nehmen im Traum besser als im Wachzustand.
Eigentlich kennt man es eher umgekehrt, dass man ihm Traum seinen Dämonen ausgeliefert ist und sie im Wachzustand "unter Kontrolle" sind. Es zeigt zwar, dass mit dem Trauma "an der Oberfläche" umgegangen wird, aber das macht wie bereits erwähnt den Alltag auch nicht leichter.

Hast du eine Idee Barb? Denkst du das Tor ist langsam in Sichtweite oder braucht es dafür mehr Zeit wegen des Traumas?

Schönen Sonntag
..
U

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Re: Ready to be

Postby barb » Mon Sep 12, 2022 11:24 am

Es geht sich heute bei mir leider nicht aus, ich melde mich morgen :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Mon Sep 12, 2022 12:12 pm

Okay, danke dir

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Re: Ready to be

Postby barb » Tue Sep 13, 2022 11:48 am

oh ja, bei Symptomen kann es passieren, dass der Geist "Ich" wieder auftaucht, bzw. Gedanken über das illusorische Ich
Erwartest du, dass Ich-Gedanken oder Selbstgefühle verschwinden?
Die werden doch auch gesehen, oder?

Richte die Aufmerksamkeit aufs sehen/wahrnehmen und nicht auf das was gesehen wird!

Eine kleine Übung. Schließe die Augen und stell dir vor, dass du eine Wassermelone in den Händen hältst. Stell dir sie so lebhaft vor, dass du ihr Gewicht, ihre Form und ihre Oberfläche fühlen kannst. Halte sie, spüre sie, und öffne dann die Augen.

Was ist mit der Melone geschehen? Was mit der Empfindung, die so glaubhaft erschien?

Reale Dinge können auf eine oder mehrere Arten gefühlt werden. Das Vorgestellte existiert ausschließlich in den Gedanken.

Wie kann etwas das gar nicht wirklich existiert (vorgestellte Melone, Ich-Gedanken) verschwinden?

Auch wenn die Aprikose in der Erinnerung wesentlich süßer und besser vom Geschmack her war, war die Erfahrung des Schmeckens der echten Aprikose in dem Moment real. Die erinnerte Aprikose war trotz blühender gedanklicher Vorstellung und Süße leblos und nicht real
Sehr schön gesehen mit der Übung! Vergleiche das immer wieder mal im Alltag... Vorm Essen oder Trinken stelle es dir vor und dann vergleiche die Erfahrung... Oder mit bestimmten Klängen zum Beispiel... Was immer dir unterkommt...
Wie ist es mit der Ich-Vorstellung und der tatsächlichen Erfahrung des Lebendigseins?
Gedanken können zwar durch Erinnerung versuchen etwas zu wiederholen, aber es kann dadurch nicht noch einmal wahrgenommen werden, mit allen Sinnen

In diesem Beispiel basieren süß und saftig auf einer früheren Erfahrung und hatten mit der heutigen tatsächlichen Erfahrung auch nichts zu tun
Ist der Ich-Gedanke nicht auch bloß Erinnerung?
Jede Form von Leiden oder Unzufriedenheit, ist nicht nur, da weil es einen Glauben an ein eigenständiges Ich gibt. Leiden entsteht, wenn bestimmte Reize unsere „Wunden im Inneren“ berühren oder ansticheln. Diese Wunden sind keine Person/kein Ich. Das Ich ist nur eine hinzugefügte Erzählung.
ja das ist bei mir genau das, wo die Illusion eines Ichs wieder auftauscht, Thema 1 und 2 sind wirklich ein Thema
Ist doch toll, das du siehst dass das Ich eine Illusion ist, oder? Eine Illusion zu durchschauen bedeutet nicht, dass sie verschwindet. Sie erscheint nach wie vor, nur weißt du dass sie eine Illusion ist... Wenn du z.B. heutzutage mal einen Weihnachtsmann siehst, wäre es völlig klar, dass der nicht echt ist, oder? Und trotzdem siehst du ihn... :)
Der Anfang des Abfalls von Konditionierungen, Denkmustern, starken Emotionen etc. liegt bei mir schon mehrere Jahre zurück. Evtl. Beleidigungen, Projektionen etc. von aussen treffen auf kein Ich, alte Traumatas konnten geheilt werden, ein Großteil von Gedankenmustern inklusive Ängsten haben sich gelöst. Aber dieses Thema scheint frisch, aber reizte auch ein altes Thema und braucht offensichtlich noch mehr genaueres Hinschaun
Ich glaube, du verwechselst da was. Wenn etwas getriggert wird, bedeutet es nicht dass da ein Ich ist, sondern einfach nur, dass was getriggert wurde... Das was bei dir ist, ist einfach nur ein Thema, dass eventuell nicht schlecht wäre aufzuarbeiten. Aber das ist eine andere Baustelle als die Ich-Illusion zu durchschauen...
Das was da im Traum war, diese Geschichte, wurde wahrgenommen, nicht wahr? „L.“, Natur, Kleidung, Ali... Alles erschien im „wahrnehmen“...
ja das ist ausgefuchst - denn eigentlich würde man sagen, dass ein Traum den gleichen Wahrheitsgehalt wie ein Gedanke hat, oder was sagst du?
Würde ich auch so sehen...
Tatsächlich ist da seit Jahren auch im Traum bewusst-sein, dass es ein Traum ist.
Bis vor 10 Jahren waren da noch Verfolgungsjagden und furchterregende Situationen im Traum zu bewältigen, so wie bei jedem kam Unbewusstes zum Vorschein - aber das ist nicht mehr so.
Falls Träume geschehen zeigen sich Situationen, die erfahren werden, sogar mutig, ohne Geschichte oder emotionalen Ausbrüchen.
Cool... :)
Um deine Frage zu beantworten: im Traum wurde die Geschichte wahrgenommen und war einfach ok, Freude war da, Distanz wurde wahrgenommen usw. Nach dem Aufwachen war´s kurz nicht okay und sogar traurig, bis geschaut wurde.
Also funktioniert sogar bei diesem Thema das Wahr-nehmen im Traum besser als im Wachzustand.
Wieso? Im Traum nimmst du Freude, Distanz usw. wahr, im Wachsein Widerstand, Traurigkeit...
Beides wird wahrgenommen, oder? Wo ist der Unterschied? Wo ist der Unterschied wenn die Sonne scheint, oder es bewölkt ist, oder regnet?
Eigentlich kennt man es eher umgekehrt, dass man ihm Traum seinen Dämonen ausgeliefert ist und sie im Wachzustand "unter Kontrolle" sind. Es zeigt zwar, dass mit dem Trauma "an der Oberfläche" umgegangen wird, aber das macht wie bereits erwähnt den Alltag auch nicht leichter.

Hast du eine Idee Barb? Denkst du das Tor ist langsam in Sichtweite oder braucht es dafür mehr Zeit wegen des Traumas?
Ich würde sagen, wenn du das Gefühl hast, dass dieses Trauma ein ständiger Kampf in deinem Leben ist, wäre es vielleicht eine gute Idee sich professionelle Hilfe von einem Spezialisten für so eine Thematik zu suchen. Wir Guides hier sind keine Therapeuten, sondern haben lediglich die Ich-Illusion durchschaut und versuchen anderen Suchenden ein paar Hinweise zu geben wo und wie man schauen könnte. Diese Untersuchung die wir hier anbieten und machen, hat nichts mit Traumaarbeit zu tun. Und es gibt etliche Fälle, wo Leute auch nach dem klaren Durchschauen der Illusion therapeutische Mittel in Anspruch genommen haben.

Es klingt eigentlich alles ziemlich klar was du so siehst und sagst, es scheint einfach nur die Erwartung und Hoffnung da zu sein, dass sich dein Schmerz und dein Trauma auflöst mit dem Durchschreiten des torlosen Tores. Dabei sind es einzig und allein nur diese Erwartungen und Hoffnungen die verhindern dass du siehst, dass da gar kein Tor ist... :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Thu Sep 15, 2022 11:46 pm

Grüß dich Barb,
herzlichen Dank für deine Zeit und weisen Worte
Erwartest du, dass Ich-Gedanken oder Selbstgefühle verschwinden?
Die werden doch auch gesehen, oder?
nein, eigentlich war schon gemeint, dass noch manchmal der Ich-Gedanke bzw. Gedankeninhalt fälschlicherweise als wahr gesehen wird. Ich-Gedanken verschwinden möglicherweise nie - jedenfalls sollte das keine Rolle spielen, wenn man sie nicht als Realität ansieht
Richte die Aufmerksamkeit aufs sehen/wahrnehmen und nicht auf das was gesehen wird!
ja, das ist es! In den letzten Tagen ist die Frage aufgetaucht, wieso das bei dieser Trauer anders ist. Es braucht mehr Anstrengung, allerdings hat sich schon einiges getan in der letzten Woche: Wenn Emotionen aufkommen wird gespürt und gesehen, dass da kein Ich ist, dass diese besitzt. Genauso konnten auch stärkere Anspannungen im Nacken für einige Zeit gelockert werden, nachdem es in diesem Bereich sogar zu Muskelzucken kam.
Was ist mit der Melone geschehen? Was mit der Empfindung, die so glaubhaft erschien?
Wie kann etwas das gar nicht wirklich existiert (vorgestellte Melone, Ich-Gedanken) verschwinden?
Ganz ehrlich, diese Übung hat diesmal tatsächlich Tränen ausgelöst, obwohl ich dieses Beispiel auch schon einmal im Buch gelesen hatte. Es ist so logisch, dass nichts verschwinden kann, was nie existiert hat
Um die Frage zu beantworten: die Melone war nach dem Öffnen der Augen immer noch nicht da! Die Empfindungen waren auch nur gedacht und wurden nie real erfahren
Wie ist es mit der Ich-Vorstellung und der tatsächlichen Erfahrung des Lebendigseins?
- gleich wie mit der erfundenen Wassermelonie - ein gewichtige Ilussion ;-), und das Lebendigsein wird erfahren
bei emotionsbeladenen Erinnerungen muss schärfer geschaut werden um zu erkennen, dass die Sensationen im Körper keinem Ich gehören
Ist der Ich-Gedanke nicht auch bloß Erinnerung?
Ja, sowas wie eine schlechte Angewohnheit :-)
Ist doch toll, das du siehst dass das Ich eine Illusion ist, oder? Eine Illusion zu durchschauen bedeutet nicht, dass sie verschwindet. Sie erscheint nach wie vor, nur weißt du dass sie eine Illusion ist... Wenn du z.B. heutzutage mal einen Weihnachtsmann siehst, wäre es völlig klar, dass der nicht echt ist, oder? Und trotzdem siehst du ihn... :)
Ja :-) Die Weihnachtsmann - Illusion zu erkennen ist einfach, weil man nie mit ihm gelebt, gelacht und geweint hat und keine gemeinsamen Erinnerungen da sind - aber es gelingt immer besser auch bei diesem Thema aufs Sehen zu achten anstelle des Gesehenen
Wieso? Im Traum nimmst du Freude, Distanz usw. wahr, im Wachsein Widerstand, Traurigkeit...
Beides wird wahrgenommen, oder? Wo ist der Unterschied? Wo ist der Unterschied wenn die Sonne scheint, oder es bewölkt ist, oder regnet?
Weil es ein und dieselbe Geschichte war, ausser dass sich im Wachzustand offenbar ein Ich-Gedanke durchsetzen konnte, dass die Geschichte besser hätte sein können, und somit kam kurz Traurigkeit.
Es ist kein Unterschied wenn die Sonne scheint oder es regnet, ausser wenn man z.B. bei Regen emotional wird, weils "persönlich genommen" wird und bei Sonnenschein nicht.
Diese Untersuchung die wir hier anbieten und machen, hat nichts mit Traumaarbeit zu tun. Und es gibt...
Sorry wenn es so rüber gekommen ist, als ob hier Trauma-Arbeit erwartet würde. Es war lediglich eine Frage, ob es laut Erfahrung evtl. etwas länger dauert durchs gate zu gehen, wenn jemand gerade durch etwas intensivere Emotionen geht.
Auch wenn ich dies hier irgendwann Trauma genannt habe, ist es eindeutig ein Trauerprozess. Ich weiß, dass keine psychologische Hilfe benötigt wird, da dies für "mich" ein spirituelles Thema ist.
Die heutige Erfahrung hat es sehr deutlich gezeigt: Als Traurigkeit aufkam wurde geschaut, wo das Ich ist, und wie erwartet war keines da. Dann wurden diese Sensationen im Herzen, die wir Trauer nennen, gespürt. Irgendwann wurde erkannt, dass diese Trauer nur da ist, weil das "Objekt" der Liebe (scheinbar) nicht mehr da ist. Da aber das Ich ("Subjekt") auch nicht da war, war nur mehr Lieben übrig. Es ging in eine tiefe Meditation über.

Psychotherapie ist großartig, aber über Gedanken und Emotionen einer Trauer zu reden scheint mir in der momentanen Situation eher kontraproduktiv. "Reden wir über den Weihnachtsmann :-)"
Es klingt eigentlich alles ziemlich klar was du so siehst und sagst, es scheint einfach nur die Erwartung und Hoffnung da zu sein, dass sich dein Schmerz und dein Trauma auflöst mit dem Durchschreiten des torlosen Tores. Dabei sind es einzig und allein nur diese Erwartungen und Hoffnungen die verhindern dass du siehst, dass da gar kein Tor ist... :)
Danke für dein feedback. Tatsächlich wars bis jetzt immer so, dass sich Ängste, Traumen, Schmerz etc. irgendwann in nichts aufgelöst haben. Vermutlich muss noch einige Male diese Übung von heute wiederholt werden.
Vielen Dank jedenfalls für deine Geduld und dein Feedback, es ist sehr unterstützend und hilfreich. Mir scheint da noch die Illusion eines Ichs an einem dünnen Faden zu hängen, der allerdings jederzeit reissen könnte. Jedenfalls ist da freudiges Herzklopfen. Definitiv wird noch bzgl. Erwartungen geschaut (trotz der zumindest zeitweisen Auflösung der Trauer heute).

Umarmung*

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Re: Ready to be

Postby barb » Fri Sep 16, 2022 11:28 am

nein, eigentlich war schon gemeint, dass noch manchmal der Ich-Gedanke bzw. Gedankeninhalt fälschlicherweise als wahr gesehen wird.
Wie zeigt sich das in der Erfahrung?
Richte die Aufmerksamkeit aufs sehen/wahrnehmen und nicht auf das was gesehen wird!
ja, das ist es! In den letzten Tagen ist die Frage aufgetaucht, wieso das bei dieser Trauer anders ist. Es braucht mehr Anstrengung, allerdings hat sich schon einiges getan in der letzten Woche: Wenn Emotionen aufkommen wird gespürt und gesehen, dass da kein Ich ist, dass diese besitzt. Genauso konnten auch stärkere Anspannungen im Nacken für einige Zeit gelockert werden, nachdem es in diesem Bereich sogar zu Muskelzucken kam.
Wow, hört sich gut an... :) Ja Trauer ist sicher einer der größten Brocken...
Ganz ehrlich, diese Übung hat diesmal tatsächlich Tränen ausgelöst, obwohl ich dieses Beispiel auch schon einmal im Buch gelesen hatte. Es ist so logisch, dass nichts verschwinden kann, was nie existiert hat
Um die Frage zu beantworten: die Melone war nach dem Öffnen der Augen immer noch nicht da! Die Empfindungen waren auch nur gedacht und wurden nie real erfahren
:))
bei emotionsbeladenen Erinnerungen muss schärfer geschaut werden um zu erkennen, dass die Sensationen im Körper keinem Ich gehören
Wie zeigt sich dieses vermeintliche Ich wenn emotionsbeladene Erinnerungen da sind? Was davon ist in direkter Erfahrung wahrnehmbar als eigenständiges „Ich“?
Ja :-) Die Weihnachtsmann - Illusion zu erkennen ist einfach, weil man nie mit ihm gelebt, gelacht und geweint hat und keine gemeinsamen Erinnerungen da sind - aber es gelingt immer besser auch bei diesem Thema aufs Sehen zu achten anstelle des Gesehenen
Die Weihnachtsmann Illusion ist gleichzusetzen mit der Ich-Illusion, also das eingebildete „Ich“ ist der Weihnachtsmann... Ich glaube das war ein Mißverständnis...
Weil es ein und dieselbe Geschichte war, ausser dass sich im Wachzustand offenbar ein Ich-Gedanke durchsetzen konnte, dass die Geschichte besser hätte sein können, und somit kam kurz Traurigkeit.
Es ist kein Unterschied wenn die Sonne scheint oder es regnet, ausser wenn man z.B. bei Regen emotional wird, weils "persönlich genommen" wird und bei Sonnenschein nicht.
Ist es nicht dann auch einfach das was ist? Ist „persönlich nehmen“ nicht auch eine Erscheinung die wahrgenommen wird?
Sorry wenn es so rüber gekommen ist, als ob hier Trauma-Arbeit erwartet würde.
Kein Grund zum entschuldigen... :) Es ist auch nicht unbedingt so rübergekommen, ich wollte dich nur wissen lassen, dass der Gatecrash nicht unbedingt was ändern wird an den vorhandenen Emotionen...
Es war lediglich eine Frage, ob es laut Erfahrung evtl. etwas länger dauert durchs gate zu gehen, wenn jemand gerade durch etwas intensivere Emotionen geht.
Manchmal ist es so, dass die Emotionen nach dem Gate noch intensiver werden können, sie können aber auch ein guter Trigger sein um immer wieder ins Schauen zu kommen...
Auch wenn ich dies hier irgendwann Trauma genannt habe, ist es eindeutig ein Trauerprozess. Ich weiß, dass keine psychologische Hilfe benötigt wird, da dies für "mich" ein spirituelles Thema ist.
Ja, das kann ich gut nachvollziehen... <3
Die heutige Erfahrung hat es sehr deutlich gezeigt: Als Traurigkeit aufkam wurde geschaut, wo das Ich ist, und wie erwartet war keines da. Dann wurden diese Sensationen im Herzen, die wir Trauer nennen, gespürt. Irgendwann wurde erkannt, dass diese Trauer nur da ist, weil das "Objekt" der Liebe (scheinbar) nicht mehr da ist. Da aber das Ich ("Subjekt") auch nicht da war, war nur mehr Lieben übrig. Es ging in eine tiefe Meditation über.
Wow, so schön... Es muss nur oft genug gesehen werden, dass da nicht wirklich ein eigenständiges Ich ist...
Psychotherapie ist großartig, aber über Gedanken und Emotionen einer Trauer zu reden scheint mir in der momentanen Situation eher kontraproduktiv. "Reden wir über den Weihnachtsmann :-)"
Sehr gerne :)
Danke für dein feedback. Tatsächlich wars bis jetzt immer so, dass sich Ängste, Traumen, Schmerz etc. irgendwann in nichts aufgelöst haben. Vermutlich muss noch einige Male diese Übung von heute wiederholt werden.
Ich habe da noch eine für dich:

Nimm dir einen Stift und lege ihn vor dich auf den Tisch. Schau ihn an. Dann lege ihn irgendwohin wo du ihn nicht sehen kannst. Schau nun wieder auf die leere Stelle des Tisches, wo du den Stift zuvor gehabt hast.

Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen? Fehlt was? Ist da jetzt ein “Nicht-Stift”?

Wie ist es mit dem “Ich”? Wenn gesehen wird, dass es kein “Ich” gibt, ist da dann ein “Nicht-Ich”?



Vielen Dank jedenfalls für deine Geduld und dein Feedback, es ist sehr unterstützend und hilfreich. Mir scheint da noch die Illusion eines Ichs an einem dünnen Faden zu hängen, der allerdings jederzeit reissen könnte. Jedenfalls ist da freudiges Herzklopfen. Definitiv wird noch bzgl. Erwartungen geschaut (trotz der zumindest zeitweisen Auflösung der Trauer heute)
Sehr, sehr gerne... :) Es freut mich total zu sehen, was sich tut, und auch wie du bei der Sache bist... Übrigens Geduld ist nicht nötig, weil ich es zum Einen gerne mache, und zum anderen ist das Guiden keine Einbahnstrasse... :)

<3
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Mon Sep 19, 2022 6:28 pm

Danke für dein Verständnis und Feedback!
Wie zeigt sich das in der Erfahrung?
Jetzt muss ich schmunzeln, weil die Antwort einer deiner Fragen bzgl. einer vorigen Meldung von mir etc., die dann irgendwann schon 2 Wochen zurück liegen kann, nicht mehr so zutreffend ist. Es kann zwar auch daran liegen, dass ich in der letzten Woche etwas mehr beschäftigt war, aber tatsächlich konnte immer, wenn Gedanken der Trauer (was auch schon weniger war) kamen, die Sensationen im Körper gespürt werden und kein Eigentümer (Ich) gefunden werden.
Das ist die aktuelle Erfahrung der letzten Tage
Wow, hört sich gut an... :) Ja Trauer ist sicher einer der größten Brocken...
Ja mir scheint so
Wie zeigt sich dieses vermeintliche Ich wenn emotionsbeladene Erinnerungen da sind? Was davon ist in direkter Erfahrung wahrnehmbar als eigenständiges „Ich“?
es sind nur Gedanken eines Ichs, die mit den Erinnerungen kommen, aber wenn geschaut wird, ist da kein Ich
Die Weihnachtsmann Illusion ist gleichzusetzen mit der Ich-Illusion, also das eingebildete „Ich“ ist der Weihnachtsmann... Ich glaube das war ein Mißverständnis...
ja du hast Recht, dass war ein Missverständnis :-)
Ist es nicht dann auch einfach das was ist? Ist „persönlich nehmen“ nicht auch eine Erscheinung die wahrgenommen wird?
irgendwo da hakt es offensichtlich. Auch wenn grundsätzlich nicht gedacht wird, dass Trigger nicht sein dürften, scheint es dass diese Trigger (Trauer) bis jetzt mit einem Ich in Verbindung gebracht wurden. Du hast das letztens schon erwähnt. Wieso ist das so bzw. wie könnte das klarer gesehen werden?
Kein Grund zum entschuldigen... :) Es ist auch nicht unbedingt so rübergekommen, ich wollte dich nur wissen lassen, dass der Gatecrash nicht unbedingt was ändern wird an den vorhandenen Emotionen...
<3 - Also ich merke schon eine Veränderung, weniger an den Emotionen, aber es ändert sich eindeutig die Art und Weise wie sie wahrgenommen werden
Manchmal ist es so, dass die Emotionen nach dem Gate noch intensiver werden können, sie können aber auch ein guter Trigger sein um immer wieder ins Schauen zu kommen...
Es scheint mir, dass diese Trauer "scheinbares Hindernis" oder aber auch der Schlüssel fürs gateless Gate sein kann. Bis jetzt wars bei anderen Emotionen einfacher zu sehen, und somit wurde diese Trauer als Hindernis gesehen. Jetzt seh ich es aber wieder als eine Art Schlüssel - symbolsich gesprochen, denn wo kein Gate, da kein Schlüssel und kein Hindernis. Es ist eine weitere Geschichte, allerdings dient sie als Versuch auszudrücken was sich geändert hat
Ja, das kann ich gut nachvollziehen... <3
danke fürs dein Verständnis - das kann man ja nur wenigen ehrlich sagen
Wow, so schön... Es muss nur oft genug gesehen werden, dass da nicht wirklich ein eigenständiges Ich ist...
<3 ja genau das ist es, immer wieder schaun. Da reicht eine "Erinnerung" ans vorige Schaun nicht aus. Man ist so gewohnt aus seinem "Erfahrungsspeicher" zu leben, doch Gedanken ersetzen keine Erfahrung
Sehr gerne :)
Vielen Dank nochmal an dieser Stelle :-)
Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen? Fehlt was? Ist da jetzt ein “Nicht-Stift”?
Wie ist es mit dem “Ich”? Wenn gesehen wird, dass es kein “Ich” gibt, ist da dann ein “Nicht-Ich”?
Nein da ist kein Nicht-Stift, da wahrnehmen immer eine Momentaufnahme ist (und Nicht-Stift ja nur im Zusammenhang mit einer Erinnerung an einen Stift in der Vergangenheit steht - also mit Gedanken)
Da ist einfach nur wahrnehmen, sein
Sehr, sehr gerne... :) Es freut mich total zu sehen, was sich tut, und auch wie du bei der Sache bist... Übrigens Geduld ist nicht nötig, weil ich es zum Einen gerne mache, und zum anderen ist das Guiden keine Einbahnstrasse... :)
<3 es geht definitiv in die richtige Richtung, deshalb das freudige Herzklopfen. Gleichzeitig weiß ich auch, dass es eigentlich schon da ist, auch wenn es sich noch nicht ganz so anfühlt. Und das mit deiner selbstlosen Hilfe. Ich schätze deine Zeit sehr <3

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Re: Ready to be

Postby barb » Tue Sep 20, 2022 10:42 am

Wie zeigt sich dieses vermeintliche Ich wenn emotionsbeladene Erinnerungen da sind? Was davon ist in direkter Erfahrung wahrnehmbar als eigenständiges „Ich“?
es sind nur Gedanken eines Ichs, die mit den Erinnerungen kommen, aber wenn geschaut wird, ist da kein Ich
Das ist eigentlich das, was man die Durchschauung der Illusion bezeichnet. Zuerst dauert es vielleicht länger bis einem einfällt nachzuschauen, aber die Abstände werden immer kürzer und irgendwann ist es dann völlig klar. Auch wenn unangenehmen Emotionen oder Situationen da sind, ist dann klar dass kein eigenständiges Ich vorhanden ist, das das erlebt, wobei zu Beginn diese Emotionen eher der Wegweiser sind, eine Gelegenheit zum Nachschauen... :)
Ist es nicht dann auch einfach das was ist? Ist „persönlich nehmen“ nicht auch eine Erscheinung die wahrgenommen wird?
irgendwo da hakt es offensichtlich. Auch wenn grundsätzlich nicht gedacht wird, dass Trigger nicht sein dürften, scheint es dass diese Trigger (Trauer) bis jetzt mit einem Ich in Verbindung gebracht wurden. Du hast das letztens schon erwähnt. Wieso ist das so bzw. wie könnte das klarer gesehen werden?
Ich kann an deinen Antworten nichts finden, wo es haken würde... So wie du hier geschrieben hast:
tatsächlich konnte immer, wenn Gedanken der Trauer (was auch schon weniger war) kamen, die Sensationen im Körper gespürt werden und kein Eigentümer (Ich) gefunden werden.
Das ist die aktuelle Erfahrung der letzten Tage
Das hört sich für mich sehr klar an.

Möglicherweise ist noch Identifikation mit dem Körper vorhanden? Probiere mal folgende Übung:

Stell dich vor einen größeren Spiegel.

1. Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.

Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?

3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.

Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?

4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.

Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.

Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?

Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?

Oder gibt es nur Farben und Formen?
6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.



Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?


7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).

Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?


8. Beginne langsam zu gehen.

Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?

Gibt es überhaupt eine Erfahrung des "Gehens" ? Oder nur GEDANKEN über "Gehen"?

Kann sowas wie "Körper" gefunden werden oder nur Gedanken über einen "Körper"?

Kann so etwas wie "Gehen" gefunden werden?

9. Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert , (wie durch den Raum gehen) , ODER gibt es nur eine Vorstellung, die als "Raum" bezeichnet ist und aufsteigende Empfindungen ohne eine Location?

<3 - Also ich merke schon eine Veränderung, weniger an den Emotionen, aber es ändert sich eindeutig die Art und Weise wie sie wahrgenommen werden
Ja genau, es ist ein Perspektivenwechsel könnte man sagen... :)
Es scheint mir, dass diese Trauer "scheinbares Hindernis" oder aber auch der Schlüssel fürs gateless Gate sein kann. Bis jetzt wars bei anderen Emotionen einfacher zu sehen, und somit wurde diese Trauer als Hindernis gesehen. Jetzt seh ich es aber wieder als eine Art Schlüssel - symbolsich gesprochen, denn wo kein Gate, da kein Schlüssel und kein Hindernis. Es ist eine weitere Geschichte, allerdings dient sie als Versuch auszudrücken was sich geändert hat
Ja, gerade unangenehmen Emotionen können Schlüssel sein... Und wir haben ja nichts gegen Geschichten, solange sie als das erkannt werden... Worte können zwar ein Hindernis sein, aber sie können auch sehr hilfreich sein... :)
danke fürs dein Verständnis - das kann man ja nur wenigen ehrlich sagen
<3
<3 ja genau das ist es, immer wieder schaun. Da reicht eine "Erinnerung" ans vorige Schaun nicht aus. Man ist so gewohnt aus seinem "Erfahrungsspeicher" zu leben, doch Gedanken ersetzen keine Erfahrung
Ja, ganz genau! Immer wieder in die Erfahrung gehen, immer wieder schauen...
<3 es geht definitiv in die richtige Richtung, deshalb das freudige Herzklopfen. Gleichzeitig weiß ich auch, dass es eigentlich schon da ist, auch wenn es sich noch nicht ganz so anfühlt. Und das mit deiner selbstlosen Hilfe. Ich schätze deine Zeit sehr <3
Wie gesagt, es ist keine Einbahnstraße... Das „selbstlos“ könnte man jetzt unterschiedlich interpretieren... ;) Jedenfalls wenn es mir keine Freude bereiten würde, könnte ich es nicht machen... Wer weiß, vielleicht ist das Guiden ja mal auch was für dich... <3
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