Dass ein Gedanke da ist, ist wirklich. Das ist ja unmittelbar erfahrbar. So wie alle Sinneseindrücke. Aber der Inhalt eines Gedanken muss ja nicht auf etwas verweisen, was es auch außerhalb des Gedanken gibt.Ja, ich verstehe. Aber etwas verstehe ich nicht. Wenn wir uns nur an das halten, was im Moment da ist, warum siehst du dann die Wahrnehmung der Welt für wirklicher an als den Gedanken an ein blaues Kaninchen, das in der Welt nicht vorkommt? Ist die Welt für dich Wirklichkeit, ein Gedanke aber nicht?
Naja, wenn man es ganz genau nimmt, kann ich gerade mit Sicherheit sagen, dass da vor mir ein Bildschirm und eine Tastatur ist. Manchmal auch abwechselnd, je nachdem wo ich gerade hingucke. "Die Wand hinter mir" ist im Moment aber nur ein Konzept. Nur ein Gedanke. Ich kann mir vorstellen, wie sie aussieht und aus meiner Erfahrung (wieder ein Gedanke) weiß ich, dass sie da ist. Aber mit absoluter Sicherheit kann ich jetzt gerade nicht sagen, dass sie existiert.Wenn etwas existiert, dann nur dann, wenn es in der Wahrnehmung, die wir auf die Sinne zurück führen, auftaucht?
Gerade habe ich mich umgedreht, da existierte eine Wand. Dafür gab es keinen Bildschirm und keine Tastatur mehr. ;) Das ist natürlich "innerhalb des Films" keine sinnvolle Art, die Welt zu sehen. Und ich sage auch nicht, dass die Wand hinter mir jetzt gerade wirklich nicht existiert. Aber um der hartnäckigen Illusion des Ich auf die Schliche zu kommen, ist diese Betrachtungsweise sinnvoll.
Gibt es den Nachttraum denn jetzt gerade, oder gibt es nur einen Gedanken daran?Warum ist ein Nachttraum nicht wirklich? Welche Eigenschaften oder Voraussetzungen machen etwas wirklich bzw. disqualifizieren es dafür, wirklich zu sein?
Wenn das Dein direktes Erleben ist, ist doch alles erreicht. Oder nicht?Aber direktes Beobachten ergibt nur zwei Dinge: Die Leinwand und was auf ihr erscheint.

