ja... aber mal genau genommen:Nein, da kann ich nichts finden. Der Gedanke "ICH" taucht dabei immer mal wieder auf, aber in dem Moment wo ich entspannt schaue wird erkannt, dass die Aufmerksamkeit in diesem Moment Denken wahrnimmt.Findest du etwas, das Kontrolle über die Aufmerksamkeit, den Fokus hätte?
Wer schaut entspannt?
Findest du wirklich etwas (wie 'Aufmerksamkeit'), das Denken wahrnimmt?
ja genau, das trifft es ganz gutDenken findet statt und eine "Phantasie-Story" wird gedacht. Plötzlich findet "Bewusstheit" oder "Schauen" statt
ja! toll beobachtet. Da ist die Geschichte, das Drama, ICH, der "Sinn des Lebens" :-D - ein reiner Gedankenfilm.Es hat den Anschein, da bestimmte Gedanken auch mit bestimmten Körperempfindungen und Gefühlen assoziiert sind. Aber es sind ganz klar zwei unterschiedliche Ebenen. Es erscheint so, und doch zwei getrennte Ebenen. Beschreibung und Erfahrung.
Spannend, ich überprüfe das gerade innerlich zu einem Gedanken der super schnell intensive Körperempfindungen und Gefühle hervorruft.
Story erzeugt irgendwie "Drama" positiv wie negativ. Lasse ich diese "Beschreibung" los, bzw. sehe ich sie als "leeres Denken", kommt die direkte Erfahrung in den Vordergrund, und da ist es eben wie es ist.
Eine Körperempfindung will nichts. Sie ist. Hören will nichts, es "tönt".
Der nächste Gedanke erscheint sofort. "Und jetzt!" Ja nichts natürlich. Lustig!
Tatsächlich ist da - "Hören" ... "Spüren".... Keine "Person". Keine Bedeutung.
Am Ende findet einfach eine Handlung statt. Alles was passiert läuft irgendwie ab
...findet irgendwie einfach "grundlose Handlung" statt. Da wird dann einfach angefasst, zugegriffen und geschmeckt. Fertig. Da stellt sich keine Frage nach Entscheidung.
Ja. Die folgende Übung verdeutlicht das nochmal:Die Gedanken haben nur bedingt mit dem zu tun was wirklich passiert. Sie erzählen einfach eine Story dazu.
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit? Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?
Finde einen Sportclip auf Youtube, der ca. fünf Minuten lang dauert. Der folgende Link führt zu einem Fußballclip:
https://www.youtube.com/watch?v=Cw-bIUpJaUA
1. Betrachte den Clip eine Minute lang mit ausgeschaltetem Ton, beobachte wie die Leute sich mit einem runden Ding auf einem Feld umherbewegen. Lass diese gesamte Erfahrung hineinsinken.
2. Wenn die erste Minute vorbei ist, schaue eine weitere Minute mit eingeschaltetem Ton und Kommentar. Beobachte den Unterschied. Beobachte wie der Kommentator (Gedanken) sehr viel zu wissen scheint, sogar Hinweise gibt, wie es am besten zu tun wäre. Sieh wie der Kommentator sich fühlt, als könne er das Geschehen beeinflussen, als ob ein Ausgang dem anderen bevorzugt werden würde. Sieh wie der Kommentator versucht, die Gefühle der Zuschauer aufzustacheln und Identifizierung mit dem ein oder dem anderen Team hervorruft und wie er die Wichtigkeit des Spiels als Ganzes unterstreicht.
3. Schalte den Ton nun wieder aus und beobachte das Treiben ohne hörbaren Kommentar, wie die Farben und Formen auf dem Bildschirm herumtanzen. Beobachte wieder alle Unterschiede im Erleben der Szene.
Ist der Kommentar zu dem Fußballspiel eine Notwendigkeit, dass das Spiel geschieht?
Und in der selben Weise: Ist der innere Kommentar der Gedanken eine Notwendigkeit, dass das Spiel des Lebens geschieht?
Erzähl mal, wie das für dich ist...

