Ich merk schon, du willst mich weichklopfen. Es wird dir hoffentlich gelingen ;-). Versuche trotzdem noch eine Antwort: Eine Vorstellung ist ein Objekt der sinnlichen Wahrnehmung oder einer begrifflichen Abstraktion davon. Also eine Anschauung, gemäss den Bedingungen unserer Sinnesorgane, oder ein Gedanke, gemäss der Funktionsweise des Verstandes.
Lange Rede kurzer Sinn :) Also können wir uns darauf einigen, dass eine Vorstellung einfach ein Gedanken ist... :)
Weil wir gerade dabei sind, was ist „Mind“ eigentlich? Gibt es den in real überhaupt? Kannst du ihn sehen-hören-spüren-riechen-schmecken?
Mit «real» wäre eine substanzielle Entität gemeint? Etwas Konstantes, Unveränderliches?
Ich kann den Mind/Geist (Gedanken, Empfindungen und Gefühle) nicht sehen-hören-spüren-riechen-schmecken, er erscheint jeweils nur in Form eines Gedankens.
Gibt es irgendetwas Konstantes, Unveränderliches? Ist nicht das einzig konstante die Veränderung?
Und ja genau, Mind ist die konzeptuelle Bezeichnung von Gedanken.
Als solcher hat er aber insofern «Realität», als er meine Stimmung beeinflussen kann. Diese ist zwar in stetem Wandel, die Stimmung fühlt sich aber im Moment real an
.
Was bleibt von „Stimmung“ übrig, wenn du die Gedanken dazu ignorierst?
Was bliebe überhaupt übrig, wenn nur das Unveränderliche als real angesehen wird? Das Bewusstsein? Der Rest wäre Einbildung? Die Einbildung eines Träumers?
Was ist Bewusstsein? Kannst du eines finden? Z.B. so: Hier Bewusstsein/Wahrnehmung – da Erfahrung?
Es gibt Gedanken, die letzteres für wahrscheinlich halten, aber solange man träumt, sind das halt auch nur Vermutungen. Nur das Aufwachen aus diesem Traum wäre der Beweis für die Irrealität des zuvor für Real-Gehaltenen. Und wer kann garantieren, dass dieser vermeintliche Wachzustand nicht wiederum ein Traumzustand ist, ein übergeordneter meinetwegen, und einer der sich womöglich noch realer anfühlt als der vorherige, aber Traum bleibt Traum.
Du hast vollkommen recht, wir können es nicht wissen, niemals! Es könnte absolut alles ein Traum sein, oder eine Simulation. Es gibt nur eine einzige Sache, die wir ganz sicher wissen können....
Was ist überhaupt gegen Träume einzuwenden? Gott hat uns diesen Geist-Traum gegeben. Sind wir nicht Spielverderber, wenn wir dieses gigantisch aufwändig inszenierte Traum-Schauspiel verschmähen? Läuft das nicht bereits unter Blasphemie? ;-)
Absolut nichts gegen Träume und Geschichten einzuwenden! Wir lieben Geschichten, und dennoch ist es ganz gut den Unterschied zwischen dem was real jetzt hier ist und der Einbildung zu kennen. Das könnte dazu führen, dass das Leid aufhört (nicht der Schmerz und Unannehmlichkeiten)... dass man weiterhin die angenehmen Geschichten genießt und die unangenehmen durchziehen lässt..
Gott ist ein (für mich) sehr mit Glaubenskonzepten behaftetes Wort.. Muss es diese Trennung geben? Hier ein Schöpfer, der seinen Geschöpfen etwas gibt? Könnte es nicht sein, dass dieses ganze Mysterium einfach so geschieht? Ohne einen Initiator? „Gottes Gesicht“ überall - wirklich absolut in allem - wohin du schaust? Absolut mysteriös, für den Verstand unfassbar...
Und wenn wir gerade über Blasphemie reden... Ist es nicht eher Blasphemie irgendwo hin zu wollen, in einen besseren Zustand, irgendetwas anders haben zu wollen, als es jetzt ist? Nicht zu sehen, dass bereits alles vollkommen vollständig ist, und nie anders sein könnte als es ist?
Aber gibt es da jemanden, der steuern könnte, wie etwas gesehen oder wahrgenommen wird? Ist nicht das auch das was ist?
Ab jetzt nur noch DE. Versprochen!
Haha :) Etwas zu versprechen heißt nur: „Ich werds wieder tun!“ :)
Und es ist absolut o.k. wenn du so schreibst, was in den Sinn kommt...
Nur immer ein temporäres Ich.
Wie schaut so ein temporäres Ich aus in direkter Erfahrung?
Die scheinbare Realität des Ego wird perfiderweise dadurch befeuert, dass jede Ich-Identifikation mit einem guten Gefühl belohnt wird.
Ist das wirklich wahr?
«Ich bin jemand» fühlt sich gut an, braucht allerdings ständige Bestätigung.
Fühlt es sich wirklich gut an, wenn man etwas braucht, und vor allem wenn man es nicht kriegt?
Man müsste also gegenüber diesen Ich-Bestätigungsgefühlen immun sein, um deren Verlockungen widerstehen zu können.
Das wichtigste ist einfach zu erkennen, dass
1. das „Ich“ nur ein Gedanke ist, und dass
2. Gedanken nichts mit der Wahrheit zu tun haben (sie sind ein nützliches aber unzureichendes Werkzeug um die Wirklichkeit zu beschreiben)
Es ist auch nichts falsch an Gedanken, oder am „Ich-Konzept“, es ist einfach nur eine nützliche Orientierungshilfe und keine vom Leben getrennte Wesenheit, so wie ein abgebrochenes Stück Leben.....
Gut geschaut bei den Gedanken!
6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Schwer zu beantworten. Der Ich-Gedanke ist ja fast immer da, so lange man in der Illusion eines abgetrennten Ichs lebt. Es gibt, im Gegensatz zu anderen Gedanken, auch ein Ich-Körpergefühl. Man zeigt unwillkürlich in die Herzgegend, wenn man auf sein Ich zeigt.
Für viele ist es scheinbar im Kopf...
.Ist etwas verkehrt an diesem Ich-Gefühl? Und spür und schau mal so richtig beherzt und neugierig auf diese Ich-Empfindungen in der Herzgegend. Was ist da? Und vor allem, von wo aus wird diese Empfindungen gesehen? Kannst du eine Ort finden, wo Präsenz/Wahrnehmung wohnt? Von wo aus geschaut wird?
Das klingt schon fast wie eine Abschlussfrage ;-). Antwort: Ich finde keinen Denker, aber die Illusion ist trotzdem noch da. Das intellektuelle Einsehen ist das eine, und DE das andere ;-)
Willst du mich schon loswerden? Wir wärmen uns doch gerade erst auf.... ;)
Und ehrlich gesagt ist es dieses oftmalige, wiederholte Hinschauen und Nicht-Finden, dass die Erlösung bringt.. Also wundere dich nicht, wenn ich dich noch ganz oft frage, ob du irgendwo eine Entität findest..... :)