Graue Theorie
Posted: Wed Dec 26, 2018 5:53 am
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Freiheit, Frieden. Das Ende des Gedankenkarussels. Aber auch Angst, nicht mehr derselbe zu sein, die Kontrolle zu verlieren.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich bin über einen schönen Erfahrungsbericht auf LU gestoßen. Ich habe das Gefühl, die ganze intellektuelle Beschäftigung führt zu nichts, man kann es 100mal lesen, 100mal meine ich es verstanden zu haben, aber die Identifikation mit dem Ich bleibt bestehen . Im Grunde weiß ich, dass man das Ich nicht willentlich auflösen kann. Ich habe keine Energie und Lust mehr, mir noch eine Herangehensweise, noch ein Konzept anzueignen. Aber ich kann die Suche auch nicht lassen. LU finde ich interessant, weil dieses Konzept direkt auf die eigenen Vorstellungen und Wahrehmungen ausgerichtet ist und nicht auf eine Lehre.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Seit ich denken kann, suche ich. Ich habe früh mit LSD experimentiert, was aber Ängste und Depressionen ausgelöst (oder verstärkt?) hat. Ich besuchte einige Jahre eine Selbsterfahrungsgruppe (Holotropes Atmen), las über die Jahre J. Krishnamurti, Osho usw.
Wenn ich ehrlich bin, hielt mich eigentlich nur die Angst und das Gefühl der Leere am Suchen. Was am Anfang jungendlicher Übermut war, wurde nun zur Notwendigkeit, um mit der Angst zurecht zu kommen. Wenn sie stark war, war ich gezwungen, mich damit zu beschäftigen. Lies sie nach, auch über Jahre hinweg, suchte ich nicht weiter, zumindest nicht intensiv. So vergingen 20 Jahre, bis die Angst ohne ersichtlichen Grund wieder stärker wurde und mein Leben so beeinträchtigt hat, dass ich mich erneut auf die Suche gemacht habe. Letztlich möchte ich ohne Angst Leben. Ich hatte vor kurzem ein Erlebnis, das sehr schön war. Zunächst war nur Angst und Panik da, ich lag reglos auf dem Sofa und konnte mich nur überrollen lassen. Irgendwann war die Angst dann plötzlich weg und stattdessen war da nur Frieden, ein Gefühl dass alles so wie es ist, immer genau richtig ist. Richtig trifft es nicht so ganz, in diesem "Zustand" war der Gedanke, es könnte anders sein, irgendwie abstrus. Im Grunde war und ist eigentlich nie etwas passiert. Das ging aber wieder so wie es gekommen war.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Einen praktischen Bezug, eine Art Werkzeug, um klar zu sehen. Ich möchte erkennen, warum ich jedes Mal von neuem glaube, es wäre "meine" Angst und warum sie mich so beherrscht.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Freiheit, Frieden. Das Ende des Gedankenkarussels. Aber auch Angst, nicht mehr derselbe zu sein, die Kontrolle zu verlieren.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich bin über einen schönen Erfahrungsbericht auf LU gestoßen. Ich habe das Gefühl, die ganze intellektuelle Beschäftigung führt zu nichts, man kann es 100mal lesen, 100mal meine ich es verstanden zu haben, aber die Identifikation mit dem Ich bleibt bestehen . Im Grunde weiß ich, dass man das Ich nicht willentlich auflösen kann. Ich habe keine Energie und Lust mehr, mir noch eine Herangehensweise, noch ein Konzept anzueignen. Aber ich kann die Suche auch nicht lassen. LU finde ich interessant, weil dieses Konzept direkt auf die eigenen Vorstellungen und Wahrehmungen ausgerichtet ist und nicht auf eine Lehre.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Seit ich denken kann, suche ich. Ich habe früh mit LSD experimentiert, was aber Ängste und Depressionen ausgelöst (oder verstärkt?) hat. Ich besuchte einige Jahre eine Selbsterfahrungsgruppe (Holotropes Atmen), las über die Jahre J. Krishnamurti, Osho usw.
Wenn ich ehrlich bin, hielt mich eigentlich nur die Angst und das Gefühl der Leere am Suchen. Was am Anfang jungendlicher Übermut war, wurde nun zur Notwendigkeit, um mit der Angst zurecht zu kommen. Wenn sie stark war, war ich gezwungen, mich damit zu beschäftigen. Lies sie nach, auch über Jahre hinweg, suchte ich nicht weiter, zumindest nicht intensiv. So vergingen 20 Jahre, bis die Angst ohne ersichtlichen Grund wieder stärker wurde und mein Leben so beeinträchtigt hat, dass ich mich erneut auf die Suche gemacht habe. Letztlich möchte ich ohne Angst Leben. Ich hatte vor kurzem ein Erlebnis, das sehr schön war. Zunächst war nur Angst und Panik da, ich lag reglos auf dem Sofa und konnte mich nur überrollen lassen. Irgendwann war die Angst dann plötzlich weg und stattdessen war da nur Frieden, ein Gefühl dass alles so wie es ist, immer genau richtig ist. Richtig trifft es nicht so ganz, in diesem "Zustand" war der Gedanke, es könnte anders sein, irgendwie abstrus. Im Grunde war und ist eigentlich nie etwas passiert. Das ging aber wieder so wie es gekommen war.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Einen praktischen Bezug, eine Art Werkzeug, um klar zu sehen. Ich möchte erkennen, warum ich jedes Mal von neuem glaube, es wäre "meine" Angst und warum sie mich so beherrscht.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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