Zu Sehen was Ist
Posted: Sun Dec 23, 2018 4:42 pm
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Sofort kommt da die Angst in mir hochgekrochen. Mein Kopf ist blank und ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich schreiben soll. Was bedeutet es für mich, dass es kein Ich gibt? Ich weiß nicht. Es macht mir Angst. Das Ich ist doch alles, was ich habe, was ich bin. Ich weiß, ich bin nichts, es gibt kein Ich, ich bin einfach, wie ein Baum...
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Eine Empfehlung,
längere Gespräche mit eben dieser Person, jahrelanges Umherirren und Fragestellen, Antwortsuchen, Schmerz und Zweifel. Und aber auch immer das "Zurücklehnen", ich kann ja doch nichts machen, ich lasse was von Außen machen, dann wird es Innen schon werden.
Das funktioniert nur bedingt, ist schöne Selbstverarsche. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, auf die Fragen hier eine Antwort zu wissen. Mein Intellekt ist hochbegabt, alles zu erklären, und immer ist sooooo viel Emotion dabei. Die dann wieder mein Handeln lenkt.
Ich brauche einen leitenden Faden.
Wenn das hier alles nur Gedanken sind, die gar nicht relevant sind, warum schreibe ich das dann hier überhaupt?
Wie kann ich erkennen, was nützliche Gedanken sind und was welche sind, die mich irreführen. Wie kann ich erkennen, was ich glauben kann und was nicht. Was ist überhaupt Intuition? Gibt es das? Oder ist das auch nur ein Wort, das sich mal wer ausgedacht hat, um irgendwas zu beschreiben? Haben Bäume eine Intuition? Oder werden sie mit diesem Wort "vermenschlicht"? Ist Intuition das "so-sein-lassen" einer Entscheidung, die ich nicht getroffen habe?
So geht es in meinem Kopf hin und her und so bin ich hier.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Die Suche dauert schon viele Jahre (vielleicht 14?), mal mehr mal weniger Ablenkung, mal intensiver, mal völlig vergessen. Dann wieder extrem schmerzvolles Erleben und die Erinnerung, das doch nicht mehr haben zu wollen. Was mir dann wieder Mut und Kraft gegeben hat, weiterzumachen. Eine Therapie habe ich angefangen, aber nicht beendet. Es hat sich im Laufe des Redens herausgestellt, dass es mir nichts bringt, ich auf der Stelle trete. Komischerweise verstehe ich dieses "getrennte Selbst" nicht, obwohl ich das Gefühl, etwas zu vermissen, genau kenne. Und dass immer irgendjemand dran Schuld ist, wie es mir geht. Mittlerweile weiß ich, dass ich allein dafür verantwortlich bin, aber nicht immer kann ich auch so handeln. Es passiert nach wie vor, dass ich andere Menschen für mein eigenes Unglücklichsein verantwortlich mache.
Ich habe nie meditiert, die Übungen, mich zu verwurzeln habe ich nur wenige Male gemacht, ich habe mich kaum mit Gurus und Literatur zu dem Thema befasst (Michael Singer habe ich gelesen und kurzzeitig auch verstanden, dann wieder vergessen). Eigentlich bin ich immer von Wellental zu Wellental geschwappt: wenn es mir gutgeht, ist alles gut, wenn es mir schlechtgeht, fange ich wieder an, darüber nachzudenken, was einfacher werden könnte.
Früher habe ich oft gedacht, alles ist falsch. ALLES. Ich wollte verschwinden, weil mich die Last, ALLES zu verändern, erdrückt hat. Der Gedanke war sehr mächtig und hat mich tagelang in tiefste schwarze Löcher gestürzt. Das ist weniger geworden und zu wissen, dass es ein Gedanke ist, dem ich aber nicht Glauben schenken muss, hat schon viel verändert. Die hohen Wellenberge und -täler sind zu kleineren Wellchen geworden, auf denen ich herumschippere. Aber auch herumirre. Es fehlt der Faden, die Leitung.
Die meiste Zeit hab ich mich glaube ich damit allein befasst, hatte immer mal Impulse von außen. Wie kleine Puzzleteile, die an ihren Platz gerückt sind - aber eher wie bei Tetris, passt das letzte Teil in der Reihe, verschwindet sie. Mit den Puzzleteilen ging immer ein Schleier weg.
Aber eigentlich will ich weg von diesem ewigen Erklären und dem Sermon, den ich hier absondere.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Klare Fragen.
Möglichst ohne Emotion.
Antworten.
Dass es "klick" macht bei mir.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10
Sofort kommt da die Angst in mir hochgekrochen. Mein Kopf ist blank und ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich schreiben soll. Was bedeutet es für mich, dass es kein Ich gibt? Ich weiß nicht. Es macht mir Angst. Das Ich ist doch alles, was ich habe, was ich bin. Ich weiß, ich bin nichts, es gibt kein Ich, ich bin einfach, wie ein Baum...
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Eine Empfehlung,
längere Gespräche mit eben dieser Person, jahrelanges Umherirren und Fragestellen, Antwortsuchen, Schmerz und Zweifel. Und aber auch immer das "Zurücklehnen", ich kann ja doch nichts machen, ich lasse was von Außen machen, dann wird es Innen schon werden.
Das funktioniert nur bedingt, ist schöne Selbstverarsche. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, auf die Fragen hier eine Antwort zu wissen. Mein Intellekt ist hochbegabt, alles zu erklären, und immer ist sooooo viel Emotion dabei. Die dann wieder mein Handeln lenkt.
Ich brauche einen leitenden Faden.
Wenn das hier alles nur Gedanken sind, die gar nicht relevant sind, warum schreibe ich das dann hier überhaupt?
Wie kann ich erkennen, was nützliche Gedanken sind und was welche sind, die mich irreführen. Wie kann ich erkennen, was ich glauben kann und was nicht. Was ist überhaupt Intuition? Gibt es das? Oder ist das auch nur ein Wort, das sich mal wer ausgedacht hat, um irgendwas zu beschreiben? Haben Bäume eine Intuition? Oder werden sie mit diesem Wort "vermenschlicht"? Ist Intuition das "so-sein-lassen" einer Entscheidung, die ich nicht getroffen habe?
So geht es in meinem Kopf hin und her und so bin ich hier.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Die Suche dauert schon viele Jahre (vielleicht 14?), mal mehr mal weniger Ablenkung, mal intensiver, mal völlig vergessen. Dann wieder extrem schmerzvolles Erleben und die Erinnerung, das doch nicht mehr haben zu wollen. Was mir dann wieder Mut und Kraft gegeben hat, weiterzumachen. Eine Therapie habe ich angefangen, aber nicht beendet. Es hat sich im Laufe des Redens herausgestellt, dass es mir nichts bringt, ich auf der Stelle trete. Komischerweise verstehe ich dieses "getrennte Selbst" nicht, obwohl ich das Gefühl, etwas zu vermissen, genau kenne. Und dass immer irgendjemand dran Schuld ist, wie es mir geht. Mittlerweile weiß ich, dass ich allein dafür verantwortlich bin, aber nicht immer kann ich auch so handeln. Es passiert nach wie vor, dass ich andere Menschen für mein eigenes Unglücklichsein verantwortlich mache.
Ich habe nie meditiert, die Übungen, mich zu verwurzeln habe ich nur wenige Male gemacht, ich habe mich kaum mit Gurus und Literatur zu dem Thema befasst (Michael Singer habe ich gelesen und kurzzeitig auch verstanden, dann wieder vergessen). Eigentlich bin ich immer von Wellental zu Wellental geschwappt: wenn es mir gutgeht, ist alles gut, wenn es mir schlechtgeht, fange ich wieder an, darüber nachzudenken, was einfacher werden könnte.
Früher habe ich oft gedacht, alles ist falsch. ALLES. Ich wollte verschwinden, weil mich die Last, ALLES zu verändern, erdrückt hat. Der Gedanke war sehr mächtig und hat mich tagelang in tiefste schwarze Löcher gestürzt. Das ist weniger geworden und zu wissen, dass es ein Gedanke ist, dem ich aber nicht Glauben schenken muss, hat schon viel verändert. Die hohen Wellenberge und -täler sind zu kleineren Wellchen geworden, auf denen ich herumschippere. Aber auch herumirre. Es fehlt der Faden, die Leitung.
Die meiste Zeit hab ich mich glaube ich damit allein befasst, hatte immer mal Impulse von außen. Wie kleine Puzzleteile, die an ihren Platz gerückt sind - aber eher wie bei Tetris, passt das letzte Teil in der Reihe, verschwindet sie. Mit den Puzzleteilen ging immer ein Schleier weg.
Aber eigentlich will ich weg von diesem ewigen Erklären und dem Sermon, den ich hier absondere.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Klare Fragen.
Möglichst ohne Emotion.
Antworten.
Dass es "klick" macht bei mir.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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