Fliessende Übergänge
Posted: Thu Oct 06, 2016 10:43 am
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Direct Pointing spricht mich sehr an. Einfache klare Sprache, das Deuten auf die direkte Erfahrung und deren Untersuchung/Beobachtung: Es erscheint mir wie eine Fortsetzung von Vipassana mit anderen Mitteln. Eine wunderbare Ergänzung! Das Projekt an sich, Menschen auf diese Weise beim Durchschreiten des Torlosen Tores zu unterstützen, finde ich großartig. Ich verspüre den Impuls, DP zu erlernen, um meinen Anteil dazu beizutragen, Andere beim Erwachen zu supporten.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Die Suche begann – Rückblickend betrachtet – in sehr jungen Jahren, ohne das ich das konret an bestimmte Ereignisse koppeln könnte. Auf diffuse Weise fühlte es sich schon immer richtig an, dass Alles verbunden ist.
Mitte der 90er habe ich an einem kontextuellen Training teilgenommen ( https://www.coachingacademie.de/) - Hier wurde durch kognitive Prozesse erstmals die Ich-Illusion durchschaut oder zumindest angekratzt (Ausschluss all der Dinge, die Ich nicht bin: meine Geschichte, Gefühle, Erfahrungen, Vorlieben, Körper etc). Auch wurde der Verstand mit all seinen Prägungen und daraus automatisch ablaufenden Reaktionsschemata entlarvt. Dieser erste „Glimpse“ hat mich Jahrzehntelang begleitet und geprägt, wenngleich ich zwischenzeitlich durchaus wieder in alte Muster fiel.
Hedonismus war für ein Jahrzehnt das, was mir am wichtigsten war.
Erfahrungen mit Psychedelika lösten Zustände der Ichlosigkeit aus, mein Bild der materiellen Realität wurde erschüttert; ich erkannte die Unbeständigkeit der Dinge. Diese Erfahrungen waren wichtig, wenngleich sie auch nicht so „endgültig“ integriert werden konnten wie das, was später im Prozess passierte.
2008 fielen mir dann Eckhardt Tolles Bücher in die Hände und ich erfuhr einen enormen Bewusstseinsschub. Das absichtslose Verweilen im Augenblick und ein kontinuierliches Beobachten der eigenen Egostrukturen wurden seitdem zum Selbstläufer. Nach und nach löste ich mich nebenbei von vielen Anhaftungen auch dadurch, dass ich meinen Besitz aufgab (wobei das nie ein grosses Thema bei mir war – ich fühlte mich schon immer wohler mit wenig „Zeugs“).
Im Frühling 2014 lernte ich Anapanasati-Meditation in mehreren Retreats in Südthailand (nach Buddhadasa Bikkhu); auch 2015 und 2016 verbrachte ich im Schnitt einen Monat in Retreats/Klöstern.
2015 erlernte ich auch die Satipathana-Methode nach Mahasi Sayadaw.
Im Winter 2014/15, den ich – wie die Jahre zuvor – in Thailand verbrachte, las ich die Enlightenment-Trilogy von Jed McKenna , die meinen Prozess radikal ankurbelten.
Verena ( http://egobuster.jimdo.com/ ) unterstützte mich seitdem durch Emailaustausch.
Im vergangenen Winter/Frühling begann ich, die Vipassana-Meditation mit Kontemplation der Quotes aus der Liberation-Unleashed-App zu kombinieren. Auch immer wieder während des Tages in kurzen Perioden. Adyashanti inspirierte mich zudem durch sein Konzept von „True Meditation“ sodass ich oft einfach in offener Aufmerksamkeit verweile.
Seit April diesen Jahres ist die Suche beendet; der Prozess aber natürlich nicht.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich hatte dich, Ghata ja über Facebook kontaktiert. Seitdem wird mir immer klarer, dass der Dialog hier mir auch in meinem weiteren Prozess helfen wird – wodurch meine Fähigkeiten, mit anderen auf dieser Ebene zu kommunizieren, verbessert werden. Alleine schon jetzt, hier schriftlich zu reflektieren und klare Worte zu formulieren, bringt mir Klarheit. Durch den Dialog sehe ich die Möglichkeit eines weiteren Fortschreiten im Prozess.
Ich falle immer wieder mal in alte Zustände, wo es sich anfühlt, als hätte „ich“ „Es“ wieder verloren, mache mir da aber nicht allzu viele Gedanken. Klarheit/Ichlosigkeit wechselt ab mit Situationen, in denen das „alte Ich“ plötzlich wieder auftaucht. Vertiefung ist vielleicht ein guter Ausdruck, für das, was ich von dem Gespräch erwarte.
Der Impuls, für Andere im Prozess da zu sein, erscheint mir völlig natürlich und selbstverständlich – es ist aber durchaus zu klären, ob hier auch noch versteckte Egostrukturen im Spiel sind, die sich wichtig machen wollen bzw sich aufwerten wollen.
Ich würde gerne dich als Begleiterin haben, Ghata. Du kombinierst den Buddhismus mit Liberation Unleashed – hier sind Gemeinsamkeiten. Abgesehen davon bist du halt auch zuerst „vor meinem Schirm“ aufgetaucht und vorsichtiges Abwägen halte ich für überflüssig: Alles ist so, wie es erscheint, perfekt. :)
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10
Direct Pointing spricht mich sehr an. Einfache klare Sprache, das Deuten auf die direkte Erfahrung und deren Untersuchung/Beobachtung: Es erscheint mir wie eine Fortsetzung von Vipassana mit anderen Mitteln. Eine wunderbare Ergänzung! Das Projekt an sich, Menschen auf diese Weise beim Durchschreiten des Torlosen Tores zu unterstützen, finde ich großartig. Ich verspüre den Impuls, DP zu erlernen, um meinen Anteil dazu beizutragen, Andere beim Erwachen zu supporten.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Die Suche begann – Rückblickend betrachtet – in sehr jungen Jahren, ohne das ich das konret an bestimmte Ereignisse koppeln könnte. Auf diffuse Weise fühlte es sich schon immer richtig an, dass Alles verbunden ist.
Mitte der 90er habe ich an einem kontextuellen Training teilgenommen ( https://www.coachingacademie.de/) - Hier wurde durch kognitive Prozesse erstmals die Ich-Illusion durchschaut oder zumindest angekratzt (Ausschluss all der Dinge, die Ich nicht bin: meine Geschichte, Gefühle, Erfahrungen, Vorlieben, Körper etc). Auch wurde der Verstand mit all seinen Prägungen und daraus automatisch ablaufenden Reaktionsschemata entlarvt. Dieser erste „Glimpse“ hat mich Jahrzehntelang begleitet und geprägt, wenngleich ich zwischenzeitlich durchaus wieder in alte Muster fiel.
Hedonismus war für ein Jahrzehnt das, was mir am wichtigsten war.
Erfahrungen mit Psychedelika lösten Zustände der Ichlosigkeit aus, mein Bild der materiellen Realität wurde erschüttert; ich erkannte die Unbeständigkeit der Dinge. Diese Erfahrungen waren wichtig, wenngleich sie auch nicht so „endgültig“ integriert werden konnten wie das, was später im Prozess passierte.
2008 fielen mir dann Eckhardt Tolles Bücher in die Hände und ich erfuhr einen enormen Bewusstseinsschub. Das absichtslose Verweilen im Augenblick und ein kontinuierliches Beobachten der eigenen Egostrukturen wurden seitdem zum Selbstläufer. Nach und nach löste ich mich nebenbei von vielen Anhaftungen auch dadurch, dass ich meinen Besitz aufgab (wobei das nie ein grosses Thema bei mir war – ich fühlte mich schon immer wohler mit wenig „Zeugs“).
Im Frühling 2014 lernte ich Anapanasati-Meditation in mehreren Retreats in Südthailand (nach Buddhadasa Bikkhu); auch 2015 und 2016 verbrachte ich im Schnitt einen Monat in Retreats/Klöstern.
2015 erlernte ich auch die Satipathana-Methode nach Mahasi Sayadaw.
Im Winter 2014/15, den ich – wie die Jahre zuvor – in Thailand verbrachte, las ich die Enlightenment-Trilogy von Jed McKenna , die meinen Prozess radikal ankurbelten.
Verena ( http://egobuster.jimdo.com/ ) unterstützte mich seitdem durch Emailaustausch.
Im vergangenen Winter/Frühling begann ich, die Vipassana-Meditation mit Kontemplation der Quotes aus der Liberation-Unleashed-App zu kombinieren. Auch immer wieder während des Tages in kurzen Perioden. Adyashanti inspirierte mich zudem durch sein Konzept von „True Meditation“ sodass ich oft einfach in offener Aufmerksamkeit verweile.
Seit April diesen Jahres ist die Suche beendet; der Prozess aber natürlich nicht.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich hatte dich, Ghata ja über Facebook kontaktiert. Seitdem wird mir immer klarer, dass der Dialog hier mir auch in meinem weiteren Prozess helfen wird – wodurch meine Fähigkeiten, mit anderen auf dieser Ebene zu kommunizieren, verbessert werden. Alleine schon jetzt, hier schriftlich zu reflektieren und klare Worte zu formulieren, bringt mir Klarheit. Durch den Dialog sehe ich die Möglichkeit eines weiteren Fortschreiten im Prozess.
Ich falle immer wieder mal in alte Zustände, wo es sich anfühlt, als hätte „ich“ „Es“ wieder verloren, mache mir da aber nicht allzu viele Gedanken. Klarheit/Ichlosigkeit wechselt ab mit Situationen, in denen das „alte Ich“ plötzlich wieder auftaucht. Vertiefung ist vielleicht ein guter Ausdruck, für das, was ich von dem Gespräch erwarte.
Der Impuls, für Andere im Prozess da zu sein, erscheint mir völlig natürlich und selbstverständlich – es ist aber durchaus zu klären, ob hier auch noch versteckte Egostrukturen im Spiel sind, die sich wichtig machen wollen bzw sich aufwerten wollen.
Ich würde gerne dich als Begleiterin haben, Ghata. Du kombinierst den Buddhismus mit Liberation Unleashed – hier sind Gemeinsamkeiten. Abgesehen davon bist du halt auch zuerst „vor meinem Schirm“ aufgetaucht und vorsichtiges Abwägen halte ich für überflüssig: Alles ist so, wie es erscheint, perfekt. :)
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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