Jetzt hatte ich meine Antwort gerade zuerst als Entwurf gespeichert und diesen dann erstmal nicht mehr wiedergefunden. :( Dann hab ich ihn endlich gefunden und kam irgendwie nicht damit zurecht. Jetzt hab ich alles rauskopiert und füge es hier ein. Ich hoff jetzt bloß, dass ich das mit der "Quote" hinkriege. Bitte hab Nachsicht, wenn ich mich da gerade ein bisschen anstelle. :/
Das ist die beste Voraussetzung für das was wir hier tun. "Vermeintlich" deswegen, weil wenn du wirklich herausfinden willst, was real ist, musst du die Möglichkeit zulassen, dass die Ich-Illusion möglicherweise doch keine ist und es sehr wohl ein reales Ich gibt.
Das wär ja was!!! Aber du hast natürlich recht! Alles ist möglich. Also muss ich es selbst herausfinden, ob es ein Ich gibt. Es hilft ja nix, wenn ihr das alle behauptet.
Ich ziehe die Möglichkeit in Betracht, dass es KEIN Ich gibt. Einige Indizien sprechen dafür ;-))) Ein Indiz wäre z.B. dass ich tatsächlich nicht vorher gewusst habe, dass eine bestimmte Frage in mir auftauchen würde. Ich weiß im Grunde nie was auftauchen wird, bevor es eben auftaucht. Wenn es auftaucht ist es einfach da. Ich kann allenfalls AHNEN, dass etwas auftaucht.
Hm. Wer ist da jetzt, der das denkt? Wer oder was lässt mich hier "meine" Gedanken in den Laptop tippen?
Ja ICH natürlich! ;-)
Triff jetzt eine Entscheidung, irgendwas, egal wie trivial, mach etwas bewusst. Wusstest du wie du dich entscheiden würdest bevor der Gedanke der Entscheidung da war?
Nein! Das wusste ich nicht. Ich überlegte erst, wofür ich mich entscheide. Also war da erst der Gedanke "ich nehme jetzt das Telefon in die Hand" und dann wurde die entsprechende Handlung ausgeführt.
Wenn Gefühle auftauchen, Angst, Anspannung, was auch immer - betrachte sie in ihrer Rohform, bevor beschreibende Gedanken dazu auftauchen. Was macht sie zu deinen Gefühlen?
Es macht sie zu meinen Gefühlen, weil ICH es bin, die sie wahrnimmt. Es tauchen Gefühle auf und ich geh davon aus, dass sie was mit MIR zu tun haben, weil sie in MEINER Wahrnehmung auftauchen. Ich kann aber auch sehen, dass dieses "in Besitz nehmen" der Gedanken, der Gefühle oder auch der Wahrnehmung, das Ich-Gefühl verstärkt. Ich könnte es auch anders sehen: Es taucht etwas in meiner Wahrnehmung auf, ein Gefühl, ein Gedanke, was auch immer. ICH habe nichts dazu getan. Es taucht einfach auf. Ich hab auch nichts dazu getan geboren zu werden. Es ist einfach geschehen. Und da war ja noch gar kein ICH da. Das ist erst später hinzugefügt worden. Ein "add on" sozusagen! ;-)
Wenn es mich juckt und ich mich dann automatisch kratze, geschieht das automatisch, ohne vorherige Überlegung: "Es juckt mich gerade, ich kratz mich jetzt mal besser." Dazu braucht es jetzt eigentlich auch kein ICH, gell?! Dennoch bringen wir es fertig, selbst DAS in Besitz zu nehmen. MEIN Jucken, MEIN Kratzen. Es kommt mir manchmal ein bisschen wie Selbstverleugnung vor, wenn ich z.B. sage: Da tauchen Gedanken auf, aber die haben nichts mit mir zu tun. Die tauchen einfach auf. Mein Leben hat nichts mit MIR zu tun, es geschieht einfach. Auch wenn es ganz offensichtlich so ist. Alles geschieht einfach. Aber wir laufen in der Illusion herum, dass das alles was mit uns zu tun hat und wir die Macher sind. Allmählich kommt mir das echt absurd vor. Wir leben in einer Illusion und halten sie für real.