Hallo,
ich bin über Zufall auf das Gate gekommen. Irgendwo war die Frage, ob ich hier "richtig bin". Diese Frage habe ich mir tagelang bearbeitet und mit einem klaren "Ja" beantwortet.
Ich bin ein Kopfmensch, der immer alles auseinader nimmt und immer wieder an alten Geschichten haftet. Gefühle verberge ich gerne, wenn die Resonanz nicht stimmt und mauer, um mich zu schützen.
Irgendwann kommen für mich nicht (mehr) lösbare Probleme hoch - ein Thema ist also das Verzeihen.
Es gibt nicht die perfekte Familie und trotzdem ist meine auf jeden Fall außergewöhnlich und problembehaftet. Ich will immer alles lösen und irgendwo ist die Hoffnung, dass ich hierdurch zu tiefgreifender Harmonie komme.
Gesünder wäre es den Pfad zu verlassen und einfach zu sachlich kapitulieren - irgendwie "verarbeiten".
Liebe zeige ich durch Leistung oder nette Aufmerksamkeiten. Ich trage Schuldgefühle in mir oder einfach einen tiefen Wunsch nach Veränderung und Harmonie, die ich herbeiführen "muss".
Diese Veränderung, wie ich sie wünsche ist nur möglich, wenn "ICH" mich ändere.
Ich sehne mich nach Freiheit - tausend mal das Ich benutzt und ich bin sehr gespannt, wie mir Jemand mein Dilemma zeigen/lösen kann bzw. das Ich auflöst.
Die Regeln habe ich gelesen und ich bin absolut bereit :o)
Familie, Schuld, Körper und Ich
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hallo Hearty,
ich möchte dich gerne ein Stück begleiten.
Die Regeln des Forum`s hast du ja schon gelesen, also lege einfach los. :-)
_()_
ich möchte dich gerne ein Stück begleiten.
Die Regeln des Forum`s hast du ja schon gelesen, also lege einfach los. :-)
Kannst Du ein konkretes Beispiel geben? Etwas was passiert ist und was es mit Dir gemacht hat?Ich bin ein Kopfmensch, der immer alles auseinander nimmt und immer wieder an alten Geschichten haftet. Gefühle verberge ich gerne, wenn die Resonanz nicht stimmt und mauer, um mich zu schützen.
Irgendwann kommen für mich nicht (mehr) lösbare Probleme hoch - ein Thema ist also das Verzeihen.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hallo Joram,
herzlichsten Danke für das Begleiten :o) Bei dem Schreiben habe ich ein Gefühl, dass ich Dich nicht belasten will empfunden. Der Gedanke, dass Du mich bemitleiden könntest gefällt mir nicht. Ich hätte auch gerne kürzer geschrieben, um Dich zu entlasten. Außerdem bin ich sehr ratlos, wie ich Dir schriftlich zeige, dass ich Dir aus tiefstem Herzen danke. Hier lache ich auch selbst über mich, gucke etwas hundeblickmäßig.
Gestern konnte ich nicht schreiben, da mein Freund hier war und ich meine Tränchen und meine Absicht hier verbergen/nicht erklären wollte. Ich fing an, er setzte sich in die Nähe und ich schnitt den Text aus. Dann ging ich Zigaretten holen und trauerte weinend und schlurzend 15 Minuten. Dann wischte ich die Tränen weg und ging ins Haus.
Beispiel 1(Mäuerchen): Mir geht es aufgrund von Familienvorfällen schlecht. Ich erzähle ein bißchen was - bekomme dann von der betreffenden Person eine Geste der Abneigung: Schon die Mimik reicht aus, um mich dauerhaft "ruhig zu stellen". Spätestens, wenn ich gesagt bekomme, dass es Jemanden belastet oder nervt, so wird diese Person von mir gemieden, wenn es mir nicht gut geht. Auch schon, wenn Jemand Dinge/Aktionen einwirft und nicht "konzentriert" ist. Ich will nicht hören, dass man nicht hören will und ich merke mir dies - sehr nachtragend. Meine Deutung ist, dass Jemand keinen Nerv, kein Potential oder einfach keine Lust hat mir zuzuhören.
Irgendwo tut das weh, aber vorbeugend meide ich. Wenn ich das hier schreibe, so wird meine Atmung schwer, mir kommen Tränchen. Meine Kompensation: Ich telefoniere mit einem Metzger, der eine so schöne Art hat und mir auch widerspricht, wenn es mal sein muss ;-). Das Telefonieren bekam ich schon vorgeworfen, aber hier ist mein Bereich, den ich mir definitiv nicht nehmen lasse.
Beispiel 2 ("unveränderbar"): Mein Vater starb als ich 4 Jahre alt war. Er hatte schon sehr früh einen Hirntumor diagnostiziert bekommen und ich wurde irgendwann gezeugt. Todesursache ungeklärt: Er stürzte aus einem Fenster. Somit Selbstmord, Unfall oder Mord, wie ich mit 18 erfuhr.
Ich war 4, spielte mit einem Freund, meine Mutter holte mich ab: Was war mit Mama los? "Dein Vater ist tod!" "Kann ich ihn sehen?" (Hier halte ich die Luft an und bekomme nur Luft mit ziehendem Geräuch, Tränen kullern).
Ich konnte ihn nicht sehen, da er bereits "beerdigt" war und meine Mutter hiervon zurückgekommen war. Wegen meiner Großeltern konnte ich nicht zur Urnenbeisetzung. Hier fehlt mir der Abschied oder weiß der Teufel was...
Ich bin hier ein kleines Mädchen, dass Papa weggenommen bekommen hat in zweierlei Hinsicht.
An meinem 18ten Geburtstag stellte ich nun eine Frage, die ein Familiengeheimnis lüften sollte. Jeden Todestag meines Vaters war etwas mit meinen Großelterm seltsam: Wie ist mein Vater gestorben? Mein Onkel antwortete mir mit Selbstmord. Ein Ordner wurde mir von meinen Großeltern übergeben "für Antworten", die darin nicht waren.
Tagelang schwieg ich und war irritiert. Meine Mutter verstand die Welt nicht mehr. Als ich dann bereit war bekam ich ihre Version: Er hatte Termine vergessen oder stand ohne Termin vor der Tür (da waren wir nicht da). Ein Weihnachten war meine andere Großmutter gestorben und meine Mutter dann bei ihrem Vater (da lag ein Vorwurf).
Zudem war meine Mutter davon ausgegangen, dass er eine Freundin bei der Reha hatte. Diese Frau war ein Konstrukt meiner Oma, um meine Mutter eifersüchtig zu machen. Meiner Mutter bereitete dies Schmerz, jedoch gönnte sie ihm diese Frau. (Hier sehe ich auf einmal bei Schreiben Schuld meiner Oma, die ich vorher nie so sah!).
Meine Mutter liebt ihn bis heute und denkt täglich an ihn und weint oft.
Wem oder was verzeihe ich? Ich weiß ja nicht mal, wieso er aus dem Fenster fiel. Einsam, Verlassen ohne Papa, der mich in den Arm nimmt, mich beschützt, mir in den Hintern tritt, mir die Welt zeigt.
Nicht mal der letzte möglichem Kontakt wurde mir gewährt! Ich blieb ein ruhiges Kind, sehr angepasst und pflichtbewusst.
Mittlerweile gleicht das Verhältnis zu meiner Mutter einer mehrfach geklebten Porzellanvase, die mal gegen etwas ausgetauscht werden müsste. Meine Mutter würde sich wahrscheinlich bei dem Bild freuen, dass die Vase repariert ist, aber die Vase ist nicht mehr schön!
Meine Halbschwester ist halb so alt. Irgendwann hatte ich Angst, sie würde mich umbringen und ergriff mit meinem Sohn die Flucht aus unserem gemeinsamen Haus. Meine Zweifel, ob ich paranoid sei wurden kurze Zeit später ausgeräumt: Eine Psychiatrieärztin (geschah in meiner Abwesenheit) meiner Schwester sagte mir, ich solle auf mich und mein Kind aufpassen, da meine Schwester das Bild geäußert hatte, mich umzubringen.
Begründung war hier: Ich hätte sie immer geschlagen. Diesen Vorwurf kannte ich ja bereits und so ziemlich alle Welt. Selbst Freundinnen meiner Mutter, die mich seit kleinauf kannten meinten zu meiner Mutter, dass sie nicht wisse, was passiere, wenn sie nicht da sei. Gespräche mit mir gab es nicht - Wahnsinn! (Hier lache ich dann ironisch.). Ich war also bestätigt und nicht paranoid. Meine Antwort war relativ gefasst "Sagen Sie das meiner MUTTER". Dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen und trotz mindestens 6 maligem Wiederholen kam der Gedanke nicht an (meine Mutter weiß nichts mehr von dem Gespräch) und leugnet bis heute.
Ich zog also von dannen und war mit dem Bild in Notwehr meine Schwester umbringen zu müssen alleine. Das Schreibe ich jetzt ohne Tränen, mit tiefem Durchatmen!
Meine Schwester tut mir leid, ich wollte gerne helfen, aber mir wurden die Grenzen ja mehr als deutlich gezeigt und irgendwo bin ich da dankbar, dass meine Grenze der Verantwortlichkeit ganz klar geworden ist. Ich bin nicht der Weltenretter.
Nun wurde mir von einer Heilpraktikerin gesagt, dass ich depressiv sei - mit viel Lebenskraft. Irgendwie kam dieser Satz bewundernd rüber. Ja, das ist eine passende Theorie zu meiner Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Vergesslichkeit. Vielleicht ist genau dies mein Selbstschutz - aber ich will ihn nicht mehr! Das Leben ist viel zu schön, um da Nebel zu lassen.
Funktioniert habe ich dauerhaft und mich gewundert, wieso ich nicht "irre" wurde. Mein Sohn (Vater mit Schwangerschaft überfordert) war die Verantwortung als alleinerziehende Mutter. Eine coole Mama, die hier so richtig Löwin wird und ganz viel Energie hat.
Verzeihen ändert nicht meine Vergangenheit, aber es tut mir gut. Ich habe viel geschafft, aber bei meiner Mutter, Vater, Großeltern liegt ein großer Klotz, den ich bewegen müsste.
Meiner Schwester danke ich ja innerlich für die Hardcore-Lektion, aber die Lektion der Situation an meiner Mutter habe ich noch nicht gelöst, so dass ich dieses Thema nicht durch habe und noch immer weine. Keine Eifersucht, keine Rache, kein Hass - Trauer, Leere, Verlassenheit. Meine Schwester hat mich aus dem Nest katapultiert - es war nicht "mein" Nest. Ich war schon lange nicht mehr "zu Hause". Mein Sohn und ich vagabundierten zu einer Freundin und dann zu seinem Vater: Ich war heimatlos (wieder Luft anhalten und Tränen).
Ich habe die Sachen zu lange mit gemacht... Ich bin kein Opfer der Anderen - es ist meine Aufgabe und trotzdem fehlt mir der zündende Gedanke, der mich befreit.
Tiefsten Dank, dass ich Dir das hier schreiben darf. Es ist zwar anstrengend und tut nicht gut, aber ich bin voller Vorfreude.
Liebe Grüße
Hearty
herzlichsten Danke für das Begleiten :o) Bei dem Schreiben habe ich ein Gefühl, dass ich Dich nicht belasten will empfunden. Der Gedanke, dass Du mich bemitleiden könntest gefällt mir nicht. Ich hätte auch gerne kürzer geschrieben, um Dich zu entlasten. Außerdem bin ich sehr ratlos, wie ich Dir schriftlich zeige, dass ich Dir aus tiefstem Herzen danke. Hier lache ich auch selbst über mich, gucke etwas hundeblickmäßig.
Gestern konnte ich nicht schreiben, da mein Freund hier war und ich meine Tränchen und meine Absicht hier verbergen/nicht erklären wollte. Ich fing an, er setzte sich in die Nähe und ich schnitt den Text aus. Dann ging ich Zigaretten holen und trauerte weinend und schlurzend 15 Minuten. Dann wischte ich die Tränen weg und ging ins Haus.
Beispiel 1(Mäuerchen): Mir geht es aufgrund von Familienvorfällen schlecht. Ich erzähle ein bißchen was - bekomme dann von der betreffenden Person eine Geste der Abneigung: Schon die Mimik reicht aus, um mich dauerhaft "ruhig zu stellen". Spätestens, wenn ich gesagt bekomme, dass es Jemanden belastet oder nervt, so wird diese Person von mir gemieden, wenn es mir nicht gut geht. Auch schon, wenn Jemand Dinge/Aktionen einwirft und nicht "konzentriert" ist. Ich will nicht hören, dass man nicht hören will und ich merke mir dies - sehr nachtragend. Meine Deutung ist, dass Jemand keinen Nerv, kein Potential oder einfach keine Lust hat mir zuzuhören.
Irgendwo tut das weh, aber vorbeugend meide ich. Wenn ich das hier schreibe, so wird meine Atmung schwer, mir kommen Tränchen. Meine Kompensation: Ich telefoniere mit einem Metzger, der eine so schöne Art hat und mir auch widerspricht, wenn es mal sein muss ;-). Das Telefonieren bekam ich schon vorgeworfen, aber hier ist mein Bereich, den ich mir definitiv nicht nehmen lasse.
Beispiel 2 ("unveränderbar"): Mein Vater starb als ich 4 Jahre alt war. Er hatte schon sehr früh einen Hirntumor diagnostiziert bekommen und ich wurde irgendwann gezeugt. Todesursache ungeklärt: Er stürzte aus einem Fenster. Somit Selbstmord, Unfall oder Mord, wie ich mit 18 erfuhr.
Ich war 4, spielte mit einem Freund, meine Mutter holte mich ab: Was war mit Mama los? "Dein Vater ist tod!" "Kann ich ihn sehen?" (Hier halte ich die Luft an und bekomme nur Luft mit ziehendem Geräuch, Tränen kullern).
Ich konnte ihn nicht sehen, da er bereits "beerdigt" war und meine Mutter hiervon zurückgekommen war. Wegen meiner Großeltern konnte ich nicht zur Urnenbeisetzung. Hier fehlt mir der Abschied oder weiß der Teufel was...
Ich bin hier ein kleines Mädchen, dass Papa weggenommen bekommen hat in zweierlei Hinsicht.
An meinem 18ten Geburtstag stellte ich nun eine Frage, die ein Familiengeheimnis lüften sollte. Jeden Todestag meines Vaters war etwas mit meinen Großelterm seltsam: Wie ist mein Vater gestorben? Mein Onkel antwortete mir mit Selbstmord. Ein Ordner wurde mir von meinen Großeltern übergeben "für Antworten", die darin nicht waren.
Tagelang schwieg ich und war irritiert. Meine Mutter verstand die Welt nicht mehr. Als ich dann bereit war bekam ich ihre Version: Er hatte Termine vergessen oder stand ohne Termin vor der Tür (da waren wir nicht da). Ein Weihnachten war meine andere Großmutter gestorben und meine Mutter dann bei ihrem Vater (da lag ein Vorwurf).
Zudem war meine Mutter davon ausgegangen, dass er eine Freundin bei der Reha hatte. Diese Frau war ein Konstrukt meiner Oma, um meine Mutter eifersüchtig zu machen. Meiner Mutter bereitete dies Schmerz, jedoch gönnte sie ihm diese Frau. (Hier sehe ich auf einmal bei Schreiben Schuld meiner Oma, die ich vorher nie so sah!).
Meine Mutter liebt ihn bis heute und denkt täglich an ihn und weint oft.
Wem oder was verzeihe ich? Ich weiß ja nicht mal, wieso er aus dem Fenster fiel. Einsam, Verlassen ohne Papa, der mich in den Arm nimmt, mich beschützt, mir in den Hintern tritt, mir die Welt zeigt.
Nicht mal der letzte möglichem Kontakt wurde mir gewährt! Ich blieb ein ruhiges Kind, sehr angepasst und pflichtbewusst.
Mittlerweile gleicht das Verhältnis zu meiner Mutter einer mehrfach geklebten Porzellanvase, die mal gegen etwas ausgetauscht werden müsste. Meine Mutter würde sich wahrscheinlich bei dem Bild freuen, dass die Vase repariert ist, aber die Vase ist nicht mehr schön!
Meine Halbschwester ist halb so alt. Irgendwann hatte ich Angst, sie würde mich umbringen und ergriff mit meinem Sohn die Flucht aus unserem gemeinsamen Haus. Meine Zweifel, ob ich paranoid sei wurden kurze Zeit später ausgeräumt: Eine Psychiatrieärztin (geschah in meiner Abwesenheit) meiner Schwester sagte mir, ich solle auf mich und mein Kind aufpassen, da meine Schwester das Bild geäußert hatte, mich umzubringen.
Begründung war hier: Ich hätte sie immer geschlagen. Diesen Vorwurf kannte ich ja bereits und so ziemlich alle Welt. Selbst Freundinnen meiner Mutter, die mich seit kleinauf kannten meinten zu meiner Mutter, dass sie nicht wisse, was passiere, wenn sie nicht da sei. Gespräche mit mir gab es nicht - Wahnsinn! (Hier lache ich dann ironisch.). Ich war also bestätigt und nicht paranoid. Meine Antwort war relativ gefasst "Sagen Sie das meiner MUTTER". Dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen und trotz mindestens 6 maligem Wiederholen kam der Gedanke nicht an (meine Mutter weiß nichts mehr von dem Gespräch) und leugnet bis heute.
Ich zog also von dannen und war mit dem Bild in Notwehr meine Schwester umbringen zu müssen alleine. Das Schreibe ich jetzt ohne Tränen, mit tiefem Durchatmen!
Meine Schwester tut mir leid, ich wollte gerne helfen, aber mir wurden die Grenzen ja mehr als deutlich gezeigt und irgendwo bin ich da dankbar, dass meine Grenze der Verantwortlichkeit ganz klar geworden ist. Ich bin nicht der Weltenretter.
Nun wurde mir von einer Heilpraktikerin gesagt, dass ich depressiv sei - mit viel Lebenskraft. Irgendwie kam dieser Satz bewundernd rüber. Ja, das ist eine passende Theorie zu meiner Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Vergesslichkeit. Vielleicht ist genau dies mein Selbstschutz - aber ich will ihn nicht mehr! Das Leben ist viel zu schön, um da Nebel zu lassen.
Funktioniert habe ich dauerhaft und mich gewundert, wieso ich nicht "irre" wurde. Mein Sohn (Vater mit Schwangerschaft überfordert) war die Verantwortung als alleinerziehende Mutter. Eine coole Mama, die hier so richtig Löwin wird und ganz viel Energie hat.
Verzeihen ändert nicht meine Vergangenheit, aber es tut mir gut. Ich habe viel geschafft, aber bei meiner Mutter, Vater, Großeltern liegt ein großer Klotz, den ich bewegen müsste.
Meiner Schwester danke ich ja innerlich für die Hardcore-Lektion, aber die Lektion der Situation an meiner Mutter habe ich noch nicht gelöst, so dass ich dieses Thema nicht durch habe und noch immer weine. Keine Eifersucht, keine Rache, kein Hass - Trauer, Leere, Verlassenheit. Meine Schwester hat mich aus dem Nest katapultiert - es war nicht "mein" Nest. Ich war schon lange nicht mehr "zu Hause". Mein Sohn und ich vagabundierten zu einer Freundin und dann zu seinem Vater: Ich war heimatlos (wieder Luft anhalten und Tränen).
Ich habe die Sachen zu lange mit gemacht... Ich bin kein Opfer der Anderen - es ist meine Aufgabe und trotzdem fehlt mir der zündende Gedanke, der mich befreit.
Tiefsten Dank, dass ich Dir das hier schreiben darf. Es ist zwar anstrengend und tut nicht gut, aber ich bin voller Vorfreude.
Liebe Grüße
Hearty
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hallo Hearty,
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„Zigaretten holen“ – kannst Du diesen Ablauf, „Zigaretten holen“, in max. 15-20 Zeilen, wie er in Wirklichkeit abläuft, beschreiben? Was geschieht? Was ist der erste Impuls und was passiert dann?Dann ging ich Zigaretten holen und trauerte weinend und schlurzend 15 Minuten. Dann wischte ich die Tränen weg und ging ins Haus.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Impuls=Flucht: Ich wollte meine Gefühle nicht zeigen. Ich war 3 Stunden überfällig/keine Zigartette mehr geraucht.
Das Rauchbedürfnis stieg - ein seltsames Gefühl in der Brust. Ich war froh, dass ich einen rationalen/nachvollziehbaren Grund hatte, um zu gehen. Ich schloss die Tür, die Tränen kamen. Im Auto war ich allein und frei für Selbstmitleid ohne Erklärungen oder blöde Kritik.
Auf dem Weg weinte ich, wischte mir die Tränen vor der Tankstelle weg, bezahlte. Im Auto kamen die Tränen wieder, Zigarette beiläufig an, langsam zurück mit dem Gedanken, dass ich gerne "fertig" wäre (Zeitdruck). Die Zigarette bringt mir nichts - vielleicht finde ich den Rauch schön. Direkt von der Zigarette ist er bläulich und sonst grau. Er verteilt sich in alle Himmelsrichtungen. Faszinierend... Dann wischte ich die Tränen weg und lenkte mich weiter ab.
Die Tränen kommen aus einer Leere, tiefe Schwärze, Trauer oder so - Einsamkeit?
Ich wollte mit rauchen aufhören vor ein paar Wochen und stürzte total ab: Ich hätte im Bett bleiben können und NICHTS mehr tun brauchen. Mir fehlte der Impuls aufzustehen anstrengende Müdigkeit steht entgegen.
Diese Flucht meister ich auch mit Wäsche aufhängen im Keller. ;-) Neulich wurde ich hierbei leider erwischt.
Das Rauchbedürfnis stieg - ein seltsames Gefühl in der Brust. Ich war froh, dass ich einen rationalen/nachvollziehbaren Grund hatte, um zu gehen. Ich schloss die Tür, die Tränen kamen. Im Auto war ich allein und frei für Selbstmitleid ohne Erklärungen oder blöde Kritik.
Auf dem Weg weinte ich, wischte mir die Tränen vor der Tankstelle weg, bezahlte. Im Auto kamen die Tränen wieder, Zigarette beiläufig an, langsam zurück mit dem Gedanken, dass ich gerne "fertig" wäre (Zeitdruck). Die Zigarette bringt mir nichts - vielleicht finde ich den Rauch schön. Direkt von der Zigarette ist er bläulich und sonst grau. Er verteilt sich in alle Himmelsrichtungen. Faszinierend... Dann wischte ich die Tränen weg und lenkte mich weiter ab.
Die Tränen kommen aus einer Leere, tiefe Schwärze, Trauer oder so - Einsamkeit?
Ich wollte mit rauchen aufhören vor ein paar Wochen und stürzte total ab: Ich hätte im Bett bleiben können und NICHTS mehr tun brauchen. Mir fehlte der Impuls aufzustehen anstrengende Müdigkeit steht entgegen.
Diese Flucht meister ich auch mit Wäsche aufhängen im Keller. ;-) Neulich wurde ich hierbei leider erwischt.
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hmmm…. Ich meinte die Erfahrungskette.
Wenn Du mir antwortest, was passiert da? Finger berühren die Tastatur, Tastsinn. Der Körperdruck am Stuhl wird wahrgenommen. Die Augen schauen, die Farbe der Tastatur wird erkannt. Gedanken entstehen, Beobachtung findet statt, der Text wird wieder gelesen, es wird nachgedacht, verglichen, bewertet, usw.
„Zigaretten holen“ – wie läuft diese Erfahrung ab? (Wir können auch was anderes nehmen, wie zum Beispiel Wäsche aufhängen, oder was anderes, wenn es Dir lieber ist, wie zum Beispiel Essen, trinken, Hände waschen usw.) Es geht um die Erfahrungskette des Geschehens.
Beschreibe so genau wie möglich „Hände waschen“, „Wäsche aufhängen“, oder „Zigaretten holen“.
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Wenn Du mir antwortest, was passiert da? Finger berühren die Tastatur, Tastsinn. Der Körperdruck am Stuhl wird wahrgenommen. Die Augen schauen, die Farbe der Tastatur wird erkannt. Gedanken entstehen, Beobachtung findet statt, der Text wird wieder gelesen, es wird nachgedacht, verglichen, bewertet, usw.
„Zigaretten holen“ – wie läuft diese Erfahrung ab? (Wir können auch was anderes nehmen, wie zum Beispiel Wäsche aufhängen, oder was anderes, wenn es Dir lieber ist, wie zum Beispiel Essen, trinken, Hände waschen usw.) Es geht um die Erfahrungskette des Geschehens.
Beschreibe so genau wie möglich „Hände waschen“, „Wäsche aufhängen“, oder „Zigaretten holen“.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hallo Joram,
jetzt habe ich evtl. es verstanden. Ich wähle Putzen, was bei mir einer Entschuldigung oder einer Art Reinigung entspricht:
Ich sehe. Beim Sehen springt irgendwann etwas unebenes auf einer glatten Fläche entgegen. Meine Gedanken "sehen" dann Dreck und ich habe gelernt, dass dieser nicht ins Haus gehört. Dann kommt der Gedanke "Putzen". Die Beine bewegen sich, man ortet Eimer, Lappen und sucht Putzsachen. Man weiß, dass man Putzmittel nutzt und Wasser braucht. Ich brauche nicht weiter zu denken. Selbst die Gedanken sind "alt". Eigentlich brauche ich mir keine Gedanken zu der Steuerung zu machen.
Ich atme, laufe, wringe aus. Die Fingerspitzen testen, die Temperatur das Wassers. Die Finger umschließen den Henkel des Eimers und "automatisch" wird der Eimer mit der Muskulatur bewegt. Manchmal zwickt etwas im Rücken.
Man sieht glänzenden Boden, durch Reflektion der Licheinstrahlung.
Manchmal jedoch weigert sich mein Körper und alles wird schwer.
jetzt habe ich evtl. es verstanden. Ich wähle Putzen, was bei mir einer Entschuldigung oder einer Art Reinigung entspricht:
Ich sehe. Beim Sehen springt irgendwann etwas unebenes auf einer glatten Fläche entgegen. Meine Gedanken "sehen" dann Dreck und ich habe gelernt, dass dieser nicht ins Haus gehört. Dann kommt der Gedanke "Putzen". Die Beine bewegen sich, man ortet Eimer, Lappen und sucht Putzsachen. Man weiß, dass man Putzmittel nutzt und Wasser braucht. Ich brauche nicht weiter zu denken. Selbst die Gedanken sind "alt". Eigentlich brauche ich mir keine Gedanken zu der Steuerung zu machen.
Ich atme, laufe, wringe aus. Die Fingerspitzen testen, die Temperatur das Wassers. Die Finger umschließen den Henkel des Eimers und "automatisch" wird der Eimer mit der Muskulatur bewegt. Manchmal zwickt etwas im Rücken.
Man sieht glänzenden Boden, durch Reflektion der Licheinstrahlung.
Manchmal jedoch weigert sich mein Körper und alles wird schwer.
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
“Meine” Gedanken? Wer oder was sagt “meine”? ;-)Meine Gedanken "sehen" dann Dreck...
Und „Dreck“ – schau genau was „Dreck“ wirklich ist. Aus was ist „Dreck“ gemacht?
Ja, sehr schön formuliert. Nur “Ich atme“ muss noch genauer angeschaut werden. Beobachte den Atem. – wo ist da ein „Ich“ zu finden?Ich atme, laufe, wringe aus. Die Fingerspitzen testen, die Temperatur das Wassers. Die Finger umschließen den Henkel des Eimers und "automatisch" wird der Eimer mit der Muskulatur bewegt. Manchmal zwickt etwas im Rücken.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Dreck ist eine Definition - eine Abweichung von einem erlernten Sollzustand. Dreck besteht, wie alles aus Atomen.
Erdig, staubig (Haut- und Haarpartikel), Überreste von Spinnenbeute, Sand, Kaffeflecken und Blätterchen. Alles passend und nur am "falschen" Ort. Im Sandkasten gewollt und im Bett pieksig oder dient als Schmirgel auf Holz/Laminat.
Dieses gesellschaftlich erlernte erfülle ich dann. Natürliche Hüttenchenbewohner haben ab und an NUR Erdboden und dort ist Erde kein Dreck..
Also ist "meine" Gedanken wohl eher "gesellschaftliche" Gedanken, die ich denke?!
Glücklicherweise atmet es von alleine. Manchmal hält es bei Gedanken den Atmen aber ein. Manchmal wird dabei bei Körper beeinflusst. Die Welt wird "dunkler" bei dem was ich sehe, die Hände kribbeln. Als Baby liefen meine Lippen bei dem ersten Fersenpiekser blau an. Meine Mutter beruhigte sich jahrelang über die Schrecksekunden und blaues Kind, dass ich spätestens in Ohnmacht wieder atmen würde. "Krankes Kind gehört ins Bett" gewöhnte mir das Luftanhalten dann ab. Aktives Luft anhalten würde ich dann als von mir gegen die Natur gesteuert bezeichnen. In der Natur ist es aber sinnvoll unten Wasser Luft zu halten, um den Körper am Leben zu erhalten. Das Luft anhalten verliere ich dann spätestes, wenn ich in Ohnmacht falle. Also etwas kurzweiliges, das ich beeinflusse?! Oder eine Fehlsteuerung, weil ich über Wasser die Luft anhalte?
Es gibt aber auch eine Art passives Luft anhalten - ich gebe nicht den Befehl "Luft anhalten" bei einem traurigen Gefühl oder beim intensiven Nachdenken, oder doch?!
Tiefer atmen kann man noch als Impuls geben. Das brauche ich zum Trompeten und das "Bauchatmen" musste ich erlernen, da der normale Atem flacher ist. Das, was ich als Seufzen interpretiere passiert allerdings von alleine.
Erdig, staubig (Haut- und Haarpartikel), Überreste von Spinnenbeute, Sand, Kaffeflecken und Blätterchen. Alles passend und nur am "falschen" Ort. Im Sandkasten gewollt und im Bett pieksig oder dient als Schmirgel auf Holz/Laminat.
Dieses gesellschaftlich erlernte erfülle ich dann. Natürliche Hüttenchenbewohner haben ab und an NUR Erdboden und dort ist Erde kein Dreck..
Also ist "meine" Gedanken wohl eher "gesellschaftliche" Gedanken, die ich denke?!
Glücklicherweise atmet es von alleine. Manchmal hält es bei Gedanken den Atmen aber ein. Manchmal wird dabei bei Körper beeinflusst. Die Welt wird "dunkler" bei dem was ich sehe, die Hände kribbeln. Als Baby liefen meine Lippen bei dem ersten Fersenpiekser blau an. Meine Mutter beruhigte sich jahrelang über die Schrecksekunden und blaues Kind, dass ich spätestens in Ohnmacht wieder atmen würde. "Krankes Kind gehört ins Bett" gewöhnte mir das Luftanhalten dann ab. Aktives Luft anhalten würde ich dann als von mir gegen die Natur gesteuert bezeichnen. In der Natur ist es aber sinnvoll unten Wasser Luft zu halten, um den Körper am Leben zu erhalten. Das Luft anhalten verliere ich dann spätestes, wenn ich in Ohnmacht falle. Also etwas kurzweiliges, das ich beeinflusse?! Oder eine Fehlsteuerung, weil ich über Wasser die Luft anhalte?
Es gibt aber auch eine Art passives Luft anhalten - ich gebe nicht den Befehl "Luft anhalten" bei einem traurigen Gefühl oder beim intensiven Nachdenken, oder doch?!
Tiefer atmen kann man noch als Impuls geben. Das brauche ich zum Trompeten und das "Bauchatmen" musste ich erlernen, da der normale Atem flacher ist. Das, was ich als Seufzen interpretiere passiert allerdings von alleine.
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Erfährst Du Dreck als „Definition“? ;-)Dreck ist eine Definition
Schau Dir Dreck an, und ohne erlerntes Wissen, – was wird da „wirklich“ gesehen?
“Meine” Gedanken? Wer oder was sagt “meine”? ;-) Kannst Du denjenigen der das sagt, finden?Meine Gedanken "sehen" dann Dreck...
Noch mal: “Ich atme“ - Beobachte den Atem ganz genau. Was läuft da ab? – wo ist da ein „Ich“ im Atemprozess zu finden?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Ein Glück haben wir gerade Dreck "überall". Eine Farbabweichung auf einer Fläche, die zu "sauber" ist als, dass es normal erscheint. Im Wald würde ich Erde nie als Dreck bezeichnen. Meine Mutter sagt sogar, dass es "erdig" und nicht dreckig ist.
Hautschuppen auf dem schwarzen Laptop - wieder die Farbabweichung, die mir nicht "normal" erscheint.
Ja, irgendwie komme ich von der Definitionsschiene nicht runter *grübel* Man könnte es auch statt Definition Zuordnung nennen. Dann gibt es noch den Dreck, der sich durch Erhabenheit auszeichnet.
Okay und dann gibt es noch Irrtümer: Man sieht "da ist Dreck" und durch fühlen stellt man fest, dass ein Fenster zB kleine Verbrennungen hat - statt Dreck.
"Meine" Gedanken? Wer? Ufff, ja da kommt meine gewohnte Antwort "ich". Ich habe mich immer über Gedanken und Gefühle definiert. Beides kann ich steuern, aber das fällt schwer, so dass ich nun hier nach der Ich-Losigkeit suche, aber an der Stelle finde ich eher das "Ich". Ja und weiter finde ich da tatsächlich nichts, was ich mit "Ich" bezeichnen würde... Der Körper ist eine temporäre Behausung und nicht mein "Ich". Eine uralte Kinderfrage von mir war immer, ob meine Seele die Gedanken und Gefühle macht. Was ist meine "Seele"?
Das Atmen ist eine Bewegung, die kaum greifbar ist. Mal wellenförmig, mal ein auf und ab. Vorallem macht sie sich durch Temperaturunterschiede bemerkbar. Ein "Ich" gibt es nicht, es passiert - außer ich halte die Luft an oder bin unter Wasser und es in beiden Fällen irgendwann wieder einen Atemversuch starten - in der Ohnmacht.
Hautschuppen auf dem schwarzen Laptop - wieder die Farbabweichung, die mir nicht "normal" erscheint.
Ja, irgendwie komme ich von der Definitionsschiene nicht runter *grübel* Man könnte es auch statt Definition Zuordnung nennen. Dann gibt es noch den Dreck, der sich durch Erhabenheit auszeichnet.
Okay und dann gibt es noch Irrtümer: Man sieht "da ist Dreck" und durch fühlen stellt man fest, dass ein Fenster zB kleine Verbrennungen hat - statt Dreck.
"Meine" Gedanken? Wer? Ufff, ja da kommt meine gewohnte Antwort "ich". Ich habe mich immer über Gedanken und Gefühle definiert. Beides kann ich steuern, aber das fällt schwer, so dass ich nun hier nach der Ich-Losigkeit suche, aber an der Stelle finde ich eher das "Ich". Ja und weiter finde ich da tatsächlich nichts, was ich mit "Ich" bezeichnen würde... Der Körper ist eine temporäre Behausung und nicht mein "Ich". Eine uralte Kinderfrage von mir war immer, ob meine Seele die Gedanken und Gefühle macht. Was ist meine "Seele"?
Das Atmen ist eine Bewegung, die kaum greifbar ist. Mal wellenförmig, mal ein auf und ab. Vorallem macht sie sich durch Temperaturunterschiede bemerkbar. Ein "Ich" gibt es nicht, es passiert - außer ich halte die Luft an oder bin unter Wasser und es in beiden Fällen irgendwann wieder einen Atemversuch starten - in der Ohnmacht.
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Wahrlich “Dreck” überall ;-)Eine Farbabweichung auf einer Fläche, … …
Hautschuppen auf dem schwarzen Laptop - wieder die Farbabweichung, die mir nicht "normal" erscheint.
Dann gibt es noch den Dreck, der sich durch Erhabenheit auszeichnet.
Okay und dann gibt es noch Irrtümer: Man sieht "da ist Dreck" und durch fühlen stellt man fest, dass ein Fenster zB kleine Verbrennungen hat - statt Dreck.
Ich hoffe dass diese „Dreckuntersuchung“ gezeigt hat, dass „Dreck“ nur eine Definition ist, eine Empfindung vielleicht und das es in „Wirklichkeit“ gar keinen „Dreck“ gibt. – Bist Du damit einverstanden, dass das Wort „Dreck“ eine künstliche Definition ist, die zwar ihre Berechtigung hat, in „Wirklichkeit“ aber nur eine „Sicht“, eine „Betrachtungsart“ ist?
Für eine Fliege kann das was wir „Dreck“ nennen, möglicherweise Ihre Nahrungsmittel sein…
Es ist okay, wenn die Empfindung “Ich” kommt. Schauen wir aber genau hin. Was wird erfahren? Du sagst dass Du Dich immer über Gedanken und Gefühle definiert hast. Was ist zu finden, wenn Du denkst, wenn Du fühlst? Gedanken sind da, Gefühle sind da. Ist da noch mehr zu finden?"Meine" Gedanken? Wer? Ufff, ja da kommt meine gewohnte Antwort "ich". Ich habe mich immer über Gedanken und Gefühle definiert. Beides kann ich steuern, aber das fällt schwer, so dass ich nun hier nach der Ich-Losigkeit suche, aber an der Stelle finde ich eher das "Ich". Ja und weiter finde ich da tatsächlich nichts, was ich mit "Ich" bezeichnen würde... Der Körper ist eine temporäre Behausung und nicht mein "Ich". Eine uralte Kinderfrage von mir war immer, ob meine Seele die Gedanken und Gefühle macht. Was ist meine "Seele"?
Super. Sehr gut. Bewegung, Temperaturunterschiede. Genau das ist das was erfahren wird. Was bewegt sich beim Prozess „Atmen“?Das Atmen ist eine Bewegung, die kaum greifbar ist. Mal wellenförmig, mal ein auf und ab.
Vorallem macht sie sich durch Temperaturunterschiede bemerkbar. Ein "Ich" gibt es nicht, es passiert…
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Ja, die Bandbreite der Definition ist auch sehr schön sichtbar: Messie vs. Putzfimmel - da muss eine Balance rein ;-)
Dieses Haus ist sauber genug um gesund darin zu leben und dreckig genug um glücklich zu sein. Dieser Spruch drückt wunderbar die Differenz aus und trotzdem hängen ihn von mir definierte Schmutzfinke auf *lach*
Gedanken und Gefühle und das dann noch dazu: Tränenfluss, Lachen, Stirnrunzeln, Hundeblick, Panik, Körperhaltung.
Also das "mehr" sind körperliche Reaktionen: Geräusche, Leeregefühl (im Bauch), Muskeln mit verringertem (Schwäche, Müdigkeit) oder erhöhtem Tonus, Flussgeräusche, beschleunigtes rhythmisches schlagen, Atmungsbereich schnürt zu.
Bei der Atmung bewegt sich im Extremfall eigentlich alles! Tiefes Atmen lässt nichts still liegen. Es ist ein Bewegungsfluss. Lässt man die Arme seitlich baumeln, so bewegen sich auch die Hände. Eine Welle unendliche beschreibt es wohl am besten...
Dieses Haus ist sauber genug um gesund darin zu leben und dreckig genug um glücklich zu sein. Dieser Spruch drückt wunderbar die Differenz aus und trotzdem hängen ihn von mir definierte Schmutzfinke auf *lach*
Gedanken und Gefühle und das dann noch dazu: Tränenfluss, Lachen, Stirnrunzeln, Hundeblick, Panik, Körperhaltung.
Also das "mehr" sind körperliche Reaktionen: Geräusche, Leeregefühl (im Bauch), Muskeln mit verringertem (Schwäche, Müdigkeit) oder erhöhtem Tonus, Flussgeräusche, beschleunigtes rhythmisches schlagen, Atmungsbereich schnürt zu.
Bei der Atmung bewegt sich im Extremfall eigentlich alles! Tiefes Atmen lässt nichts still liegen. Es ist ein Bewegungsfluss. Lässt man die Arme seitlich baumeln, so bewegen sich auch die Hände. Eine Welle unendliche beschreibt es wohl am besten...
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
*lach* wenn dann lieber glücklich ;-) *lach*Dieses Haus ist sauber genug um gesund darin zu leben und dreckig genug um glücklich zu sein.
Kannst Du mehr dazu sagen?Leeregefühl (im Bauch)
Und? Irgend ein „Ich“ dabei zu finden? ;-)Bei der Atmung bewegt sich im Extremfall eigentlich alles! Tiefes Atmen lässt nichts still liegen. Es ist ein Bewegungsfluss. Lässt man die Arme seitlich baumeln, so bewegen sich auch die Hände. Eine Welle unendliche beschreibt es wohl am besten...
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Familie, Schuld, Körper und Ich
Hallo Joram,
danke für die tollen Fragen!!! :) Ich bin normal ein schreibfauler Mensch, aber hier geht das unter.
Praktisch wäre es, wenn ich mal lernen würde, dass ich erst den Text kopiere, bevor ich senden drücke (3 mal schon!).
Joa glücklich klingt besser, aber wehe, dass Du erlebst, dass ein Messie-Elternteil diesen Spruch aufhängt und Du Dich selbst nicht wohl fühlst und an Gesundheit zweifelst. Die Grenzen von so ziemlich allen Leuten war überschritten und ich lernte mit Entrümpelungsbüchern mein "Level". Mein Freund dient dann als äußerliches Aufräumhilfmittel, da er wenig und aufgeräumten Besitz zelebriert. Leere gegen kein Platz zum ungestörten Laufen im Elternshaus getauscht....
Leere im Bauch ist eine Interpretation. Jeden Morgen etwas nicht Greifbares - das negative ist definiert. Meine Abneigung gegenüber Essen, ein Fasten bis zum Nachmittag.
Bei der Atmung finde ich kein ich - eine körperliche Lebenserhaltung.
Wozu mein Körper eigentlich dient ist eine gute Frage. Ein vorübergehender Aufenthaltsort zum "Lernen", zum einfacheren begreifen, was "Dasein" sein kann. Wer oder was sich das ausgedacht hat ist eine weitere Frage. *lach*
Interessant finde ich, dass man alle Sinneswahrnehmungen definiert und auch uminterpretieren kann.
Ich rieche zB gerne Stallgeruch - andere halten sich die Nase zu. Angenehme Musik ist auch definiert (und gut zu beobachten). Bei Reizüberflütung, Konzentration auf Anderes (auch Meditation) stoppt die Wahrnehmung: Ich höre nichts (zu viel Krach), ich sehe nicht...
Umdefinieren geht sehr einfach: zB "definierter" Schmerz kann man in angenehme Wärme umwandeln.
Heißes Wasser kann als eiskaltes Wasser umdefiniert werden und ist tatsächlich nur über die Hahneinstellung oder Beschaffenheiten "gewusst".
Neues:
Ich habe Briefe an die Verstorbenen geschrieben, mir und ihnen verziehen und diese Briefe als Bootchen in einem Fluss "abgeschickt".
Dazwischen habe ich meditiert: Konzentration auf einen Punkt zwischen die Augen: Ich durchschritt etwas, es ging tiefer. Dort waren gelb-orange Punkt, die konzentrisch in rasendem Tempo durch die Gegend flitzten und ein unschönes Gefühl machten - Chaos und zu schnell, schwindelerrengend - sie Flitzten auf einen Punkt und vereinigten sich zu einem wunderschönen Punkt. Da war er ein Punkt, der einfach "Alles" war. Der ganze Rest war weg - ich nahm nur diesen leuchtenden Punkt wahr.
Den Rest des Tages war ich total unbeschwert:"Mach so oder so, ganz, wie es Dir beliebt."2 Alles ist schön - wie ein tänzelndes Kind *lach*.
Abends meditierte ich noch mal: Es war dunkel und blaue Wellen, die mal hier und mal dort auftauchten. Es war interessant.
Was bin ich? Eine Energie mit erlernten/definierten Umgangsformen Sinneswahrnehmungen, einem Körper, der dafür nicht mal notwendig wäre?! Ich bin sehr frei bis auf die Definitionen und die Unbewusstheit in der ich lebe. Diese kann ich, sofern ich sie mir bewusst mache selber umgestalten und interpretieren. Limitieren kann mich eigentlich nur meine körperliche Hülle:
Fliegen kann ich nicht ohne Hilfsmittel und diese Erfahrung meiner Ahnen ist sehr nützlich ;-) In meinen Träumen und Meditationen kann ich fliegen und auch im übertragenen Sinne.
In den letzten Jahren kam ich für mich auf das Problem "Demut", da sie gefordert als Demütigung wirkte. Demut kann nur von innen heraus kommen - alles andere ist nicht wahre Demut.
Dann kam nun das Thema Verzeihen auf, was ungemein nützlich und erleichternd ist. "Das verzeih ich Dir nie!" hört man ja oft, aber der, der das sagt spricht sein eigenes Urteil - er selbst wird das zu verzeihende nicht mehr los.
Nun merke ich, dass Bewusstheit ganz wichtig ist, um Definitionen zu überdenken und zu ändern... Die Demütigungen brachen über mich herein und kaum hatte ich mich unbewusst befreit, so sollte es an neuer Stelle wieder losgehen - dann kam die bewusste Befreiung von diesem einen Thema.
Das Verzeihen brauchte auch erst Bewusstheit, dass ich da etwas zu verzeihen habe und wie ich dies realisiere...
Grüße von der wortgeizigen ;-)
Hearty
danke für die tollen Fragen!!! :) Ich bin normal ein schreibfauler Mensch, aber hier geht das unter.
Praktisch wäre es, wenn ich mal lernen würde, dass ich erst den Text kopiere, bevor ich senden drücke (3 mal schon!).
Joa glücklich klingt besser, aber wehe, dass Du erlebst, dass ein Messie-Elternteil diesen Spruch aufhängt und Du Dich selbst nicht wohl fühlst und an Gesundheit zweifelst. Die Grenzen von so ziemlich allen Leuten war überschritten und ich lernte mit Entrümpelungsbüchern mein "Level". Mein Freund dient dann als äußerliches Aufräumhilfmittel, da er wenig und aufgeräumten Besitz zelebriert. Leere gegen kein Platz zum ungestörten Laufen im Elternshaus getauscht....
Leere im Bauch ist eine Interpretation. Jeden Morgen etwas nicht Greifbares - das negative ist definiert. Meine Abneigung gegenüber Essen, ein Fasten bis zum Nachmittag.
Bei der Atmung finde ich kein ich - eine körperliche Lebenserhaltung.
Wozu mein Körper eigentlich dient ist eine gute Frage. Ein vorübergehender Aufenthaltsort zum "Lernen", zum einfacheren begreifen, was "Dasein" sein kann. Wer oder was sich das ausgedacht hat ist eine weitere Frage. *lach*
Interessant finde ich, dass man alle Sinneswahrnehmungen definiert und auch uminterpretieren kann.
Ich rieche zB gerne Stallgeruch - andere halten sich die Nase zu. Angenehme Musik ist auch definiert (und gut zu beobachten). Bei Reizüberflütung, Konzentration auf Anderes (auch Meditation) stoppt die Wahrnehmung: Ich höre nichts (zu viel Krach), ich sehe nicht...
Umdefinieren geht sehr einfach: zB "definierter" Schmerz kann man in angenehme Wärme umwandeln.
Heißes Wasser kann als eiskaltes Wasser umdefiniert werden und ist tatsächlich nur über die Hahneinstellung oder Beschaffenheiten "gewusst".
Neues:
Ich habe Briefe an die Verstorbenen geschrieben, mir und ihnen verziehen und diese Briefe als Bootchen in einem Fluss "abgeschickt".
Dazwischen habe ich meditiert: Konzentration auf einen Punkt zwischen die Augen: Ich durchschritt etwas, es ging tiefer. Dort waren gelb-orange Punkt, die konzentrisch in rasendem Tempo durch die Gegend flitzten und ein unschönes Gefühl machten - Chaos und zu schnell, schwindelerrengend - sie Flitzten auf einen Punkt und vereinigten sich zu einem wunderschönen Punkt. Da war er ein Punkt, der einfach "Alles" war. Der ganze Rest war weg - ich nahm nur diesen leuchtenden Punkt wahr.
Den Rest des Tages war ich total unbeschwert:"Mach so oder so, ganz, wie es Dir beliebt."2 Alles ist schön - wie ein tänzelndes Kind *lach*.
Abends meditierte ich noch mal: Es war dunkel und blaue Wellen, die mal hier und mal dort auftauchten. Es war interessant.
Was bin ich? Eine Energie mit erlernten/definierten Umgangsformen Sinneswahrnehmungen, einem Körper, der dafür nicht mal notwendig wäre?! Ich bin sehr frei bis auf die Definitionen und die Unbewusstheit in der ich lebe. Diese kann ich, sofern ich sie mir bewusst mache selber umgestalten und interpretieren. Limitieren kann mich eigentlich nur meine körperliche Hülle:
Fliegen kann ich nicht ohne Hilfsmittel und diese Erfahrung meiner Ahnen ist sehr nützlich ;-) In meinen Träumen und Meditationen kann ich fliegen und auch im übertragenen Sinne.
In den letzten Jahren kam ich für mich auf das Problem "Demut", da sie gefordert als Demütigung wirkte. Demut kann nur von innen heraus kommen - alles andere ist nicht wahre Demut.
Dann kam nun das Thema Verzeihen auf, was ungemein nützlich und erleichternd ist. "Das verzeih ich Dir nie!" hört man ja oft, aber der, der das sagt spricht sein eigenes Urteil - er selbst wird das zu verzeihende nicht mehr los.
Nun merke ich, dass Bewusstheit ganz wichtig ist, um Definitionen zu überdenken und zu ändern... Die Demütigungen brachen über mich herein und kaum hatte ich mich unbewusst befreit, so sollte es an neuer Stelle wieder losgehen - dann kam die bewusste Befreiung von diesem einen Thema.
Das Verzeihen brauchte auch erst Bewusstheit, dass ich da etwas zu verzeihen habe und wie ich dies realisiere...
Grüße von der wortgeizigen ;-)
Hearty
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