Des Übels Wurzel...
Posted: Fri Jun 07, 2013 8:32 am
Hallo zusammen,
ich möchte mich gerne näher vorstellen, da ich auf der Suche nach einer Begleitung bin.
Ich bin seit etwa 5 Jahren intensiv beschäftigt mit Meditation und Buddhismus. Die ersten drei Jahre habe ich täglich meditiert und über Weiterbildung im Buddhismus sowie Retreats versucht, die Meditation immer weiter zu vertiefen.
Dies ist auch gut gelungen, bis ich vor zwei Jahren in einem Retreat einen "ereignisreichen Tag" hatte, der meine Ausrichtung verändert hat:
Obwohl die Meditation gut lief (d.h. sie war entspannt, konzentriert und auch tiefgehend) habe ich eine subtile und dennoch starke Anspannung gespürt, die sich sogar körperlich in Zähneschlagen/knirschen geäußert hat. Während der Meditation hatte ich plötzlich ein Gespür oder eine Einsicht, dass diese Anspannung daher rührt, dass in allem, was ich empfinde/tue, eine "Ich-Prämisse" enthalten ist. D.h. jede Wahrnehmung geht von einem Ich aus und irgendwie scheint das des "Übels Wurzel" zu sein.
Während der Meditation war auch das Wegfallen der Ich-Prämisse kurz vorhanden und damit ein friedvolles, glückliches Empfinden verbunden. Am selben Tag spürte ich auch noch ein starkes Gefühl im Körper von "Vergänglichkeit", danach sehr viel Energie, etc. Aber wie es genau war ist irgendwie nicht so wichtig.
Ich habe danach mit dem Meditationslehrer darüber gesprochen, der mir empfohlen hat, meine Meditationstechnik noch weiter auszubauen und dranzubleiben. Aber mir schien das nicht mehr das richtige.
Ich habe dann weitestgehend aufgehört zu meditieren (auf dem Kissen) und habe mich mit der Frage beschäftigt, worum geht es hier eigentlich bzw. was ist Meditation eigentlich? Damit habe ich mich immer weiter entfernt von meiner ursprünglichen Ausrichtung (ich musste das, was ich über den Buddhismus gelernt hatte, regelrecht hinter mir lassen). Ich habe meinen Horizont erweitert und viel über Advaita gelesen/gehört, mir andere Lehrer angeschaut etc..
Habe auch gesehen, dass es nichts zu suchen gibt, da es nichts zu finden gibt. Dass alles aus einer weiten Leere auftaucht und auch darin wieder verschwindet… Ich weiss, unter welchen Voraussetzungen ich viel leide und wann weniger… Etc. pp. Aber das ist es alles nicht!
Und mich beschleicht irgendwie das Gefühl, da ist noch was, des Übels Wurzel ist noch nicht richtig erfasst, und ich komme definitiv nicht ohne die richtige Begleitung dahinter. Ach ja, und da war ja doch noch das Große "Anatta" aus dem Buddhismus…
Und weil es bei euch genau darum geht, deswegen bin ich hier.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mich jemand begleiten kann!
Viele Grüße
Donnie
ich möchte mich gerne näher vorstellen, da ich auf der Suche nach einer Begleitung bin.
Ich bin seit etwa 5 Jahren intensiv beschäftigt mit Meditation und Buddhismus. Die ersten drei Jahre habe ich täglich meditiert und über Weiterbildung im Buddhismus sowie Retreats versucht, die Meditation immer weiter zu vertiefen.
Dies ist auch gut gelungen, bis ich vor zwei Jahren in einem Retreat einen "ereignisreichen Tag" hatte, der meine Ausrichtung verändert hat:
Obwohl die Meditation gut lief (d.h. sie war entspannt, konzentriert und auch tiefgehend) habe ich eine subtile und dennoch starke Anspannung gespürt, die sich sogar körperlich in Zähneschlagen/knirschen geäußert hat. Während der Meditation hatte ich plötzlich ein Gespür oder eine Einsicht, dass diese Anspannung daher rührt, dass in allem, was ich empfinde/tue, eine "Ich-Prämisse" enthalten ist. D.h. jede Wahrnehmung geht von einem Ich aus und irgendwie scheint das des "Übels Wurzel" zu sein.
Während der Meditation war auch das Wegfallen der Ich-Prämisse kurz vorhanden und damit ein friedvolles, glückliches Empfinden verbunden. Am selben Tag spürte ich auch noch ein starkes Gefühl im Körper von "Vergänglichkeit", danach sehr viel Energie, etc. Aber wie es genau war ist irgendwie nicht so wichtig.
Ich habe danach mit dem Meditationslehrer darüber gesprochen, der mir empfohlen hat, meine Meditationstechnik noch weiter auszubauen und dranzubleiben. Aber mir schien das nicht mehr das richtige.
Ich habe dann weitestgehend aufgehört zu meditieren (auf dem Kissen) und habe mich mit der Frage beschäftigt, worum geht es hier eigentlich bzw. was ist Meditation eigentlich? Damit habe ich mich immer weiter entfernt von meiner ursprünglichen Ausrichtung (ich musste das, was ich über den Buddhismus gelernt hatte, regelrecht hinter mir lassen). Ich habe meinen Horizont erweitert und viel über Advaita gelesen/gehört, mir andere Lehrer angeschaut etc..
Habe auch gesehen, dass es nichts zu suchen gibt, da es nichts zu finden gibt. Dass alles aus einer weiten Leere auftaucht und auch darin wieder verschwindet… Ich weiss, unter welchen Voraussetzungen ich viel leide und wann weniger… Etc. pp. Aber das ist es alles nicht!
Und mich beschleicht irgendwie das Gefühl, da ist noch was, des Übels Wurzel ist noch nicht richtig erfasst, und ich komme definitiv nicht ohne die richtige Begleitung dahinter. Ach ja, und da war ja doch noch das Große "Anatta" aus dem Buddhismus…
Und weil es bei euch genau darum geht, deswegen bin ich hier.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mich jemand begleiten kann!
Viele Grüße
Donnie