Hallo Nisarama!
Ich sehe, dass schon wieder soviel Zeit vergangen ist, seit deiner Antwort.
Aber es fällt mir oft schwer mir die Zeit zu nehmen zu antworten, besonders wenn "wenig anzubieten" habe.
Meist geht es mir so, dass die Tage vergehen, ich mit meinen Tun und Denken mehr oder weniger identifiziert bin,
oft im Beobachten der Handlungen und Worte anderer das Wissen erscheint, dass hier keine Entscheidungen möglich
sind, sondern nur vorgegebe Handlungs und Denkabläufe als eigene betrachtet werden.
Bei meinen eigenen Gedanken und Handlungen bin ich so vertieft, dass ich erst später diese betrachte, wenn
überhaupt. Oft fällt mir erst beim Schlafengehen mein Vorhaben ein, deine Anregungen aufzugreifen, umzusetzen.
Und doch ist da eine unterschwellige Unzufriedenheit, nicht richtig an den Kern ranzukommen.
Andererseits denke ich, dass es kein Gut oder Schlecht, keine Zeitvorgabe gibt, und das der wesentliche
Wahrnehmungswechsel nicht erzwingbar ist, nur passiert, wenn die Zeit richtig dafür ist, und ich dies nicht machen
kann. Denn selbst der Gedanke meine Gedanken, Handlungen zu überprüfen, zu schauen, ob es einen Denker, einen
Entscheider gibt, ist wieder ein Gedanke, der kommt oder oft auch nicht.
Nichts habe ich mir ausgesucht. Es ist nicht meine Entscheidung, weiter in die Tiefe schauen zu wollen. Es ist
einfach die Schalheit, die Unzufriedenheit die ich spüre, und die bei Beschäftigung mit " scheinbar Wesentlichem"
wo mein Ich "verschwindet" wo Fülle und Zufriedenheit erscheint, in Begeisterung, Frieden umschlägt.
Diese Sehnsucht hat mich hierher gebracht.
Das Paradox ist, dass dieser Zustand jenseits meiner Gedanken, Worte, Konzepten liegt und ich trotzdem mit
ebensolchen dorthin gelangen soll, andererseits ist auch wieder kein Paradox. Warum soll es ein Paradox sein, wenn
das Unnennbare und Nennbare eine Verbindung haben, wenn alles eine Verbindung hat.
Um beim Konkreten zu bleiben, nehme ich mir vor deine Anregungen immer wieder zu betrachten und versuchen
umzusetzen.
Nimm als Beispiel etwa die Begegnung mit einem Tisch. Was geschieht da?
Sehen geschieht, eventuell Empfindungen, wenn der Tisch berührt wird. Hören, wenn auf den Tisch geklopft wird. Vielleicht ein Gedanke "Das ist ein schöner Tisch", dann ein nächster Gedanke "Ich sollte den Tisch vielleicht dorthin stellen" etc. etc.
Experimentiere selber mit anderen Gegenständen, wo immer du gerade bist, und achte genau darauf, was in deiner direkten Erfahrung auftaucht. Berichte mir bitte dann darüber.
Z. B. ist mir diese Anregung immer wieder in Erinnerung gekommen, aber wie gesagt meist erst beim
Schlafengehen, oder kurz zwischendurch, wo es mir bald wieder entglitt.
Trotzdem nehme ich mir vor diese Anregungen immer wieder aufzugreifen und umzusetzen.
Liebe Grüße
unity04