Hallo Ichbin,
danke für Deine Antwort und die vielen Fragen!
schau doch einfach mal, wer das alles wissen will und warum es so wichtig ist?
Was hält Dich davon ab, Deiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen?
Was ist der Zweifel?
Das ist schwierig zu beantworten. Ich weiß es nicht.
Der Zweifel ist ein Gedanke. Soviel kann ich sehen.
Wer das alles wissen will? Das weiß ich nicht. Es gibt ja niemanden, der etwas wissen wollen könnte.
Und trotzdem sind die Fragen da.
Was mich davon abhält, meiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen?
Auch das weiß ich nicht. Ich hab das Gefühl, mir fehlt irgendwo noch ein Puzzleteil.
Und zwar in bezug auf den Körper. Weil die Wahrnehmung mit dem Tod endet. Für mich war das bisher der Tod des Körpers. Und wenn ich schau, hab ich das Gefühl dass die Wahrnehmung mit dem Tod des Körpers endet. Also hab ich daraus geschlossen, dass die Wahrnehmung mit dem Körper verbunden ist. Wenn ich tief schlafe, gibt es auch keine Wahrnehmung. (zumindestens nicht in der gleichen Form wie beim Wachzustand)
Entweder ich stelle in Frage, ob es dann die Welt, wie ich sie wahrnehme (oder den Teil der Welt, wie ich ihn wahrnehme) überhaupt gibt. Und das stellt das Weltbild mit den anderen Menschen, völlig auch den Kopf...
Ich glaub, jetzt beginnt etwas klarer zu werden.
Also:
dass es Menschen gibt, und diese Menschen ein Bewusstsein haben, ist eine Geschichte, ein Gedanke.
Tatsächlich ist einfach Erfahrung, Wahrnehmung da. Und diese Erfahrung, diese Wahrnehmung macht niemand.
Und dass es die Welt gibt, wenn ich schlafe, ist auch eine Geschichte.
Es ist auch da einfach nur Wahrnehmung da. Und dann eben die Wahrnehmung einer Geschichte, eines Gedankens.
Und was auch immer auftaucht, ist einfach nur eine Wahrnehmung.
Und der Gedanke, dass es etwas Absolutes gibt, also etwas, das unabhängig von der Wahrnehmung existiert, ist auch nur ein Gedanke.
Und auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind Gedanken.
Also ist nichts so, wie es scheint. Auch nicht so, wie wir es in der Schule gelernt haben. Wie die Wissenschaft erklärt. Weil das in diesem Moment jetzt einfach nur Gedanken sind.
Richtig?
Das stellt gerade alles auf den Kopf...
Diesmal bin ich echt gespannt, was Du schreibst. Ob ich's jetzt hab.
Im Moment erscheint alles grad ganz einfach...
Und jetzt zur Übung:
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Nein, ich kann nicht erkennen, wie groß der Körper ist. Ob er ein Gewicht oder einen Umfang hat, kann ich auch nicht erkennen. Ich fühle einen Druck, kann aber nicht sagen, ob der Körper ein Gewicht hat.
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl?
Ich kann keine Gestalt oder Form wahrnehmen. Nein, eine Grenze zwischen Körper und Kleidung kann ich nicht wahrnehmen. Eine Grenze zwischen Körper und Stuhl kann ich auch nicht wahrnehmen. Also ich weiß nicht, wo der Körper anfängt und wo er aufhört. Ich nehme eigentlich überhaupt keinen Körper wahr. Sondern nur Druck und es ist der Gedanke da, dass das an der Auflagefläche des Körpers ist. Und es ist das Bild da, dass es am Rücken ist. Aber wenn ich genau schaue, ist nur der Druck da.
Wieviel Zehen hast du?
Bist du männlich oder weiblich?
Hast du einen Namen?
Wieviele Zehen ich hab, kann ich nicht feststellen. Ich kann überhaupt keine Zehen feststellen. Ich kann ein Kribbeln wahrnehmen, wenn ich versuche, die Zehen zu fühlen. Aber mehr nicht.
Männlich oder weiblich: da ist gar nichts da
Und ein Name. nein, da ist kein Name.
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Nein, ich finde kein Innen und kein Außen.
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Körper bezieht sich auf eine visuelle Wahrnehmung. Ich sehe meine Hände auf der Tastatur und nenne sie einen Teil des Körpers. Wenn ich die Augen schließe, weiß ich nicht, worauf sich die Bezeichnung Körper bezieht. Es ist der Gedanke da, dass ich mit dem Körper fühle. Dass ich ohne Körper zB keinen Schmerz wahrnehmen kann.
Aber irgendwie ist mir das noch nicht ganz klar.
Ich schreib wieder alles, was kommt und was ich erkennen kann:
Also, manchmal ist ein Schmerz da (z.B. wenn ich mir den Finger eingeklemmt hab). Aber in dem Moment ist einfach nur ein Schmerz da. Und dann ist der Gedanke da, dass ich mir den Finger eingeklemmt hab und dass ich deshalb den Schmerz fühle. Ob das zusammenhängt, weiß ich nicht. Und gleichzeitig ist kein Schmerz da, wenn ich sehe, dass bei einem anderen Körper ein Finger eingeklemmt wird. Und es ist auch das nur ein Gedanke, dass kein Schmerz da ist, weil es ein anderer Körper ist. Hmmm...
Worauf sich dann das Wort Körper bezieht, weiß ich noch immer nicht...
Im Grunde bin ich jetzt wieder dort, wo ich war: Körper bezieht sich auf eine visuelle Wahrnehmung.
Und, was sind dann die anderen Körper?
Die sind auch Wahrnehmungen.
Und jetzt noch zu dieser Frage:
Wenn es das ICH nie gegeben hat (so wie den Weihnachtsmann). Von wem nimmst Du dann Abschied?
Es ist wie, doch etwas sein wollen. Aber im Grunde ist es nur Abschied von einer Geschichte, einer Illusion.
Das war's.
Freu mich auf Deine Rückmeldungen/Fragen.
Alles Liebe, hei3p