Lieber Daniel,
Danke für die Fragen!
Vor Samstag werde ich darauf nicht antworten können. Bekomme Besuch und bin zeitlich stark eingebunden. Sonnige Grüße,
<3 Dagmar
Erwacht und frei
Re: Erwacht und frei
Alles klar, liebe Dagmar. Lass Dir ruhig Zeit. <3
Re: Erwacht und frei
Hallo Daniel,
Sorry bin das ganze Wochenende leider nicht zum Schreiben gekommen. Habe heute einen Achtsamkeitstag gegeben und Besuch bekommen. Meine USA Reise rückt näher und ich bin mit Organisieren beschäftigt. Ich bin immer wieder dran mit Notizen machen. Melde mich so schnell ich kann.
Herzliche Grüße und einen schönen Wochenstart
Dagmar
Sorry bin das ganze Wochenende leider nicht zum Schreiben gekommen. Habe heute einen Achtsamkeitstag gegeben und Besuch bekommen. Meine USA Reise rückt näher und ich bin mit Organisieren beschäftigt. Ich bin immer wieder dran mit Notizen machen. Melde mich so schnell ich kann.
Herzliche Grüße und einen schönen Wochenstart
Dagmar
Re: Erwacht und frei
Lieber Daniel,
nun komme ich endlich dazu zu schreiben.
Zuerst vielen Dank für diesen Hinweis:
Unpersönliches, nahtloses, fließendes Erleben, das spontan geschieht, wird auf gelernte Art und Weise interpretiert und persönlich genommen.
Wahrnehmen geschieht ohne Zutun und wird nachher durch Gedanken zu "Ich","Mir", "Mein" gemacht. So wird sugeriert, es gäbe einen Eigentümer dieser Wahrnehmung. Die Ich-Illusion ist eine Geschichte über eine getrennte Person in einem getrennten Körper. Die Ich-Illusion geschieht einfach automatisch. Sie kann nicht gestoppt werde, weil da keiner ist, der sie stoppen kann ;) Es ist ein eingeübtes Gewohnheitsmuster, dasautomatisch abläuft. Auch nichts anderes als eingeübte Handlungen, wie zB. Autofahren.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Überraschend und doch ganz gewöhnlich. Als es endlich erkannt war, beglückend und euphorisch. Ach das ist es! Alles geschieht von alleine. Sehen, fühlen, denken, hören und wahrnehmen von sehen, hören,fühlen denken ist Eins. Empfindngen tauchen auf und es gibt nichts woran sie sich festmachen lassen, zu wem sie gehören.Sie sind einfach da in diesem offenen Raum. Geräusche sind in "mir" ohne Grenzen ohne Distanz. Wenn so geschaut wird, ist da eine Stille und ein offenes raumhaftes Erleben, friedlich und frei; Unpersönliches gewahres Lebendigsein.
Die Ich-Illusion taucht immer noch auf und sie wirkt auch immer wieder täuschend echt und doch ist es anders als vor der Untersuchung. Dieses Wissen, dass es eine Illusion ist, ist nicht nur kognitiv, sondern wurde geschaut. Dadurch ist das Drama weggefallen. Es geschieht, aber nicht "mir". Es geschieht und dann fällt es wieder weg. Da ist nicht mehr die Vorstellung, es sollte anders sein.
Keine Vorstellung, dass es ein ICH gibt, dass in Gedanken verloren ist, sondern nur ein Film der läuft, wie eine Bewegung und dann ist da wieder Klarheit. Manchmal geschieht unmittelbares Erkennen und manchmal erst im nachhinein. Ja und da ist nicht mehr das Empfinden, dass da jemand ist, der bewusst wahrnimmt und somit wieder getrennt ist vom Wahrgenommenen. Ich habe vor der Untersuchung gedacht, dass das Ziel sei, immer präsent zu sein. So ein ständiger achtsamer Beobachter, der immer alles mitkriegen muss, immer achtsam sein muss. Das ICH hatte sich wieder als Beobachter eingeschlichen. Das hat sich geändert.
Es sind da immer mehr Momete von einem fließenden Erleben ohne Zentrum. Das ist immer zugänglich ohne Anstrengung. Es braucht nur genaues Schauen. Vor der Untersuchung war da immer ein Gefühl von Zentrum, von dem aus wahrgenommen wurde und auf das sich das Wahrgenommene bezog und es war da immer ein Gefühl von Distanz und ein Empfinden, das Wahrnehmen gemacht wird von einem ICH. Jetz wird immer wieder erlebt, wie alles einfach spontan geschieht. Impulse tauchen auf in Form von Gedanken und Handlungen. Es fühlt sich alles fließender und freier an. Es fügt sich. Obwohl eine große Reise bevorsteht, die ich alleine mache, sind da keine Sorgen und Ängste mehr. Es wird getan, was getan werden muss, kein sich sorgendes Vorwegnehmen. Ein mehr geschehen lassen, auf mich zukommen lassen, vertrauen, statt vorwegnehmende Kontrolle. Gelassenheit, dass das auftaucht, was gebraucht wird, statt sich sorgen. Das Schönste ist wirklich, dass das Drama wegfällt.
Ein Empfinden von Müheolsigkeit.
Es ist spannend wahrzunehmen, wie sich Leben einfach spontan entfaltet, Impulse auftauchen, Handlungen geschehen, die Ich-Illusion aufblüht und auch wieder verblüht. Dann ist da wieder das zentrumfreie Empfinden von Dasein-Präsenz.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Es war ein Prozess. Steter Tropfen hölt den Stein. Immer wieder schauen! in die direkte Wahrnehmung gehen.
Und dann war da Dein Zen-Stick. Das hat getroffen und Abwehrmechanismen in Gang gesetzt. Aber auch so eine Menge Frustration und Wut freigesetzt. Wut war schon immer ein Motor für diese Dagmar-Konditionierung ;)Das hat die ganzen Konzepte lahmgelegt. Zuerst hatte ich ein Verteidigungspamphlet geschrieben und dann stürzte das wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es fühlte sich falsch an. Das Rechthaben wollen konnte wegfallen.
Aber das konnte nur geschehen, weil ich Dir total vetraue. Deine liebevolle, freundliche Haltung, dein Zutrauen, dass "Ich" das auch kann, war eine grosse Unterstützung. Des Weiteren deine Verläßlichkeit und deine Festigkeit im Fokusieren auf das Wesentliche. Du hast mir keine Chance gelassen auszuweichen. Danke dafür!!!
Dann meine Bereitschaft alles in Frage zu stellen, Mut und Abenteuerlust.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Es wurde geglaubt, es gäbe da jemanden, der entscheidet, wählt und kontrolliert.
Aber das ist eine Illusion. Wählen geschieht nach konditionierten Vorlieben und in einem Kontext, der nicht frei gewählt wird. Entscheidungen fallen und keiner ist da, der sie trifft. Wieder sind da die Bedingungen maßgeblich, die eine Entscheidung bedingen. Es gibt keine Kontrolle über Gedanken, Empfindungen, Gefühle, über andere, das Leben.
Leben ist ein komplexes nicht vorwegnehmbares Geschehen. Gesetzmäßigkeiten bilden den Rahmen, in dem alles geschieht. Nichts obliegt meiner Kontrolle, weil es dieses Mich nicht gibt außer als Gedanke. Und doch entstehen Kontrollgedanken, Kontrollwünsche, Planen, Entscheiden.
Es kommen Impulse in Form von Gedanken und spontanen Handlungen. Im Nachhhinein erscheint dann der Gedanke eines Handelnden und Entscheidenden. In der konventionellen Kommunikation heißt das dann "Ich habe das gemacht, entschieden, gewählt...."
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit an dieses Forum ausdrücken und an Dich Daniel, dass Du Deine Zeit und Energie so vorbehaltlos zur Verfügung stellst.
In Liebe Dagmar
nun komme ich endlich dazu zu schreiben.
Zuerst vielen Dank für diesen Hinweis:
Das ist sehr hilfreich!!! Ich beherzige das sooft es geht. Besser gesagt, es taucht immer wieder von alleine auf und wird beherzigt.Es gilt, immer wieder zu erkennen, was hier und jetzt tatsächlich vorhanden ist. Mir half die Frage: ‚Ist da mehr als Körperempfindungen, Sinneswahrnehmungen und Gedanken?‘
Nein, nur in Form von Gedanken/Konditionierungen, die automatisch ablaufen.1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Die Ich-Illusion ist eine in der Kindheit angelegte, gelernte Konditionierung. Sie ist ein Gedankenkonstrukt, das sich über das Wahrnehmen wie drüberstülpt und sugeriert es gäbe ein beständiges, getrenntes Zentrum, won dem aus wahrgenommen, entschieden,kontrolliert und gehandelt würde. Die Ich-Illusion trennt die Sinneserfahrungen in "mein" und nicht "mein". Sie schafft eine Identifikation mit Gedanken und Empfindungen und kreiert daraus "meinen"Körper.Die Ich-Illusion ist der Gedanke, Wahrnehmung sei etwas persönliches, gehöre einer getrennten Person. Sie ist die Vorstellung einer Welt, die von einem "Mir" getrennt ist. Die Ich-Illusion ist eine Trennungsillusion. Sie sugeriert Trennung wo keine ist.2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Unpersönliches, nahtloses, fließendes Erleben, das spontan geschieht, wird auf gelernte Art und Weise interpretiert und persönlich genommen.
Wahrnehmen geschieht ohne Zutun und wird nachher durch Gedanken zu "Ich","Mir", "Mein" gemacht. So wird sugeriert, es gäbe einen Eigentümer dieser Wahrnehmung. Die Ich-Illusion ist eine Geschichte über eine getrennte Person in einem getrennten Körper. Die Ich-Illusion geschieht einfach automatisch. Sie kann nicht gestoppt werde, weil da keiner ist, der sie stoppen kann ;) Es ist ein eingeübtes Gewohnheitsmuster, dasautomatisch abläuft. Auch nichts anderes als eingeübte Handlungen, wie zB. Autofahren.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Überraschend und doch ganz gewöhnlich. Als es endlich erkannt war, beglückend und euphorisch. Ach das ist es! Alles geschieht von alleine. Sehen, fühlen, denken, hören und wahrnehmen von sehen, hören,fühlen denken ist Eins. Empfindngen tauchen auf und es gibt nichts woran sie sich festmachen lassen, zu wem sie gehören.Sie sind einfach da in diesem offenen Raum. Geräusche sind in "mir" ohne Grenzen ohne Distanz. Wenn so geschaut wird, ist da eine Stille und ein offenes raumhaftes Erleben, friedlich und frei; Unpersönliches gewahres Lebendigsein.
Die Ich-Illusion taucht immer noch auf und sie wirkt auch immer wieder täuschend echt und doch ist es anders als vor der Untersuchung. Dieses Wissen, dass es eine Illusion ist, ist nicht nur kognitiv, sondern wurde geschaut. Dadurch ist das Drama weggefallen. Es geschieht, aber nicht "mir". Es geschieht und dann fällt es wieder weg. Da ist nicht mehr die Vorstellung, es sollte anders sein.
Keine Vorstellung, dass es ein ICH gibt, dass in Gedanken verloren ist, sondern nur ein Film der läuft, wie eine Bewegung und dann ist da wieder Klarheit. Manchmal geschieht unmittelbares Erkennen und manchmal erst im nachhinein. Ja und da ist nicht mehr das Empfinden, dass da jemand ist, der bewusst wahrnimmt und somit wieder getrennt ist vom Wahrgenommenen. Ich habe vor der Untersuchung gedacht, dass das Ziel sei, immer präsent zu sein. So ein ständiger achtsamer Beobachter, der immer alles mitkriegen muss, immer achtsam sein muss. Das ICH hatte sich wieder als Beobachter eingeschlichen. Das hat sich geändert.
Es sind da immer mehr Momete von einem fließenden Erleben ohne Zentrum. Das ist immer zugänglich ohne Anstrengung. Es braucht nur genaues Schauen. Vor der Untersuchung war da immer ein Gefühl von Zentrum, von dem aus wahrgenommen wurde und auf das sich das Wahrgenommene bezog und es war da immer ein Gefühl von Distanz und ein Empfinden, das Wahrnehmen gemacht wird von einem ICH. Jetz wird immer wieder erlebt, wie alles einfach spontan geschieht. Impulse tauchen auf in Form von Gedanken und Handlungen. Es fühlt sich alles fließender und freier an. Es fügt sich. Obwohl eine große Reise bevorsteht, die ich alleine mache, sind da keine Sorgen und Ängste mehr. Es wird getan, was getan werden muss, kein sich sorgendes Vorwegnehmen. Ein mehr geschehen lassen, auf mich zukommen lassen, vertrauen, statt vorwegnehmende Kontrolle. Gelassenheit, dass das auftaucht, was gebraucht wird, statt sich sorgen. Das Schönste ist wirklich, dass das Drama wegfällt.
Ein Empfinden von Müheolsigkeit.
Es ist spannend wahrzunehmen, wie sich Leben einfach spontan entfaltet, Impulse auftauchen, Handlungen geschehen, die Ich-Illusion aufblüht und auch wieder verblüht. Dann ist da wieder das zentrumfreie Empfinden von Dasein-Präsenz.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Es war ein Prozess. Steter Tropfen hölt den Stein. Immer wieder schauen! in die direkte Wahrnehmung gehen.
Und dann war da Dein Zen-Stick. Das hat getroffen und Abwehrmechanismen in Gang gesetzt. Aber auch so eine Menge Frustration und Wut freigesetzt. Wut war schon immer ein Motor für diese Dagmar-Konditionierung ;)Das hat die ganzen Konzepte lahmgelegt. Zuerst hatte ich ein Verteidigungspamphlet geschrieben und dann stürzte das wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es fühlte sich falsch an. Das Rechthaben wollen konnte wegfallen.
Aber das konnte nur geschehen, weil ich Dir total vetraue. Deine liebevolle, freundliche Haltung, dein Zutrauen, dass "Ich" das auch kann, war eine grosse Unterstützung. Des Weiteren deine Verläßlichkeit und deine Festigkeit im Fokusieren auf das Wesentliche. Du hast mir keine Chance gelassen auszuweichen. Danke dafür!!!
Dann meine Bereitschaft alles in Frage zu stellen, Mut und Abenteuerlust.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Es wurde geglaubt, es gäbe da jemanden, der entscheidet, wählt und kontrolliert.
Aber das ist eine Illusion. Wählen geschieht nach konditionierten Vorlieben und in einem Kontext, der nicht frei gewählt wird. Entscheidungen fallen und keiner ist da, der sie trifft. Wieder sind da die Bedingungen maßgeblich, die eine Entscheidung bedingen. Es gibt keine Kontrolle über Gedanken, Empfindungen, Gefühle, über andere, das Leben.
Leben ist ein komplexes nicht vorwegnehmbares Geschehen. Gesetzmäßigkeiten bilden den Rahmen, in dem alles geschieht. Nichts obliegt meiner Kontrolle, weil es dieses Mich nicht gibt außer als Gedanke. Und doch entstehen Kontrollgedanken, Kontrollwünsche, Planen, Entscheiden.
Es kommen Impulse in Form von Gedanken und spontanen Handlungen. Im Nachhhinein erscheint dann der Gedanke eines Handelnden und Entscheidenden. In der konventionellen Kommunikation heißt das dann "Ich habe das gemacht, entschieden, gewählt...."
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit an dieses Forum ausdrücken und an Dich Daniel, dass Du Deine Zeit und Energie so vorbehaltlos zur Verfügung stellst.
In Liebe Dagmar
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