Hilfe beim hinschauen

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blanca24
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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Wed Mar 07, 2018 6:03 pm

Meiner Erfahrung nach ist das Wehren oder Unterdrücken häufig sehr subtil, weil es sich völlig normal anfühlt.
Ok, da muss ich nochmal drauf schauen.
Wäre kein Wehren da, würde das Gefühl einfach gefühlt werden ... Wir wären vollkommen einverstanden mit seiner Existenz.
Was mich verunsichert ist, dass fast nichts vom Gefühl übrig zu bleiben scheint, wenn ich die Story ganz weglasse. Wenn ich der Geschichte nicht glaube. Dann reduziert sich das Gefühl zu einem winzigen Hauch von körperlichen Sensation.
Im nächsten Augenblick im alltäglichen Leben kann es aber wieder da sein (also wieder mit Story).
Bin mir noch nicht sicher, wie das auszufühlen möglich ist.
Das man auch nach dem Gate immer wieder in das Glauben an irgendwelche Stories reinrutscht, ist völlig normal. Dazu ist die Illusion einfach zu perfekt ;))

LU bringt in den allermeisten Fällen auch nicht das vollkommene Erwachen, das Durchschauen der Ich-Illusion ist vielmehr ein erster Schritt, die Buddhisten nennen es in ihrem 10 Fessel Modell den Stromeintritt.
Ja, das macht Sinn.

Würdest du denn inzwischen mit einem klaren dicken JA auf die Frage antworten, ob das Ich eine Fiktion ist?
Ja. Ganz klar. Aber es scheint mir noch zu sehr auf der intellektuellen Ebene. Ok, ich habe wirklich keine festen Erwartungen mehr wie es nach dem gate zu sein hat. Und irgendetwas hat sich gelockert.
Aber dass ich jetzt schon durch bin, bezweifle ich mal stark. Das müsste ich doch gemerkt haben.
Oder gibt es noch irgendwelche Lebensbereiche, in denen dir das noch nicht klar ist?
Hast du noch irgendwelche Zweifel?
Ich glaube das muss in Bezug auf viele Bereiche noch stärker einsickern. ZB noch mal was die Vergangenheitskosntruktion betrifft. Das ist wahrscheinlich auch ein Wunsch, ein Gedanke.
Aber zb: Ich sehe noch nicht alle Menschen als mich.
Ich fühle mich noch nicht völlig allein auf der Welt.
Ich sehe überhaupt noch nicht alles als meine Erfindung/Interpretation.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Wed Mar 07, 2018 9:46 pm

Was mich verunsichert ist, dass fast nichts vom Gefühl übrig zu bleiben scheint, wenn ich die Story ganz weglasse. Wenn ich der Geschichte nicht glaube. Dann reduziert sich das Gefühl zu einem winzigen Hauch von körperlichen Sensation.
Im nächsten Augenblick im alltäglichen Leben kann es aber wieder da sein (also wieder mit Story).
Bin mir noch nicht sicher, wie das auszufühlen möglich ist.
Das kann ich verstehen, es ist aber völlig normal bei alten fest sitzenden Themen ... da hilft nur immer wieder die Story entlarven, nach der Protagogonistin suchen und das Gefühl, so gut es geht, zuzulassen.

Aber zb: Ich sehe noch nicht alle Menschen als mich.
Ich fühle mich noch nicht völlig allein auf der Welt.
Ich sehe überhaupt noch nicht alles als meine Erfindung/Interpretation.
Holla, da stecken jetzt aber schon noch ein paar ganz schön dicke Erwartungen drin ;))
Wer hat denn behauptet, dass alles das nach dem Durchschauen der Ich-Illusion eintreten soll?

Zumindest nicht als andauernder Zustand. Zustände kommen und gehen.

LU ist eher ein Erkenntnisprozess, das immer wieder ein Erkennen dessen beinhaltet was nicht real ist.
Als wenn man im Kino sitzt und von der Handlung vollkommen gefangen genommen wird, sich jedoch immer wieder darüber gewahr wird, dass das alles nur ein Film ist :))

Ich sehe noch nicht alle Menschen als mich.
Ich fühle mich noch nicht völlig allein auf der Welt.

Wenn du z.B. einen Menschen betrachtest (vielleicht übst du erst einmal in aller Ruhe mit einem Gegenstand) ... und sämtliche Bilder, Töne, Empfindungen wahrnimmst, die auftauchen, und nicht auf die Gedanken hörst, die sich einstellen ...,

Kannst du einen Menschen außerhalb dieser Wahrnehmungen finden?

Oder ist da in Wirklichkeit nur Wahrnehmung?

Kannst du eine Trennung zwischen Wahrnehmung und Wahrgenommenem ausmachen? Irgendwo eine Linie ziehen?

Kannst du wissen, dass es noch irgendetwas Anderes außerhalb dieses "Wahrnehmungsraumes" gibt?
Hat dieser "Wahrnehmungsraum" eine Begrenzung?

Ist in diesem Moment irgendetwas NICHT vollkommen HIER und UNMITTELBAR?

Heiter weiter ...

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Thu Mar 08, 2018 9:03 pm

ich glaube ich schaffe es heute nicht mehr, ich schreibe morgen! LG!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Fri Mar 09, 2018 8:21 pm

Beim Anschauen eines Menschen klickt der Verstand schneller ein als bei leblosen Gegenständen. Bei ganz wenig Gedankenaktivität kommt ein Gefühl von "etwas Lebendiges". Es ist eine spezielle Energie fühlbar, anders als bei anderen Gegenständen. Frage ist: Mit was gefühlt? Was soll überhaupt Energie sein?) früher habe ich immer „Energie gefühlt“ jetzt weiß ich gerade nicht was das war – wahrscheinlich Wahrnehmungen interpretiert.
Also, ganz ganz ohne Gedanken:
Ein Gefühl von so sein, einfach da sein entsteht.
Auch das Gefühl: die Dinge passieren einfach. - Aber das ist doch auch wieder Gedanke?! das kann man doch nicht durchs visuelle Schauen feststellen.
Kannst du einen Menschen außerhalb dieser Wahrnehmungen finden?
Nein.
Oder ist da in Wirklichkeit nur Wahrnehmung?
ja.
Kannst du eine Trennung zwischen Wahrnehmung und Wahrgenommenem ausmachen? Irgendwo eine Linie ziehen?
nein.
Kannst du wissen, dass es noch irgendetwas Anderes außerhalb dieses "Wahrnehmungsraumes" gibt?
Nein.
Hat dieser "Wahrnehmungsraum" eine Begrenzung?
nein.
Ist in diesem Moment irgendetwas NICHT vollkommen HIER und UNMITTELBAR?
Ja das Gefühl ist da kurze Momente. Es ist ganz dicht / voll.



Gestern war ich unfreiwillig im schwarzen Loch. Viel Gefühl zugelassen aber auch viel in der Story gewesen.
Aber da war dann doch Momente-weise das pure Gefühl und es war nicht weg nachdem ich die Gedanken wusste. Gedanken waren auch zum teil nicht zu entziffern.
Ich kann eigentlich gar nicht beurteilen, in wie weit ein ich da war, das es persönlich genommen hat. Ich weiss es echt nicht.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sat Mar 10, 2018 11:15 am

Ein Gefühl von so sein, einfach da sein entsteht.
Auch das Gefühl: die Dinge passieren einfach. - Aber das ist doch auch wieder Gedanke?! das kann man doch nicht durchs visuelle Schauen feststellen.
Damit ist das Gefühl der Realität in jedem Fall schon sehr nahe.

Ist in diesem Moment irgendetwas NICHT vollkommen HIER und UNMITTELBAR?
Ja das Gefühl ist da kurze Momente. Es ist ganz dicht / voll.
Ist da nur dieses Gefühl oder IST es tatsächlich so?

Kann Wahrnehmung jemals NICHT direkt wahrgenommen werden? Oder sind das nicht nur wieder Gedanken, die das behaupten? Schau genau hin!

Gestern war ich unfreiwillig im schwarzen Loch. Viel Gefühl zugelassen aber auch viel in der Story gewesen.
Aber da war dann doch Momente-weise das pure Gefühl und es war nicht weg nachdem ich die Gedanken wusste. Gedanken waren auch zum teil nicht zu entziffern.
Ich kann eigentlich gar nicht beurteilen, in wie weit ein ich da war, das es persönlich genommen hat. Ich weiss es echt nicht.
Meinst du, es könnte tatsächlich ein Ich dagewesen sein, dass es persönlich genommen hat?
Wenn also der Gedanke auftaucht, dass etwas persönlich ist, ist da jemals mehr als ein Gedanke, der das sagt, verbunden mit einem Gefühl?

Ist das Ich jemals mehr als eine Annahme gewesen?

Ich sehe überhaupt noch nicht alles als meine Erfindung/Interpretation.
Was ist denn das wohl für ein Etwas, was Wahrnehmung interpretiert? Woraus besteht es?

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Mar 11, 2018 12:24 am

Ja das Gefühl ist da kurze Momente. Es ist ganz dicht / voll.
Ist da nur dieses Gefühl oder IST es tatsächlich so?

Kann Wahrnehmung jemals NICHT direkt wahrgenommen werden? Oder sind das nicht nur wieder Gedanken, die das behaupten? Schau genau hin!
Was behaupten die Gedanken meintest du? Dass es nur ein Gefühl ist?
Ja, du hast Recht: die Wahrnehmung ist so, stimmt.
Kurze Momente erscheint das, in denen direkte Wahrnehmung da ist.
Meinst du, es könnte tatsächlich ein Ich dagewesen sein, dass es persönlich genommen hat?
Wenn also der Gedanke auftaucht, dass etwas persönlich ist, ist da jemals mehr als ein Gedanke, der das sagt, verbunden mit einem Gefühl?

Ist das Ich jemals mehr als eine Annahme gewesen?
Nein, ich meinte natürlich, ich kann nicht mal feststellen ob da ein imaginäres Ich am Werk war. Aber es hat sich mal wieder so persönlich angefühlt und in dem Moment war kein Abstand(?) möglich, oder kein Hinschauen wie es in anderen Momenten geht.
Ach, hat sich schon wieder eingeschlichen der Gedanke: hätte „ich“ es besser machen können?
Aber auch einfach die Frage: war das jetzt echt pures Gefühl oder Drama? Es ist so schwer zu trennen: das tiefe Schmerz-gefühl nicht als persönlich zu empfinden.

Ich sehe überhaupt noch nicht alles als meine Erfindung/Interpretation.
Was ist denn das wohl für ein Etwas, was Wahrnehmung interpretiert? Woraus besteht es?
Gedanken interpretieren die Wahrnehmung, ja stimmt.
Ich hätte sagen sollen:
Ich sehe überhaupt noch nicht alles als eine Erfindung/Interpretation.
Alles was über ganz direkte Wahrnehmung hinaus geht ist Interpretation. Also ist man die meiste Zeit / fast 100% der Zeit in einem Konstrukt.
Das kommt ein bisschen an jetzt.

Gedanken interpretieren die Wahrnehmung,
- einordnende und erklärende Gedanken,
- Gedanken die sagen etwas muss berichtigt werden, und Gedanken die das gedanklich ausführen (dann Taten die den Gedanken parallel laufend entstehen).
- Gedanken die sagen, etwas muss getan werden, verbessert werden
und noch andere Arten von Gedanken.
Da ist ein kleiner Schimmer, was das bedeutet, wie enorm das ist. Da ist aber ein Wunsch, dass das noch weiter einsinkt.

Vielen vielen Dank für den Dialog!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Mar 11, 2018 12:27 am

Ach, gibt es eine gute Übung für das Thema Zeit? Das ist so mysteriös immer noch für mich.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Mar 11, 2018 10:39 am

Alles was über ganz direkte Wahrnehmung hinaus geht ist Interpretation. Also ist man die meiste Zeit / fast 100% der Zeit in einem Konstrukt.
Das kommt ein bisschen an jetzt.

Gedanken interpretieren die Wahrnehmung,
- einordnende und erklärende Gedanken,
- Gedanken die sagen etwas muss berichtigt werden, und Gedanken die das gedanklich ausführen (dann Taten die den Gedanken parallel laufend entstehen).
- Gedanken die sagen, etwas muss getan werden, verbessert werden
und noch andere Arten von Gedanken.
Da ist ein kleiner Schimmer, was das bedeutet, wie enorm das ist. Da ist aber ein Wunsch, dass das noch weiter einsinkt.
Ja, genau, vieles erscheint einfach nur real, ist jedoch einfach nur Teil der illusionären Welt, die wir gemeinhin 'unser Leben' nennen.

Ach, gibt es eine gute Übung für das Thema Zeit? Das ist so mysteriös immer noch für mich.
Kannst du denn in diesem Moment in der direkten Erfahrung Vergangenheit finden, oder Zukunft?
Etwas Greifbares, was mehr ist als nur eine Idee, eine Reihe von Gedanken oder Bildern?

Gibt es außer dem, was in diesem Moment ist, tatsächlich noch etwas Anderes?

Ach, hat sich schon wieder eingeschlichen der Gedanke: hätte „ich“ es besser machen können?
Aber auch einfach die Frage: war das jetzt echt pures Gefühl oder Drama? Es ist so schwer zu trennen: das tiefe Schmerz-gefühl nicht als persönlich zu empfinden.

Lass mal das Empfinden anschauen, dass etwas persönlich ist.

Was wäre, wenn dieses Empfinden vollkommene Erlaubnis hätte, hier zu sein? Wenn einfach gesehen werden könnte, dass sich etwas persönlich anfühlt? Sich so etwas wie Empathie für das persönliche Gefühl einstellen würde?

So ein Anerkennen: Ja, es FÜHLT sich gerade persönlich an.
Experimentiere mal ein wenig damit rum. Ob sich dann möglicherweise eine Entspannung einstellt?

Ist nicht auch dieses Gefühl einfach etwas, was mit allen Sinnen erfahren werden kann? Etwas Erfahrenes?

Sonnige Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Mar 11, 2018 8:32 pm

Gibt es außer dem, was in diesem Moment ist, tatsächlich noch etwas Anderes?
Gerade ist es so: Jedes Mal wenn der Gedanke daran kommt, dass diese Frage beantwortet werden muss, schweifen die Gedanken wie wild woanders hin. Ich weiß die Antwort, intellektuell. Aber da war die Idee, das richtig zu fühlen. geht gar nicht. Nur Gedankenfetzen. Dauernd kommt etwas dazwischen. Auch Gedanken an Zukunft, was gleich kommt, was zu tun ist, was "ich" tun werde. Zum Verrücktwerden.
Ok, ist eben so gerade. Das zulassen. Das Gefühl: unzufrieden, Angst, und den Gedanken: es sollte anders sein.

So ein Anerkennen: Ja, es FÜHLT sich gerade persönlich an.
Ist nicht auch dieses Gefühl einfach etwas, was mit allen Sinnen erfahren werden kann? Etwas Erfahrenes?
Keine Ahnung was los ist hier. Der Schmerz ist gerade gar nicht zu fühlen.
Dann halt: Das oben genannte fühlt sich auch persönlich an. Altes Programm: "nicht gut genug", "nicht genug bemüht". "schaffe es nicht".

Nebenbei: Ein Thema mit Sich-Bemühen. Dabei kann niemand etwas machen. Da, in diesem Bereich, ist das noch nicht angekommen!!!

Persönlich: Zittrig in Brust, Feine Wirbel in Stirn. Zerren in Brust. Angst-Gefühl. Ein Sich-Wehren dagegen in Gedanken.
(ich schicke das schon ab, kommt gleich noch eine Fortsetzung.)

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Mar 11, 2018 9:06 pm

Wollte noch mehr schreiben, jetzt ist der Faden wieder weg. Unglaublich. Total blank. Persönlich? Als wüsste ich nicht mal was das Wort heisst. Gehirn setzt aus.
Vielleicht eine Blockade?
Oder Reaktion gegen dieses verstehen und klären wollen?
Entgegen der gewohnten Art lasse ich das jetzt einfach zu. Gefühl: nervös, angst.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Mon Mar 12, 2018 1:13 pm

Beim Joggen eingefallen:
Es war gar nicht so persönlich! Das war nicht der Hauptaspekt. Es war mehr das tiefste Verlassenheitsgefühl, und die Angst, keinen Halt mehr zu haben, mich aufzulösen. Dass das ICH sich auflöst? Eine Einsamkeit, bodenlos.
Das konnte der Verstand anscheinend gar nicht kategorisieren.
Naja, auch nur eine Therorie.

Da war doch weniger Story als sonst, weniger Gedanken: was soll ich jetzt tun?
Aber schon noch Schuldzuweisungen (an die, die mich „im Stich gelassen“ haben, Mama)

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Mon Mar 12, 2018 3:38 pm

Gibt es außer dem, was in diesem Moment ist, tatsächlich noch etwas Anderes?
Gerade ist es so: Jedes Mal wenn der Gedanke daran kommt, dass diese Frage beantwortet werden muss, schweifen die Gedanken wie wild woanders hin. Ich weiß die Antwort, intellektuell. Aber da war die Idee, das richtig zu fühlen. geht gar nicht. Nur Gedankenfetzen. Dauernd kommt etwas dazwischen. Auch Gedanken an Zukunft, was gleich kommt, was zu tun ist, was "ich" tun werde. Zum Verrücktwerden.
Ok, ist eben so gerade. Das zulassen. Das Gefühl: unzufrieden, Angst, und den Gedanken: es sollte anders sein.
Findet denn diese ganze Abgelenktheit, Unzufriedenheit, Gedanken an die Zukunft, etc. nicht auch in diesem einen Moment statt?

Wollte noch mehr schreiben, jetzt ist der Faden wieder weg. Unglaublich. Total blank. Persönlich? Als wüsste ich nicht mal was das Wort heisst. Gehirn setzt aus.
Vielleicht eine Blockade?
Oder Reaktion gegen dieses verstehen und klären wollen?
Entgegen der gewohnten Art lasse ich das jetzt einfach zu. Gefühl: nervös, angst.
Es war gar nicht so persönlich! Das war nicht der Hauptaspekt. Es war mehr das tiefste Verlassenheitsgefühl, und die Angst, keinen Halt mehr zu haben, mich aufzulösen. Dass das ICH sich auflöst? Eine Einsamkeit, bodenlos.
Das konnte der Verstand anscheinend gar nicht kategorisieren.
Naja, auch nur eine Therorie.

Schau weiter hin zu diesem Gefühl, dass etwas persönlich ist.
Fühlen sich Nervosität, Angst persönlich an? So, als wenn es dabei um ein Dich ginge?
Wie ist das mit der Angst, keinen Halt mehr zu haben, dich aufzulösen? Fühlt sich die Einsamkeit möglicherweise persönlich an?

Spüre, ob es einen gefühlten Unterschied macht, ob das alles ein Dich betrifft, oder einfach nur da ist?

Lass dieses persönliche Gefühl vollkommen da sein. Gehe in seine direkte Erfahrung.

Schau dann, ob es auf irgendetwas verweist!

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Mon Mar 12, 2018 11:04 pm

Findet denn diese ganze Abgelenktheit, Unzufriedenheit, Gedanken an die Zukunft, etc. nicht auch in diesem einen Moment statt?
Ja, natürlich. Ist alles jetzt.

Fühlen sich Nervosität, Angst persönlich an? So, als wenn es dabei um ein Dich ginge?
Echt seltsam, ich kann das einfach nicht richtig beantworten.
Und die Einsamkeit? Persönlich? Weiß ich noch weniger.
Zur Nervosität: Wahrnehmung ist: Zerrissensein wahr, Gedanke, dass es so oder so sein sollte, nicht klar genug ist, dass etwas nicht erledigt ist angeblich,
gleichzeitig ist da auch Gedanke: ich kann eh nichts tun, das sind nur Gedanken, ein ich kann das nicht steuern

Gleichzeitig ist ein Gefühl von Genervtheit, Nervosität da trotzdem

Alles – sagen die Gedanken wieder – lässt sich nicht klar fassen, beschreiben, abhaken. „Verstehe es nicht klar genug.“

Fühlt es sich persönlich an? Keine Ahnung. Nicht wahnsinnig.
Aber ein Gedanke: „ich sollte das besser machen“ ist immer noch ein bisschen verankert. Also schon eine Spur persönlich.
Spüre, ob es einen gefühlten Unterschied macht, ob das alles ein Dich betrifft, oder einfach nur da ist?
Ja, macht einen Unterschied!
Wenn es persönlich ist, fühlt sich ein ich als Opfer – oder glaubt, es müsste etwas verbessern.
Wenn es nicht persönlich ist, laufen diese Gedanken die über andere Gedanken schimpfen einfach ab und ein Gefühl von „ist auch ok“ entsteht.
Demnach ist da noch etwas persönliches...weil irgendwas piesakt ja....
Lass dieses persönliche Gefühl vollkommen da sein. Gehe in seine direkte Erfahrung.
Eine Angst. Gleich darauf ein totales blank. Gar nichts zu fühlen, keine Gedanken, als wäre mein Gehirn abgeschaltet.
Dann wieder Gedanken: das ist eine Blockade die ich nie durchbreche!
Oder ist das vielleicht total richtig, ist das die Stille hinter der Angst??

Also was ist es?. Wahrnehmung ist wieder wie nichts im Kopf. Gefühl: Angst ganz subtil. Ärger ganz subtil. Müdigkeit. Gedanke: bin des Kämpfens müde.
Keine Ahnung, ob das einfach nur betäubt ist oder still.

Gedanke: ich bin noch nicht da. – das ist persönlich –
Schau dann, ob es auf irgendetwas verweist!
Dieser Wahnsinn der hin und her geht im Hirn, in den Gefühlen. Dieses Theater. Mal positiv, mal negativ, ich happy, dann betrübt, ängstlich, dann wieder hoffnungsvoll, ......eine Tragikkömodie, die im Niemandsland spielt.

Aber falls das Stille sein soll, ist da trotzdem ein Wegschrecken.

oh mann. Liebe Grüße. Und danke.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Tue Mar 13, 2018 9:44 am

Liebe Blanca,
Eine Angst. Gleich darauf ein totales blank. Gar nichts zu fühlen, keine Gedanken, als wäre mein Gehirn abgeschaltet.
Dann wieder Gedanken: das ist eine Blockade die ich nie durchbreche!
Oder ist das vielleicht total richtig, ist das die Stille hinter der Angst??
Wenn nichts hinter der Angst gefunden wird, ist eben einfach nichts da. Vielleicht ist das das große Geheimnis?
Wer behauptet, dass irgendwo etwas gefunden werden muss?

Gedanke: ich bin noch nicht da. – das ist persönlich –
Wo ist dieses Ich, dass noch nicht (und wo denn überhaupt?) ist?

Spüre vollkommen rein in das persönliche Gefühl. Dann suche nach diesem Ich.

Ist es unter dem Bett, hinter dem Sofa oder im Kleiderschrank? Mach dir einen Spaß daraus, such wirklich überall!
… vielleicht in der Schublade?

???

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Tue Mar 13, 2018 5:43 pm

Wenn nichts hinter der Angst gefunden wird, ist eben einfach nichts da. Vielleicht ist das das große Geheimnis?
Wer behauptet, dass irgendwo etwas gefunden werden muss?
Ja, es zerfasert immer. Da ist nichts Greifbares.

Wo ist dieses Ich, dass noch nicht (und wo denn überhaupt?) ist?
Ja, ich hätte mal wieder sagen sollen: Ein Gedanke sagt: das ist es noch nicht. Das ist nicht fertig.
Der Ärger oder Schmerz darüber fühlt sich persönlich an. So ein bisschen als wäre ein ich da das nicht gut genug ist. Aber auch das zerfasert wieder.
Glaube selbst nicht echt dran. Da ist so ein Restgefühl von Unruhe übrig.
Gleichzeitig stößt der Alltag immer wieder Gefühle von "muss etwas verbessern" an.
Gefühl von Unruhe vielleicht besonders vor dem Nichts.
Werde mich heute mal reinfallen lassen (versuchen) in das Nichts-Gefühl.


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