Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

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meister bilbo
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Thu Feb 05, 2015 9:33 am

Beschreibe bitte die eigene Erfahrung des „Ichs-Entstehens“. Wie läuft es bei „Dir“ ab?
Wie entsteht in „Dir“ die „Ich-Empfindung“?
Wann ist die „ich-Empfindung“ stark und wann schwach, oder vielleicht gar nicht vorhanden?
Es folgen die "Hits der vergangenen Tage""The Best Of"

Beispiel starke Ich-Empfindung: sorgenvolles Aufwachen - Mißerfolgsstimmung/Stimmung des Versagens/Nichtgelingens auf alles mögliche bezogen. Aufgesogen in die Empfindung, eine fast alles vereinahmende Wolke. Wie läuft es ab? Der Hineingeplumpste hat die Entstehung nicht beobachtet. "Er" "erwartet" Übles bei Tiefstand des Selbstvertrauens.Negatives Selbstbild. Gefühl der Bedrohung.Konflikt IST-Zustand/SOLL-Zustand.Entstehen kann ich nur mutmaßen(es könnte sein...), du fragtest nach Erfahrung und Ablauf. Schildern kann ich den Ablauf des in diesem Fall, gelungenen Ich-Verdünnens bis es keine Rolle mehr spielte.Sammeln(so weit möglich) das Gefühl umarmen, hineinatmen, mit tönendem 'aaaah" es sich in einen vorgestellten weiten Raum (Wüste, blauer Himmel ) ausdehnen zu lassen.

Beispiel abschwächende Ich-Empfindung, Offenheit: Halleluja-Übung(heißt eben so.beinhaltet Selbstumarmung, Erdung, Öffnung in den Raum). Bei unauffällig normal dahinplätschernder Ich-Stimmung kommen Gegenwärtigkeitsgewahrsein und Offenheit auf. Bei "Ich-Bedrängnis" erlebte ich Abschwächung und ein mehr an Raum. Gelegentlich brachte mich(ich spreche von den vergangenen Tagen) schon eine kurze Erinnerung an die Übung in den in gegenwärtig erlebten Raum.Gedanken treten zurück.

Ja und nun ein guter Grund ein ethisches Leben zu führen.Ich war fast zu spät zu einer morgens verabredeten Gemeinschaftsmeditation und parkte, es war noch dunkel, aus Zeitspargründen stellt ich mein Auto nich auf dem Parkplatz ab, sondern mitten auf dem "heiligen" Seminarhof , wo vor oder nach dem Frühstück(ich war nicht dabei) ein allgemeinsames achtsames Gehen im Kreis stattfindet.Die Meditation war durchdrungen von Gedanken um das Auto und evetuell aufgestörte Verantwortliche.Also starke Ich-Geschichten-Verhaftung.

Also da war ich auf dem "Benediktushof". Erstes Begegnen mit den Kursteilnehmern. Soll ich dir gestehen, dass ich wieder bei "Mister Marketing" war? :-)) Wäre doch eine hübsche Ich-Geschichte ;-) Also , Spaß beiseite. 7 andere Teilnehmer und da steigt diese Neigung auf die abzuschätzen und einzuordnen. da ensteht "ich", das sich als anders und als Maßstab spürt(was wäre ein ich ohne die anderen!). Konnte man schön beobachten. Früher habe ich oft bei solchen Gruppenkennenlerngelegenheiten die anderen einen nach dem anderen gesegnet. Das entspannt und "man" fühlt sich etwas heiliger. Kann aber auch eine bewußt eingenommene Bereitschaft von Anerkennung sein.

Noch ein Aufkommen von "ich", Kontext siehe oben.Jemand fragt: "warst du schon mal ..." und es antwortet von innen : hey! ich weiß bescheid!ich kann dir was sagen, du nimmst "mich" und "meine Meinung" wichtig ...Ähnlich: bei Erörterung eines Themas richtet sich innerlich ein "ich weiß was" auf, das sich automatisch wichtig anfühlt.
Noch eine Tendenz zur Ich-Verdichtung mit mentalem Anklammern und "sich (innerlich) auf eine Seite schlagen", wenn jemand "recht hat" oder eine bessere Meinung.da geht so ein Gefühl mit einher, sich leise körperlich fester zu machen .Das hat Potential für ein Ich. Oder ein"wir".

Zweiter-Kurs-Tag. Da kommt so eine Rebellenstimmung in mir hoch. Damit ist Abgrenzung verbunden und Ich-Gefühl. Ich freue mich an meinem Trotz eine Regel zu übertreten, etwas anders zu machen. Hier: eine symbolische Handlung: ich gehe ein paar Runden im Innenhof und andersrum als die anderen (ich bin um diese Zeit allein)und fühle "mich" toll. .... nach all der Beschäftigung mit "offener Raum" etc, kriegt auch mein ("mein" deutet hier eine fast zärtliche Zuwendung an) Rebellen-Ich ein Häppchen. ;-)

Jetzt steht auf meiner Liste: Perry Rhodan (zur Zeit in der fernen Galaxis Lahaarton). Ein Minus vor Notiz sollte ein Abschwächen des Ich-Gefühls anzeigen. Tatsächlich fand, es war ein guter Roman, ein totales Verschwinden statt.
Frage mich nachträglich, ob da nicht vielleicht eine Täuschung vorliegt, da einfach "Identifikation" mit dem gewohnten Erlebensfluß nur auf die fiktive (interessantere) Geschichte verlagert wurde.

Craniosacrale Techniken bei einem Patienten angewendet.Ganz in der Wahrnehmung,Achtsamkeit auf kaum wahrnehmbare Pulse. Kein Ich wahrnehmbar.

(für mich) neue Meditationstechnik der Sikh ausprobiert.Kombination von Lauten und exakten Fingerbewegungen.Laut, geflüstert, stumm,geflüstert, laut.Danach nur im Gewahrsein.Das gleiche bei einer anderen Meditation. Ich bin eingeschlafen und beim Aufwachen war (ich) einfach nur da ohne irgendeinen Selbstbezug.
Beim Träumen war Ich ganz klar "das" Thema.Gefühle, alles Ereignen nur selbstbezogen.Wie ein gejagtes Kaninchen.
Lachend aufgewacht. Selbstbezug kann nicht rekonstruiert werden.da ist freier Raum.
Auf der Straße. Unbekannten Menschen kommen entgegen laufen vorbei.Es geschieht ein Abschätzen ("Spießer"). Abneigung, subtiles Bedrohungsgefühl kommt auf.Das Abschätzen möchte gerne ins Detail gehen(Daten dazupacken). Starke Ich-Verdichtung.
Ein Traum: ich soll mich (zwischen Möglichkeiten) entscheiden.Es ist eine Drucksituation.Das Ich verdichtet sich.

Ertappe mich in argumentativen Gedankenspielen, in denen "ich" "mich" verdichte, indem ich politisch, oder philosophisch Stellung beziehe, mich ins Recht setze. Subtile Gefühlshintergründe von Bedrohung oder betrogen werden sind wahrnehmbar.
Morgens am Kaffeautomat ein "lieber doch nicht arbeiten"-ich-Gefühl.Ähnlich:zurückfallen ins Bequeme (erst mal Computer einschalten , nur sitzen und hören, eine erhöhte Aktivierungsschwelle meidend)Das Gefühl eine (innere) Schwelle zu überschreiten oder dies vermeiden zu "wollen" offenbart "ich".
Höre Interview mit A.Poraj.Stimme überein.Finde "ich" richtig gut.Verdichteter Meinungshaber "hat" nun was.
"Mein Reich".
Fazit: das Zappeln im Spinnennetz verd-ich-tet noch mehr. Das Bemerken von Ich gibt die Chance der Wahl von "ach so" und freilassen. Energie (Gefühlsengagement) in ein Ist/Soll-Zustand reingeben verdichtet. Ist dieses "Bemerken" und regelmäßige Praxis der gerade bestmöglichen Offenheitserfahrung "der Weg"? Dann müßte es viel mehr aufgewachte Buddhisten (und andere)geben. ... wir wollten doch den Osterhasen entlarven, so dass es unmöglich sei weiter an ihn zu glauben...
Sorry für den langen Zeitabstand dieser Antwort.
Bis bald, meister bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Thu Feb 05, 2015 2:34 pm

Mißerfolgsstimmung/Stimmung des Versagens/Nichtgelingens auf alles mögliche bezogen. Aufgesogen in die Empfindung, eine fast alles vereinahmende Wolke.
Gibt es dabei genug Raum um das Ganze mit Abstand zu sehen und zu wissen, auch wenn es gerade nicht so empfunden wird, dass all dies nur eine Täuschung ist?
Negatives Selbstbild.

Gibt genug Abstand um zu sehen, dass dieses all dies „Negatives Selbstbild“ nur eine Täuschung ist? Dass es nur eine Meinung/Gedanke ist und nicht mehr?
du fragtest nach Erfahrung und Ablauf. Schildern kann ich den Ablauf des in diesem Fall, gelungenen Ich-Verdünnens bis es keine Rolle mehr spielte.Sammeln(so weit möglich) das Gefühl umarmen, hineinatmen, mit tönendem 'aaaah" es sich in einen vorgestellten weiten Raum (Wüste, blauer Himmel ) ausdehnen zu lassen.
Reicht es nicht nur zu wissen, dass all dies nur eine Einbildung ist, weder „ich“ noch „mein“?
Ertappe mich in argumentativen Gedankenspielen, in denen "ich" "mich" verdichte
Reicht nicht das „Ertappen“ aus, um die Illusion zu durchschauen? ;-)


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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Wed Feb 11, 2015 8:25 am

meister bilbo hat geschrieben: Mißerfolgsstimmung/Stimmung des Versagens/Nichtgelingens auf alles mögliche bezogen. Aufgesogen in die Empfindung, eine fast alles vereinahmende Wolke.

Gibt es dabei genug Raum um das Ganze mit Abstand zu sehen und zu wissen, auch wenn es gerade nicht so empfunden wird, dass all dies nur eine Täuschung ist?
Manchmal gibt es den Raum. Zuerst ist es die Erfahrung, dass solche Zustände vorbeigehen. Man kennt sich schon.Es gibt das Wissen, daß es sich um ein Hinzugefügtes handelt, dass es nicht "wahr" ist. Dennoch wirkt es lähmend. Den Raum kann ich mir manchmal schaffen, indem ich mir Zeit nehme mit diesem unangenehmen Gefühl zu sein. Dann kann es, manchmal, leichter werden, oder sich gar auflösen.
meister bilbo hat geschrieben: Negatives Selbstbild.

Gibt genug Abstand um zu sehen, dass dieses all dies „Negatives Selbstbild“ nur eine Täuschung ist? Dass es nur eine Meinung/Gedanke ist und nicht mehr?
Ja, das kann gesehen werden und wird auch nicht wirklich geglaubt.
meister bilbo hat geschrieben: du fragtest nach Erfahrung und Ablauf. Schildern kann ich den Ablauf des in diesem Fall, gelungenen Ich-Verdünnens bis es keine Rolle mehr spielte.Sammeln(so weit möglich) das Gefühl umarmen, hineinatmen, mit tönendem 'aaaah" es sich in einen vorgestellten weiten Raum (Wüste, blauer Himmel ) ausdehnen zu lassen.

Reicht es nicht nur zu wissen, dass all dies nur eine Einbildung ist, weder „ich“ noch „mein“?
Bis jetzt hat es nicht gereicht.Ich weiß, dass es gehen müßte.Hatte mal eine Erfahrung mit Auflösung einer muskulären Verspannung. Irgendwas änderte sich "im Kopf", ich konnte es nicht genau beobachten, aber die Verspannung war weg. Das müßte mit der Psyche mindestens genauso funktionieren ...

Vielleicht ist die eigentliche Anhaftung der Druck funktionsfähig zu sein, den Kopf frei und leistungsfähig zu haben für den Berufsalltag.Wenn sich so ein "mies drauf sein" auch nur im Hintergrund abspielt, geht es einher mit Antriebsschwäche die richtigen Sachen anzupacken.Das ist wie 4 Wochen kein Geschirr spülen.Es macht nicht unbedingt was aus, steht aber im Weg.Hier hätte unser voriges Thema mit Sehnsucht einen Platz. So ungefähr: >wenn ich immer im Moment und aus dem Moment handelte und es nur den Moment gibt, können die Umstände sein, wie auch immer...es ist alles "richtig".<
Da ist wohl viel "ich-Verdichtung" und Identifikation, mit dem was als "nicht richtig" gesehen wird...Das Versagen der Verantwortung.Ja, an der scheint ein "ich" schwer zu tragen... ;-)
... und wenn der empfundene Druck nachlässt, "geht der Esel" gerne "aufs Glatteis tanzen".(Redensart)
meister bilbo hat geschrieben: Ertappe mich in argumentativen Gedankenspielen, in denen "ich" "mich" verdichte
Reicht nicht das „Ertappen“ aus, um die Illusion zu durchschauen? ;-)
Ja hier funktioniert es.Oft.Manchmal auch nachträglich.Da kann ich die Künstlichkeit der Ebene "in Gedanken" sein" gut erkennen und unterscheiden zu gegenwärtiger Anwesenheit.

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Wed Feb 11, 2015 3:28 pm

meister bilbo hat geschrieben: Ertappe mich in argumentativen Gedankenspielen, in denen "ich" "mich" verdichte
Reicht nicht das „Ertappen“ aus, um die Illusion zu durchschauen? ;-)
Ja hier funktioniert es Oft. Manchmal auch nachträglich. Da kann ich die Künstlichkeit der Ebene "in Gedanken" sein" gut erkennen und unterscheiden zu gegenwärtiger Anwesenheit.
Eine Aufgabe für den Alltag: Versuche „Meinungen“ zu erkennen während sie entstehen und loszulassen.
Klar funktioniert es nicht immer, aber ab und zu schon…
Was passiert, wenn eine Meinung als solcher erkannt worden ist?

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Fri Feb 20, 2015 12:00 am

meister bilbo wrote:

meister bilbo hat geschrieben: Ertappe mich in argumentativen Gedankenspielen, in denen "ich" "mich" verdichte
Reicht nicht das „Ertappen“ aus, um die Illusion zu durchschauen? ;-)
Bei unterschiedlichen Gedanken-Verstrickungs-Selbtbildern gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.Manche sind leicht abzuweisen.Man kennt sich schon... Ich habe eine gewisse Haltung als Vater, gewisse Absichten melden sich, es gibt auch eine sich einschaltende Vater-Verhaltens-Software, aber ich kann es immer wieder loslassen.Unwichtig und bin bereit für das was sich zeigen mag.Und ich brauche gerade gar nichts zu tun.Das gibt Raum um, was gelegentlich klappt, mich mit einer spürenden Einstellung in den Raum kurz stelle.
Andere "Verdichtungsprogramme" sind zäher, drängender.Im extremeren Fall spricht man ja auch vom Schmerzkörper.Wenn dann aber ein "ach, dich kenn ich ja auch schon" da ist, zappelt es sich vielleicht noch ein bißchen ab, aber läßt noch Raum darum herum erkennbar.
>Reicht nicht das „Ertappen“ aus, um die Illusion zu durchschauen? ;-)<
du fragst nach dem direkten Weg und nicht nach einem Lernprozess. Stimmts?
Bei Dikussionen im Kopf gibt es hartnäckigere Themen und einfache denen ich sozusagen die abgewandte Schulter zeige und das wars. Politik ist zum Beispiel ein Kopfthema das mit einem bekannten Gefühlsmuster zusammengeht. Die Stellungnahme positioniert ein "mich" , eine Haltung, der Körper reagiert mit leichter Anspannung.Flucht-Angriffsreflexe und anderes vermutlich.Fast so was wie konditionierte Reflexe. Man nimmt eine "Haltung"ein. Das spüre ich.
Wenn ich müde bin fällt es schwerer Raum oder Hiersein für Momente genießen zu können und es notwendig ist gerade zu arbeiten.Ja, wir haben manchmal "Buddhaland", das Land von dem aus es leichter ist, nach erfolgreicher Wiedergeburt in demselbigen Buddhaschaft zu erlangen.(entschuldige den Schachtelsatz)Und oft haben wir nicht "Buddhaland", sondern etwas tut weh, ein Termin-Terminator verlangt vollen Einsatz. Ich möchte deine Frage nach "Meinung" so verstehen, dass es auch mit Haltung/innere Ausrichtung etwas zu tun hat. Sorgen, Kummer haben auch bei mir die Tendenz zu Gedankenschleifen, hat sich aber ziemlich abgenutzt.

Momente offen zu sein , eine vertretene Meinung loslassen, wieder im unbefangenen Wahrnehmen dessen zu sein, was sich zeigt. Heute war eine Situation, wos leicht war und immer wieder gelang.Du willst es konkret hören.Wird natürlich eine Geschichte: Ich war mit zwei Frauen im Wald bei Heilsteinen. Die haben die ganze Zeit gequakt.aber die Natur hat immer wieder eingeladen still in der Wahrnehmung zu verweilen.Dann waren da auch Meinungsaustausche. Zuerst habe ich gesehen, die Geschichtenwelt in denen sie gerade lebten, dann habe ich auch meine Ich-Reaktion auf sie, ja, losgelassen.Es war ein wunderschöner Kraftort mit einem Quellteich im Wald.


Ja hier funktioniert es Oft. Manchmal auch nachträglich. Da kann ich die Künstlichkeit der Ebene "in Gedanken" sein" gut erkennen und unterscheiden zu gegenwärtiger Anwesenheit.


Eine Aufgabe für den Alltag: Versuche „Meinungen“ zu erkennen während sie entstehen und loszulassen.
Klar funktioniert es nicht immer, aber ab und zu schon…
Was passiert, wenn eine Meinung als solcher erkannt worden ist?
Wenn mein kritisch-rebellischer Kundengeist aufflammt ist zuerst eine starke Identifikation da, die aber oft ganz schnell losgelassen wird.

Bei Meinungsaustauschen(Reden und Informieren über Gott und die Welt)sehe ich oft den Wettbewerb der Welten, darum von anderen geteilt, gesehen und ein Ich bestätigt zu bekommen.Ich glaube manchmal hat es auch was mit einem Sicherheitsbedürfnis zu tun sich erlauben sich als "richtig"zu fühlen. Ich schreib dir das aus der Erfahrung, weil ich diesen Anteil manchmal deutlich fühle.Das hat schon geklappt mit loslassen.Dann ist es nicht unbedingt weg, aber eine Erscheinung neben Körpergefühlen usw.

In einer Meinung schwelgend kann auch so ein Ruhegefühl sein, da ist der Hafen ein sicheres Ich (-;

Oft waren auch Möglichkeiten Meinungen zuerkennen und freizulassen in Gesprächen mit meinem Sohn.Bereit sein zu schauen was da wohl kommen mag. Und einfachganz da zu sein.
Natürlich findet gerade ein Dialog statt, aber es kann ausprobieren, etwas sagen oder nicht sagen, besser nicht sagen zu brauchen, da es gerade im Moment nicht relevant ist...

An der Kasse im Supermarkt. Vor mir eine Frau mit rosa Putenschnitzel. Ja da habe ich mich (-; ganz laut denkend wiedererkannt:ich wünsche Ihnen eine Wiedergeburt als Pute !
Konnte ich aber auch im Erkennen loslassen.

Was mich noch ein paar Tage verfolgte, hatte sich dann abgenutzt, war, als ich mich einem Bruno die Meinung mitteilen zu(hat sich natürlich nur im kopf abgespielt), über seinen esoterischen Blühsinn usw. Das kann wie ein immer wiederkehrender Ohrwurm sein. Ein Ich kondensiert sich gerne bei gewohnheitlichen Lieblings-Reizreaktionsthemen.

Beim sich selbst Druck machen, deadlines sind im Spiel,macht im Hintergrund sowas wie eine Meinung mit Gefühlsfarbe, ein enges ich sich in den Vordergrund stellen.

Eine leicht losgelassene Meinung war (da kommt sonst oft schnell ein ich in Verteidigungs-/Angriffshaltung):für 2500 Euro erwarte ich aber ... und dann war wieder Entspannung.

Es war eine schöne Idee mit der Alltagsbeobachtung.
Viele herzliche Grüße !

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Fri Feb 20, 2015 11:36 am

ich wünsche Ihnen eine Wiedergeburt als Pute !
Herrlich :D

Auf der Frage ob das „sich Ertappen“ nicht ausreicht, um die Illusion zu durchschauen,
hast Du nicht wirklich geantwortet.

Umformuliert:
Wenn „mein“ Wut, als „nur Wut“, als „nicht mein“, erkannt wird – was passiert dann mit der Wut? („Wut“ steht für ALLE Gefühle, Meinungen und Identifikationen. Ist also völlig austauschbar.)

Was passiert mit allen „Gehirn-Konstrutionen“, wenn sie als „Nur Gehirn-Konstrutionen“ erkannt worden sind? Haben sie wirklich noch Macht?


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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sat Mar 07, 2015 8:01 am

Wo ist Meister Bilbo, in Mordor oder im Auenland? ;-)
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Fri Sep 28, 2018 7:42 am

Wo ist Meister Bilbo, in Mordor oder im Auenland? ;-)
Hallo Joram,
Grüsse aus den Tiefen von Raum und Zeit!
Ich hatte das Handtuch geworfen, tja, so war das.
Aber ich möchte mich bei dir bedanken für deine uneigennützige Begleitung.
Bei mir ist überwiegend Auenland angesagt (=immer noch Samsara ...)
und immer noch schiele ich einen Blick hinter die Hecke/durchs Tor zu erhaschen.
Kannst du dir vorstellen, noch einmal den Dialog mit mir aufzunehmen?
Viele Grüße von Meister Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Fri Sep 28, 2018 8:49 am

Klar :-)

wo stehst du jetzt?
Was stört?


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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Mon Oct 01, 2018 8:59 pm

Hallo Joram, ich freue mich über die vorgefundene Offenheit auf deiner Seite. Es ist mittlerweise viel passiert und auch wieder nichts. Mein "Quantensprung" in die Ich-Losigkeit war jedenfalls nicht dabei. Ich habe mich besser kennengelernt, Vorliebensreaktionen und Ablehnungsreaktionen nehme ich bewusster wahr und auch damit verbundene Identifikationsglomerate. Da ist noch einiges offen. Gegenwärtigkeit fällt mir leichter , wenn ich auf den Moment des Auftauchens von Empfindungen , inneren oder Sinnesempfindungen, achte. Auf diese Art suche ich achtsamer zu sein und mich sooft als möglich daran zu erinnern. Weißt du noch, als ich dir von einer Meditation berichtete: "ich sitze wie ein Berg" und es war Bergsein. Das sind immer noch sehr seltene Momente.
Ich bin nun Jahre alt 62 und fühle mich wie Anfang 40, als mein Leben noch mal richtig eine Steigerung erfuhr. So was wie ein neuer Frühling. Nein, ich meine keine Romanzen. Ich bin dieses Jahr noch viel auf Reisen und habe auch beruflich noch einiges wie Umstrukturierung, 2 Einkommensteuererklärungen und einen Praxisumzug vor mir. Aber das muss kein Hindernis sein, da ich mich sowieso täglich damit beschäftige, im Sinne der Frage nach dem "who are you as (zum Beispiel) you go to sleep?" Es bringt mir mehr innere Freiheit und Offenheit und ich schätze das, doch es ist so wie "ein bisschen schwanger".
Ich glaube bei unserem vergangenen Dialog habe ich versucht Einsichten zu erzwingen, statt zu sagen, nein da war nichts, denn es "musste" doch was da sein. Oft kam ich mir vor wie jemand, der Mathematik einfach nicht kapiert. Zwischendurch hatte ich auch Zweifel ob der Effizienz unserer Kommunikation, doch der Mensch, der mich auf liberation unleashed überhaupt hingewiesen hatte, er machte eine zeitlang Telefon-Satsangs, fand, auf meine Nachfrage hin, es laufe gut. So das war die kurze Version. Welche Hinweisee interessieren dich, wovon ich noch nichts gesagt habe? [ Menschenskinder! So eine kurze Frage und so eine lange Antwort - obwohl ich mich doch kurz fassen wollte (lach). Ob wir das Fass nochmal ganz von vorne aufmachen müssen? Einerseits ist gefühlt kaum Zeit vergangen, andererseits scheint das"damals" wie ein ferner verwunderlicher Traum.
..Viele Grüße von "Meister" Bilbo (lach)

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Mon Oct 01, 2018 9:30 pm

Ich habe mich besser kennengelernt, Vorliebensreaktionen und Ablehnungsreaktionen nehme ich bewusster wahr und auch damit verbundene Identifikationsglomerate. Da ist noch einiges offen. Gegenwärtigkeit fällt mir leichter, wenn ich auf den Moment des Auftauchens von Empfindungen , inneren oder Sinnesempfindungen, achte.
Schön :-)

Wenn Gegenwertigkeit da ist, ist auch Identifikation gleichzeitig da?

Untersuche es. Versuche gegenwertig zu sein und schau was die Identifikation macht :-)

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Wed Oct 03, 2018 9:58 am

Hallo lieber Joram!
ich fand von dir beim Zurückblättern
Die Erfahrungen/Zustände, sind vergänglich, kommen und gehen. Etwas bleibt aber. Erkennst Du was es ist was bleibt wenn Du in Dir schaust?

beim Beobachten der Empfindungen fühle ich mich mehr bei mir, als beim Beobachten der Gedanken. Auch ist mir der Fluss des immer neu Auftauchens erfassbarer.
Wenn Gegenwertigkeit da ist, ist auch Identifikation gleichzeitig da?
Untersuche es. Versuche gegenwertig zu sein und schau was die Identifikation macht :-)
Ich bin seit gestern am Untersuchen und es gibt keine schnelle Antwort. Gegenwärtigkeit ist nicht immer gleich stark zugänglich. Einer der "machen muß" tritt in den Hintergrund, mal mehr, mal weniger, eine Art Selbstvergessenheit. Für deren Qualität suche ich noch meinen "Blick" zu schärfen. Ich lasse mein weiteres Wahrnehmen sich noch vertiefen, von deinem Fragen begleitet. Wenn ich jetzt anfinge meine Gedanken dazu auszubreiten verstrickte ich mich darin. Ich bin jedenfalls dran und lasse es reifen! Das möchte ich dir mit diesem post bekräftigen. Morgen schreibe ich dir wieder.
Herzliche Grüße und bis bald,
:)
Meister Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Wed Oct 03, 2018 10:37 am

beim Beobachten der Empfindungen fühle ich mich mehr bei mir, als beim Beobachten der Gedanken.

Ich lasse mein weiteres Wahrnehmen sich noch vertiefen, von deinem Fragen begleitet. Wenn ich jetzt anfinge meine Gedanken dazu auszubreiten verstrickte ich mich darin.

Das ist gut, dass der Zugang zu Empfindungen bevorzugt wird. :-)

Achte auf die Empfindungen in Stille, in ruhigem Moment, und dann lenke langsam die Achtsamkeit auf dem Beobachter der Empfindungen. Wo ist er, der Beobachter, zu finden? Wie fühlt er sich an?

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Tue Oct 09, 2018 5:29 pm

Achte auf die Empfindungen in Stille, in ruhigem Moment, und dann lenke langsam die Achtsamkeit auf dem Beobachter der Empfindungen. Wo ist er, der Beobachter, zu finden? Wie fühlt er sich an?
ab hier* kommt das eigentliche Thema

Lieber Joram, ich war jetzt viel unterwegs, Fortbildung in Berlin, am Donnerstag selbstverschuldet übernächtigt, danach mit der Deutschen Bahn am Freitag statt halb 12 nachts erstgegen 2 Uhr angekommen, ähnlich am Sonntag abend mit der Rückkehr. Heute hatte ich sehr wenig zu arbeiten und habe bis jetzt fast nur geschlafen. Dennoch war ich jeden Tag mit deiner "Quest" am Start. Manchmal 2, 3 mal am Tag. Irgendwie ist der Beobachter nicht richtig fassbar geworden. Dabei muß ich zugeben, zunächst ungenau gearbeitet zu haben, indem ich nach einem irgendwie gearteten "Ich" Ausschau hielt. Das verhielt sich wie ein diffundierender Nebel oder ein Butler, der sich dezent im Hintergrund hält, um bei Bedarf hervorzutreten. Manchmal hing ein Gefühl von Strenge oder Verpflichtung oder Muß-Gefühl dran, was ja auch nur wieder eine gewohnheitsmäßige Erscheinung darstellt, als solche erkannt und meistens recht leicht entpannt werden kann, je nachdem, wie stark die auftretende Emotion auftritt. (ja, ja, das war nicht die Aufgabe, aber ich will ja schreiben, wie ich unseren Kontakt genutzt habe) Zum Beispiel sprach ich bei den Menschen der Information der Deutschen Bahn zuerst mit aggressivem Ton vor, als der Zug, auf den ich schon fast eine Stunde gewartet hatte, zuerst mit Verspätung angekündigt wurde, dann (ich nutzte die Zeit für einen kurzen Schlummer, plötzlich von der anzeigentafel verschwunden war, niemand Offizielles in der Nähe, den man hätte ansprechen können und die Information im riesigen Berliner Bahnhof schwer auffindbar, wo man mir dann mitteilte, der Zug sei kurzfristig auf ein anderes Gleis verlegt worden. Ich habe das so im Blut, mit emotionalem Druck zu beeindrucken, habe es aber schnell gemerkt und mich entschuldigt. Die Angestellte war auch sehr freundlich und hat mir für meine zuggebundene Fahrkarte eine Ersatzfahrkarte inklusive Sitzplatzkarte ausgestellt für einen späteren Zug ausgestellt. Ich habe versucht das Ärgergefühl von einem neutralen Ort (wo war er ??!) als Phänomen wahrzunehmen und es blieb etwas, aber hielt sich nicht sehr lange (20 Minuten?). Ich hatte ja gelernt, und die Situation entsprechend eingeordnet, dass "der erste Schritt eine Illusion aufzulösen, ist es sie in Frage zu stellen". Das ist ganz praktisch und ich versuche es immer anzuwenden, wenn ich merke , ich fühle mich gehetzt, unter Druck, also überall wo sich ein "Schmerzkörper", manchmal ganz subtil, zu verfestigen sucht.(zum Beispiel, ich beeile mich,spüre Druck, und gucke nach dem unterliegenden Gefühl) Was aber ist mit dem "Ich" ohne Schmerz und Drang, das sich in der Hängematte unter schattigen Bäumen mit einem Longdrink ins "Hier und Jetzt" öffnet? Oder ist diese "Leichtigkeit" ohne Selbstbeweihräucherung, auch in der "Stille"(du hast diesem inzwischen mystisch verbrämtem Begriff, der so bedeutungsvoll schwer daherkommt, ja dankenswerterweise den "ruhigen Moment" zugesellt. Sofort scheint der 'Berg' weniger hoch. )
Ok, ok, Thema verfehlt. *hier gehts lang: ... Pause ... gleich kommt 'Kundschaft' ... also ich habs nun aus der der von dir gemeinten Perspektive immer wieder versucht. Ich kann ihn nicht so recht verorten. Kurz hab ich mal gemeint, wenn ich den Körper spüre, also speziell Körperempfindungen, spüre er sich selber, aber so sicher bin ich mir dqann doch nicht.Wie fühlt sich der Fühler der Empfindungen an? Am ehesten träfe der Vergleich: wie ein sich im Raum ausbreitendes tchchch(i)nng-Geräusch eines Schlagzeug-Beckens. Ja, das fühlt sich stimmig an.
Ich will versuchen dir jeden Tag zu antworten, das wollte ich schon am Anfang der Neuaufnahme unseres Dialogs, hab es leider nicht geschafft. Jetzt erneuere ich diesen Vorsatz. Ich kann nur noch sagen, dass ich in Gedanken und Erforschung jeden Tag in Gedanken an dich "dran" war. Viele Grüße von Meister Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Tue Oct 09, 2018 6:19 pm

also ich habs nun aus der der von dir gemeinten Perspektive immer wieder versucht. Ich kann ihn nicht so recht verorten. Kurz hab ich mal gemeint, wenn ich den Körper spüre, also speziell Körperempfindungen, spüre er sich selber, aber so sicher bin ich mir dqann doch nicht.Wie fühlt sich der Fühler der Empfindungen an? Am ehesten träfe der Vergleich: wie ein sich im Raum ausbreitendes tchchch(i)nng-Geräusch eines Schlagzeug-Beckens. Ja, das fühlt sich stimmig an.

„Ich kann ihn nicht so recht verorten“:
Es gibt also zwei „Ichs“. Der eine Sucht und der andere wird gesucht? ;-)

„wenn ich den Körper spüre“:
was für Instanz ist es, die den Körper spürt? Untersuche :-)

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