Re: Lucrezia - Ingen
Posted: Fri Mar 01, 2013 11:53 am
:)
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Nein, es ist grad ruhig auf allen Fronten, es gibt nicht mehr zu berichten.Und, wie ist es heute? Gibt es mehr zu berichten?
Das dreht immer mal wieder an und läuft wieder aus. Manchmal passiert das Ausklingen von alleine und manchmal braucht's einen Moment oder zwei, die Identifikation mit den Gedanken zu durchschauen.Was macht das Gedankenkarusell?
Nein, Schritte können "mir" grad gestohlen bleiben ;-) Da ist eher die Tendenz, NICHTS zu tun. Alle Schritte und alles Tun führen irgendwie nur ins Ver-Zweifeln und blasen den Kopf auf und lassen verrückte Ideen und Vorstellungen real erscheinen. Es herrscht grad so die Stimmung: "Ich leb jetzt einfach mal!" Und gleich darauf blinkt die Warnmeldung:" ICH leb jetzt einfach mal?!" Es lebt jetzt mal einfach, da sind all die Wahrnehmungen, welche die Gedanken öfter mal auf eine Lucrezia beziehen möchten. Aber diese Gedanken haben zur Zeit nicht sehr viel Macht, sie tauchen auf und gehen wieder. Es fühlt sich alles ziemlich leer und weit an und wenn ich das nicht schon einmal durchgemacht hätte, würden jetzt wieder die Gedanken "Ist das alles? Das kann's doch nicht sein?!" loslegen. Aber ehrlich gesagt ist es eine Erleichterung, dass "nur" das hier ist.Gibt es einen Schritt zu tun?
Ich glaube, was ich mir von einem „Erwachen“ wünsche ist, dass ich diese ständigen Wertereien und Vergleichereien in allen Bereichen des Lebens wenn nicht stoppen dann doch schneller durchschauen und loslassen kann.
Wäre es nicht so viel freier und lebendiger und überraschender, wenn das Leben „mich“ leben würde und ich nicht versuchen würde, das Leben immer wieder in meine kleine Vorstellungswelt reinzuquetschen?
Für was rackere ich mich ab, strebe nach diesem und jenem – nur um am Schluss doch einfach wieder aus dieser Form zu verschwinden? Wird es so etwas wie „Sinn“ geben, wenn ich „befreit“ sein werde, oder wird sich die Frage nach dem Sinn erübrigen?
Ja gell, ob er so bleibt oder sich wieder ändert, wer weiss das schon...Also, irgendwie hat sich der Ton total geändert :)
Ja, also das ist auf gutem Wege ;-) Zur Zeit geht das relativ schnell, das Durchschauen und Loslassen. Wie du ja auch weisst, gab es auch immer wieder Zeiten (und wird es vielleicht wieder geben?), wo das Durschauen kaum möglich war. Aber grundsätzlich ja, das ist spürbar.Ich glaube, was ich mir von einem „Erwachen“ wünsche ist, dass ich diese ständigen Wertereien und Vergleichereien in allen Bereichen des Lebens wenn nicht stoppen dann doch schneller durchschauen und loslassen kann.
Das ist ein tägliches Erforschen und dabei-Bleiben. Manchmal gelingt es sehr gut, dann lebt "mich" das Leben einfach. Und manchmal versuchen da Gedanken und Vorstellungen, das Leben nach ihren Mustern zu gestalten, was unweigerlich wieder zu Leid und Verzweiflung führt. Nicht, dass da keine unangenehmen Gefühle sein dürften, aber diese Art von Leid und Verzweiflung müsste echt nicht sein. Ich kann mir vorstellen (vorstellen...), dass dieses Leid immer mal wieder auftaucht. Aber vielleicht immer besser durchschaut werden kann, so dass sein kann was ist. Dranbleiben ist hier die Devise.Wäre es nicht so viel freier und lebendiger und überraschender, wenn das Leben „mich“ leben würde und ich nicht versuchen würde, das Leben immer wieder in meine kleine Vorstellungswelt reinzuquetschen?
Liebe Ingen, im Moment steht mir der Sinn gar nicht nach Sinnhaftigkeit ;-) Es ist dies glaub der Punkt, der die Gedanken immer wieder zum Rotieren bringen kann, weil sie sich da gerne einhaken. Es gibt da so viele Vorstellungen, die immer wieder auftauchen und die mit allerlei gesellschaftlichen Normen und "Memen" zu tun haben, das ist für mich harte Arbeit, immer wieder zurückzulehnen, wie du es nennst, und zuzuschauen statt mitzumischeln. Die Sinnvorstellungen tauchen immer wieder mal auf. Die Vorstellung, für einen Zweck hier zu sein und zu leben, meldet sich penedrant. Zur Zeit kann "ich" da zurückgelehnt bleiben und hinschauen. Dann nehme ich wahr, was da gerade ist an Wahrnehmungen und was gerade getan wird. Ich finde es immer wieder interessant, wenn ich z.B. in der Strassenbahn sitze und von A nach B fahre einfach nur zu sitzen und weder an A noch an B zu denken. Dann ist einfach grad das da, was da ist, ohne Ziel und Zweck. Und dann kommt bei B der Impuls auszusteigen. So simpel. Vielleicht ist das mit dem Leben auch so. Wir wissen ja nicht, was A und was B ist, gewählt habe "ich" nichts davon. Dann wird auch klar, dass es nie möglich sein wird, mit dem Verstand den Sinn hinter allem sehen zu können. Es wäre doch alles nur ein winzig kleiner Ausschnitt des Ganzen, nicht zu erfassen, sondern nur von Gedanken in eine Linearität gebracht, die der Verstand fassen kann. Und der kann leider (oder muss ich sagen glücklicherweise?) extrem wenig fassen von all dem, was wirklich ist.Für was rackere ich mich ab, strebe nach diesem und jenem – nur um am Schluss doch einfach wieder aus dieser Form zu verschwinden? Wird es so etwas wie „Sinn“ geben, wenn ich „befreit“ sein werde, oder wird sich die Frage nach dem Sinn erübrigen?
Wie wahr.ch glaube, das "ich" wurde so gebeutelt und zermürbt die letzten Tage oder wohl eher Wochen, dass es irgendwie aufgegeben hat. Es ist grad keine Vorstellung mehr da, dass sich irgendwas abrackern müsste, denn ehrlich gesagt weiss "ich" wirklich nicht mehr wofür!
Genau.Es gibt z.B. beruflich viel Arbeit zu tun, mehr als ich im Moment mache, kann ich nicht und an den Rest muss ich nicht denken (erst dann wirds ein Rackern).
Gut!Und was muss "ich" erreichen? Wer genau will, dass da was erreicht wird? Es fällt stückweise auseinander, das bekannte, alte Gedanken-Vorstellungsmuster davon, wie die Welt beschaffen sei und wie der Lucrezia-Avatar darin zu funktionieren habe.
Wenn sie rauskommen, sind sie da, wenn sie nicht rauskommen, sind sie eben nicht da!Ich glaube, da gibt es noch einige untergründige Vorstellungen zu entdecken, das ist nur gut so, sollen sie sich zeigen.
Und so geht es mit vielen dieser Konzepte, die einmal wichtig und festgefügt schienen. Da kommt noch so einiges ins Rutschen! Die Reise hat erst begonnen.Es ist mir nur nicht mehr so ganz klar, was Sinn meint. Früher war mir das scheinbar sehr klar und daran habe ich alles gemessen. Jetzt sind die Wertemassstäbe nicht mehr deutlich oder teilweise nicht mehr vorhanden. Das lässt auch Sinn nicht mehr "messen" oder eruieren.
So ist es. Wenn "Leiden" auftaucht, ist das einfach ein Signal zum Nachgucken.ch kann mir vorstellen (vorstellen...), dass dieses Leid immer mal wieder auftaucht. Aber vielleicht immer besser durchschaut werden kann, so dass sein kann was ist. Dranbleiben ist hier die Devise.
Haha. Ok. Beantworte noch Nummer 3 und 4. Und dann gucken wir noch mal, ob es ein "...ja" oder ein "JA!" ist.Was ist mit Fragen 3 und 4?
Wie wahr - und erleichternd!Du kannst diese Frage sowieso immer nur für "jetzt, in diesem Moment" beantworten!
Ja gerne, danke :-)))!Und, ich kann dich gerne weiter "begleiten" :)