Ich fange mal hiermit an, weil es schwer zu beschreiben ist:
Ich lese die Frage und schließe die Augen und warte ab bis die direkte Wahrnehmung so klar wird, dass ich die Antwort geben kann. Das kann schon mal was dauern.Wie tauchst du in diese Beobachtung ein, was machst du dabei genau?
Ich versuche es mal an dem Beispiel Fata Morgana zu beschreiben. Meine Fata Morgana besteht aus Palmen, die aus Kunststoff nachgemacht sind. Aus Wasser, dass mit einem blauen Gummituch nachgeahmt wird und aus Kamelen die täuschend echt aus Kunststoffen hergestellt sind. Das bedeutet ich muss sehr nah ran bzw. sehr genau hinschauen, fast berühren.Was ist diese Simulation für eine Erfahrung, woraus besteht sie?
Wie ich schon schrieb, diese Simulation ist keine einzelne Erfahrung. Es ist eine Illusion, die entsteht, wenn alle Sinne zu einem Gesamteindruck zusammengefasst werden - besagte Fata Morgana von Weitem. Schaue ich mir einzelne Sinne -Palme, Wasser, Kamle - genauer an, fällt der Fake auf. Das geht aber nur mit geschlossenen Augen. Mit geöffneten Augen ist der Fake so perfekt, dass ich das noch schlechter aufgelöst bekomme.
Wo ich zu dieser Frage komme:
Sehen kann ich da (noch) nichts.Was ist von der Simulation mit den Augen zu sehen, wenn sie vorhanden ist?
Macht kein Geräusch.Macht sie ein Geräusch?
Zu fühlen ist dieser Schwindel. Ich gehe darauf gleich nochmal ein.Wie fühlt sie sich an, wenn man er sie berührt?
Sie riecht auch nicht.Riecht sie nach etwas, ist sie vielleicht ein Raucher?
Niemand. Ein Urheber ist jedenfalls nicht zu finden.Wer erschafft diese Simulation?
Im Moment des Schwindels - das ist so eine Art Orientierungslosigkeit - da wackelt quasi die Illusion bzw. auch das Ich-Gefühl.Ist die Simulation immer präsent? Oder gibt es auch Momente ohne Simulation und ohne Ich-Gefühl?
Ich habe den Eindruck, wenn ich die Traute hätte noch tiefer rein zu gehen, dass dann das Ich-Gefühl verschwindet.

