Beides. Am Schluss muss ich halt das Erfahrene mit Worten auszudrücken versuchen. Vielleicht sind die Erfahrungen selbst aber tatsächlich noch zu sehr von bestehenden Erwartungen und Konzepten gefärbt. Ich meine zwar mein Bestes zu tun, stosse aber bei der direkten Erfahrung schnell mal auf eine Grenze, ein Bauchgefühl etwa, dann kommen Gedanken «zu Hilfe», die Klarheit in die Sache bringen wollen. Muss diesem «Einordnungs-Reflex» noch besser bei der Arbeit zusehen :)Wie beantwortest du die Fragen? Gehst du sie Punkt für Punkt durch, überlegst, und dann schreibst du die Antwort auf? Oder gehst du in die direkte Erfahrung und versuchst von dort aus zu beantworten?
In der Essenz nicht. Beide kommen und gehen, ohne mein Zutun. Bei den Nachtträumen ist das offensichtlich, bei den Tagträumen ist es schwieriger zu sagen, inwieweit ein Gedankenstrang, ist er erst mal da, willentlich weiterentwickelt wird, etwa bei einer Planung oder Sondierung. In den Nachtträumen sind die Raum-Zeit-Kausalitätsgesetze oft gelockert oder ganz aufgehoben, auch spielt der bildhafte Teil eine grössere Rolle. Wieder viel Gedachtes. Aber wie soll ich die Nachtträume jetzt erfahren? :)Gibt es in der Erfahrung irgendeinen Unterschied zwischen den Nachtträumen und den Gedankenträumen am Tag?
Nicht wirklich. Ist Klarheit eine Sache des Verstandes? Ist es der Verstand der entscheidet, ob aus Beobachtungen und Erfahrungswerten Gewissheit wird?Zuerst schreibst du:
Die Klarheit würde so aussehen, dass aus Beobachtungen und Erfahrungswerten Gewissheit würde.
Und dann:
Ich habe kein Problem damit. Es besteht keine Erwartung, dass der Verstand irgend etwas wissen sollte.
Siehst du den Widerspruch?
Aus dem gegenwärtigen Moment heraus ist kein Gefühl der Trennung da und es fehlt auch nichts. Wenn es so bleibt, können wir diese Übung hier beenden :)Hier jetzt, genau in diesem Moment, schau still um dich herum, spüre, höre, ohne irgendetwas zu wollen oder nicht wollen. Keine Meinungen. Nur schauen. Fehlt da was? Ist da ein Gefühl der Trennung zu finden?
Es ist die direkte Erfahrung, so gut es eben geht…Welche Erfahrung: erinnerte Erfahrung oder direkte Erfahrung?Es ist die oben skizzierte Mischung aus Erfahrung und Vernunft.
Es ist okay.Wie fühlst du dich JETZT mit dem Gedanken, das sich das niemals ändert?
«Alles was nicht wahrgenommen werden kann sind nur Gedankeninhalte.» Ist das ein Glaubensbekenntnis, ein strategisches Konzept (wenn es funktioniert, wieso nicht?) oder eine unumstössliche Wahrheit? Es werden alle Konzepte hinterfragt, also auch diese Prämisse.Was davon kann gesehen-gehört-gespürt werden und was davon ist Tagtraumgeschichte?
Wie kann ich z.B. Neugier als solche erfahren? Existiert sie lediglich in ihren erfahrbaren Auswirkungen? Die vorhandene Neugier, als Auslöser von Erfahrungen, wäre nur eine Traumgeschichte, weil sie als Energie nicht gesehen-gehört-gespürt werden kann? Energie, Lebenslust, Intelligenz, Gewissen, Sehnsucht, Leiden – alles nur Tagtraumgeschichten?
Iss juuut :). Danke für deine geduldige Begleitung. Der Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird allmählich klarer.Versuche dich zu entspannen. Kein Stress, kein Zeitdruck, es ist gibt ja niemanden der etwas richtig oder falsch machen könnte. Es ist einfach nur immer das was ist, und so lange es dauert, dauert es eben. Das kann manchmal über Monate gehen...

