Den Ausdruck "Gedankeninhalt" verwenden wir hier in der Regel anders. Mit ihm bezeichnen wir das, was Gedanken erzählen.
Sprich wir differenzieren Gedanken (die erfahren werden), von dem was sie aussagen (Gedankeninhalt).
Das, was durch direkte Sinneswahrnehmung über den Körper erfahren wird, kann "scheinbar" real genannt werden, und das, was in Gedankenform erfahren wird als "scheinbar" fiktiv.
Bist du dir unsicher, weil du das Wort "scheinbar" verwendest?
Oder kannst du mit den Ausdrücken "real/fitkiv" nichts anfangen? Dann vielleicht "das was da ist/das was nicht da ist"?
Ich hab da eine Übung ausgegraben, die passt denke ich gerade ganz gut:
Halte dir einen Keks (oder Obst, oder dergleichen) parat, und gehe Schritt für Schritt durch.
-1. Stell dir vor du nimmst den Keks und isst ihn. Spüre wie er sich anfühlt, das Abbeißen, der
Geschmack. Geh so richtig in der Fantasie auf, schmück es aus.
-2. Wenn du Kekse hast, dann ess jetzt einen, oder was anderes, und vergleiche.
Nimm dir so richtig Zeit, schau, wie der Keks schmeckt, sich anfühlt, riecht, das Kauerlebnis usw.
Fokussier dich auf das Erleben und Wahrnehmen,
ohne irgendwas zu benennen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Essen des vorgestellten Keks und dem realen, den du erfahren
kannst?
-3. Dann beschreibe für dich richtig ausführlich wie der Geschmack, der Geruch, das Gefühl des Essens
war.
Hat die Beschreibung irgendwas mit dem direktem Erleben zu tun?
Bezieht sich dieses gefühlte Selbst, was ist, auf ein vorgestelltes Selbst oder auf etwas was direkt
erfahren, erlebt wird?
Gibt es in dieser Erfahrung ein Selbst/Ich?
Oder ist da nur Erfahren?