Bis ans Ende des Weges

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CarolinaS
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Thu Sep 20, 2018 9:35 pm

Beschreibe mal bitte in eigenen Worten, was erkannt wird.
Zwischen dem mentalen Lärm und den süchtigen Verhaltensmustern (nach Ängsten laufen jetzt wohl gerade 'desires' durch), die sich im Moment zeigen, versuche ich irgendwie "durchzudringen"... "durchzurutschen" in die "Tiefe"...
Die Übung mit der Zitrone hilft gerade...
weil mir klar wurde, dass sogar der Körper reagieren kann.. und das aber noch lange nicht bedeutet, dass da wirklich eine Zitrone existiert.
Mein Körper reagiert auf etwas (ein "ich"), das nicht da ist..
Mein Körper reagiert auf Bilder (Filmsequenzen) plus Kommentare (Gedanken).. (z.B. mit Schmerz oder Freude.. bzw. mit Tränen oder Lachen)
(Wobei der Körper selbst ein Bild ist (beweglich) plus das Fühlen / Körperempfinden..)
Dieser Körper scheint etwas Kontinuierliches zu haben.. und scheint mir sozusagen sehr nahe zu sein bzw. er scheint mit "mir" verschmolzen zu sein (zumindest gerade jetzt in diesem Moment). Deshalb dient er immer wieder als Bezugspunkt. Die Bilder plus Kommentare scheinen "flüchtiger", obwohl auch sie fast "statisch" wiederkehrenden Mustern folgen..
All diese Erscheinungen wirken perfekt aufeinander abgestimmt. Wie ein Uhrwerk. Und es tickt in einem ganz bestimmten Rhythmus, auf eine ganz bestimmte Weise.
Ich sehe, dass all das geschieht und da ist.. ohne dass es dazu "mich" / ein "ich" als Urheber braucht.
Es geschieht einfach.
Spielt irgendjemand in der Realität diese Rolle, so wie du sie siehst?
Da ist kein "irgendjemand". Keine Rolle. Was gespielt wird / sich zeigt sind immer wieder diese selben aufeinander abgestimmten Elemente (Bilder / Gedanken / Empfindungen / Gefühle). Ich sehe diese Elemente auf eine einzigartige Weise kombiniert. Ein einzigartiger "Film" über "Carolina", der gemacht ist aus Bildern / Gedanken / Empfindungen / Gefühlen, die einen "Sinn" ergeben.. "Carolina" ist ein Wort, das auf etwas verweist, das sowenig da ist, wie die Zitrone in der Übung.
Es geht hier nicht darum, Gefühle zu negieren. Sie sind da. Doch wo ist die Person, die unglücklich ist über etwas? Wo findest du das?
Mir ist jetzt klar, dass selbst wenn in der Gegenwart eine Reaktion (körperlich oder emotional) auftaucht, das keine Indiz für die Existenz einer Person ist.
Zuvor fand ich es immer schon sehr einleuchtend, dass Vergangenheit und Zukunft nicht in dieser linearen Form existieren, wie es uns beigebracht wurde... aber das, was in der Gegenwart geschah, war in sofern etwas anderes, als konkret und körperlich erfahrbar ganz bestimmte Phänomene auftauchten, die zu beweisen schienen, dass "ich da bin". Ich mit all meinen Reaktionsmustern eben.
Wenn auch in der Gegenwart einfach geschieht was geschieht, inklusive der "noch so nach 'persönlichem ich' riechenden" Reaktionen (z.B. Unglücklich-Sein), und damit weder interpretiert noch "bewiesen" wird, dass da ein "ich" existiert, sondern vielmehr klar wird, dass alles (-alle Elemente, aus denen Erfahrung gemacht ist) einfach an einem ortlosen Ort auftaucht, um dann wieder zu verschwinden... dann gibt es nichts mehr zu schützen, nichts zu bewahren, nichts zu retten, nichts zu erlösen, nichts zu erfüllen
...und darin ist kein Unglücklich-Seinder mehr übrig...

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Fri Sep 21, 2018 7:35 am

Hallo Liebe,
versuche ich irgendwie "durchzudringen"... "durchzurutschen" in die "Tiefe"...

Wo willst du hin?

Gibt es etwas, das "tiefer" ist als das hier?
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Fri Sep 21, 2018 8:53 am

"Carolina" ist ein Wort, das auf etwas verweist, das sowenig da ist, wie die Zitrone in der Übung.

Schau genauer hin: Was ist der Unterschied?

Die vorgestellte Zitrone in der Übung 'bezieht' sich auf etwas, das in der Realität erfahrbar ist.

Wie ist es mit Carolina? Wie ist es mit dem Weihnachtsmann, Pretty Woman, Batman oder James Bond?
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Fri Sep 21, 2018 9:14 am

..Die Gänsefüßchen zeigen an, dass ich, während ich schreibe, um den Irrtum weiß.. und dennoch schreibe ich es, weil mein Gefühl mit dem Wissen noch nicht im Einklang zu sein scheint.
Im Prozess meines Schreibens selbst passiert schon etwas, das irgendwie ‚innerlich weiter‘ macht..
und durch dein Nachhaken jetzt ‚fluppt etwas in ein alinement‘..
Ich bin da.
Wo will ich hin?
Nur hier sein.
Gibt es etwas tieferes?
Nein.
Hier ist perfekter Frieden.

Ich danke dir...

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Fri Sep 21, 2018 9:15 am

Nach Batman schau ich nochmal.. ;-)

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Fri Sep 21, 2018 10:09 am

..Die Gänsefüßchen zeigen an, dass ich, während ich schreibe, um den Irrtum weiß.. und dennoch schreibe ich es, weil mein Gefühl mit dem Wissen noch nicht im Einklang zu sein scheint.
Ja :-) deshalb hake ich auch nach - um immer wieder den Impuls zu geben, genau da hinzuschauen. Denn auch wenn du beim Schreiben um den Irrtum weißt, sind das die Vorstellungen an denen sich das Denken und Fühlen - das scheinbare 'Ich' - festmacht. Schau hin ist eine Einladung, die wörtlich gemeint ist. Es geht nicht ums Verstehen und letztlich auch nicht ums Fühlen, sondern ums Sehen. Um das Sehen der 'blinden Flecken', der Vorstellungen und Ideen, von dem, was real ist und was nicht real ist. So dass nur noch Klarheit übrig bleibt.

Hier ist perfekter Frieden.
Wirklich? Was ist das 'perfekter Frieden'?

~

Lass dir Zeit mit allem.
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Fri Sep 21, 2018 10:11 am

Nach Batman schau ich nochmal.. ;-)
Ja, mach das :-)
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Sat Sep 22, 2018 12:16 pm

Hallo Stillness,

Ich schaue hin.
Und finde alles mögliche..
Mal Frieden, mal Frust, mal etwas, das sich wie ein energetischer Shift anfühlt, wie eine Befreiung.. Dann wieder der Gedanke: "Das kann es nicht gewesen sein..", dann Ärger, dann ist da einfach Schauen und Fragen: Finde ich in diesem Gedanken ein "ich"? - Nein. Finde ich in diesem inneren Bild ein "ich"? - Nein. Finde ich in diesem Gefühl ein "ich"? - Nein.
Ich finde keins. Ich finde keins. Ich finde keins.
Dann ein Empfinden von - wie soll ich anders sagen? - Raum... in dem alles auftaucht ohne Bezug zu einem "Zentrum".. ein völlig unpersönliches Erscheinen von "persönlichen" Erscheinungen in einem unpersönlichen Raum.
Und dann fühle ich etwas wie: "Ja. Das ist da. Das taucht auf. Bedeutet das, dass da ein 'ich' ist? Nein..."
Ein befreiendes, befreites Gefühl / Erleben taucht auf.
Dann wieder etwas wie eine Wand, die undurchdringlich scheint.
Dann fühle ich die Wand. Nur eine Art Energie. Völlig OK. Mein Körper atmet etwas aus.
Mein Körper kribbelt.
Er brennt innerlich.
Ich mache Pause.
"Ich kann nichts machen", um zu sehen...
Alles was da ist, ist einfach da.
Loslassen..
Alles gut.

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Sat Sep 22, 2018 5:26 pm

Liebe Carolina,
Ich finde keins. Ich finde keins. Ich finde keins.
Wenn du nirgendwo ein Ich findest - bedeutet das, dass kein Ich existiert?

Anders gefragt: Ist die Illusion durchschaut?


ohne Bezug zu einem "Zentrum".. ein völlig unpersönliches Erscheinen von "persönlichen" Erscheinungen
Das ist sehr schön ausgedrückt.


Möchtest du weitermachen? Wenn ja: was ist noch nicht im Klaren?

Von Herzen
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Sat Sep 22, 2018 6:02 pm

Liebe Stillness,
bedeutet das, dass kein Ich existiert?
Ja.. Ich sehe, dass keins existiert.
Anders gefragt: Ist die Illusion durchschaut?
Ich bin mir nicht sicher..
Möchtest du weitermachen?
Ja, gerne.
was ist noch nicht im Klaren?
Ich würde gerne nochmal auf Erwartungen und Anhaftungen schauen.
Ich finde (noch) Leiden in mir, das glaube ich daher rührt, dass (immer noch) Anhaftungen existieren.
Meine Erwartung oder Vorstellung vom Durchschauen der Illusion war, dass mich das Leid bzw. die "desires" nicht mehr so "erwischen" können.
Ich weiß inzwischen, dass das eine falsche Vorstellung war.. und doch glaubt noch etwas in mir, ich müsste mich irgendwie permanent "leichter" fühlen (obwohl ich mich schon oft sehr leicht und befreit fühle) (aber manchmal halt auch nicht ;-) ) oder weniger das Gefühl haben "irgendetwas zu brauchen"... So als wäre das dann ein Beweis, dass ich "es erkannt habe".
Oder aber ich finde die Erwartungshaltung, dass sich durch mein Hinschauen sofort (-oder wenigstens sehr schnell) alle Schmerzen auflösen müssten. Denn wo kein "ich" existiert, dürfte eigentlich auch kein Schmerz mehr sein und vor allem auch keine Bedürftigkeit.
Diese Gedanken konnten sich noch bis jetzt in mir halten..
Vielleicht kann ich hier noch einen anderen "Blickwinkel" finden.

So vielen Dank für dein guiding!!!
:-)
DANKE!!!!

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Sat Sep 22, 2018 11:42 pm

Liebe Carolina,

danke für deine Ehrlichkeit und Genauigkeit, das ist sehr gut und wichtig.
Ich würde gerne nochmal auf Erwartungen und Anhaftungen schauen.
Ja, gerne.

Wem sollen deine Erwartungen dienen?

Erwartungen...sind Gedanken. Ihr Inhalt ist nicht real, egal wie du es drehst und wendest, egal wie sehr weitere Gedanken daran 'festhalten'. Lies dir das Folgende in Ruhe durch.
Oder aber ich finde die Erwartungshaltung, dass sich durch mein Hinschauen sofort (-oder wenigstens sehr schnell) alle Schmerzen auflösen müssten. Denn wo kein "ich" existiert, dürfte eigentlich auch kein Schmerz mehr sein und vor allem auch keine Bedürftigkeit.
Aufwachen ist kein schneller Weg zum Glück oder zum Ende von Schmerz. Schmerz gehört zum menschlichen Dasein, genauso wie vieles andere auch. Schmerz wird nicht einfach verschwinden durch das Aufwachen - genauso wie alles andere, was real ist (und dazu zählen Gedanken und Gefühle) nicht verschwinden wird. Wenn du erkennst, dass das Ich eine komplette Illusion ist und immer war, bedeutet das nicht, dass die jahrelang erlernten und im Organismus 'abgespeicherten' Ich-Funktionen einfach so aufhören. Sie werden mit der Zeit vielleicht weniger oder ruhiger.

Aufwachen bedeutet lediglich, die Realität zu erkennen. Und in der gibt es kein Ich. Aber alles andere. Aufwachen ist ein Beginn, kein Ende...es ist der Beginn davon, Menschsein viel intensiver zu erfahren. Nicht, es loszuwerden.

Daher mag es Schmerz geben, aber da ist niemand, der den Schmerz hat. Das wird gesehen. Da ist einfach Schmerz. Oder Traurigkeit, Freude, Schmerz, was auch immer. Oft wird alles sogar intensiver erfahren, da die 'Ich'-Barriere nicht mehr da ist.

Das Guiding hier hat nicht zum Ziel, einen veränderten bzw. besseren Zustand für dich hervorzubringen. Das ist völlig nebensächlich.

Es geht einzig um das Erkennen, das Sehen. Wenn du siehst, dann siehst du. Dann fragst du nicht mehr nach einem anderen Erleben. Alles ist dann einfach wie es ist - und alles ist okay. Es kann nicht anders sein. Darin liegt Freiheit.
Vielleicht kann ich hier noch einen anderen "Blickwinkel" finden.
Das ist nicht notwendig. Erwartungen sind Gedanken, ein 'anderer Blickwinkel' sind dann einfach weitere Gedanken. Sei einfach bereit - nach allem, was du nun gehört hast und dir plausibel erscheint - dass die Erwartung, die du hast, sich nicht erfüllen wird. Sei bereit, die Illusion trotzdem zu sehen.

Dann geht es nur ums Sehen.

Sehen, was schon jetzt der Fall ist – ganz egal, welcher Zustand gerade da sein mag.
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Sun Sep 23, 2018 10:55 am

Liebe Stillness,

vielen Dank für deine Beschreibung.
Meine erste Reaktion war: Erleichterung.
Es muss sich überhaupt gar nichts verändern!!
Nichts muss anders sein, als es ist.
Wow..
Keine Beweise (mehr) nötig.
Dieser Selbstverbesserungs-Zwang war auch so eine "jahrelang erlernte und im Organismus abgespeicherte Ich-Funktion".

"Da stimmt doch etwas (noch immer) nicht."
"Das kann doch nicht alles sein, was mit Erwachen gemeint ist.."
Ich sehe jetzt, dass das 'leere' Gedanken sind.
Aufwachen bedeutet lediglich, die Realität zu erkennen. Und in der gibt es kein Ich. Aber alles andere.
Aber alles andere!
Ja, ich sehe das jetzt!
:-)
Dann fragst du nicht mehr nach einem anderen Erleben.
Dazu folgende Frage:
Es gibt in mir eine weitere "jahrelang erlernte und im Organismus abgespeicherte Ich-Funktion".
Ich würde das Phantasieren oder "future-faking" nennen.
Ein starker Mechanismus, der eben (wie alles andere) auch immer noch da ist.
Dieser Mechanismus fragt nach einem anderen Erleben. Sonst müsste ja nicht phantasiert werden.
Den Mechanismus "eliminieren" zu wollen, würde aber auch bedeuten, nach einem anderen Erleben zu fragen, nicht wahr?
Das Phantasieren scheint jedoch immer noch die Kraft zu haben mich in eine andere Welt mit einem anderen Ich als Zentrum 'entführen' zu können. In der Phantasie erlebt ein "anderes Ich" dann eben wieder den 'sense of a person' und bekommt in einer phantasierten Welt, das, was es will..
Phantasien bestehen aus inneren Bildern und Gedanken.
Diese sind real.
Das ist klar.
Der 'sense of a person' ist nicht real.. hat aber in der Phantasie eine Art Refugium gefunden.
An dieser Stelle hänge ich noch...
? ? ?

Noch eine Frage:
Wieviel Sinn hat es die abgespeicherten Ich-Funktionen auf herkömmliche Weise zu adressieren?
(Z.B. therapeutisch oder mit Meditationen, die das "Zellbewusstsein" ansprechen sollen)
Ist das einfach wieder nur das Selbstverbessungs-Programm in Aktion, das das Ich-Gefühl im Endeffekt nur verstärkt und seine "Probleme" untermauert / den "Problemen scheinbare 'Realität' verleiht"?
Oder hat es auf der Ebene von "Das-Menschsein-Erfahren" (und adressieren) seinen Platz?

Vielen Dank für deine Unterstützung und das Nachhaken!!
:-)

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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Sun Sep 23, 2018 11:34 am

Hallo Carolina,
Das Phantasieren scheint jedoch immer noch die Kraft zu haben mich in eine andere Welt mit einem anderen Ich als Zentrum 'entführen' zu können. In der Phantasie erlebt ein "anderes Ich" dann eben wieder den 'sense of a person' und bekommt in einer phantasierten Welt, das, was es will..
Was für ein 'anderes Ich'? Was ist das eigentliche Ich und was das andere Ich?

Was für eine 'andere Welt'? Gibt es in der Realität verschiedene Welten? In einer Welt ist ein Ich, in einer anderen nicht?

Der 'sense of a person' ist nicht real..
Was nicht real ist, ist das Ich. Wieso sollte das Gefühl, eine Person zu sein, nicht real sein? Gefühle sind real. Sie deuten nur nicht auf ein Ich hin. Oder was meinst du damit, dass der Sense of a Person nicht real ist?

.. hat aber in der Phantasie eine Art Refugium gefunden.
Bitte erkläre mir das. Was meinst du mit 'Refugium gefunden'? Gibt es ein Ich, das irgendwo existiert?
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby Stillness » Sun Sep 23, 2018 11:43 am

Noch eine Frage:
Wieviel Sinn hat es die abgespeicherten Ich-Funktionen auf herkömmliche Weise zu adressieren?
Ich kann eine Frage nach Sinn nicht beantworten. Wenn das Ich zweifelsfrei als Illusion gesehen wird, dann werden auch Ich-Funktion als frei von Ich erkannt. Psychotherapie etc. hat sicherlich ihren Wert auf der Ebene der Ich-Aktualisierung und die Beschäftigung mit Ich-Funktionen kann auch nach dem Durchschauen der Illusion ihren Raum haben, da, wie du sagst, Menschsein weiter geht.
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Re: Bis ans Ende des Weges

Postby CarolinaS » Sun Sep 23, 2018 2:15 pm

Was für ein 'anderes Ich'? Was ist das eigentliche Ich und was das andere Ich?
Da ist kein anderes Ich.
Da ist immer dasselbe Hier, in dem unterschiedliche innere Bilder und Gedanken auftauchen.
Diese Bilder und Gedanken scheinen sich (wie bei einem Musikstück) zu bestimmten "Rhythmen" zusammenfügen zu können und mal scheinen sie mehr um ein gegenwärtiges "ich" zu kreisen und mal mehr um ein zukünftiges "ich".
Das Kreisen um das gegenwärtige "ich" erscheint mir irgendwie durchschaubarer, d.h. ich sehe die einzelnen Elemente aus denen sich Erfahrung zusammensetzt deutlich, während das Kreisen um das zukünftige "ich" eher die Qualität hat, mich wie ein "spannender Film" in eine Storyline "hineinzuziehen". (z.B. im Falle von Verliebt-Sein)
Gibt es in der Realität verschiedene Welten? In einer Welt ist ein Ich, in einer anderen nicht?
Nein. Es gibt nur das hier.
Wenn "Tagträumen" anfängt, dann scheint die Aufmerksamkeit stärker in die mentalen Bilder und die dadurch hervorgerufenen Gefühle gezogen zu werden.. und das alles begleitet von einem "Titel-Gedanken", der sagt "Ich will / brauche dass, das passiert!"
Ich sehe, dass in all dem kein "ich" ist...
dass es einfach durchläuft..
Es einfach Bilder sind. Gedanken. Gefühle.
Manchmal begleitet von einem Gedanken, der sagt: "Das ist nicht gut / OK. Du solltest das lassen."
Ein Schamgefühl taucht auf.
Immer noch kein "ich".
Oder was meinst du damit, dass der Sense of a Person nicht real ist?
Ich meinte es so. Dass das Gefühl eine Person zu sein, nicht auf ein "ich" hindeutet.
Stimmt, das Gefühl eine Person zu sein, ist ein Gefühl, das ist / da sein kann, und damit ebenso real ist.
Was meinst du mit 'Refugium gefunden'? Gibt es ein Ich, das irgendwo existiert?
Nein, ich sehe, dass nirgendwo ein "ich" existiert.
Es ist nur als hätte dieses zeitweise "Eintauchen" in die oben genannte "Storyline" einer möglichen Zukunft für ein fiktives "ich" - von dem ich weiß, dass es nicht existiert - weitere Gedanken im Gepäck, die mir jetzt gerade als Gedanken bewusst werden. Einfach weitere Gedanken - kein "ich".
(Z.B.: "Das ist nicht gesund!", "Das ist spirituell gesehen unreif!" "Es ist anziehend und unterhaltsam." "Dafür zahlst du einen hohen Preis!")

Ich glaube, es war einfach nötig und gut für mich das nochmal genauer anzuschauen...
Ich hoffe, das ist OK.


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