Hilfe beim hinschauen

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blanca24
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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Fri Mar 02, 2018 9:03 pm

Kann irgendetwas, was ein Anderer sagt, mehr sein als ein subjektives Konzept? Eine Serie von Gedanken?
Hahaha, da muss ich lachen. Ja stimmt!!!
Stimmt.
Welche Freiheit.


Eindrücke:

Die Angst ist vor dem, was sowieso schon ist: das Gefühl von Stocken. Das ist paradox.

Wenn ich reinfühle in das „kleine Festhalten im Herz“ verflüchtigt es sich immer.
Körper wird immer unfassbar, Bedrückungsgefühl körperlich ist nicht weg aber auch nicht fassbar.
Das sind kleine vibrierende Ströme.
Ein Ich ist nicht zu finden, das die Angst hat, es scheinen nur die Mechanismen selbst zu sein.
Ist ein Ich zu finden, das beobachtet? Ein Ich behauptet dass es beobachtet, aber Mechanismen laufen sowieso ab, und das Ich ist dann auch wiederum nicht zu finden.
Welches Ich muss geschützt werden vor diesem Widerstand? Gedanken, Bilder kommen. Nichts was wirklich scheint.

Eine Frage taucht auf: etwas passiert einfach – oder es wird beobachtet – gibt es da einen Unterschied?
Ein Beobachter scheint da zu sein. Bei der Suche nach ihm wird er schwammig. Dann ist wieder nur das Geschehen da.

Immer die Unsicherheit ob einfach nur die Konzentration zu schlecht ist und sich deshalb alles dauernd verflüchtigt. Aber ich werde einfach weitermachen.

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pregunta
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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sat Mar 03, 2018 10:09 am

Die Angst ist vor dem, was sowieso schon ist: das Gefühl von Stocken. Das ist paradox.

Wenn ich reinfühle in das „kleine Festhalten im Herz“ verflüchtigt es sich immer.
Körper wird immer unfassbar, Bedrückungsgefühl körperlich ist nicht weg aber auch nicht fassbar.
Das sind kleine vibrierende Ströme.
Ein Ich ist nicht zu finden, das die Angst hat, es scheinen nur die Mechanismen selbst zu sein.
Ist ein Ich zu finden, das beobachtet? Ein Ich behauptet dass es beobachtet, aber Mechanismen laufen sowieso ab, und das Ich ist dann auch wiederum nicht zu finden.
Welches Ich muss geschützt werden vor diesem Widerstand? Gedanken, Bilder kommen. Nichts was wirklich scheint.


Eine Frage taucht auf: etwas passiert einfach – oder es wird beobachtet – gibt es da einen Unterschied?
Ein Beobachter scheint da zu sein. Bei der Suche nach ihm wird er schwammig. Dann ist wieder nur das Geschehen da.
Schön gesehen. Es kann durchaus immer wieder Momente der Illusion, bzw. der Unklarheit geben, die dann wieder mithilfe von klarem Hinschauen entlarvt werden ...

Aber ich werde einfach weitermachen.
Das klingt gut :))

Gib dich weiter, so gut es geht, sämtlichen Wünschen und Widerständen hin. Lade sie ein, ... doch glaube ihnen nicht!

Immer die Unsicherheit ob einfach nur die Konzentration zu schlecht ist und sich deshalb alles dauernd verflüchtigt.

Was verflüchtigt sich denn?

Was soll passieren, was nicht passiert?

Kann Konzentration bzw. die Befähigung dazu, gesehen, gehört oder erspürt werden?

Wer oder was könnte eine Kontrolle über Konzentration haben?


Sonnige Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sat Mar 03, 2018 10:32 pm

Was verflüchtigt sich denn?
Die Gefühle, die Sensationen, die Wahrnehmung von allem. Und dann taucht der Eindruck auf, dass da vielleicht noch viel ist, was nicht gesehen wird.

Was soll passieren, was nicht passiert?
Noch klareres Sehen – ist natürlich: ein Wunsch. Ein Gedanke.



Ins „Schwarzes Loch“ mich fallen lassen. Hauptsächlich der Gedanke „ich bin verloren“. Ansonsten nur körperliche Sensationen. Irgendwie mehr das Gefühl, dass ein Drama sich abspielt das aber eine Story ist, ein Mechanismus. Wo ist ein Ich? Dieses Ding das gerettet werden will, das Hilfe will, eine Bestätigung. Nur Bilder die da auftauchen.
Insgesamt ist mir alles durch das Betrachten etwas egaler geworden - habe ich das Gefühl.


Kann Konzentration bzw. die Befähigung dazu, gesehen, gehört oder erspürt werden?

Wer oder was könnte eine Kontrolle über Konzentration haben?
Konzentration ist einfach der Eindruck der entsteht wenn die Gedanken klarer zu sein scheinen. Klarer als einzelne unterschieden werden können. Niemand der das steuern kann ist da.
Konzentration wäre wenn nicht diese Schläfrigkeitsströme kämen?


Ich beobachte noch ein paar Sachen:

Dieses Ich das kein Loser sein will. Wenn man es sucht: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen aus Gedanken und Gefühlen, eine Idee von einer Person (die sich ändert, die oszilliert).

Im entspannten Zustand oft kleine „Stromschläge“ im Herz, ein kleiner Schreck, und ein Hochschrecken. Also oft ein Einschlafen und dann dieses Hochschrecken.
Sehe, dass ich den Schreck persönlich genommen habe bisher. Und es ist einfach nur körperliches Geschehen. Ich kann aber nicht sehen, ob da ein Gedanke davor war oder erst danach, so etwas wie: „du hättest nicht einschlafen sollen.“ Oder ob ein Gedanke überhaupt damit zu tun hat oder nur dazugedichtet ist.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Mar 04, 2018 11:27 am

Ins „Schwarzes Loch“ mich fallen lassen. Hauptsächlich der Gedanke „ich bin verloren“. Ansonsten nur körperliche Sensationen. Irgendwie mehr das Gefühl, dass ein Drama sich abspielt das aber eine Story ist, ein Mechanismus. Wo ist ein Ich? Dieses Ding das gerettet werden will, das Hilfe will, eine Bestätigung. Nur Bilder die da auftauchen.
Insgesamt ist mir alles durch das Betrachten etwas egaler geworden - habe ich das Gefühl.
Wow ...

Ja, wenn die Dramen durchschaut werden, können sich solche schwarzen Löcher als völlig harmlos herausstellen ...

Was verflüchtigt sich denn?
Die Gefühle, die Sensationen, die Wahrnehmung von allem. Und dann taucht der Eindruck auf, dass da vielleicht noch viel ist, was nicht gesehen wird.
Kann denn jemals nicht wahrgenommen werden? Versuch das mal. Ist das überhaupt möglich?
Kann sich direkte Wahrnehmung verflüchtigen? Ist sie jemals nicht direkt?

Konzentration ist einfach der Eindruck der entsteht wenn die Gedanken klarer zu sein scheinen. Klarer als einzelne unterschieden werden können. Niemand der das steuern kann ist da.
Konzentration wäre wenn nicht diese Schläfrigkeitsströme kämen?
Was ist denn ein klarer Gedanke? Was ist ein unklarer Gedanke?
Wie kommen diese Bewertungen zustande?

Im entspannten Zustand oft kleine „Stromschläge“ im Herz, ein kleiner Schreck, und ein Hochschrecken. Also oft ein Einschlafen und dann dieses Hochschrecken.
Sehe, dass ich den Schreck persönlich genommen habe bisher. Und es ist einfach nur körperliches Geschehen. Ich kann aber nicht sehen, ob da ein Gedanke davor war oder erst danach, so etwas wie: „du hättest nicht einschlafen sollen.“ Oder ob ein Gedanke überhaupt damit zu tun hat oder nur dazugedichtet ist.
Manches passiert ja einfach auch nur ... Gut, dass du gesehen hast, dass das nur etwas Körperliches ist. Kannst du denn jemanden finden, der den 'kleinen Schreck' nicht haben will? Bzw. das Gefühl nicht fühlen will, was möglicherweise nach dem kleinen Schreck auftaucht?

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Mar 04, 2018 8:26 pm

Kann denn jemals nicht wahrgenommen werden? Versuch das mal. Ist das überhaupt möglich?
Gar nicht geht natürlich nicht.
Aber ich habe angenommen dass nur ein Bruchteil allen Geschehens wahrgenommen wird.
Ist das nicht wahrgenommene dann streng genommen nicht real?
Jetzt kann ich zb den Fokus mehr auf Hören legen und dann mal aufs Sehen. Wenn Hören stattfindet mit geschlossenen Augen, was ist dann mit dem was zu Sehen wäre – das ist dann nur eine Idee, das existiert dann gar nicht wirklich.
Trotzdem: wenn ich bewusst etwas wahrnehme im Gegensatz zu unbewusst? Ist das real kein Unterschied?

Kann sich direkte Wahrnehmung verflüchtigen? Ist sie jemals nicht direkt?
Doch, immer direkt.
Zu verflüchtigen: Das wahrgenommene hat eine andere Qualität. Aber da ist auch der Eindruck dass nichts passiert, Stille. Natürlich ein Bild zb ist noch da. trotzdem passiert einen Moment nichts was man benennen könnte. Dann wieder Gedanken: was ist das hier? etc.

Was ist denn ein klarer Gedanke? Was ist ein unklarer Gedanke?
Wie kommen diese Bewertungen zustande?
Ja das muss wohl ein Urteil sein. Vielleicht sind alle Gedanken eben so wie sie sind.

Gedanken die in Worte zu fassen sind, kamen mir „klar“ vor. Dann gibt es oft das Gefühl von Gedankenströmen, ohne dass jeder einzelne erkannt wird. Oder eben das Genannte: Gedanken finden statt – Müdigkeit strömt ein, und Gedanken scheinen dann aus einer anderen Bewusstseinschicht zu kommen, nehmen eine mehr traumhafte Qualität an. Und dann schlafe ich vielleicht ein.

Kannst du denn jemanden finden, der den 'kleinen Schreck' nicht haben will? Bzw. das Gefühl nicht fühlen will, was möglicherweise nach dem kleinen Schreck auftaucht?
Ja, aber das habe ich nicht mehr so geglaubt.
Aber da ist noch der Wunsch, besser zu durchschauen, was hier passiert.




Habe mich heute gefragt zu „meiner Vergangenheit“:
War ein ich da, das es hätte besser machen können?
Wo ist das ich jetzt?

Da waren Mechanismen, Strukturen, Zufälle (?)/äußere Begebenheiten.
Kein ich zu finden.
Aber Gedanke sagt: glaube es nicht so ganz.

Die Vergangenheitsgeschichte, das ist klar, ist natürlich auch eine Reihe von Gedanken/Erfindungen/Interpretationen, aber muss da noch weiter schauen, das ist noch gar nicht glasklar.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Mar 04, 2018 10:04 pm

Liebe Blanca,
Aber ich habe angenommen dass nur ein Bruchteil allen Geschehens wahrgenommen wird.
Ist das nicht wahrgenommene dann streng genommen nicht real?
Jetzt kann ich zb den Fokus mehr auf Hören legen und dann mal aufs Sehen. Wenn Hören stattfindet mit geschlossenen Augen, was ist dann mit dem was zu Sehen wäre – das ist dann nur eine Idee, das existiert dann gar nicht wirklich.
Trotzdem: wenn ich bewusst etwas wahrnehme im Gegensatz zu unbewusst? Ist das real kein Unterschied?
Du bist schon auf der richtigen Spur. Die Frage ist, ob gewusst werden kann, dass da noch eine andere Wahrnehmung ist, wenn sie gar nicht wahrgenommen wird?

Was ist denn ein klarer Gedanke? Was ist ein unklarer Gedanke?
Wie kommen diese Bewertungen zustande?
Ja das muss wohl ein Urteil sein. Vielleicht sind alle Gedanken eben so wie sie sind.
Ja, wenn man genau hinschaut ist es nur ein Urteil. Nichts als Gedanken über andere Gedanken ...

Habe mich heute gefragt zu „meiner Vergangenheit“:
War ein ich da, das es hätte besser machen können?
Wo ist das ich jetzt?
Da waren Mechanismen, Strukturen, Zufälle (?)/äußere Begebenheiten.
Kein ich zu finden.

Super. Vielleicht hilft es dir, nachzuschauen, wie Erinnerung im Hier und Jetzt repräsentiert ist.
Sind da wirklich Mechanismen, Strukturen, Zufälle, äußere Begebenheiten?
Was sagt die direkte Erfahrung dazu? Nimm eine konkrete Erinnerung und schau hin, was sich zeigt ...

:))

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Mon Mar 05, 2018 12:32 pm

Du bist schon auf der richtigen Spur. Die Frage ist, ob gewusst werden kann, dass da noch eine andere Wahrnehmung ist, wenn sie gar nicht wahrgenommen wird?
Also dann ist da keine. Und ist auch nicht gewusst.
Aber es gibt doch unbewusstes Wahrnehmen? Das verstehe ich nicht!

Super. Vielleicht hilft es dir, nachzuschauen, wie Erinnerung im Hier und Jetzt repräsentiert ist.
Sind da wirklich Mechanismen, Strukturen, Zufälle, äußere Begebenheiten?
Was sagt die direkte Erfahrung dazu? Nimm eine konkrete Erinnerung und schau hin, was sich zeigt ...
Gestern vor dem Einschlafen lange drauf konzentriert.

Die Erinnerung ist zusammengesetzt aus
Bildern
Gedanken, Überzeugungen
Gefühlen

Ein Gedanke, ein Schmerz-Gefühl. Die Gedanken gaukeln dann vor dass es persönlich ist, „das bedeutet dass du schlecht bist“. Das war gestern Nacht sehr deutlich, jetzt wieder weniger.

Das ich in der Erinnerung mal obenauf („ich schaffe es noch“), mal „verloren“. Es oszilliert, ist nicht stabil, ist ein Gedankenprodukt.
Und das ich existiert nur in der Reflektion, wie „andere es sehen“ – selbst wenn das nur in Gedanken stattfindet.

Die Überzeugungen (tief verwurzelte, immer wiederkehrende Gedanken) basteln die Vergangenheit zu einer Geschichte zusammen. Könnte man sicher alles auch anders interpretieren.


Die Frage ist: hätte ein ich es besser machen können?
Das Ich das einer bestimmten Geschichte (fiktiv) folgt in der es bestimmte Rolle (fiktiv) spielt.
Es ist klar, aber auch nicht. Nicht klar genug.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Mon Mar 05, 2018 4:25 pm

Du bist schon auf der richtigen Spur. Die Frage ist, ob gewusst werden kann, dass da noch eine andere Wahrnehmung ist, wenn sie gar nicht wahrgenommen wird?
Also dann ist da keine. Und ist auch nicht gewusst.
Aber es gibt doch unbewusstes Wahrnehmen? Das verstehe ich nicht!

Schau mal, vielleicht hilft dir das (natürlich völlig imaginäre imaginäre ;)) Bild von zwei Ebenen. Auf der absoluten Ebene, die die einzig "wahre" Ebene ist, gibt es nur das, was gerade direkt erfahren wird. Sehen, hören usw. ... ohne irgendeine Trennung. Und das Bemerken von Gedanken. Das ist die Ebene, die es hier gilt, zu erkunden. Wenn ich dir eine Aufgabe stelle, geht es darum, ausschließlich hier zu suchen.

Auf der anderen Seite die relative (illusionäre) Ebene unseres täglichen Lebens, die Ebene des "Ichs", der Charaktäre, Beziehungen, Kommunikation, Konzepte, Probleme, Gedanken, Geschichten, des logischen Verstehens und auch Ideen über ein Unterbewusstsein, ... die jedoch allesamt Interpretationen der direkten Erfahrung sind ...
Hier sind auch persönliche Werte, Sinn und Bedeutung relevant. Auch wenn diese Ebene illusionär ist, findet doch ein Großteil unserer (subjektiven) Lebenserfahrung genau hier statt. Auch das Leiden.

Die Erinnerung ist zusammengesetzt aus
Bildern
Gedanken, Überzeugungen
Gefühlen

Ein Gedanke, ein Schmerz-Gefühl. Die Gedanken gaukeln dann vor dass es persönlich ist, „das bedeutet dass du schlecht bist“. Das war gestern Nacht sehr deutlich, jetzt wieder weniger.
Das ich in der Erinnerung mal obenauf („ich schaffe es noch“), mal „verloren“. Es oszilliert, ist nicht stabil, ist ein Gedankenprodukt.
Und das ich existiert nur in der Reflektion, wie „andere es sehen“ – selbst wenn das nur in Gedanken stattfindet.
Die Überzeugungen (tief verwurzelte, immer wiederkehrende Gedanken) basteln die Vergangenheit zu einer Geschichte zusammen. Könnte man sicher alles auch anders interpretieren.
Super.

Die Frage ist: hätte ein ich es besser machen können?
Das Ich das einer bestimmten Geschichte (fiktiv) folgt in der es bestimmte Rolle (fiktiv) spielt.
Es ist klar, aber auch nicht. Nicht klar genug.
Welches Ich denn? Wenn es schon im derzeitigen Augenblick nicht anwesend ist?
Und du hast ja gerade gesehen, dass die Geschichte vollkommen fiktiv ist ... Ein absolutes Zerrbild des Geschehenen.

Existiert jemals etwas Anderes als Erfahrungen und Gedanken, die im Hier und Jetzt stattfinden?
Einschließlich des Gedankens, irgendjemand hätte es besser gemacht haben können?

???

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Mon Mar 05, 2018 11:12 pm

... Gedanken, Geschichten, des logischen Verstehens und auch Ideen über ein Unterbewusstsein, ... die jedoch allesamt Interpretationen der direkten Erfahrung sind ...
Ok, das mit den zwei Ebenen ist einleuchtend. Das erklärt es glaube ich. Muss ich aber noch mal wirken lassen.

Welches Ich denn? Wenn es schon im derzeitigen Augenblick nicht anwesend ist?
Und du hast ja gerade gesehen, dass die Geschichte vollkommen fiktiv ist ... Ein absolutes Zerrbild des Geschehenen.
Ja, das war sehr schlecht ausgedrückt.
Ich wollte mich selbst fragen, wie ich die ursprüngliche Frage „hätte ein ich es besser machen können?“ jetzt beantworte.
Ich meinte: das ich ist eine fiktive Rolle. Natürlich existiert es nicht. Ich sehe das klar. Aber die Gefühle sind zum teil noch so stark!!!, als könnte ich es mir gar nicht vorstellen, das meinte ich mit klar aber nicht klar.
Aber etwas lockert sich, das merke ich trotzdem.

Die Vergangenheit komplett als Konstrukt, das möchte ich noch mehr reinsickern lassen. Und zwar als Konstrukt meines „ichs“. Story des ich.


Existiert jemals etwas Anderes als Erfahrungen und Gedanken, die im Hier und Jetzt stattfinden?
Einschließlich des Gedankens, irgendjemand hätte es besser gemacht haben können?
Ja das ist ein Gedanke. Also der Gedanke existiert jetzt, aber ist nur ein Gedanke, der die Realität nie abbilden kann.
Die Erinnerung wird aus dem Jetzt betrachtet und dementsprechend zurechtgedichtet, mit Infos die erst später kamen zb, oder aus einer Stimmung heraus. Also die Erinnerung ist jetzt.

Ich muss da trotzdem alles noch weiter einsinken lassen.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Tue Mar 06, 2018 9:47 am

Ja das ist ein Gedanke. Also der Gedanke existiert jetzt, aber ist nur ein Gedanke, der die Realität nie abbilden kann.
Die Erinnerung wird aus dem Jetzt betrachtet und dementsprechend zurechtgedichtet, mit Infos die erst später kamen zb, oder aus einer Stimmung heraus. Also die Erinnerung ist jetzt.
Ok, wunderbar ...

Ich wollte mich selbst fragen, wie ich die ursprüngliche Frage „hätte ein ich es besser machen können?“ jetzt beantworte.
Ich meinte: das ich ist eine fiktive Rolle. Natürlich existiert es nicht. Ich sehe das klar. Aber die Gefühle sind zum teil noch so stark!!!

Wo ist das Ich, das das Gefühl nicht fühlen will?

Und wer oder was glaubt daran, dass Gefühle verschwinden werden?

Kannst su sehen, dass es auch hier wieder einen Widerstand gegen die Gefühle gibt?
Kann der urteilende (widerständige) Gedanke irgendetwas über das Gefühl (die Empfindung) wissen?
Schau genau hin. Wo ist die gemeinsame Schnittmenge?

Weiss Gedanke jemals irgendetwas über direkte Erfahrung?

Frühlingsgrüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Tue Mar 06, 2018 11:05 pm

Ich wollte mich selbst fragen, wie ich die ursprüngliche Frage „hätte ein ich es besser machen können?“ jetzt beantworte.
Ich meinte: das ich ist eine fiktive Rolle. Natürlich existiert es nicht. Ich sehe das klar. Aber die Gefühle sind zum teil noch so stark!!!
Wo ist das Ich, das das Gefühl nicht fühlen will?
Ich sehe es gerade nicht deutlich.
Der Impuls ist gar nicht mehr so stark, das nicht fühlen zu wollen.
Ich wollte aber ehrlich sein: obwohl ich das Spiel intellektuell durchschaue, ist im alltäglichen Leben noch ein Hineinrutschen in die bekannten Gefühle und dann auch wieder eine Identifikation damit.
Oder eher das gewohnheitsmäßige Glauben von bestimmten Überzeugungen und daraufhin die Gefühle.

Und wer oder was glaubt daran, dass Gefühle verschwinden werden?
Das ist ja gar nicht mehr so stark. Mittlerweile hat sich der GEDANKE ausgebreitet dass es sein kann dass die Gefühle bleiben, dass es mehr und mehr egal ist.....
Ich finde niemand der das glaubt.

Kannst su sehen, dass es auch hier wieder einen Widerstand gegen die Gefühle gibt?
Weiss ich nicht.
Also, eher das Reinrutschen und das Glauben der Story statt die Gefühle selber zu fühlen – wird beurteilt.

Kann der urteilende (widerständige) Gedanke irgendetwas über das Gefühl (die Empfindung) wissen?
Schau genau hin. Wo ist die gemeinsame Schnittmenge?
Weiss Gedanke jemals irgendetwas über direkte Erfahrung?
Nein, das ist ja eine andere Ebene.
(Ich weiss ja immer noch nicht ob Gefühle durch einen Gedanken ausgelöst werden oder beide einfach gleichzeitig auftreten.)
Wenn Gefühle da sind, sind alle Gedanken darüber Quatsch/Erfindung.


Ja stimmt, heute ist ein sich Wehren gegen Chaos (=Urteil, Gedanke)!
Wieder so ein Gedanke: „hätte mich besser konzentrieren können“.
Es waren einfach Gedanken und Gefühle, ein Urteil über die Gefühle.
Dann ein Urteil: „wieso habe ich das nicht gesehen, dass das ich Erfindung ist?“ wie verschachtelt wird das denn?!?!?!

Gestern war alles egaler....

Also ich werde mich da jetzt mal reinfallen lassen in das Chaosgefühl.....

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Tue Mar 06, 2018 11:05 pm

Das sind wieder nur Gedanken,ein Ich das es besser machen sollte, ein Gedanke.
Ab und zu heute war auch ein Relaxen an einer solchen Stelle da – Erinnerung gerade.
Wieso greift dann so ein Gedanke plötzlich wieder?

Ja, niemand kann etwas besser machen. Stimmt.
Ein Gefühl von Luft-Abschnüren, ach so, nur ein Urteil!, dann körperl. Sensation, Stille.
Relaxen, du kannst nicht vergehen weil du existierst gar nicht. Ein bisschen sinkt ein. Aber nur ein bisschen.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Wed Mar 07, 2018 10:16 am

Und wer oder was glaubt daran, dass Gefühle verschwinden werden?
Das ist ja gar nicht mehr so stark. Mittlerweile hat sich der GEDANKE ausgebreitet dass es sein kann dass die Gefühle bleiben, dass es mehr und mehr egal ist.....
Ich finde niemand der das glaubt.
Ok, das klingt doch ganz gut.

Ja stimmt, heute ist ein sich Wehren gegen Chaos (=Urteil, Gedanke)!
Wieder so ein Gedanke: „hätte mich besser konzentrieren können“.
Es waren einfach Gedanken und Gefühle, ein Urteil über die Gefühle.
Dann ein Urteil: „wieso habe ich das nicht gesehen, dass das ich Erfindung ist?“ wie verschachtelt wird das denn?!?!?!
Ja, die Gedanken führen tatsächlich manchmal ein wildes Eigenleben ;))

Das sind wieder nur Gedanken,ein Ich das es besser machen sollte, ein Gedanke.
Ab und zu heute war auch ein Relaxen an einer solchen Stelle da – Erinnerung gerade.
Wieso greift dann so ein Gedanke plötzlich wieder?
Hinter dem Gedanken es besser machen zu müssen, steckt meist ein uraltes Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Solange wir uns dagegen wehren, dieses vollständig zu fühlen, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Thema immer wieder hochkocht.

Da genügt es manchmal nicht, zu sehen, dass die Überzeugung Quatsch ist, weil gesehen wird, dass da keiner da ist, der überhaupt genügen könnte.

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Wed Mar 07, 2018 12:15 pm

Ich wehre mich kaum noch.
Ich rutsche beim Fühlen aber ein bisschen ins Glauben der Story rein.
Liebe Grüße, B

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Wed Mar 07, 2018 4:31 pm

...

Meiner Erfahrung nach ist das Wehren oder Unterdrücken häufig sehr subtil, weil es sich völlig normal anfühlt.
Wäre kein Wehren da, würde das Gefühl einfach gefühlt werden ... Wir wären vollkommen einverstanden mit seiner Existenz.

Das man auch nach dem Gate immer wieder in das Glauben an irgendwelche Stories reinrutscht, ist völlig normal. Dazu ist die Illusion einfach zu perfekt ;))

LU bringt in den allermeisten Fällen auch nicht das vollkommene Erwachen, das Durchschauen der Ich-Illusion ist vielmehr ein erster Schritt, die Buddhisten nennen es in ihrem 10 Fessel Modell den Stromeintritt.
Wenn klar gesehen worden ist, dass das Ich nicht mehr ist als eine Überzeugung, ist es jedoch viel leichter, die vielen anderen Illusionen auch zu entlarven, denen wir täglich begegnen.

Würdest du denn inzwischen mit einem klaren dicken JA auf die Frage antworten, ob das Ich eine Fiktion ist?

Oder gibt es noch irgendwelche Lebensbereiche, in denen dir das noch nicht klar ist?
Hast du noch irgendwelche Zweifel?

..?


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