Ist ein Mensch etwas getrenntes von der Natur? Steht er über ihr oder neben ihr?
nein, er steht mitten in ihr
Warum also sollte ein Mensch bestimmende Gedanken brauchen, um das Leben zu leben.
das kann ich ohne Gedankenspiel nicht beantworten.
Tatsächlich sieht es so aus als liefen die alltäglichen Handlungen ganz gut auch ohne Gedanken.
vielleicht braucht er sie nicht zwingend.
aber dass Gedanken keine Wirkung hätten kann ich daraus nicht ersehen.
ich hab immer wieder eine Ursache-Wirkung beobachtet, zB beim Singen, da arbeite ich gezielt mit Fragen " wie würde dieses Gefühl klingen?" "was würde der Schmerz sagen, wenn er könnte" "welche Bewegung würde der Körper machen" . das sind Gedankenimpulse die eine direkte Handlungsfolge haben, in meiner Wahrnehmung. dass das nur meine Gedanken sagen sehe ich nicht.
Und ich finde immer noch dass das Denken an verschiedene Personen verschiedenste Gefühle auslöst. Bei einem Menschen deutliches Genervtsein, beim anderen Wehmut, bei einem anderen Liebe oder Freude. auch wenn schließlich ein Gedanke die Gefühle benennt tauchen sie ja aber doch auf, unterschiedlich gefärbt.
Aber beim genauen Hinsehen:
Was ist die direkte Erfahrung von Unwohlsein?
eine Energiebewegung, Energie-Verdichtung die sich in körperlicher Empfindung äußert
Ist es mehr als Empfindung? Empfindung plus ein Gedanke, der die Empfindung als Unwohlsein beschreibt?
nein
Und woher wird gewusst, dass der vorhergehende Gedanke die Ursache für das "Unwohlsein" ist?
Weil ein Gedanke das sagt?
da wird einfach eine Verbindung gesehen, gefühlt. ist das auch ein Gedanke? seh ich nicht. das wirkt jetzt auf mich wie ein Gedankenspiel. ich find es ganz einfach: Denken an XY, Denken an Worte von XY -----> Schmerz, Weinen
wie inneres Kino.
Aber es gibt ja Gedanken die die Vergangenheit reflektieren und die führen doch manchmal zu neuen Sichtweisen und damit zu neuen Handlungsimpulsen.
Ist das wahr? Woher stammt die Idee? Von einem Gedanken? ;-)
ja . hier sind es Gedanken. ich sag mir oft Sachen wie "in Zukunft werd ich das oder das anders machen, besser, so und so möchte ich nicht mehr agieren" aber konkret setzt es sich nur in manchen, in wenigen Fällen um. Oft mach ich genau denselben Mist wieder. Da werden also Vorstellungen gesehen und Ursache-Wirkung angenommen.
Robot war kein so schönes Bild. Natur-wesen ist schon spannender. weiter schauen, welche Handlungen laufen vollautomatisiert ab, welche scheinbar nicht. ist das nur meine Vorstellung die das sagt?
meine Arbeit hat eigentlich va mit Einstudieren, Optimieren von Bewegungsabläufen zu tun. da ist eigentlich immer Selbst-Beobachtung, Spüren, Probieren, Konklusion, Verbesserung dabei. dass das ganz ohne Gedankenimpulse laufen sollte, so komplex, kann ich gerade nicht sehen