Das klingt schön. Ja, zu sehen, dass ein „Ich“ gar nicht zu finden ist, kann eine Entspannung bringen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, die Entspannung nicht zu einem neuen Ziel oder zum einzigen Beweis zu machen, dass da kein „Ich“ ist. Wie du selbst ja gesehen hast: Anspannung (wie zum Beispiel durch die Gedanken, die aufgetaucht sind) entsteht auch ganz ohne Ich. Sie kann dann das Gefühl auslösen, da wäre ein Ich, doch wenn du genau hinschaust, ist es nicht zu finden :)
In allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist: ist irgendetwas davon ein getrenntes Selbst oder Ich, welches autonom kontrolliert, entscheidet, handelt, denkt oder erlebt?
Besteht noch irgendein Zweifel daran, dass es ein solches Selbst oder Ich nicht gibt?
Fehlt irgendetwas?
Gibt es etwas, das noch gesucht werden müsste? Oder ist das Suchen eher in ein Erforschen übergegangen?
Gibt es etwas, das du hier noch (vertieft) untersuchen möchtest?
Hier noch etwas Schönes zum Erforschen:
Setze oder lege dich für etwa 15 Minuten mit geschlossenen Augen hin.
Achte dabei ausschließlich auf die reinen Empfindungen, ohne dich auf Gedanken (wie z.B. anatomisches Wissen) oder mentale Bilder zu stützen:
Kannst du wahrnehmen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht?
Hat der Körper in der direkten Erfahrung eine Form oder Gestalt?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl, der Matte etc.?
Gibt es eine Grenze zwischen “Körper” und “Raum”?
Gibt es ein Innen oder ein Außen?
Wenn es ein Innen gibt – wovon genau ist es das Innere?
Wenn es ein Außen gibt – wovon genau ist es das Äußere?
Worauf bezieht sich das Wort / das Etikett „Körper“ tatsächlich?
Was ist die direkte Erfahrung des Körpers?
Schau sehr genau hin, besonders bei der letzten Frage. Nimm dir Zeit, ohne zu hetzen.
Du kannst im Laufe des Tages mehrmals hinschauen, auch während anderer Tätigkeiten (z. B. beim Händewaschen, Duschen, in einer kurzen Arbeitspause, beim Gehen usw.), bevor du antwortest.
Eine gute Nacht dir ✨
I am
Re: I am
Ja ok, stimmt. Da ist immer wieder der Gedanke vor den unanangenehmen Gefühlen fliehen wollen.Das klingt schön. Ja, zu sehen, dass ein „Ich“ gar nicht zu finden ist, kann eine Entspannung bringen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, die Entspannung nicht zu einem neuen Ziel oder zum einzigen Beweis zu machen, dass da kein „Ich“ ist. Wie du selbst ja gesehen hast: Anspannung (wie zum Beispiel durch die Gedanken, die aufgetaucht sind) entsteht auch ganz ohne Ich. Sie kann dann das Gefühl auslösen, da wäre ein Ich, doch wenn du genau hinschaust, ist es nicht zu finden :)
Nein. Heute kamen wieder Gedanken bzgl. Job, dass ich ja "da" bin und da irgendetwas kontrollieren muss, aber wenn ich die Frage dann lese dann kann ich wieder sehen, dass das nicht so ist.In allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist: ist irgendetwas davon ein getrenntes Selbst oder Ich, welches autonom kontrolliert, entscheidet, handelt, denkt oder erlebt?
Nicht direkt. Ich frag mich halt dann warum Dinge geschehen bzw Wünsche erfüllt werden, zb. dass Firmen gegründet werden, Dinge erfundenen werden, Projekte ins Leben gerufen werden, Familien gegründet werden,... Warum das alles, wenns für niemanden ist. Warum machst du zB diese Tätigkeit hier?:)Das sind eh auch nur Gedanken aber ich wollt dich mal fragen.Besteht noch irgendein Zweifel daran, dass es ein solches Selbst oder Ich nicht gibt?
Nein im Moment, wenn man direkt schaut. fehlt nichts.Fehlt irgendetwas?
Eigentlich nicht, aber da ist noch dieser Wunsch/Gedanke nach mehr innerem Frieden.Gibt es etwas, das noch gesucht werden müsste? Oder ist das Suchen eher in ein Erforschen übergegangen?
Im Prinzip hab ich es gesehen. Die Gedanken kommen halt immer wieder zurück, dass ich was für "mich" machen müsste um erfüllter zu werden. Dann zieht sich alles zusammen u wenn ichs seh lässts wieder los. Mir kommt vor es ist noch nicht ganz "durch" aber die Sichtweisen haben sich auf jeden Fall aufgelockert. Da ist noch die Idee nach mehr innerer Entspannung:DGibt es etwas, das du hier noch (vertieft) untersuchen möchtest?
Bzgl. der Übung schreib ich morgen weiter.
Danke dir! Gute Nacht u alles Liebe!
Re: I am
Guten Morgen :)
Sprung zu jetzt: Ich las deinen Post, der Gedanke kam, auf ihn erst zusammen mit der Antwort auf deinen nächsten Post zu antworten. Dann tauchten Ideen auf, was ich dir jetzt schon schreiben könnte. Schreiben begann und findet gerade statt.
Ist es ein Problem, dass diese Gedanken immer wieder zurückkommen?
Wenn das zusammen mit den neuen Fragen zu viel wird, lass die Übung ruhig erst einmal beiseite. (Oder mach zuerst nur die Übung und beantworte die neuen Fragen später - ganz wie‘s kommt)
Alles Liebe und einen schönen Tag ☀️
Lass mich hier erst einmal rückfragen: Woher kommt diese Frage? Welcher Gedanke steht hinter ihr? Ist es eher: „Da Menschen sich ja offensichtlich Wünsche erfüllen, müsste es doch eigentlich ein Ich oder Selbst geben, welches die Motivation dafür hervorbringt“, oder: „Es ist klar, dass kein Ich oder Selbst existiert. Dann macht es ja gar keinen Sinn, irgendetwas zu tun.“? Schau genau hin, aus welcher Richtung deine Frage kommt (falls sie noch da ist).Nicht direkt. Ich frag mich halt dann warum Dinge geschehen bzw Wünsche erfüllt werden, zb. dass Firmen gegründet werden, Dinge erfundenen werden, Projekte ins Leben gerufen werden, Familien gegründet werden,... Warum das alles, wenns für niemanden ist.Besteht noch irgendein Zweifel daran, dass es ein solches Selbst oder Ich nicht gibt?
Da war und ist immer noch große Dankbarkeit gegenüber LU und meiner eigenen Guide. Der Wunsch kam auf, irgendwie weiterzugeben, was durch ihre Hilfe möglich wurde. Immer wieder tauchte der Gedanke auf, selber zu guiden. Während der ersten Monate war er jedes Mal gefolgt von Zweifeln oder zumindest einem „Noch nicht“-Gefühl. Eines Tages tauchte der Gedanke ans Guiden wieder einmal auf - und war nicht mehr gefolgt von diesem „Noch nicht“! So fing es an…Warum machst du zB diese Tätigkeit hier?:)Das sind eh auch nur Gedanken aber ich wollt dich mal fragen.
Sprung zu jetzt: Ich las deinen Post, der Gedanke kam, auf ihn erst zusammen mit der Antwort auf deinen nächsten Post zu antworten. Dann tauchten Ideen auf, was ich dir jetzt schon schreiben könnte. Schreiben begann und findet gerade statt.
Der Glaube an ein „Ich“ ist nicht mehr da, aber Erleben findet statt. Ich muss nicht an ein „Ich“ in dir glauben, um dich zu begleiten, und genauso wenig braucht es ein Ich hier, um mir mein Lieblingseis zu gönnen statt ein Glas Apfelessig zu trinken ;)Warum das alles, wenns für niemanden ist.
Da ist immer wieder der Gedanke vor den unangenehmen Gefühlen fliehen wollen.
Ist da die Vorstellung, dass das Durchschauen der Ich-Illusion einen dauerhaft entspannten Zustand mit sich bringt und dass unangenehme Gefühle nicht mehr auftauchen?Da ist noch die Idee nach mehr innerer Entspannung:D
Was meinst du, wenn du „innerer Friede“ sagst? Was genau würde innerer Friede für dich bedeuten?aber da ist noch dieser Wunsch/Gedanke nach mehr innerem Frieden.
Ist bei dem Kommen der Gedanken, beim Zusammenziehen, beim genauen Hinschauen und Entspannen an irgendeiner Stelle ein „Ich“ verantwortlich? Oder geschieht auch all dies einfach, wie Wetter?Im Prinzip hab ich es gesehen. Die Gedanken kommen halt immer wieder zurück, dass ich was für "mich" machen müsste um erfüllter zu werden. Dann zieht sich alles zusammen u wenn ichs seh lässts wieder los.
Ist es ein Problem, dass diese Gedanken immer wieder zurückkommen?
Hier möchte ich nochmal ganz genau nachhaken: Kannst du beschreiben, was beim Lesen der Frage und danach genau geschehen ist? Hat die Frage so ähnlich wie ein Argument gewirkt, das dich überzeugt hat, oder hat sie den Anstoß gegeben, in der direkten Erfahrung zu schauen, wo dann kein verantwortliches Ich zu finden war?Nein. Heute kamen wieder Gedanken bzgl. Job, dass ich ja "da" bin und da irgendetwas kontrollieren muss, aber wenn ich die Frage dann lese dann kann ich wieder sehen, dass das nicht so ist.In allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist: ist irgendetwas davon ein getrenntes Selbst oder Ich, welches autonom kontrolliert, entscheidet, handelt, denkt oder erlebt?
👍Bzgl. der Übung schreib ich morgen weiter.
Wenn das zusammen mit den neuen Fragen zu viel wird, lass die Übung ruhig erst einmal beiseite. (Oder mach zuerst nur die Übung und beantworte die neuen Fragen später - ganz wie‘s kommt)
Alles Liebe und einen schönen Tag ☀️
Re: I am
Liebe Elea,
danke fürs gleich Antworten. Ich hatte gestern Migräne u konnte erst heute schreiben
Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen.
Immer nach dem Auflösen eines stressigen Gedankens kommt halt diese Erleichterung bzw diese Ruhe, Frieden und das möchte ich dann gerne immer beibehalten. Alles andere empfinde ich dann als unangenehm.
Ich hab die Übung schon gemacht u schreib dir dann morgen!
Danke und Alles Liebe
danke fürs gleich Antworten. Ich hatte gestern Migräne u konnte erst heute schreiben
Ja es war wegen der Sinnhaftigkeit also das Zweite.Woher kommt diese Frage? Welcher Gedanke steht hinter ihr? Ist es eher: „Da Menschen sich ja offensichtlich Wünsche erfüllen, müsste es doch eigentlich ein Ich oder Selbst geben, welches die Motivation dafür hervorbringt“, oder: „Es ist klar, dass kein Ich oder Selbst existiert. Dann macht es ja gar keinen Sinn, irgendetwas zu tun.“?
Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen.
Ja genau.Ist da die Vorstellung, dass das Durchschauen der Ich-Illusion einen dauerhaft entspannten Zustand mit sich bringt und dass unangenehme Gefühle nicht mehr auftauchen?
Kein Gegenangehen gegen das was passiert. Ein Entspanntes Gefühl im Körper und kein Glauben der negativen Gedanken die Spannung im Körper auslösen.Was meinst du, wenn du „innerer Friede“ sagst? Was genau würde innerer Friede für dich bedeuten?
Immer nach dem Auflösen eines stressigen Gedankens kommt halt diese Erleichterung bzw diese Ruhe, Frieden und das möchte ich dann gerne immer beibehalten. Alles andere empfinde ich dann als unangenehm.
Es geschieht und bei genauerem Hinsehen finde ich kein Ich und trotzdem will ich die Gedanken u Gefühle weghaben. Das ist halt dann wieder nur das was die Gedanken sagen.Ist bei dem Kommen der Gedanken, beim Zusammenziehen, beim genauen Hinschauen und Entspannen an irgendeiner Stelle ein „Ich“ verantwortlich? Oder geschieht auch all dies einfach, wie Wetter?
Ist es ein Problem, dass diese Gedanken immer wieder zurückkommen?
Also es hat sowas wie ein Erinnern bewirkt also wie ein kurzes Nachsehen.Kannst du beschreiben, was beim Lesen der Frage und danach genau geschehen ist? Hat die Frage so ähnlich wie ein Argument gewirkt, das dich überzeugt hat, oder hat sie den Anstoß gegeben, in der direkten Erfahrung zu schauen, wo dann kein verantwortliches Ich zu finden war?
Ich hab die Übung schon gemacht u schreib dir dann morgen!
Danke und Alles Liebe
Re: I am
Liebe Elea,
Also denk ich trotzdem alles was den Körper betrifft fühlt sich nach "Innen" an u alles was außerhalb davon ist nach "Außen" an.
Danke und Gute Nacht!:)
NeinKannst du wahrnehmen, wie groß der Körper ist?
NeinHat der Körper ein Gewicht?
NeinHat der Körper in der direkten Erfahrung eine Form oder Gestalt?
NeinGibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Wenn ich starken Druck von der Unterlage wahrnehmen, fühlt es sich wie eine Grenze an.Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl, der Matte etc.?
NeinGibt es eine Grenze zwischen “Körper” und “Raum”?
Ich tu mir da schwer. In der direkten Erfahrung, mit geschlossenen Augen, ist ja keine Grenze spürbar, aber wenn den Körper etwas stärker berührt, fühlt es sich nach etwas Äußerem an.Gibt es ein Innen oder ein Außen?
Also denk ich trotzdem alles was den Körper betrifft fühlt sich nach "Innen" an u alles was außerhalb davon ist nach "Außen" an.
Wie obenWenn es ein Innen gibt – wovon genau ist es das Innere?
Wie obenWenn es ein Außen gibt – wovon genau ist es das Äußere?
Auf den Körper. Ich versteh die Frage grad nicht.Worauf bezieht sich das Wort / das Etikett „Körper“ tatsächlich?
EnergiebewegungenWas ist die direkte Erfahrung des Körpers?
Danke und Gute Nacht!:)
Re: I am
Guten Morgen liebe Alleseins :)
Zunächst einmal zu der Übung. Meistens hast du sehr klar von der direkten Erfahrung berichtet. An ein paar Stellen können wir noch etwas genauer hinschauen. Es geht dabei jedes Mal darum, absolut präzise zu erkennen, was direkte Erfahrung ist und was Gedankeninhalt:
Hier folgt eine noch tiefere Untersuchung des Körpers. Bitte führe jeden Schritt aus und lasse keinen aus. Nimm dir Zeit. Geh erst dann zum nächsten Schritt über, wenn der vorherige klar gesehen wurde. Wiederhole die Übung mehrmals. Beantworte jede Frage einzeln, indem du jeweils schlicht von der direkten Erfahrung berichtest.
Stelle dich vor einen größeren Spiegel.
1. Schließe zunächst die Augen und spüre die Empfindungen, die gewöhnlich als vom „Körper“ kommend bezeichnet werden.
2. Öffne dann die Augen und schau in den Spiegel, während du weiterhin die Empfindungen beachtest.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen und dem Bild im Spiegel?
Oder legen nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) nahe, dass es eine gibt?
3. Bewege nun, während du weiterhin auf die Empfindungen achtest, eine Hand und beobachte die Bewegung im Spiegel.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bewegungsbild im Spiegel?
4. Führe nun dieselbe Bewegung mit der Hand aus, aber sieh diesmal direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bild der Bewegung? Oder legen nur Gedanken eine Verbindung nahe?
5. Richte die Aufmerksamkeit jetzt nur auf das Bild im Spiegel.
Legt das Bild für sich genommen in irgendeiner Weise nahe, dass es „du“ oder „dein Körper“ ist?
Legt das Bild selbst nahe, dass es überhaupt ein „Körper“ ist?
Oder sind da nur Farben und Formen?
6. Dort, wo der Spiegel endet, sind einige Körperteile (vermutlich die Beine) nicht sichtbar.
Gibt es allein aufgrund des Spiegelbildes irgendein „Wissen“, dass es Beine geben muss – oder legen das nur Gedanken und mentale Bilder nahe?
7. Wende dich nun vom Spiegel ab und blicke nach vorn (schau nicht direkt auf irgendwelche Körperteile).
Gibt es irgendwo einen „Körper“, wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden – oder gibt es nur Empfindungen?
8. Beginne nun langsam zu gehen.
Gibt es einen „Körper, der geht“, oder gibt es nur Empfindungen?
Gibt es überhaupt eine direkte Erfahrung von „Gehen“?
Oder nur GEDANKEN ÜBER „Gehen“?
Kann so etwas wie ein „Körper“ gefunden werden – oder nur GEDANKEN ÜBER einen „Körper“?
Kann so etwas wie „Gehen“ gefunden werden?
9. Sind die Empfindungen räumlich lokalisiert, etwa „durch den Raum hindurchgehend“ – oder gibt es nur ein Bild, das als „Raum“ bezeichnet wird, und auftauchende Empfindungen ohne Ort?
Wer oder was kann den Zustand, den du beschreibst, immer beibehalten? Ist irgendeine Kontrolle darüber auffindbar?
Schau hier, jetzt, in der direkten Erfahrung: Fehlt tatsächlich etwas? Oder ist es nur ein Gedanke, der sagt, etwas müsste anders sein?
(Eigentlich hast du es hier schon gesehen: )
Alles Liebe
Zunächst einmal zu der Übung. Meistens hast du sehr klar von der direkten Erfahrung berichtet. An ein paar Stellen können wir noch etwas genauer hinschauen. Es geht dabei jedes Mal darum, absolut präzise zu erkennen, was direkte Erfahrung ist und was Gedankeninhalt:
Wird „Grenze“ direkt erfahren? Oder einfach nur starke Empfindungen - und durch das Wissen (=Gedanke!), dass da eine Unterlage ist, kommt die Idee (=Gedanke) einer Grenze zustande?Wenn ich starken Druck von der Unterlage wahrnehmen, fühlt es sich wie eine Grenze an.
Genauso hier: Wird „Innen“ und „Außen“ direkt erfahren, oder sind es schon Interpretationen, bzw. Kategorisierungen der Empfindungen?Ich tu mir da schwer. In der direkten Erfahrung, mit geschlossenen Augen, ist ja keine Grenze spürbar, aber wenn den Körper etwas stärker berührt, fühlt es sich nach etwas Äußerem an.Gibt es ein Innen oder ein Außen?
Also denk ich trotzdem alles was den Körper betrifft fühlt sich nach "Innen" an u alles was außerhalb davon ist nach "Außen" an.
Das weist in genau dieselbe Richtung: Wird „Körper“ direkt erfahren? Oder ist „Körper“ ein Konzept?Auf den Körper. Ich versteh die Frage grad nicht.Worauf bezieht sich das Wort / das Etikett „Körper“ tatsächlich?
Werden „Energiebewegungen“ direkt erfahren? Oder werden Empfindungen erfahren, die anschließend als „Energiebewegungen“ interpretiert werden?EnergiebewegungenWas ist die direkte Erfahrung des Körpers?
Hier folgt eine noch tiefere Untersuchung des Körpers. Bitte führe jeden Schritt aus und lasse keinen aus. Nimm dir Zeit. Geh erst dann zum nächsten Schritt über, wenn der vorherige klar gesehen wurde. Wiederhole die Übung mehrmals. Beantworte jede Frage einzeln, indem du jeweils schlicht von der direkten Erfahrung berichtest.
Stelle dich vor einen größeren Spiegel.
1. Schließe zunächst die Augen und spüre die Empfindungen, die gewöhnlich als vom „Körper“ kommend bezeichnet werden.
2. Öffne dann die Augen und schau in den Spiegel, während du weiterhin die Empfindungen beachtest.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen und dem Bild im Spiegel?
Oder legen nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) nahe, dass es eine gibt?
3. Bewege nun, während du weiterhin auf die Empfindungen achtest, eine Hand und beobachte die Bewegung im Spiegel.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bewegungsbild im Spiegel?
4. Führe nun dieselbe Bewegung mit der Hand aus, aber sieh diesmal direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bild der Bewegung? Oder legen nur Gedanken eine Verbindung nahe?
5. Richte die Aufmerksamkeit jetzt nur auf das Bild im Spiegel.
Legt das Bild für sich genommen in irgendeiner Weise nahe, dass es „du“ oder „dein Körper“ ist?
Legt das Bild selbst nahe, dass es überhaupt ein „Körper“ ist?
Oder sind da nur Farben und Formen?
6. Dort, wo der Spiegel endet, sind einige Körperteile (vermutlich die Beine) nicht sichtbar.
Gibt es allein aufgrund des Spiegelbildes irgendein „Wissen“, dass es Beine geben muss – oder legen das nur Gedanken und mentale Bilder nahe?
7. Wende dich nun vom Spiegel ab und blicke nach vorn (schau nicht direkt auf irgendwelche Körperteile).
Gibt es irgendwo einen „Körper“, wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden – oder gibt es nur Empfindungen?
8. Beginne nun langsam zu gehen.
Gibt es einen „Körper, der geht“, oder gibt es nur Empfindungen?
Gibt es überhaupt eine direkte Erfahrung von „Gehen“?
Oder nur GEDANKEN ÜBER „Gehen“?
Kann so etwas wie ein „Körper“ gefunden werden – oder nur GEDANKEN ÜBER einen „Körper“?
Kann so etwas wie „Gehen“ gefunden werden?
9. Sind die Empfindungen räumlich lokalisiert, etwa „durch den Raum hindurchgehend“ – oder gibt es nur ein Bild, das als „Raum“ bezeichnet wird, und auftauchende Empfindungen ohne Ort?
Ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit noch aktuell? Oder war sie nur Ausdruck eines Gedankens, der davon ausgeht, dass nur ein getrenntes Selbst bzw. die Illusion eines getrennten Selbst dazu motivieren könnte, irgendetwas zu tun?Ja es war wegen der Sinnhaftigkeit also das Zweite.
Du hast inzwischen immer wieder festgestellt, dass ein Ich oder Selbst nicht zu finden ist. Und wenn der Eindruck entsteht, als gäbe es eines, stellt sich das bei genauem Hinsehen immer wieder als Illusion heraus. Wie ist es nun mit der obigen Vorstellung? Entspricht sie deiner Erfahrung?Ja genau.Ist da die Vorstellung, dass das Durchschauen der Ich-Illusion einen dauerhaft entspannten Zustand mit sich bringt und dass unangenehme Gefühle nicht mehr auftauchen?
Jetzt verstehe ich, was du mit „innerem Frieden“ meinst. Es ist sehr verständlich, dass der Wunsch danach da ist. Aber…Kein Gegenangehen gegen das was passiert. Ein Entspanntes Gefühl im Körper und kein Glauben der negativen Gedanken die Spannung im Körper auslösen.Was meinst du, wenn du „innerer Friede“ sagst? Was genau würde innerer Friede für dich bedeuten?
Immer nach dem Auflösen eines stressigen Gedankens kommt halt diese Erleichterung bzw diese Ruhe, Frieden und das möchte ich dann gerne immer beibehalten.
Wer oder was kann den Zustand, den du beschreibst, immer beibehalten? Ist irgendeine Kontrolle darüber auffindbar?
Schau hier, jetzt, in der direkten Erfahrung: Fehlt tatsächlich etwas? Oder ist es nur ein Gedanke, der sagt, etwas müsste anders sein?
(Eigentlich hast du es hier schon gesehen: )
:)Es geschieht und bei genauerem Hinsehen finde ich kein Ich und trotzdem will ich die Gedanken u Gefühle weghaben. Das ist halt dann wieder nur das was die Gedanken sagen.
Alles Liebe
Re: I am
Liebe Elea,
danke für die Fragen!
Aber ich kann halt den Stuhl oder Boden,... innerlich nicht wahrnehmen, sondernalles nur bis dorthin.
Ja es sind nur Farben und Formen.
9. Sind die Empfindungen räumlich lokalisiert, etwa „durch den Raum hindurchgehend“ – oder gibt es nur ein Bild, das als „Raum“ bezeichnet wird, und auftauchende Empfindungen ohne Ort?
Nein, aber im Körper nehm ich sie wahr als Ort.
Ich beantworte den Rest morgen in der Früh.
Danke dir und alles Liebe!
danke für die Fragen!
Nein, sie wird nicht direkt erfahren.Wird „Grenze“ direkt erfahren? Oder einfach nur starke Empfindungen - und durch das Wissen (=Gedanke!), dass da eine Unterlage ist, kommt die Idee (=Gedanke) einer Grenze zustande?
Nein, es ist auch eine bewertung.Genauso hier: Wird „Innen“ und „Außen“ direkt erfahren, oder sind es schon Interpretationen, bzw. Kategorisierungen der Empfindungen?
Aber ich kann halt den Stuhl oder Boden,... innerlich nicht wahrnehmen, sondernalles nur bis dorthin.
Ok, ja Körper ist ein Wort, ein Konzept.Das weist in genau dieselbe Richtung: Wird „Körper“ direkt erfahren? Oder ist „Körper“ ein Konzept?
Ja verschiedene Empfindungen werden erfahren.Werden „Energiebewegungen“ direkt erfahren? Oder werden Empfindungen erfahren, die anschließend als „Energiebewegungen“ interpretiert werden?
Nein gibt es nicht. Ja die Gedanken.Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen und dem Bild im Spiegel?
Oder legen nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) nahe, dass es eine gibt?
NeinGibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bewegungsbild im Spiegel?
Nein, die Gedanken sagen es.Gibt es irgendeine Verbindung zwischen den gespürten Empfindungen (benannt als „Hand“) und dem Bild der Bewegung? Oder legen nur Gedanken eine Verbindung nahe?
Ja ich bins halt schon so gewöhnt, dass es mein Körper.Legt das Bild für sich genommen in irgendeiner Weise nahe, dass es „du“ oder „dein Körper“ ist?
Legt das Bild selbst nahe, dass es überhaupt ein „Körper“ ist?
Oder sind da nur Farben und Formen?
Ja es sind nur Farben und Formen.
Nein, nur die Gedanken.Gibt es allein aufgrund des Spiegelbildes irgendein „Wissen“, dass es Beine geben muss – oder legen das nur Gedanken und mentale Bilder nahe?
Ja dann gibt es nur Empfindungen.Gibt es irgendwo einen „Körper“, wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden – oder gibt es nur Empfindungen?
Nur EmpfindungenGibt es einen „Körper, der geht“, oder gibt es nur Empfindungen?
Nein nur Gedanken über GehenGibt es überhaupt eine direkte Erfahrung von „Gehen“?
Oder nur GEDANKEN ÜBER „Gehen“?
Nein nur Gedanken über einen KörperKann so etwas wie ein „Körper“ gefunden werden – oder nur GEDANKEN ÜBER einen „Körper“?
Es ist wieder ein Konzept also nein.Kann so etwas wie „Gehen“ gefunden werden?
9. Sind die Empfindungen räumlich lokalisiert, etwa „durch den Raum hindurchgehend“ – oder gibt es nur ein Bild, das als „Raum“ bezeichnet wird, und auftauchende Empfindungen ohne Ort?
Nein, aber im Körper nehm ich sie wahr als Ort.
Ich beantworte den Rest morgen in der Früh.
Danke dir und alles Liebe!
Re: I am
Woher kommt dann die Motivation?Ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit noch aktuell? Oder war sie nur Ausdruck eines Gedankens, der davon ausgeht, dass nur ein getrenntes Selbst bzw. die Illusion eines getrennten Selbst dazu motivieren könnte, irgendetwas zu tun?
Naja momentan ist die Erfahrung, dass "unangenehme" Gedanken u Gefühle kommen u ein "Weghabenwollen" geschieht u dann auch wieder ein Auflösen davon. Das ist das was ist.Du hast inzwischen immer wieder festgestellt, dass ein Ich oder Selbst nicht zu finden ist. Und wenn der Eindruck entsteht, als gäbe es eines, stellt sich das bei genauem Hinsehen immer wieder als Illusion heraus. Wie ist es nun mit der obigen Vorstellung? Entspricht sie deiner Erfahrung?
Nein da ist eh niemand. Ja stimmt, da ist keine Kontrolle auffindbar. Dieser Gedanke/Gefühl schleicht sich halt immer wieder ein bzw Byron Katie od Ramana Maharshi,... sprechen halt davon, dass da keine Angst od Wut mehr ist u das steht dann im Widerspruch zu meiner Erfahrung. Dann entsteht dieses Ziel, dass das hier auch so sein muss.Wer oder was kann den Zustand, den du beschreibst, immer beibehalten? Ist irgendeine Kontrolle darüber auffindbar?
Nein, es ist wieder nur der Gedanke.Schau hier, jetzt, in der direkten Erfahrung: Fehlt tatsächlich etwas? Oder ist es nur ein Gedanke, der sagt, etwas müsste anders sein?
Danke liebe Elea, ich wünsch dir einen schönen Tag!♡
Re: I am
Liebe Alleseins,
In deinen Antworten zum Körper zeigt sich viel Klarheit.
Woher weißt du, dass es “dein” Körper ist? Legen die Farben und Formen das in irgendeiner Weise selbst nahe? Oder kommt dieses Wissen aus dem Denken?
Ist eine “Besitzerin” des Körpers irgendwo in der direkten Erfahrung auffindbar?
Wird “mein” direkt erfahren? Oder ist es nur eine Interpretation und ein praktisches Kommunikationswerkzeug für den Alltag?
Wenn ein getrenntes Selbst oder Ich niemals jenseits der Vorstellung existiert hat, kann es auch nicht am Auftauchen von Gedanken, Gefühlen und Handlungen beteiligt gewesen sein. Alles lief schon immer ohne zentrale, kontrollierende Instanz ab. Das Ich wird durch unsere Untersuchung nicht beseitigt, sondern als Illusion erkannt. Was wegfällt, ist eine falsche Prämisse, eine verzerrte Sichtweise, eine fälschliche Attribuierung von Teilen der Erfahrung als „Ich“, „meine“ oder „von mir ausgehend“. Das ist vor allem ein subtiler Perspektivwechsel auf das, was geschieht, und nicht eine radikale Veränderung dessen, was geschieht.
Natürlich kann dieser Perspektivwechsel eine gewisse Entspannung mit sich bringen, die du ja auch schon mehrmals erwähnt hast; der Anteil der Anspannung, der allein auf der falschen Vorstellung eines Ich beruht, kann wegfallen. Doch jahrzehntelange Konditionierung wird sich nicht allein dadurch auflösen, dass gesehen wird, dass nirgendwo ein Ich beteiligt ist. Das Durchschauen der Ich-Illusion macht es vielmehr möglich, mit einem klareren, unverzerrten Blick tiefer zu schauen. Zum Beispiel in der Arbeit mit Emotionen, oft auch „shadow work“ genannt. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist ein Anfang, nicht ein Endziel (welches, wenn es ein solches gibt, wohl eher dem entspricht, wovon Ramana Maharshi spricht).
Unter anderen gibt das aus dem Buddhismus kommende Modell der sogenannten Zehn Fesseln so etwas wie eine Landkarte für das Erforschen und Durchschauen weiterer Illusionen. Was sich durch die Untersuchung hier in LU löst, sind für gewöhnlich die ersten ein bis drei Fessen. Da du „Weghabenwollen“ erwähnt hast: Es ist vollkommen normal, dass ein solcher Widerstand auch nach dem Durchschauen der Ich-Illusion noch auftritt. Wenn er da ist, ist er einfach das, was ist. Worum es in dieser Untersuchung geht, und was du schon gesehen hast, ist, dass er nicht von einem Ich ausgeht. Was dieser Widerstand eigentlich ist, wie er zustande kommt und wie er sich schlussendlich auflösen kann, ist Gegenstand der Untersuchung der fünften Fessel.
Aber auch das - dieser Exkurs, weitere Schritte und zukünftige Untersuchungen - sind JETZT, HIER nichts anderes als Gedankeninhalte; nicht direkte Erfahrung, nicht real. Also zurück zu dem, was tatsächlich da ist:
In allem, was HIER, JETZT in der direkten Erfahrung präsent ist…
… fehlt irgendetwas?
… ist irgendetwas da, das nicht da sein sollte?
… ist irgendetwas von dem, was präsent ist, ein getrenntes Selbst oder Ich?
Alles Liebe 🤍
In deinen Antworten zum Körper zeigt sich viel Klarheit.
Schließ jetzt nochmal die Augen und achte auf die unmittelbaren Empfindungen… Ist in der direkten Erfahrung überhaupt ein Stuhl oder Boden vorhanden? Oder tauchen sie - wenn überhaupt - nur als mentale Bilder auf?Nein, es ist auch eine bewertung.Genauso hier: Wird „Innen“ und „Außen“ direkt erfahren, oder sind es schon Interpretationen, bzw. Kategorisierungen der Empfindungen?
Aber ich kann halt den Stuhl oder Boden,... innerlich nicht wahrnehmen, sondernalles nur bis dorthin.
Klar bist du daran gewöhnt. Auf konventioneller Ebene stimmt das ja auch. Es ist “dein” Körper in dem Sinne, dass es nicht meiner oder der deiner besten Freundin etc. ist. Wie immer geht es hier nur um die klare Unterscheidung der direkten Erfahrung von Gedankeninhalten. Untersuche das also nochmal ganz genau:Ja ich bins halt schon so gewöhnt, dass es mein Körper.Legt das Bild für sich genommen in irgendeiner Weise nahe, dass es „du“ oder „dein Körper“ ist?
Legt das Bild selbst nahe, dass es überhaupt ein „Körper“ ist?
Oder sind da nur Farben und Formen?
Ja es sind nur Farben und Formen.
Woher weißt du, dass es “dein” Körper ist? Legen die Farben und Formen das in irgendeiner Weise selbst nahe? Oder kommt dieses Wissen aus dem Denken?
Ist eine “Besitzerin” des Körpers irgendwo in der direkten Erfahrung auffindbar?
Wird “mein” direkt erfahren? Oder ist es nur eine Interpretation und ein praktisches Kommunikationswerkzeug für den Alltag?
Interessante Frage. Woher kommen die Impulse, etwas zu tun? Von einem getrennten Selbst jedenfalls nicht, oder? Woher kam z.B. der Impuls, diese Frage zu stellen? Schau immer wieder hin, wenn ein Impuls, bzw. Motivation, etwas zu tun, auftaucht. Was bewirkt, dass Handlungen geschehen? Ist es überhaupt in der direkten Erfahrung beobachtbar? Bin gespannt, was du entdeckst.Woher kommt dann die Motivation?
Du siehst sehr klar, wie unangenehme Gedanken und Gefühle, Widerstand und Vorstellungen darüber, wie es anders sein sollte, auftauchen und sich wieder auflösen, und wie gleichzeitig kein Ich zu finden ist, welches all dies orchestrieren würde. Das ist, wie du klar sagst, was ist.Naja momentan ist die Erfahrung, dass "unangenehme" Gedanken u Gefühle kommen u ein "Weghabenwollen" geschieht u dann auch wieder ein Auflösen davon. Das ist das was ist.Du hast inzwischen immer wieder festgestellt, dass ein Ich oder Selbst nicht zu finden ist. Und wenn der Eindruck entsteht, als gäbe es eines, stellt sich das bei genauem Hinsehen immer wieder als Illusion heraus. Wie ist es nun mit der obigen Vorstellung? Entspricht sie deiner Erfahrung?
Nein da ist eh niemand. Ja stimmt, da ist keine Kontrolle auffindbar. Dieser Gedanke/Gefühl schleicht sich halt immer wieder ein bzw Byron Katie od Ramana Maharshi,... sprechen halt davon, dass da keine Angst od Wut mehr ist u das steht dann im Widerspruch zu meiner Erfahrung. Dann entsteht dieses Ziel, dass das hier auch so sein muss.Wer oder was kann den Zustand, den du beschreibst, immer beibehalten? Ist irgendeine Kontrolle darüber auffindbar?
Wenn ein getrenntes Selbst oder Ich niemals jenseits der Vorstellung existiert hat, kann es auch nicht am Auftauchen von Gedanken, Gefühlen und Handlungen beteiligt gewesen sein. Alles lief schon immer ohne zentrale, kontrollierende Instanz ab. Das Ich wird durch unsere Untersuchung nicht beseitigt, sondern als Illusion erkannt. Was wegfällt, ist eine falsche Prämisse, eine verzerrte Sichtweise, eine fälschliche Attribuierung von Teilen der Erfahrung als „Ich“, „meine“ oder „von mir ausgehend“. Das ist vor allem ein subtiler Perspektivwechsel auf das, was geschieht, und nicht eine radikale Veränderung dessen, was geschieht.
Natürlich kann dieser Perspektivwechsel eine gewisse Entspannung mit sich bringen, die du ja auch schon mehrmals erwähnt hast; der Anteil der Anspannung, der allein auf der falschen Vorstellung eines Ich beruht, kann wegfallen. Doch jahrzehntelange Konditionierung wird sich nicht allein dadurch auflösen, dass gesehen wird, dass nirgendwo ein Ich beteiligt ist. Das Durchschauen der Ich-Illusion macht es vielmehr möglich, mit einem klareren, unverzerrten Blick tiefer zu schauen. Zum Beispiel in der Arbeit mit Emotionen, oft auch „shadow work“ genannt. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist ein Anfang, nicht ein Endziel (welches, wenn es ein solches gibt, wohl eher dem entspricht, wovon Ramana Maharshi spricht).
Unter anderen gibt das aus dem Buddhismus kommende Modell der sogenannten Zehn Fesseln so etwas wie eine Landkarte für das Erforschen und Durchschauen weiterer Illusionen. Was sich durch die Untersuchung hier in LU löst, sind für gewöhnlich die ersten ein bis drei Fessen. Da du „Weghabenwollen“ erwähnt hast: Es ist vollkommen normal, dass ein solcher Widerstand auch nach dem Durchschauen der Ich-Illusion noch auftritt. Wenn er da ist, ist er einfach das, was ist. Worum es in dieser Untersuchung geht, und was du schon gesehen hast, ist, dass er nicht von einem Ich ausgeht. Was dieser Widerstand eigentlich ist, wie er zustande kommt und wie er sich schlussendlich auflösen kann, ist Gegenstand der Untersuchung der fünften Fessel.
Aber auch das - dieser Exkurs, weitere Schritte und zukünftige Untersuchungen - sind JETZT, HIER nichts anderes als Gedankeninhalte; nicht direkte Erfahrung, nicht real. Also zurück zu dem, was tatsächlich da ist:
In allem, was HIER, JETZT in der direkten Erfahrung präsent ist…
… fehlt irgendetwas?
… ist irgendetwas da, das nicht da sein sollte?
… ist irgendetwas von dem, was präsent ist, ein getrenntes Selbst oder Ich?
Alles Liebe 🤍
Re: I am
Ja stimmt, nur als mentale Bilder.Ist in der direkten Erfahrung überhaupt ein Stuhl oder Boden vorhanden? Oder tauchen sie - wenn überhaupt - nur als mentale Bilder auf?
Ja es kommt auch wieder aus dem Denken.Woher weißt du, dass es “dein” Körper ist? Legen die Farben und Formen das in irgendeiner Weise selbst nahe? Oder kommt dieses Wissen aus dem Denken?
Stimmt, in der direkten Erfahrung kann ich keine Besitzerin ausmachen.Ist eine “Besitzerin” des Körpers irgendwo in der direkten Erfahrung auffindbar?
Nein, mein kann nicht direkt erfahren werden.Wird “mein” direkt erfahren? Oder ist es nur eine Interpretation und ein praktisches Kommunikationswerkzeug für den Alltag?
Also in diesem Fall wars so, dass ein Gedanke kam nachzufragen und dann die Handlung dir zu schreiben.Interessante Frage. Woher kommen die Impulse, etwas zu tun? Von einem getrennten Selbst jedenfalls nicht, oder? Woher kam z.B. der Impuls, diese Frage zu stellen? Schau immer wieder hin, wenn ein Impuls, bzw. Motivation, etwas zu tun, auftaucht. Was bewirkt, dass Handlungen geschehen? Ist es überhaupt in der direkten Erfahrung beobachtbar? Bin gespannt, was du entdeckst.
Was meinst du damit, ob es in der direkten Erfahrung überhaupt beobachtbar ist? Eben wenn kein Gedanke vorher geschieht u einfach nur die Handlung oder wie meinst du das?
Danke für deine langen Erklärungen und Infos auch über die 10 Fesseln!
Nein es fehlt nichtsIn allem, was HIER, JETZT in der direkten Erfahrung präsent ist…
… fehlt irgendetwas?
… ist irgendetwas da, das nicht da sein sollte?
… ist irgendetwas von dem, was präsent ist, ein getrenntes Selbst oder Ich?
Es ist auch nichts da, was nicht da sein sollte.
Nein, da ist keine getrennte Instanz.
Gute Nacht und alles Liebe!
Re: I am
Wunderbar. Das klingt sehr klar.
Zu Deiner Nachfrage: Ja, unter anderem meinte ich diese Handlungen, die geschehen, ohne dass vorher ein Gedanke an sie aufkam. Und dann noch dieses: Manchmal scheint ziemlich klar zu sein, woher eine Motivation kommt (von dieser oder jener Sozialisierung, Erziehung, Erfahrung, Konditionierung etc.) - aber ist ein solcher Zusammenhang direkt erfahrbar, oder ist er nur eine gedankliche Schlussfolgerung?
Übrigens: Du hast erlebt, dass ein Gedanke auftauchte und später Schreiben stattfand. Wurde auch erlebt, dass der Gedanke das Schreiben verursacht hat? Oder ist auch das bereits eine Schlussfolgerung?
Was kommt auf, wenn du folgendes aus deinem Eingangspost jetzt liest?
Kannst du mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es kein getrenntes Selbst oder Ich gibt, das denkt, handelt, entscheidet, kontrolliert oder erlebt?
🤍
Ja, das ist ein gutes Beispiel: ein Gedanke taucht auf, eine Handlung geschieht. Ganz ohne das Zutun eines Ichs.Also in diesem Fall wars so, dass ein Gedanke kam nachzufragen und dann die Handlung dir zu schreiben.Interessante Frage. Woher kommen die Impulse, etwas zu tun? Von einem getrennten Selbst jedenfalls nicht, oder? Woher kam z.B. der Impuls, diese Frage zu stellen? Schau immer wieder hin, wenn ein Impuls, bzw. Motivation, etwas zu tun, auftaucht. Was bewirkt, dass Handlungen geschehen? Ist es überhaupt in der direkten Erfahrung beobachtbar? Bin gespannt, was du entdeckst.
Was meinst du damit, ob es in der direkten Erfahrung überhaupt beobachtbar ist? Eben wenn kein Gedanke vorher geschieht u einfach nur die Handlung oder wie meinst du das?
Zu Deiner Nachfrage: Ja, unter anderem meinte ich diese Handlungen, die geschehen, ohne dass vorher ein Gedanke an sie aufkam. Und dann noch dieses: Manchmal scheint ziemlich klar zu sein, woher eine Motivation kommt (von dieser oder jener Sozialisierung, Erziehung, Erfahrung, Konditionierung etc.) - aber ist ein solcher Zusammenhang direkt erfahrbar, oder ist er nur eine gedankliche Schlussfolgerung?
Übrigens: Du hast erlebt, dass ein Gedanke auftauchte und später Schreiben stattfand. Wurde auch erlebt, dass der Gedanke das Schreiben verursacht hat? Oder ist auch das bereits eine Schlussfolgerung?
Wie fühlt sich das Leben aus dieser Perspektive an? Wie unterscheidet sich das Erleben jetzt von dem zu Beginn unseres Dialogs?Nein es fehlt nichts
Es ist auch nichts da, was nicht da sein sollte.
Nein, da ist keine getrennte Instanz.
Was kommt auf, wenn du folgendes aus deinem Eingangspost jetzt liest?
What are you looking for at LU?
That the illusion falls away a little bit more or completely. […….] I know there is nobody doing anything but there is still suffering because I very often identify with the thoughts or feelings.
What do you expect from a guided conversation?
That something in me falls away or gets deeper. Some "aha's". That I can let go of controll a little bit more and live life easier.
Kannst du mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es kein getrenntes Selbst oder Ich gibt, das denkt, handelt, entscheidet, kontrolliert oder erlebt?
🤍
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