Mein Verstand gibt sich mit dieser Erkenntnis nur meist nicht zu frieden. Meinst du da gibt es noch was zu forschen oder muss der Verstand da ratlos bleiben?
Ist nicht „Unzufriedenheit“ ein anderer Name für den Verstand? :) Der Verstand wird es nie verstehen, das muss er auch nicht. Es ist nur so, dass Erkenntnis, die verstandesmäßig geschieht nichts bringt auf Dauer (in Bezug auf unsere Untersuchung). Nur Erfahrung, wirkliches, direktes Erleben führt zum und durchs torlose Tor. Und nur durch wiederholtes, direktes, ernsthaftes Schauen kann der Verstand mal einsehen, dass das nicht seine Baustelle ist :)
Wie gesagt: Raus aus dem Denken, rein in die Erfahrung! Glaub den Gedanken kein Wort! Betrachte sie so, wie du einen nächtlichen Traum betrachtest; den nimmst du auch nicht ernst, oder? Glaubst du unter Tag spielt sich im Gehirn auf der Gedankenebene (Wörter und Bilder) viel was anderes ab als in der Nacht? Wenn du im Traum ein Selbstbild hast, bist du dann dieser Agierende im Traum? Oder wird das einfach nur wahrgenommen? Wenn im „Wachbewusstsein“ Gedanken, Tagträume (nichts anderes sind ja die Gedankenkarusselle an eine bessere Zukunft) ein Selbstbild auftaucht, dass dann, wenn das und das erreicht, erkannt oder was auch immer wurde, für immer glücklich sein wird, bist du dann dieses Bild von dir selbst? Oder wird das wahrgenommen?
Auf Basis der von dir erwähnten Feststellungen ist das.
Feststellungen helfen einen feuchten Kehricht :)
Wie ist deine Erfahrung dazu?
Resignation ist super :)
Habe gemerkt dass ich das Wort falsch benutzt habe. Ich meinte eher Enttäuschung...
Noch besser :)) Ent-täuschung = das Ende der Täuschung!
Erwartung ist auch noch dass sich das klare Sehen gleich sehr oft vorhanden ist. Aber das brauch natürlich Zeit...
Ja natürlich, immer wieder hinschauen.. Nimm da die unliebsamen Gefühle als Wegweiser. Jedesmal wenn Unzufriedenheit, Resignation, Enttäuschung usw. auftaucht, hinterfrage, schau nach.. Wo kommt das her, wem gehört das usw...
Mh, und bin ich jetzt in dem zu finden worin sich die Gedanken ausdrücken? - Wenn ich den Verstand beiseite lege und nur nachspühre ist das wieder alles nur Wahrnehmung.
Wie kann das was sucht, je gefunden werden? Dann müsste ja noch eine Instanz da sein, die den Suchenden wahrnimmt, oder? Glaubst du dass „Du“ auffindbar bist? Was würde das dann wahrnehmen? Wenn da immer und immer wieder nur gesehen wird, dass da nur Wahrnehmung ist, was bist „Du“ dann? Und kann Wahrnehmung selbst wahrgenommen werden, oder nur als Erfahrung?
Nein. Ich kriege sie erst mit wenn sie da sind. Und das ist ja bei Entscheidungen genau so! Das ist wirklich verrückt. Wie soll der Verstand da draus schlau werden!
Niemals!
Soll er das denn? Und wenn ja, wen kümmert das?
Das löst Frustration und das Gefühl von festgefahren sein aus. Wenn ich nach gucken will ob da ein Ich ist und nur in die direkte Erfahrung schaue ist es aber übrigens viel einfacher und schnell erkennbar, dass da nichts erkennbar ist.
Da ist eher der Gedanke dass da ein Denker ist, der die Gedanken produziert. Und ja, da sind gedanken die das weghaben wollen.
Es ist nicht nur viel einfacher, dieses direkte Nachschauen, es ist das einzig wichtige, alles andere ist Mindfuck!
Das sieht niemand, das ist einfach wahrnehmbar. Von nirgendwo ist das sichtbar
Absolut mysteriös nicht wahr? :))
Ich hab hier noch eine tolle Übung für dich:
Stell dich vor einen größeren Spiegel.
1. Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?
3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?
4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?
Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?
Oder gibt es nur Farben und Formen?
6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?
7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?
8. Beginne langsam zu gehen
.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?
Gibt es überhaupt eine Erfahrung des "Gehens" ? Oder nur GEDANKEN über "Gehen"?
Kann sowas wie "Körper" gefunden werden oder nur Gedanken über einen "Körper"?
Kann so etwas wie "Gehen" gefunden werden?
9. Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert , (wie durch den Raum gehen) , ODER gibt es nur ein Bild, das mit "Raum" beschriftet ist und aufsteigende Empfindungen ohne eine Location?
Bin schon neugierig wie es dir damit geht :)