Hallo Stillness,
Wo und wie findest du das Gefühl, eine Person, ein separates Ich, zu sein.
Völlig klar: Ich finde es nirgends..
Wenn ich aber zu beschreiben versuche, was das ist, das sich (machmal immer noch) als "ich" ausgibt, stoße ich auf ein vages "Gefühl"... das, wenn es sprechen könnte, sagen würde: "ICH BRAUCHE...." Das scheint wie eine zentrale "Gestimmtheit" zu sein, die eine Energie hat, die wiederum an eine Art Triebfeder erinnert.
Wenn ich aber in der direkten Erfahrung nach dieser "Gestimmtheit" / Energie suche, finde ich sie nicht..
Stattdessen wird es still und die Sinne "öffnen sich". Ich nehme Geräusche anders wahr, fühle mich irgendwie "ausgedehnt" usw.
Wo ist dieses grundsätzliches Gefühl oder Erfahren, das besagt: Das bin Ich.
Da ist ein Modus, dem ein Ich-Gefühl anhaftet. Etwas, das immer dieselbe Agenda hat: "Ich muss mich doch kümmern, damit.. / damit nicht.."
Wenn ich die Augen schließe und hinschaue, ist da kein Modus und keine Agenda. (Nur "transparentes Sein" aller Sinne.)
Ich kann nicht sagen, wo das alles hinverschwindet. Es ist einfach nicht da.
Das Spiel scheint zu sein: Wenn ich "weggucke", springt dieser Modus / Mechanismus an, der in Wahrheit keine Substanz hat.
Aber wie kann er im Halbschatten / im "Halbbewussten" dann überhaupt auftauchen? Wenn er gar nicht existiert?
Oder sollte ich fragen, wie kann er immer noch scheinbar auftauchen?
Es ist, als würde mir das "ich" im Hinschauen entwischen, nur um dann mit mehr oder weniger großem zeitlichen Abstand wieder aufzutauchen...