Was macht das für einen Unterschied?

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Mon May 21, 2018 9:16 am

Im Gedanken finden sich Erinnerungen und Vorschläge zum Etikett "Erschrecken".
Noch mehr Gedanken – Thema Vergangenheit (Erinnerungen) und Zukunft (Vorschläge) :-)
WOW! Das war mir gar nicht aufgefallen.
Auch hier noch mal ganz gründlich – ich bin da grad ein bissel pingelig, aber je klarer desto besser.
Die Ich Illusion/Geschichte ist nicht im Weg, nur der bedingungslose Glaube daran, der fällt weg. Wenn der wegfällt, geht’s genau so weiter wie bisher. Die Geschichte ist als Illusion erkannt.
Dankeschön, mir ist auch wichtig, dass ich das verstehe und nicht wegen Missverständnissen anfange darüber rumzudenken. Das was Du geschrieben hast, war von mir so gemeint.
Wie ist es mit „Ich bin nicht die Wahrnehmungen und ich sitze nicht ganz vorne, hinter den Augen wie in einem Kran.“?
Nunja, es kam mir bisher so vor als würde ich einen Kampfroboter, wie in "Alien" durchs Leben steuern. Das hat sich jetzt wohl perspektivisch etwas verschoben. Ich meine nun, dass ich Wahrnehmungen nicht habe, sondern eher noch,... bin. Und nicht als Person Signale auswerte. Es fühlt sich mehr so an, als lebte ich durch diese Wahrnehmungen und muss sie nicht an die Gedanken abgeben, über die ich Kontrolle hätte.
Braucht es überhaupt irgendetwas damit Wahrnehmung, Erfahren geschehen kann? Oder geschieht es einfach?
Eben, das hast Du mir gezeigt. Es braucht keine Institution, von der Wahrnehmung abhängt. Es geschieht tatsächlich einfach, aber irgendwie bin ich Teil davon. Auch hier ist "Teil" das falsche Wort. Vielleicht: Anteil, durchfließt, ich bin das, aber ohne "ich". Lässt sich schließlich nicht nondual ausdrücken. Deshalb hast Du mir das ja auch gezeigt und nicht erklärt...
Denk ans Hören.
Das war das beste Beispiel, wirklich pfiffig. Mit anderen Wahrnehmungen ist das auch so, aber nicht so eindeutig.
Was ist mit dem „dieses funktionale Ich“, gibt es das?
Braucht es irgendetwas damit Leben geschieht?
Das gibt es nicht wirklich, kann zumindest nicht erfahren werden. Und wo ich jetzt darüber nachdenke...es klang so als wäre das praktisch, aber nicht soooo wichtig. Jetzt bin ich aber der Meinung, man kann Weihnachten sehr wohl ohne Weihnachtsmann feiern. Weihnachten geschähe einfach, aber es braucht niemanden der die Geschenke verteilt. Sie können auch einfach da sein.

Das mit dem Hören: Vogel - zwitschern - Hörer hat mir gezeigt, dass das Leben nicht nur ohne mich, sondern auch ohne einen Stellvertreter geschieht. Wahrscheinlich war es immer und wird immer sein. Ob da alle sind oder keiner.
Wenn der Glauben an (xxx, füge hier deinen Namen ein) wegfällt, an die eigenständige Person, ensteht erst mal eine Lücke, die muss man aushalten.
Wie geht es dir damit, dass (xxx, füge hier deinen Namen ein) nicht so existiert,wie du gedacht hast?
Ich weiß ja schon seit längerem, dass ich nicht die Fäden ziehe, dass viel weniger in meiner Macht liegt als allgemein vermutet wird. Da ist der Schritt nun nicht mehr so groß gewesen. Zu erkennen, dass ich nicht mehr zwei Meter groß werde, war weit schlimmer. Außerdem ist ja alles gut. Das Leben scheint ja auch ohne mein personalisiertes Ich zu funktionieren. Dafür, dass diese Person nie real existiert hat, ist sie ganz schön weit gekommen (auch nur Worte). Die Erleichterung darüber ist viel größer, als das Verlustgefühl. Erleichterung und Verlustgefühl gibt es ja auch nicht wirklich - also wie solls mir denn gehen? Alles schick: Sonnenstrahlen, Gezwitscher, Kaffeegeschmack, alles sehr easy.
Was Du mir gezeigt hast:…
Das ist nun absolut nicht Realität, es sind Übungen gemacht worden und daraus sind Schlüsse gezogen worden…. der Ball liegt nicht auf dieser Seite des Netzes.
Es ist aber Ball, tut mir leid, ich bleibe dabei: Ich habe das nicht aus mir heraus erkannt, sondern wurde mir gezeigt. ist ja kein vermeindliches Loblied auf Dich. Nur irgendein dualer Gegenpol ist da schon. Hm, also in der DE sind wir natürlich nicht Handhabbar, sondern Eins und der Austausch fand nicht als solches statt. Also wie wäre es damit:

(...Diese Aufgabe ist nicht lösbar...)

Es ist Dank.

User avatar
Jadzia
Posts: 2313
Joined: Mon Oct 30, 2017 8:04 pm

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby Jadzia » Mon May 21, 2018 9:34 am

Es fühlt sich mehr so an, als lebte ich durch diese Wahrnehmungen und muss sie nicht an die Gedanken abgeben, über die ich Kontrolle hätte.
Hm, lebst ‚du‘ durch die Wahrnehmungen oder wird durch ‚dich‘ wahrgenommen/erlebt?
Im Englischem kann man so schön Life-ing sagen, oder in Deutsch ein bissel anders: Leben als DrMureau.

Leben geschieht auch ohne ein spezielles, eigenes Etwas oder jemanden, oder?
Alles schick: Sonnenstrahlen, Gezwitscher, Kaffeegeschmack, alles sehr easy.
Gut, ne? Einfaches DaSein.

Wenn es nichts getrenntes gibt was ist dann das „ich“ und das „du“? Pol und Gegenpol?

Und

Es gibt die Annahme, dass Zeit linear verläuft und irgendwo in der fernen Vergangenheit startet (falls sie jemals angefangen haben sollte) und weit bis in eine ferne Zukunft reicht. Der jetzige Moment (Jetzt) ist damit ein kleiner Teil der Zeit oder ein Teil, der sich auf der Zeitlinie nach vorne bewegt, aus der Vergangenheit kommend, in die Zukunft gehend.

Aber gibt es einen Erfahrung von diesem ‚Jetzt‘, was sich auf der Zeitlinie bewegt?
Ist da eine Erfahrung eines Momentes, der den nächsten ablöst?
Eine direkte Erfahrung das ein Ereignis dem anderem folgt?
Wie schnell bewegt sich der ‘jetzige Moment’ eigentlich?
Schau nur auf ‘diesen’ Moment, kannst du den Punkt finden an dem er angefangen hat?
Wie lange dauert das ‘Jetzt’?
Wo fängt das ‘Jetzt’ an und wo hört es auf?
Wann genau wird das ‘’Jetzt’ Vergangenheit?
Was genau ist Vergangenheit in DE?
Nun, gibt es also eine DE von ’Zeit’ oder sind da Gedanken über ‘Zeit’?

Bitte wieder die Fragen individuell beantworten.

Bin dann mal für heute weg,

alles Liebe,
Jadzia

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Mon May 21, 2018 10:27 am

Dann wünsche ich Dir heute einen sonnigen Tag, und vielen Dank dafür, dass Du heute so oft und schnell geantwortet hast.
Wenn der Glauben an (xxx, füge hier deinen Namen ein) wegfällt, an die eigenständige Person, ensteht erst mal eine Lücke, die muss man aushalten.
Wie geht es dir damit, dass (xxx, füge hier deinen Namen ein) nicht so existiert,wie du gedacht hast?
Ich empfinde keine Lücke. Eher: das Gefühl dazusein ist einer freundlichen Grundschwingung gewichen.
lebst ‚du‘ durch die Wahrnehmungen oder wird durch ‚dich‘ wahrgenommen/erlebt?
Es wird kein "Ich" durch Wahrnehmung definiert, auch das herstellen eines "ich" findet nicht durch Wahrnehmung statt. Es wird eher durch mich gelebt. Aber das "mich" ist da auch nur eine Beschreibung.
Leben geschieht auch ohne ein spezielles, eigenes Etwas oder jemanden, oder?
Ja, und das ist nicht beängstigend, sondern beruhigend.
Wenn es nichts getrenntes gibt was ist dann das „ich“ und das „du“? Pol und Gegenpol?
Ich wollte das nur in Worte kleiden. In der DE sind wir natürlich nicht Handhabbar, sondern Eins und der Austausch fand nicht als solches statt.

Super! Jetzt kommt mein "Fachgebiet":
Es gibt die Annahme, dass Zeit linear verläuft und ...
Richtig! Es ist eine Annahme - genau wie die "Ich-Illusion". Sie findet nicht statt. Zeit ist Bewegung und selbst Bewegung ist nicht im "Jetzt". Man hat den Eindruck, es fände ein stetiger diskreter Übergang statt. In Wirklichkeit ist alles immer nur da. Es scheint so als würde es auftauchen und wieder verschwinden. Aber das kann man nicht erfahren. Nur das IST (!) Deshalb kann man genausowenig "Jetzt" verorten, wie man Z. oder V. verorten kann. Das ist zum Haare raufen. Aber das gehört zu den Paradoxien, die man erleben aber nie verstehen kann!
Aber gibt es einen Erfahrung von diesem ‚Jetzt‘, was sich auf der Zeitlinie bewegt?
Nein, keine Zeitlinie kein "Jetzt". Wenn ich das Jetzt erfahren will, ist es schon "zu spät". In Anführungszeichen, weil das nur die Logik ist, aber nicht real (Da habe ich mich schon damals über Eckhard Tolle aufgeregt).
Ist da eine Erfahrung eines Momentes, der den nächsten ablöst?
Nein, deshalb habe ich mich über Dein Hörbeispiel so gefreut, weil das eine Parallele zu der Zeit-Illusion bildet: Geräusch - hören - Hörer; Vergleichbar mit: Vergangenheit - Jetzt - Zukunft. Alles Eins - alles Nichts und unvorstellbar.
Eine direkte Erfahrung das ein Ereignis dem anderem folgt?
Nein, unvorstellbar gleichzeitig. Wichtig: Nur Wahrnehmbar/Vergleichbar, wenn als Erinnerung eingefroren und in Gedanken begutachtet wird. Ich bin, weder Jetzt noch Damals noch Morgen.
Wie schnell bewegt sich der ‘jetzige Moment’ eigentlich?
Das kann ich nicht beobachten, er gleitet nicht wahrnehmbar in den nächsten über, ist dann aber der der immer war und sein wird. Das pure Leben. Alle Art von linearen Vorgängen finden nur in Gedankeninhalten, vergleichend statt (nicht wirklich). Musik wird nicht lauter, sie hat jetzt diese und dann jene Lautstärke, da ist in der DE keine Wandlung erkennbar. das würde nur mit Erinnerungen funktionieren.
Schau nur auf ‘diesen’ Moment, kannst du den Punkt finden an dem er angefangen hat?
Das kann ich nicht, es gibt keinen "Punkt an dem etwas angefangen hat". Sowenig wie ein "Ding das mal so war".
Wie lange dauert das ‘Jetzt’?
Wo fängt das ‘Jetzt’ an und wo hört es auf?
Wann genau wird das ‘’Jetzt’ Vergangenheit?
Da sage ich mal ganz frech: Siehe oben.
Was genau ist Vergangenheit in DE?
Der Inhalt eines Gedankens und in der DE nicht existent.
Nun, gibt es also eine DE von ’Zeit’ oder sind da Gedanken über ‘Zeit’?
Nein, nur Gedanken über die Zeit, aber nicht in der DE beobachtbar.

Es ist Dank

User avatar
Jadzia
Posts: 2313
Joined: Mon Oct 30, 2017 8:04 pm

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby Jadzia » Mon May 21, 2018 7:23 pm

Das mit der freundlichen Grundstimmung klingt wunderbar.

Das ist ein wunderschöner Text zum Thema Zeit, dazu gibt’s keine Fragen von mir.

Lass uns noch mal zu den Sinnen gehen, das Fühlen.

Lege deine Hand flach auf den Tisch.
Schließ die Augen, schau dir kurz an was an Gedanken läuft und lass sie dann laufen.
Jetzt spüre dem Gefühl/körperlicher Empfindung von ‚Hand auf Tisch‘ nach.
Wie viele Dinge erfährst du? Zwei (Hand und Tisch) oder nur eins?

Wird ein ‚eins fühlt das andere‘ erfahren oder ist da nur eine ‚Empfindung‘?

Kann jemand der fühlt, ein 'Fühlender' gefunden werden oder ist da nur die ‚Empfindung‘?


Alles Liebe,
Jadzia

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Mon May 21, 2018 8:14 pm

Hallo Jadzia,
ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag und freue mich, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir noch mal zu schreiben.

Erst war da ein Gedanke, dass ich jetzt mal die Hand auf den Tisch lege...
Aber in der DE war das wieder so wie mit dem Hören:

Zwar die Empfindung der Hand auf dem Tisch, also Druck, aber Niemand der das merkt und keine Trennung zwischen Tisch und Hand. Nur diese Druckempfindung. Geht von Niemanden aus und Niemand nimmt sie auf.
Keiner fühlt nur Empfindung.

Ich danke Dir sehr.

User avatar
Jadzia
Posts: 2313
Joined: Mon Oct 30, 2017 8:04 pm

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby Jadzia » Tue May 22, 2018 6:37 am

Das war ein wunderschöner Wandertag, Danke.

Eine Empfindung, ja.

Augen geschlossen, Tisch und Hand – was ist in DE erfahrbar?

Und weil mir das noch einfiel und mit zu deinem Fachgebiet gehört.
Wie ist das eigentlich mit Ursache und Wirkung? In direkter Erfahrung?

Alles Liebe,
Jadzia

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 8:14 am

Guten Morgen,
ich kann nur Druck und Temperatur fühlen, aber keinen Übergang. irgendwo ist der Druck höher (Dort wo Tisch und Hand berühren, Anm. d. Übers.), aber die Stelle kann nicht geortet werden. Und die Wahrnehmung "endet" auf "meiner" Seite im nichts.

Wie ist das eigentlich mit Ursache und Wirkung?

Wie mit der Zeit, es ist immer da, nur jeweils anders, der Übergang wird disket empfunden ist aber wie ein Daumenkino. Ursachen kann man erahnen und Wirkung abschätzen. Es sind Gedanken, die auf andere verweisen.

direkter Erfahrung?
Damit kann man U. und W. nicht erfahren, nur die jeweils herrschenden Zustände.

Ich danke Dir sehr.

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 8:41 am

Mal eine kleine Anmerkung:

"Jetzt" ist eigentlich ein Koan; der ernsthafte Versuch im Jetzt zu leben, führt unweigerlich zum Zusammenbruch der Zeit-Illusion. Statt sich plötzlich in einem besonderen Moment wiederzufinden, IST man WIRD und WAR gleichzeitig.

Das wollte ich zu dem Thema Zeit noch loswerden. Ich Danke Dir sehr.

User avatar
Jadzia
Posts: 2313
Joined: Mon Oct 30, 2017 8:04 pm

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby Jadzia » Tue May 22, 2018 8:58 am

Sind ‚Druck‘ und ‚Temperatur‘ zu fühlen? Was ist ‚Druck‘ und ‚Temperatur‘ in DE? Was ‚Tisch‘ und ‚Hand‘?
„Druck höher“ – Ist das nicht ein ‚vergleichender‘ Gedanke?
Und die Wahrnehmung "endet" auf "meiner" Seite im nichts.
Hüstel, Hüstel…..hat es eine und eine andere Seite in DE?
Ursachen kann man erahnen und Wirkung abschätzen. Es sind Gedanken, die auf andere verweisen.
In DE ist sowas wie ein Ursache und eine Wirkung nicht zu finden. Gedanken Vergangenheit, Gedanken Zukunft. Gedanken die vermeintliche Verknüpfungen ‚mitteilen‘.
Was ist denn eine Verknüpfung, ein Auslöser in DE? Ist da was zu finden und wenn ja, wie sieht er aus?

"Jetzt" ist eigentlich ein Koan; der ernsthafte Versuch im Jetzt zu leben, führt unweigerlich zum Zusammenbruch der Zeit-Illusion.
Wie kann etwas was illusionär ist zusammenbrechen? Etwas, was nicht real ist. Ist das ‚Zusammenbrechen‘ nicht die gleiche Art von Ilusion?
Wer oder was „IST man WIRD und WAR gleichzeitig“?

Dies alles verlässt den Rahmen dieser Untersuchung……..und ist mehr wie ein kleiner Ausblick…..
Wir kehren dann artig wieder zu dem Selbst, wie und was es nicht ist zurück.

Alles Liebe
Jadzia

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 10:10 am

Hallo Jadzia,
Hüstel, Hüstel….
Du bist immer so herrlich fokussiert, vielen Dank, denn ich schwafel zu oft, das ist natürlich nicht förderlich.
An dieser Stelle also mal ein fettes Dankeschön für Deine Geduld.

ich habe versucht etwas mit Worten auszudrücken, was nicht so einfach von mir beschrieben werden kann. Das meinte ich mit:
(Dort wo Tisch und Hand berühren, Anm. d. Übers.)
Sind ‚Druck‘ und ‚Temperatur‘ zu fühlen?
Druck und Temperatur sind natürlich Etiketten, aber ich habe Sinnesempfindungen: Eine Berührung findet statt, es kann aber nicht empfunden werden was mit wem. Und ich spüre einen Reiz der von meinen Gedanken mit "kalt" etikettiert wird.
Was ist ‚Druck‘ und ‚Temperatur‘ in DE?
In der DE wird nicht etikettiert, aber der Reiz ist da. ich weiß nicht wie man ihn nennt.
Was ‚Tisch‘ und ‚Hand‘?
Ebenso: Tisch und Hand sind Etiketten, aber eine Sinneswahrnehmung von Berührung ist da. Ich empfinde natürlich nicht Was mit Wem.
Und die Wahrnehmung "endet" auf "meiner" Seite im nichts.
Hüstel, Hüstel…..hat es eine und eine andere Seite in DE?
Naja, deshalb habe ich das in Anführungszeichen gesetzt.

Langsam werden die Möglichkeiten der Beschreibung für mich wirklich knapp.

Was ist denn eine Verknüpfung, ein Auslöser in DE? Ist da was zu finden und wenn ja, wie sieht er aus?
Gedankeninhalte, welche auf andere hinweisen.
Wie kann etwas was illusionär ist zusammenbrechen? Etwas, was nicht real ist. Ist das ‚Zusammenbrechen‘ nicht die gleiche Art von Ilusion?
Wer oder was „IST man WIRD und WAR gleichzeitig“?
Wieder falsches Wort. Es ist mit einmal weg. Aber Zusammenbrechen meint, dass nach und nach verschiedene Zweifel auftauchen und sich dann auflösen, bis der letzte Rest der Annahme verschwunden ist. Das ist aber ein Übergang von der Welt der Gedanken ...zu DE. Dh. der Glaube schwindet immer mehr, bis er vollständig verschwunden ist.
IST, WAR und WIRD meint, dass empfunden wird, dass plötzlich alles gleichzeitig ist. (Du wirst wahrscheinlich sagen Alles gleichzeitig NICHT ist). Aber die Abwesenheit von etwas ist nicht zu empfinden.
Wir kehren dann artig wieder zu dem Selbst, wie und was es nicht ist zurück.
Du hast völlig Recht, denn bei meinen ausschweifenden Erklärungsversuchen komme ich ständig ins faseln. Das fällt mir auch regelmäßig auf. Obwohl ich versuche strikt zu antworten. Ich habe aber das Problem, dass es mir schwerfällt, präzise Worte für Empfindungen zu finden. Deshalb gleite ich immer in Umschreibungen ab.

Vielen Dank für Deine Geduld.

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 10:17 am

Wenn ich es nicht ohne Gedanken beschreiben kann und wenn es dafür keine Wörter gibt...ist es vielleicht nicht da...(?)...
Aber ich empfinde doch was (was auch immer).

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 10:42 am

Wahrnehmung ist immer nur Wahrnehmung. Sie wird erst speziell, wenn sie ein Etikett bekommt?

User avatar
Jadzia
Posts: 2313
Joined: Mon Oct 30, 2017 8:04 pm

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby Jadzia » Tue May 22, 2018 1:16 pm

Kurze Erinnerung:
Gedankeninhalte, welche auf andere hinweisen.
Gedanken ‚weisen auf etwas hin‘? Oder ist da ein Gedanke „Das weist auf das“?
Wahrnehmung ist immer nur Wahrnehmung. Sie wird erst speziell, wenn sie ein Etikett bekommt?
Wahrnehmung ist einfach……
Für wen oder was könnte eine Wahrnehmung ‚speziell werden‘? Oder auch hier ein Gedanke „dies ist meine Wahrnehmung“?
Druck und Temperatur sind natürlich Etiketten, aber ich habe Sinnesempfindungen: Eine Berührung findet statt, es kann aber nicht empfunden werden was mit wem. Und ich spüre einen Reiz der von meinen Gedanken mit "kalt" etikettiert wird.
Da ist ein körperliche Empfindung und ein Gedanke (der beobachtet werden kann, Inhalt: Reiz, Druck, kalt)
Auch ‚Reiz‘ ist ein Etikett – gibt es in DE Worte, was ist ein Wort in DE?

Wer oder was empfindet? Das getrennte Selbst als Fühler des Gefühlten gibt’s nicht…..
Gefühl, Gefühltes, Fühler, eins?
Erfahrung, das Erfahrene, der Erfahrende, eins?
IST, WAR und WIRD meint, dass empfunden wird, dass plötzlich alles gleichzeitig ist. (Du wirst wahrscheinlich sagen Alles gleichzeitig NICHT ist). Aber die Abwesenheit von etwas ist nicht zu empfinden.
Nicht direkt, wie wäre es wenn Ist und NICHT ist gleichzeitig ist?

Was bleibt, wenn das ‚Ich‘ ‚Du‘ samt Geschichten wegfällt, wenn die letzte Vorstellung von Denker, Fühlender, Wahrnehmender, Hörender, Beobachter oder was auch immer verpufft? Ein Blick „hinter den Vorhang“ genommen wird?

Alles Liebe,
Jadzia

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 2:16 pm

Hallo Jadzia,
kann sein, dass sich das Beantworten der Fragen jetzt erledigt hat.

Mir ist aufgefallen, dass sich die Empfindungen, wenn man sie nicht interpretiert, nicht voneinander unterscheiden.
Das meinte ich als ich schrieb:
Wahrnehmung ist immer nur Wahrnehmung. Sie wird erst speziell, wenn sie ein Etikett bekommt?
Mit "speziell" meinte ich, die Erfahrung wird erst in dem Moment zum Hören oder sehen etc. wenn man sie interpretiert.
Es gibt niemanden der sie macht, aber die Gedanken sind da, die Inhalte interpretieren, es entsteht die Geschichte nach der Wahrnehmung.

Es ist Wahrnehmung, diese wird durch Gedankeninhalte scheinbar geteilt in "spezielle" Empfindungen (hören, schmecken etc.), das vermittelt den Eindruck von Vielfältigkeit und, dass sie an einer Stelle zusammenlaufen - die Person entsteht.
In Wirklichkeit ist da nur Wahrnehmung, die von niemanden interpretiert wird.

So, dass hatte mich verwirrt. Wenn Du dem Zustimmst, bin ich jetzt klar.

User avatar
DrMureau
Posts: 63
Joined: Tue May 15, 2018 8:03 am

Re: Was macht das für einen Unterschied?

Postby DrMureau » Tue May 22, 2018 2:18 pm

Was bleibt, wenn das ‚Ich‘ ‚Du‘ samt Geschichten wegfällt, wenn die letzte Vorstellung von Denker, Fühlender, Wahrnehmender, Hörender, Beobachter oder was auch immer verpufft? Ein Blick „hinter den Vorhang“ genommen wird?

sein


Return to “Deutsch (Archiv)”

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 50 guests