Bin wieder da. Zuerst Abschrift von unterwegs:
´Mühelos`.
"Was hat sich heute morgen mit dem Bus durch die Gegend fahren lassen?"
(Und stellt dann fest, dass der Anschlusszug "heute ausfällt"? Und findet dann doch noch einen Bus und lässt sich davon
wieder durch die Gegend schaukeln?)
Es ist schwer, die Geschichte der Person außen vor zu lassen und im Jetzt bleiben. Erinnere ich aber immer wieder daran, wenn "ich" abschweife (und da es meist leidvolles Abschweifen ist, erinnere ich mich leicht, um davon weg zu kommen).
"Bleibe mühelos." - "Lebe heiter unbeschwert."
Noch kurz zu Deiner früheren Bemerkung mit dem (tonlosen) "Abfilmen meines Lebens": Der Film würde oft auch diese Szene zeigen: Ein Mann liegt (im Badezimmer) auf dem Boden und schluchzt und heult hemmungslos. "Warum?", frägt sich da doch der Betrachter. Das ist nicht nur eine Abfolge einfacher Körperbewegungen. Oder nimm die Leute in Syrien. Auch ohne Tonspur ist klar: Da passiert was total Unangenehmes. Alles nur in meinem Kopf?
Was ist man ohne Geschichte?
Was bin ich ohne meine Geschichte?
Im Augenblick-Sein, befreit (von Erinnerungen). "Speicherabruf", wie Du es treffend nennst.
Was passiert, passiert - ohne Zutun eines Ich. In der Gegenwart ankommen! Dann wäre man ziemlich frei für das, was dann gerade passiert um einen rum. Ziemlich frisch und im Moment mit der Wahrnehmung. (Ganz Auge, ganz Ohr)
"Mühelos". Allerdings sieht man dann (nach wie vor) auch das Unangenehme in der Gegenwart: "Demenz braucht dich"(Werbeplakat). Glasklar. Alle Aspekte eben.
In dem Moment, wo Du Dich mit dem Gedanken "Die "Ich-Illusion ist nur eine Fata Morgana" beschäftigst, verwirf den Gedanken im nächsten Moment. Du brauchst den Gedanken nicht.
Mach´ich.
Das ist wichtig. Vergiss alles (!) leicht.
Auch der spirituellste Gedanke wird im Verstand zum Abklatsch.
I´ll try my best.
Liebe Grüße
Klaus (und danke!)