Lieber Andeas,
Schau zurück in die Geschichte deines Lebens und schaue nach einer wichtigen Entscheidung, die du getroffen hattest. Dann frage Dich: Hättest Du unter den gegebenen Umständen eine andere Entscheidung treffen können?
Nein.
Schau zurück in die Geschichte deines Lebens und schaue nach einer wichtigen Entscheidung, die du getroffen hattest. Dann frage Dich: War das der beste und einzige Weg, um weiterzugehen?
Es hätte auch anders kommen können.
Schau zurück in die Geschichte deines Lebens und schaue nach einer wichtigen Entscheidung, die du getroffen hattest. Dann frage Dich: War ein freier Wille vorhanden, der ermöglichte, unabhängig von der Situation den Weg zu wählen?
Nein.
Schau zurück in die Geschichte deines Lebens und schaue nach einer wichtigen Entscheidung, die du getroffen hattest. Dann frage Dich: Warst du es, der die Wahl getroffen hat oder hat die Situation Dich dazu gebracht den einzig möglichen Weg zu wählen?
Die Situation führte zum Resultat.
Schau zurück in die Geschichte deines Lebens und schaue nach einer wichtigen Entscheidung, die du getroffen hattest. Dann frage Dich: Kannst du etwas wählen, das nicht "richtig" ist?
Es erscheinen vielleicht Optionen. Schlussendlich passiert dennoch das, was aus der Situation heraus resultiert.
”Richtig” wird als unwesentliche Etikettierung erkannt.
Schreibe auf, was Dir während der Beantwortung der Fragen auffällt:
Kann irgendetwas anders sein als es gerade ist?
Antwort: Nein.
Es fällt mir auf, dass das was ist ändert, aber nicht anders sein kann.
Woher weißt Du das?
Antwort: Keine Ahnung. Panta rei?
Es fällt mir auf, dass da nichts ist, was so etwas wissen kann oder muss.
Was ist es, das gewählt hat, genau hier zu sein?
Antwort: Es gibt keine Instanz welche auswählt. Es gibt nur Präsenz in ”genau hier sein”.
Es fällt mir auf, dass ein das, welches Optionen zur Auswahl synthetisiert inexistent ist.
Macht es einen Unterschied, ob Du glaubst, dass Du die Wahl getroffen hast oder nicht, genau hier zu sein?
Antwort: Vermutlich Ja. Wem soll den geglaubt werden? Was soll geglaubt werden? Die Frage verdreht mir den Kopf.
Es fällt mir auf, dass bei wiederholtem durchlesen des Satzes, über das Wort ”glaubst” gestolpert wird.